Spielsucht: Strategien um abstinent zu bleiben

Schattenmann

Re: Spielsucht: Strategien um abstinent zu bleiben

Beitragvon Schattenmann » Sa 28. Jul 2018, 20:51

Hi Leidensgenossen, es gibt kein Rezept gegen eine Sucht, egal welche es auch ist! Aber, sollte es einer Eingesehen haben, das er der Sucht sein "Knecht" ist, ist das der Anfang dem ein Ende zu machen! Dann gibt es Konzepte um aus der Sucht raus zu kommen, z.B. Psychologen, den Bekanntenkreis wechseln und "Eiserner Wille", es wird dir auch keiner Helfen dabei, höchstens "Beistehen" !!! Du hast Erkannt, das dich die Sucht zerstört und das gibt dir die Kraft von dem zu Lassen! Ich habe über Jahre damit Gekämpft, hab es aber Geschafft und das kann jeder, denn ich bin kein starker Mensch, aber es wäre mein Untergang gewesen! Danke und schönen Gruß.

Schmitti

Suchtbuddy

Beitragvon Schmitti » Mo 30. Jul 2018, 21:12

Hey Leute,

ich bin ebenfalls spielsüchtig und das jezt schon seit über 10 Jahren. Lange war ich auf der Suche nach Methoden den Sch..ß hinter mir zu lassen. Ich habe Therapien gemacht, war viel in Foren untewegs, Hypnose, Akupunktur und und und.... Hat alles immer nur kurz was gebracht.

Ich hab dann in einer Selbsthilfegruppe einen jungen Typen kennengelernt. Der hat mir erzählt, dass er schon über drei Jahre abstinent ist und seine Geschichte und Methoden in einem Buch aufgeschrieben hat. Er hat mir das Buch geschenkt, weil wir einen guten Draht zueinander hatten. Ein paar der Methoden sind:

- Familienbilder anschauen
- Sport machen
- Vertrauten aufsuchen

Den Vertrauten nannte er Suchtbuddy. Finde ich ziemlich gut die Idee. Ich habe mir dann einen Suchtbuddy gesucht und immer wenn der Druck in mir größer wird, unternehmen wir etwas oder ich schaffe es, mich durch Sport selbst in den Griff zu bekommen. Netter Nebeneffekt, ich habe über 10 kg abgenommen :thumbup:

LG Schmitti

Hellfire

Re: Spielsucht: Strategien um abstinent zu bleiben

Beitragvon Hellfire » So 5. Aug 2018, 21:38

Eigentlich spielt man ja weil man etwas haben möchte ... man will etwas hinzu-gewinnen.

Praktisch ist aber jedes Glücksspiel śo konzipiert dass man IMMER mehr Geld ausgibt als man zurück bekommt, nur so funktioniert das Geschäft für die Betreiber.

Die "Glücksspielperson" denkt immer noch dass sie da etwas raus holen kann und hofft auf den nächsten großen Gewinn um sich freuen zu können.
Fakt ist jedoch, je öfter man spielt, desto weiter wandert man in die errechnete Wahrscheinlichkeit.

Vielleicht hilft euch der Gedanke: Glücksspiel hat sich für noch keinen Glücksspieler gelohnt, nur für den Betreiber des Spiels.

Als Aktion um diese Sucht zu bekämpfen hilft der obige Gedanke und Inaktivität ... denn man muss ja selbst aktiv werden, zur Abzockbude fahren und das eigene (schwer erarbeitete) Geld dort verprassen.

Nehmt das Geld, welches ihr normaler , durchschnittlich Weise dort verprassen würdet und steckt es in einen kleinen Tresor/Schatulle.
Jetzt seid ihr zugleich der abgezockte und auch der Betreiber der Abzockbude und als Betreiber könnt ihr auch dann jeden Monat ansehen wie viel Geld "die Idioten (also der Idiot)" bei euch gelassen haben. Ihr freut euch und lacht über den Typen.

Ihr habt dabei auch Zeit gewonnen die ihr mir sinnvollen Dingen ausschmücken könnt, zum Beispiel: Sport, Familie oder schlafen. :-)


Die Offtopic-Diskussion zwischen Hellfire und Schattenmann kann hier weiterverfolgt werden:
https://erfahrungen-fallberichte.de/viewtopic.php?f=29&t=1941#p8766

Schattenmann

Re: Spielsucht: Strategien um abstinent zu bleiben

Beitragvon Schattenmann » Sa 18. Aug 2018, 21:29

Hellfire, meiner Meinung nach, ist dein Beitrag Lobenswert, weil du es Gut meinst, du warst aber nie Süchtig, speziell Spielsüchtig! Sicher will der Spieler etwas Gewinnen, aber vorrangig ist das Spiel an sich, beim Spielen flattern den Süchtigen die Knie und das Adrenalin schießt in den Körper, dadurch kann man auch nicht mehr Aufhören, bis man den letzten Euro Verloren hat! Das ist der ''Kick" beim Spielen, diesen "Kick" lösen auch andere Süchte aus, wie z.B. Rauschgift, Alkohol, Sex usw. und ohne den "Kick" fühlt man sich nach einer gewissen Zeit leer und Langweilig, darum kommt man auch so schwer weg von einer Sucht, da man der Gehirn anders Programmieren muss und das geht nicht von heute auf morgen! Meine Kammeraden und Leidensgenossen, haltet durch, wir schaffen das!






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