Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

(außer Borderline)
Halli

Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon Halli » So 3. Dez 2017, 12:09

Hallo..

ich weiß auch nicht so recht was ich hier möchte und ich weiß, Transsexualität ist keine Persönlichkeitsstörung, stimmt doch, oder - aber es hat was mit meiner Persönlichkeit zu tun. Ich war eigentlich auf der Suche nach Schlaftabletten und bin dann irgendwie auf dieses Forum gestoßen. Umso länger ich lebe umso mehr merke ich das mein Leben kein Sinn macht
Manchmal ist es echt belustigend was für ein scheiß Leben ich habe, in jeglichen Aspekten hatte ich nur Unglück. Und einige Dinge lassen sich nicht ändern weshalb für mich langsam immer genauer klar wird das der Selbstmord das einizige ist was mir helfen kann.

Mein Größtes Problem ist wohl das ich Transsexuell bin. Ich bin also körperlich männlich auf die Welt gekommen aber mir wurde schon früh klar das ich kein Junge bin sondern eine Frau. Mit 15 habe ich dann die Entscheidung getroffen auch richtig als Frau zuleben. Habe mich dann geoutet, eine Therapie gemacht und später angefangen Hormone zu nehmen und hab auch meinen Namen und mein Geschlecht ändern lassen. Das hat mir auch schon super geholfen und es war die einzigst richtige Enscheidung für mich.

Als Transsexuelle Frau hat man es aber nicht leicht. Zunächst einmal hatte ich meine Operation noch nicht, weshalb ich mich total unwohl in meinem Körper fühle. Außerdem wurde über mich schon seit ich klein bin immer gelästert. Die Leute kennen mich hier. Rufen mir Sachen hinterher und so weiter. Es gibt keinen Platz auf dieser Welt für mich. Ich habe Freundinnen und komme auch optisch total gut bei Männern an. Das ist glaube ich das einzig positive an mir, Mein Aussehen.

Aber es gibt keinen Mann der mich mögen könnte und wenn sind das nur welche die mir überhaupt nicht zusagen. Ich hatte noch nie einen Freund. Ist ja auch viel verlangt von einem Hetero Mann sich damit abzufinden das ich vorerst ein männliches Genital habe. Aber ich fühle mich nur zu heterosexuellen Männern hingezogen. Also werde ich wahrscheinlich nie einen Partner haben. Stattdessen haben mich Männer seit ich 15 bin nur für Sex ausgenutzt. Haben mich verarscht und benutzt und als sie hatten was sie wollten haben sie mich fallen lassen.

Ich bin 19 Jahre und alle meine Freundinnen haben einen Freund außer ich. Ich werde später keine Kinder gebären können was heißt das ich niemals eigene Kinder haben werde. Also halten wir fest. Nie einen Partner! + Nie eigene Kinder!. Das Leben macht für mich einfach keinen Sinn mehr und ich bin nun mal Transsexuell ich kann das nicht ändern. Man lacht immer darüber und sagt " Ja warum suchst du dir das aus oder dann sei normal" aber leider ist es Realität für mich.

Transsexuell zu sein ist wie ein Alptraum. Ich wäre lieber eine normale Frau im Rollstuhl oder nur mit einem Arm als Transsexuell zu sein. Zudem sind meine Familienverhältnisse alles andere als gut. Meine Mutter und mein Vater haben sich früh getrennt und wir leben zwar nicht am Existenzminimum aber wirklich Geld haben wir auch nicht. Ich bin die erste unter uns die Abitur macht. Mit meiner Familie kann ich überhaupt nicht reden, wir haben alle so ein oberflächliches Verhältnis und verstehen tut mich auch keiner und das interessiert auch nicht wirklich einen. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt von allem.

FrlAbyss

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon FrlAbyss » Di 5. Dez 2017, 12:19

familie kann man auch noch auf ganz anderen wegen gründen - und das unfruchtbar sein bzw nicht gebähren zu können ist kein transexuellen problem, sondern das problem von vielen.
und wenn du abitur machst und auch nich jung bist, dann steht dir noch soviel offen - studieren in einer großstadt, andere menschen, szenen, vielfalt kennen lernen.

natürlich kann man die probleme durch den falschen körper nachvollziehen, aber manche probleme (wie das gebähren zb bzw familie gründen), sind probleme die auch ganz andere menschen haben können und das solltest du nicht umnbedingt mit der transexualität in zusammenhang bringen.
das bringt dir nichts anderes als weiterne hass gegen dich, gegen deinen körper - aber das wäre zb etwas, dass du davon wegschieben könntest.

Halli

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon Halli » Do 7. Dez 2017, 17:57

Ja, da hast du natürlich recht. Aber es kommt aufjedenfall noch zu den anderen Problemen dazu.
Wenn ich eine "normale" Frau wäre, wäre ich vermutlich in der Lage Kinder zu gebähren und hätte mit Sichrheit auch schon lange einen Partner.

fits

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon fits » Fr 15. Dez 2017, 19:38

Ach.. ich bin mir grad unsicher, ob ich einen bösen genervten Kommentar oder einen mitfühlenden verfassen sollte. Allgemein mag ich solche Threads nicht so, in denen die Menschen denken, ihnen geht es schlechter als dem Rest der Welt (was sie dann natürlich abstreiten).

Ich finde es ein wenig frech von dir zu sagen, dass du lieber nur einen Arm hättest oder im Rollstuhl sitzen würdest. Das ist eine sehr oberflächliche Betrachtung. Das Ganze birgt mehr Schwierigkeiten als du dir ausmalen kannst. und sicher nicht weniger als du hast.

Desweiteren bin ich eine "ganz normale" Frau... und hatte bis jetzt nur unglückliche Beziehungen, dabei bin ich älter als du und sehe auch nicht schlecht aus. das sagt also überhaupt nichts aus. auch nicht, dass ich im richtigen Geschlecht geboren wurde. Sorry dafür, aber allgemein finde ich deine Aussagen recht *****. Sie sind sehr oberflächlich getroffen.
Du bist noch sehr jung und viele Mädchen oder Jungen haben in deinem Alter noch nie einen Partner oder ähnliches gehabt. Ich habe mehrere in meinem Freundeskreis. und dann sind sie paar Jahre älter und finden den Partner für's Leben. Ist vielleicht sogar besser also zuvor laufend den "Falschen" gehabt zu haben.
Vielleicht rührt dein falsches Bild einfach daher, dass sich die anderen in deiner Gegenwart nicht so beschweren, darum denkst du, bei ihnen passt alles. Würdest du mich z.B. kennenlernen, so hatte ich auch nicht immer tolle Erfahrungen in Partnerschaften aber würde mich nicht so arg darüber beschweren. Lern die Menschen dahinter kennen, sie haben meist weitaus mehr Sorgen, als man denkt. Auch Familiär. Wessen Familie ist schon normal und gut? Jeder verabscheut sie mal und hätte gern eine andere. Von vielen sind die Eltern geschieden und es ist ein schwieriges Verhältnis (entstanden).

Was ich sagen möchte: Du bist noch jung, auch wenn du das anders denkst im Moment. In ein paar Jahren hast du vielleicht schon deine OP und dann bist du eine völlig normale Frau (alles andere sind dann nur deine Gedanken im Kopf).
Es gibt auch viele türkische Mädchen, die noch Jungfrau bis zur Ehe bleiben und durchaus auch Männer, die das akzeptieren. Man will ja auch nicht den erstbesten sondern den, der nicht so oberflächlich ist und es ihn nur interessiert, was man in der Hose hat, oder?

Und mit dem Kinder bekommen stimme ich FrlAbyss zu. Derzeit wäre das doch für dich eh ein ungünstiger Zeitpunkt dafür. Also wofür die Eile.
Ich hoffe, du verstehst meinen Beitrag nicht bös. Viele Grüße

Halli

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon Halli » So 17. Dez 2017, 19:56

Der Gedanke den ich habe also das ich lieber in einem Rollstuhl sitzen würde bzw nur ein Arm haben würde als Transsexuell zu sein ist halt real. Dagegen kann ich auch nichts tun.

Ja, du hattest unglückliche Beziehungen. Ich hatte noch nie eine Beziehung. ^^ Ich hatte nur Sexdates. Ich sage auch nicht das jedes Mädchen was in richtigem Geschlecht geboren ist einen Partner hat aber wenn ich in meinem spezifischen Fall mit meinem Aussehen und Charakter ( Nur Selbstbewusst nicht eingebildet) als biologische Frau geboren wäre, dann hätte ich schon längst ein Partner. Das merk ich ja immer wieder wenn ich einen kennenlerne der das nicht von mir weiß.
Mit dem Rest kann ich dir zustimmen. Wobei ich finde das man jedes individuelle Problem sich "schön" reden kann aber wenn man nun 4-5 davon hat sieht das ganze schon nicht mehr so witzig aus.

FrlAbyss

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon FrlAbyss » Mi 20. Dez 2017, 19:29

aber es ist auch widerrum eine sache, ob man im selbstmitleid zerfließt, oder die dinge anpackt.
und das könntest auch du. problembewältigung im sinne von akzeptanz, arrangieren usw.

hart formuliert.

es gibt hier auch viele menschen die mehrere probleme haben - auch im sinne von mehreren diagnosen/krankheitsbildern, also dinge die sie nicht aktiv ändern können. aber man muss lernen mit bestimmten sachen auch umzugehen, denn du kannst sie sowieso nicht ändern. (bzw grade aktuell nicht ändern)

fits

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon fits » Sa 23. Dez 2017, 21:39

Wieso ist es dir denn so wichtig einen Partner zu finden?

Ich habe mal zwei Dinge gehört:
- Man muss sich selbst lieben, damit andere einen lieben können.
- Man darf nicht suchen, sondern wird gefunden.

Und ich muss FrlAbyss zustimmen. Das war eigentlich auch das, was ich meinte.

FrlAbyss

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon FrlAbyss » Mi 27. Dez 2017, 14:13

ich bin 28 und hatte im grunde genommen auch nie eine richtige beziehung und sexdates schon gar nicht - bin ich jetzt noch ärmer dran..? man kann es immer drehen und wenden.

Halli

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon Halli » So 31. Dez 2017, 16:00

Ja ok. Einfach keine Ansprüche am Leben haben. Dann gibts auch keine Probleme- Ja so kann man das auch sehen.
Außerdem sag man auch "Wer suchet der finet", ist doch völliger müll dann :D

FrlAbyss

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon FrlAbyss » Mi 3. Jan 2018, 10:14

nee, das hat damit nix zu tun, aber du hast ja das gesamtpaket runter gerattert und jetzt nennt man dir halt dinge die vielleicht nicht so tragisch sind, oder dass du mit manchen umzugehen lernen musst.
anders bleibst du eben grundsätzlich unglücklich...

Ani

Re: Transsexualität = Alptraum, Unglück, sinnlos, Drecksleben

Beitragvon Ani » So 7. Jan 2018, 19:24

Was sich mir dabei nicht erschließen will, ist, dass du denkst den Status Quo aufrecht erhalten zu müssen. Wenn dein primäres Problem dein Geschlechtsteil ist, warum keine geschlechtsangleichende Operation - und falls du so eine planst, wieso siehst du es dann als ewig währendes Problem an?

Ach, aber btw. mal an die andern User hier, hier müsst nicht immer gleich alles persönlich nehmen. Wenn sie denkt lieber ein anderes Problem zu haben, dann bedeutet das nicht, dass sie eure Problem damit abwerten will. Einfach mal das eigene Ego etwas zurückstellen - ist auch besser für den Magen. Und es hilft doch eh keinen, darüber herum zu diskutieren - es ist ja nicht so, dass sie die Wahl habe zu tauschen. Ihr wisst, ich habe schon sehr sackig reagiert, wenn User die Probleme anderer abwerteten, aber das hier würde ich nicht wirklich daruner verstehen - allenfalls mit einem "als du meinst..." hinnehmen.






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