Fallbeispiel: Psychopathie und Persönlichkeitsstörung

(außer Borderline)
siedri

Fallbeispiel: Psychopathie und Persönlichkeitsstörung

Beitragvon siedri » Di 18. Jul 2017, 05:22

Psychopathie: Ein Fallbeispiel
In meinem heutigen Artikel möchte ich über einen Psychopathen schreiben, welcher mir selbst massiven Schaden zugefügt hat, so großen Schaden, das ich selbst ihr verkommenes psychopatisches Wertesystem übernommen habe. Ich selbst bin ein recht schüchterner Mensch mit autistischen Zügen, meine sozialen Kompetenzen liegen damit im Keller, und ich gebe damit ein perfektes Opfer für Sabina (Namen abgeändert) ab. Es begann alles im Herbst des Jahres 2015.

Hier bekam ich von Sandra ein nett gemeintes Angebot, jedes Wochenende mit ihrer Clique im örtlichen Gasthaus feiern zu gehen. Glücklich willigte ich ein, und hatte anfangs großen Spaß. Beim 3. Zusammenkommen lernte ich schließlich Sabine kennen. Sie sagte immer genau was ich hören wollte. Es war quasi zu schön um wahr zu sein. Eine wunderschöne Frau begann Interesse an mir zu zeigen und mich über mein Leben auszufragen. Alles Informationen, welche sie später gegen mich verwenden wird. Anerkennung bekam ich von ihr vor allem für Alkoholkonsum, fürs Rauchen, und für Cannabiskonsum. Hierüber fragte sie mich gründlich aus, und erwähnte das sie dies für cool halte.

Bei Gesprächen fiel sie in der Regel durch ständiges Lächeln auf, immer wenn sich unsere Blicke trafen, lächelte sie. Es war nicht wie bei normalen Menschen, die nur lächeln, wenn es zum Gespräch passt, sie lächelte immer. In Astronomie wollte sie sich schließlich neben mich setzten, aber wir unterhielten uns nur selten. Sie machte mir oft Komplimente, einmal sagte sie, sie wäre Eifersüchtig auf meine Trinkflasche, weil ich diese in meiner Hand halte, nahm dann meine Hand und lächelte mich an. Auch Sätze wie „wir sind hier doch alle ganz nett“ gehörten zu ihrem Repertoire aus Manipulation. Als schließlich meine Geburtstagsfeier anstand, wollte sie auch hier kommen, und wir tranken zusammen. Wenn ich ihre Gespräche mit anderen mithörte, verhielt sie sich oft ganz anders, als mir gegenüber. So machte sie andere Leute vor allen schlecht, nur weil sie sich zu oft meldeten, sie schien sehr Verurteilend, andern Menschen gegenüber zu sein. Doch dies zeigte sie den Verurteilen gegenüber nie.

So verbrachte sie auf einer der Sessions, große Partys für alle Mitschüler, viel Zeit mit Klaus, doch als sie sich von den anderen Verabschiedete um zu ihn zu gehen, ließ sie mit abfälliger Stimme hinaushängen, das sie nur sehr ungern, mit jemand so uncoolen wie ihm abhängen wollte. Auf der selben Session lies sie mich einfach stehen. Sie sagte mir ich solle auf sie warten, sie komme gleich wieder, doch auch nach einer halben Stunde fehlte von ihr jede Spur. Auf einem Geburtstag von Berta fällte ich schließlich, im glauben das es sich um ein Missverständnis gehandelt hatte, nach einem Date. Sie hatte mich glauben lassen, dass ich und sie kurz vor dem Beginn einer Beziehung stehen, und ich fasste den Entschluss sie zu fragen, ob sie mit mir Minigolf spielen wollte.

Für mich ein mehr als bedeutsammer Augenblick, aber sie entgegnete mit einem kalten „oh Minigolf“ und schwieg mich auf weiteres Nachfragen hin an. Von dem Moment erzählte sie absolut jedem. Sie gab mir keine ausreichende Erklärung zum nicht funktionieren einer Beziehung, und dies mit völliger Absicht. So kalt kannte ich sie gar nicht. In dem Moment gab sie sich das erste mal als Psychopath zu erkennen, denn für diese Situation hatte sie kein antrainiertes Verhaltensmuster, und gab so ihr wahres Gesicht preis. Völlig zerschmettert saß ich noch etwas neben ihr, bis sie nach einer Zeit ihren Arm um mich legte, ich legte meinen Arm reflexmäßig auch um sie, worauf sie verspottend, ok, du kannst deinen Arm jetzt wieder wegnehmen antwortete.

Die nächsten 2 Wochen meldete sie sich nicht bei mir. Als ich sie wiedersah begann sie direkt durch Witze, ich würde mich an Florida ranmachen, auf mir herumhacken. Ich schwieg sie entsetzt einfach an, da sie scheinbar nicht fühlen konnte, wie sehr mich ihre Handlungen verletzten. Von nun an wollte ich den Kontakt zu ihr abbrechen. Was ihr durch ständiges Vermeidungsverhalten signalisierte. Durch meinen Mangel an sozialen Kompetenzen, und den Glauben, ein schlechter Mensch zu sein, wenn ich die Freundschaft beende nur weil sie nichts von mir will, sah ich sie weiterhin ständig. Sie grüßte mich jedes mal wenn wir uns sahen.

Auf einer Party bei Sandra sahen wir uns schließlich wieder, ich war immer noch komplett zerstört wegen ihr, und sie rief sofort ich soll mich zu ihr setzten. Es folgten einige völlig belanglose Unterhaltungen. Wenn ich mich mit ihr Unterhielt hatte ich immer das Gefühl mich mit einem Spiegel zu unterhalten, da sie meinen Charakter imitierte. Nach wenigen Minuten setzte sie sich wieder weg, und verließ mich mit den Worten „I know everything about you and that is the problem. Sie sagte dies absichtlich auf englisch um die anderen nicht davon erfahren zu lassen. Die Botschaft dahinter war klar, sie wollte mich davon abhalten, ihr meine Gefühle zu offenbaren, damit ich weiterhin in ständigen Grübeln über die Gründe des Korbs nachdenken musste, dabei hatte sie mir mit voller Absicht falsche Hoffnungen gemacht.

Auf der 5 Tägigen Schulfahrt nach Prag nahm das Unheil seinen Lauf. Im Bus setzte sie sich direkt hinter mich, während ich allein sitzen musste, und ließ Klaus, welchen ich nicht leiden konnte, neben sich platz nehmen. Sie fragte mich kurz ob alles klar sei, und als ich ja antwortete, fragte sie mit verarschender Stimme „Wirklich???“. Dann wendete sie sich wieder den belanglosen Gesprächen mit ihm zu. Auch in diesen wirkte sie wie ein Spiegel, als würde sie den Charakter von Kurt imitieren. In Prag angekommen versuchte sie ein Gespräch mit mir auf englisch zu beginnen, in dem sie sich als Touristin ausgab, noch wütend über ihre Platzwahl, antwortete ich das ich nichts verstanden hätte. Obwohl ich ihr immer noch ständig signalisierte das sie sich von mir fernhalten soll, setzte sie sich immer wieder neben mich, doch statt sich mit mir zu unterhalten, schwieg sie mich an, und wenn ich ein Gespräch beginnen wollte, reagierte sie launisch, es herrschte ständige Stille, bis auf ein kurzes und demütigendes „noch 2 Stationen“.

Als ich mich dann nicht mehr neben sie setzen wollte, als in der U-Bahn ein Platz frei war, reagierte sie mit einem Schockierten „Peter???“ was mich veranlasste mich doch zu ihr zu setzten. Als sie sich in Astronomie dann zu mir setzten musste, da kein freier Platz mehr frei war, unterhielt sie sich nicht mit, mir, riss mir nur mehrmals den Stift aus der Hand, und als ich den Auftrag bekam, Blätter zu verteilen, rief sie „du läufst ihnen nicht hinterher“. Wieder eine Klare Botschaft, von ihr keine ausreichende Trennungserkärung zu erfragen. Sie wollte das ich in Ungewissheit, ob ich sie bekommen kann schwelge, um Einfluss auf mich auszuüben.

Das ich wegen ihr extrem litt, musste sie erkannt haben. Ich hatte kurz nach dem Korb eine Drogenkarriere begonnen, welcher sie interessiert und aus erster Reihe zu sah. Alles was ich zu der Zeit von ihr wollte war ein vernünftiges Gespräch über uns zwei, aber es gab kein Gespräch, während wir uns anfangs noch gut verstanden, wurde jetzt nur noch über belanglose Themen geredet. Nach 6 Wochen Sommerferien sah ich sie wieder. Ich grüßte jeden auf der Feier außer sie um eine Aussprache zu erzwingen. Sie erzählte um sich zu rächen, eine ausführliche Geschichte darüber wie sie irgendeinem Loser einen heftigen Korb gab, und machte sich dadurch exzessiv über mich lustig. Als ich mir eine Kippe ansteckte rief sie, „wie so ein Kind das überstürzt angefangen hat zu rauchen“, was besonders beleidigend war, da ich durchs rauchen meinen Schmerz zur schau stellte. Als ich sie später dann doch grüßte reagierte sie mit einem Wütenden „hey“.

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und grübelte mal wieder über das geschehene nach. Während ich vorher über sinnvolle dinge nachgrübelte, dachte ich jetzt 24 Stunden am Tag an die qualvollen Momente mit Christina, was mich von allen anderen Tätigkeiten ablenkte. Von meinen damaligen Freunden hatte sie mich schon längst isoliert, da ich wusste das sie diese aufgrund ihres scharfen Verurteilungschema nicht leiden würde können, hatte ich den Kontakt zu diesen abgebrochen. Als ich sie danach wieder in der Schule grüßte entgegnete sie: „geh mal weg da“. Dies verletzte mich sehr. Auf einer weiteren Feier sprach ich sie auf die Seminararbeit an, sie entgegnete: „das geht schon klar, beim Herr Fisch, schließlich sind wir beide doch die einzige Hoffnung in seinem einsamen Leben. Die letzte phrase sagte sie mit leicht erotischer Stimme. Ich sagte bestimmt, woraufhin sie sich abwendete und ging. Hierdurch zeigte sie mir, das sie von meinen Leiden wusste, und es ihr völlig egal war. Dennoch lud sie mich ein wenig später zu ihrer Geburtstagsfeier ein. Ich lehne über Facebook ab.

Nach dieser Nummer wollte ich sie nie wieder sehen. Am nächsten Tag stellte sie sich kurz neben mich, zu 2 Leuten die sie eigentlich gar nicht kannte, und fing an laut zu lachen. Doch ich erkannte das es kein echtes Lachen war, offenbar hatte es ihr geschadet, das alle aus der Schule sehen konnten, das ich ihre Einladung abgelehnt hatte. Sie wollte aber das ich denke, das es ihr egal ist. Hieraufhin sahen wir uns längere Zeit nicht. Bis ich anging mich zu psychischen Störungen zu informieren, ich diagnostizierte mir selbst eine selbst unsichere Persönlichkeitsstörung. Deshalb hatte mir das mit Sabrina so großen Schaden bereitet. Vermutlich hatte sie die Störung erkannt und mich deshalb als Opfer ausgewählt. Ich stellte auch fest, das ich durch die ganze Sache eine posttraumatische Belastungsstörung hatte. Ich nahm allen Mut zusammen und schrieb ihr die Wahrheit. Obwohl es nicht so war, schrieb ich ihr noch das sie nichts dafür kann, und sie trotzdem ein guter Mensch ist, sie solle sich nur von mir fern halten. Das tat sie nicht. Sie änderte daraufhin ihr Profilbild zu Breavis and Butthead, welche eine Kippe hielten und „cool“ sagten. Sie machte sich schon wieder darüber lustig, obwohl ich wegen ihr angefangen hatte, und das in einer derartigen Situation.

Sie zeigte keinerlei Reue, sie machte es mit völliger Absicht noch schlimmer. Ihre Antwort auf meine Meterlange Nachricht war ein kurzes: Danke das du es mir gesagt hast, das war sicher wichtig um damit abzuschließen. Von jetzt an stellte sie sich auf Feiern absichtlich zu mir um mich zu provozieren, und sie startete eine üble Schmierkampange gegen mich, indem sie absolut jedem den Chat-Verlauf zeigte, und mich als Verrückt abstempelte. Ich hielt den Schmerz nicht mehr an, und beleidigte sie über Whatsapp. Danach ging ich weg von der Schule und fuhr ins Ausland in der Hoffnung, sie nie wieder sehen zu müssen. Doch meine Eltern wollten nicht, das ich auf mein Abitur verzichte und holten mich wieder zurück. In einem großen Wutanfall schrieb ich ihr sie solle sich entschuldigen, oder ich werde ihr irgendwann die Liebe ihres Lebens nehmen. Damit meinte ich, das ich ihm sage das sie Psychopatin ist, damit er verschwindet.

Sie interpretierte es falsch und ging zur Polizei. Sie stellte mich als Täter dar, und mir wurde gesagt das ich ihr nie wieder schreiben solle. In diesem Moment brannte bei mir etwas im Hirn durch. Da ich mich mit dem Aggressor idendifizierte, und sie mich für ihren Stalker hielt, schrieb ich ihr 3 weitere Nachrichten, welche zu einer Verfügung führten. Mir war das zufiel und ich blieb die Verhandlungen über im Ausland. Auch eine Entschuldigung, und die Nachricht das ich ihr alles vergebe nützten nichts. Sie hatte mein komplettes Leben zerstört, und es war ihr völlig egal. Die nächsten Wochen überlebte ich nur durch exzessiven Drogenkonsum, mittlerweile bin ich zurück und selbst meine Eltern denken schlechter über mich. Es ist einfach niederschmetternd.
Was sagt ihr dazu, ist Sabina Psychopatin, oder bild ich mir da irgendwas ein?

motu

Re: Fallbeispiel: Psychopathie und Persönlichkeitsstörung

Beitragvon motu » Mi 19. Jul 2017, 17:50

Hm, spannende Geschichte.
Für mich hört es sich so an, als wär sie borderline und du dependent.

EinfachIch

Re: Fallbeispiel: Psychopathie und Persönlichkeitsstörung

Beitragvon EinfachIch » Fr 16. Feb 2018, 11:12

Lieber Siedri,

dein Eintrag ist schon ein bisschen her und ich hoffe, dass du die ganze Geschichte inzwischen für dich abschließen konntest!

Insgesamt muss ich dir ehrlich sagen, dass aus meiner Sicht nicht genügend Merkmale für eine Psychopathie vorhanden sind. Ein erhöhtes Aufmerksamekitsbedürfnis? Ja! Sich über seine sexuellen Reize beliebt machen und dies ausnutzen? Ja! Also bei mir würde es jetzt eher in Richtung histrionische Züge gehen... Aber wirklich sicher kann man das sowieso anhand eines solchen Beispieles kaum sagen denke ich, weil man einfach zu wenig über das Verhalten der Person in anderen Lebensbereichen weiß.

Insgesamt kann ich dir nur raten das für dich beste zu tun und das ist wohl so viel Abstand wie möglich von dieser Person zu halten! Und da musst du aber dann auch streng mit dir selbst sein, denn aus der Erzählung höre ich eigentlich heraus, dass du doch oft auch zweideutige Signale gegeben hast (du schreibst z.b., dass du ihr aus dem Weg gehst, beschwerst dich aber im selben Atemzug, dass sie nicht auf ein Gespräch eingeht - das ja dann von dir gestartet werden musste - wenn sie sich neben dich setzt) und wohl auch irgendwie gern ihre Aufmerksamkeit wolltest. Komplett verständlich - man ist ja da nicht immer ganz rational, wenn es um die Liebe geht.
Und leider ist die Nachricht, die du ihr geschrieben hast, ziemlich missverständlich. Da hätten sich wahrscheinlich viele bedroht gefühlt. Insofern denke ich, dass du für dich selbst am besten weiter kommst, wenn du daran arbeitest, dich besser abzugrenzen, wenn du merkst, dass dir jemand nicht gut tut und einen anderen Weg findest, deine (verständlichen) Aggressionen abzubauen, so dass du dich selbst nicht in Schwierigkeiten bringst.

Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft! Lass dich nicht unterkriegen - dein Leben ist sicher nicht zerstört wegen dieser Sache. Und sprich offen mit deinen Bezugspersonen, wie deinen Eltern, über die Sache. Wenn sie verstehen, von wo du kommst, dann werden sie auch nicht schlecht über dich denken. Bzw. kannst du dir gerade bei deinen Eltern sowieso sicher sein, dass sie dich immer so nehmen werden, wie du bist!






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