Psychopathie Erfahrungen

(außer Borderline)
soulchaos

Psychopathie Erfahrungen

Beitragvon soulchaos » Sa 25. Okt 2014, 16:00

Ich habe lange hin und her überlegt ob ich es hier ansprechen soll.
Ich hätte natürlich auch die Möglichkeit gehabt so zu tun als ob es mich nur interessiert.
Aber das wäre feige.
Mir ist klar das es mich in ein.. schlechtes Licht rückt, aber naja..

Nungut.
Vor ein-zwei Jahren wurde bei mir die „Persönlichkeitsstörung“ Psychopathie diagnostiziert.
Dieser Begriff wurde mir damals genannt.
Mittlerweile habe ich aber den Anschein das er veraltet ist.

Kurze Erklärung:

„Psychopathen werden als Menschen ohne Mitgefühl und Reue beschrieben“

Meine Frage ist im Grunde ganz simpel:
Gibt’s hier vielleicht noch jemanden der daran „leidet“?
Ich würde mich gerne mal mit jemandem unterhalten der mir zumindest diesbezüglich ähnlich ist..

dddz

Re: Psychopathie

Beitragvon dddz » So 26. Okt 2014, 18:03

Ich habe mir das mal durchgelesen...

Die Bedeutung des Begriffs hat sich echt verändert, wie du es geschrieben hattest. Wie stark ist denn die Psychopathie bei dir? Welche Punkte vom PCL treffen bei dir zu?

(Mich interessiert die Psychopathie zu sehr...)

soulchaos

Re: Psychopathie

Beitragvon soulchaos » Di 28. Okt 2014, 14:36

Im Überblick: Punkt: 1,2,3,4 (sehr leicht, aber vorhanden),5,6 (mittel),7,8,13,14

Im Grunde sogut wie alle bis auf die Strafauffälligkeit.
Da ich sehr wohl weiß was ok ist und was nicht.
Bin nur ein-zwei Mal "abgerutscht" und bei der Polizei gelandet.
Allerdings für nicht wirklich schlimme Taten.

1.Glattheit, oberflächlicher Charme
2.Übersteigertes Selbstwertgefühl
3.Reizhunger, Neigung zum Gelangweiltsein
4.Pathologisches Lügen
5.Betrügerisch, manipulativ
6.Mangel an Reue und Schuldgefühl
7.Oberflächliches Gefühlsleben
8.Abgestumpft, fehlendes Mitgefühl
9.Parasitärer Lebensstil
10.Geringe Verhaltenskontrolle
11.Promiskuitives Sexualverhalten
12.Frühkindliche Verhaltensprobleme
13.Mangel an realistischen, langfristigen Zielen
14.Impulsivität

dddz

Re: Psychopathie

Beitragvon dddz » Do 30. Okt 2014, 12:49

Wie kommst du eigentlich damit klar?

soulchaos

Re: Psychopathie

Beitragvon soulchaos » Sa 1. Nov 2014, 11:33

Sehr gut.
Ich weiß nicht direkt warum ich mich deshalb irgendwie.. schlecht oder benachteiligt fühlen sollte.
Als es mir damls gesagt wurde war ich erst sehr verwirrt.
Hab gar nicht verstanden warum alle solchen Aufstand gemacht haben.
Hab das auch einfach so meiner Mutter erzählt, die in Tränen ausbrach.

Ich weiß nicht, mir fehlt nichts.
Manchmal bin ich sogar froh "das ich so bin".

Vielleicht schlecht nachzuvollziehen ...?

dddz

Re: Psychopathie

Beitragvon dddz » Di 4. Nov 2014, 12:25

Schlecht nachvollziehbar ist das nicht...

Diese Persönlichkeitsstörung scheint laut Bericht nicht all zu schlimm sein. Kann ich da recht haben?

soulchaos

Re: Psychopathie

Beitragvon soulchaos » So 9. Nov 2014, 17:20

Naja, rein Menschlich gesehen ist es natürlich sehr schlimm.
Und es macht einen nicht gerade zu einem sehr netten, guten Menschen.
Ansonsten, zumindest wenn es so ist wie bei mir, kümmert es andere mehr als einen selbst.
Wenn man natürlich dadurch ständig straffällig wird..
Man kann es also von zwei Seiten sehen.
Von der einen ist es einfach "toll" und von der anderen furchtbar schlimm.
An sich hatte man mir damals nahe gelegt "daran zu arbeiten".
Wie gesagt, sie kann furchtbar schlimm sein (wenn man sich allem hingibt und vergißt seinen Verstand zu benutzen), oder einfach.. normal halt.

dddz

Re: Psychopathie

Beitragvon dddz » Fr 14. Nov 2014, 19:05

Verstehe was du damit meinst...

Du kommst momentan damit sehr gut, wie du geschrieben hast, klar und das ist die Hauptsache...

soulchaos

Re: Psychopathie

Beitragvon soulchaos » Fr 14. Nov 2014, 21:15

Wenn man es nicht anders kennt, ist es eigentlich vorprogrammiert das man gut damit klar kommt.
Natürlich gibt es auch Zeiten in denen es mich sehr stört, aber die gehen vorbei.
Ändern kann man es eh nicht, bzw. selbst wenn es ginge würde ich es nicht tun.

Ich wäre halt sehr interessiert mal mit "einem anderen" zu reden.
Ich denke das wäre interessant und wesentlich leicht als mit anderen zu reden (nicht das sich jetzt einer getreten fühlt, so ist's nicht gemeint!)

Blauerkeks

Re: Psychopathie

Beitragvon Blauerkeks » Di 18. Nov 2014, 09:30

Hmm... mir geht es genau andersherum... ich bereue alles sofort und entschuldige mich für alles, egal ob es was zu entschuldigen gibt oder nicht, aber mitgefühl habe ich auch eher selten....

soulchaos

Re: Psychopathie

Beitragvon soulchaos » Do 20. Nov 2014, 16:44

Ich entschuldige mich auch für alles.
Auch wenn ich eigentlich nichts gemacht habe.
Nur fühlen tu ich dabei nichts.
Wobei ich mich fast immer leer fühle (deshalb will mein "neuer" Psychologe die Diagnose auch nicht übernehmen, er will schauen ob nicht vielleicht was anders mit mir nicht stimmt).

Wie gesagt, ich hab auch kein Mitgefühlt.
Aber ich fühl ja fast nie was.
Trotzdem möcht ich jedem helfen... k.a. warum...

Alles ne sehr verstrickte Kiste..
Jeder will mir eine andere Diagnose aufdrücken.. bin‘s langsam leid.

Tumbo

Re: Psychopathie

Beitragvon Tumbo » So 23. Nov 2014, 18:03

Ist die Diagnose so wichtig?!?! Ist es nicht wichtiger, zu erkenne, wo die Brocken derzeit im Weg liegen, ueber die man(n) derzeit/schon lang/immer wieder/was/auch/immer stolpert? Ist es nicht wichtiger daran zu arbeiten, was einen hindert, egal wie die Diagnose sich nu schimpfen tut? Sieh mal, ich hab 'nen ganzen Bauchladen an Diagnosen, soll ich nun jede der Reihe oder sonst welcher Regeln folgend bearbeiten? Ist es nicht besser, das anzugehen, was einem "das (Er)Leben schwer" macht? Ueberleg mal...

psychodad

Re: Psychopathie

Beitragvon psychodad » Fr 5. Dez 2014, 15:01

Hallo soulchaos,

kann aber auch sein, das dein diagnostizierender Arzt noch einer von der alten Schule ist. Bis in den 80ger Jahren gab es den Begriff Persönlichkeitsstörung noch nicht und man hat alle heute vorkommenden Persönlichkeitsstörungen als Psychopathie oder charakter-neurosen bezeichnet.

Normalerweise wird der Begriff Psychopathie (auch in Bezug auf die Dissozialen PS) nicht mehr verwendet. Aber ältere Ärzte kennen den Begriff von früher noch so. Es gibt auch sehr viele unterschiedliche Definitionen heute für den Begriff Psychopathie, so dass man den Begriff aus dem ICD und DSM-Diagnosesystem raus genommen hat.

Es könnte sich bei dir auch z.B. um eine Schizoide PS handeln. Auch stark Schizoide sind nicht Empathie-fähig und haben kein Gespür für gesellschaftliche Normen und Regeln.

Psychopathie bedeutet auch nicht unbedingt, dass ein Mensch böse ist. Viele Psychopathen sind überhaupt nicht kriminell und tuen sogar auch gutes für die Gesellschaft. Da wo z.B. schnelles mutiges und risikoreiches Handeln gefragt ist wo ein nervöser und gemütvoller Mensch versagen würde.

Viel gefährlicher und böser sind Menschen, die sich in andere Einfühlen können und es noch für Ihre unmenschlichen zwecke missbrauchen. Das sind aber keine Psychopathen sondern maligne Narzissten. Die Störung ist eine Kombination von mehreren Persönlichkeitsstörungen. Und weil soziale Intelligenz besitzen, sind sie auch so gefährlich. Sie können planen und sind sehr organisiert. Unter ihnen findet man viele Diktatoren und Serienkiller.

Natürlich gibt es auch viele psychopathische Serienmörder und kriminelle. Aber sie handeln sehr Impulsiv, unkontrolliert und un geplant und können dadurch auch nicht so viel Schaden anrichten weil sie Fehler machen und schneller gefasst werden. Ihnen fehlt einfach die Empathie (soziale Intelligenz) für eine effektive Planung.

Yocht Shapp

Re: Psychopathie

Beitragvon Yocht Shapp » Do 28. Mai 2015, 02:39

Ich erreiche beim PCL-R 36 von 40 Punkten.
Würde vorallem in meiner Kindheit immer wieder von meinen Eltern oder Lehrern zu Psychologen geschickt.
Mich ändern konnten sie nicht wirklich xD
Aber ich leide auch nicht wirklich drunter oder so.

Ich genieße es wie ich bin.
Keine tiefen Emotionen die mich ausbremsen und kein Gewissen welches mich dran hindert das Leben in vollen Zügen zu genießem.

Du kannst es wahrscheinlich gut nachvollziehen,
Weshalb ich nicht weiter ausführen werde.

Interessiertmich

Re: Psychopathie

Beitragvon Interessiertmich » Di 30. Jun 2015, 20:20

Hallo erstmal,
ich weiß dass die letzte Aktivität hier drinne schon was her ist, aber vielleicht guckt hier ja nochmal einer von euch rein
Auch ich wurde in meiner Kindheit oft zu Psychologen geschickt, Intelligenztests und der ganze Müll inklusive, da ich seit ich mich etwa erinnern kann (ungefähr Kindergarten rum) irgendwie noch nie längere Freundschaften mit anderen eingegangen bin, sofern diese mir nichts genützt haben (In der Grundschule zB neben dem Lehrerliebling zu sitzen hat Vorteile). Wenn Leute mir zu nahe gekommen sind (also versucht haben emotional tiefere Bindungen aufzubauen), habe ich damals schon genauso reagiert wie heute: Ich hab dafür gesorgt, dass sie freiwillig aus meinem Leben verschwinden - das war mit dem Wissen über sie meist recht einfach. Ich bin jetzt in der 12. Klasse und habe noch immer absolut kein Bedürfnis dass mir unwichtige Leute unwichtigen Mist aus ihrem Leben erzählen, Mitleid zu heucheln für irgendwelche Katastrophenopfer usw... Wenn ich neu auf Leute treffe dann mögen die mich meist recht schnell, aber das beruht dann auf Gegenseitigkeit wenn ich sie "brauchen" kann .. versteht das jetzt nicht falsch, ich meine damit dass ich genau dann auf den Besäufnisgeburtstag von Person XY gehe wenn ich weiß der ist Stufensprecher und bei Lehrern die abiturrelevante Noten verteilen beliebt.
Alles in Allem klingt das wahrscheinlich noch recht "normal" (n besserers Wort fällt mir grade nicht ein) für euch, aber letztlich liegt das daran dass ich irgendwann gelernt habe Leuten in meinem Kopf weh zu tun, nicht real. Das ist schwer zu erklären, schwer nachzuvollziehen und klingt bescheuert, aber um es ganz grob zu erklären: Wenn ich jemanden am liebsten an die nächsten Bahngleise ketten würde, dann tue ich das einfach in meinem Kopf, sehe mir da dann an wie er schön dreckig krepiert (klingt fies, ist aber noch harmlos) und grins mir einen. Das hat zur Folge dass ich happy bin, derjeniger mir noch nützlich sein kann und ich keinen Stress mit den Herren in Blau bekomme.
Dazu kommt noch, dass ich mich für ... interessante Denkmuster interessiere. Ich hab zB mal den Joker aus Batman analysiert... den würde ich schon gern mal real treffen. Ich teile Leute wie ihn nicht als krank ein, sondern nehme ihr Denkmuster lieber gründlich auseoinander und analysiere was ich finde. Meine Frage (ja, endlich) an Euch ist jetzt :

Könnt ihr ausschließen (aus eurer Erfahrung) dass ich im Bereich Sozio- bzw Psychopathie einzuordnen bin und wenn ja, warum

(Die Frage hat den Sinn, dass ich Psychologen noch weniger vertrauen würde als Politikern und Lobbyisten zusammen, und dass ich es interessant zu wissen fände wenn ich "dazugehöre")

Johnboy

Re: Psychopathie

Beitragvon Johnboy » Di 7. Jul 2015, 14:59

@Interessiertmich
Ist natürlich schwer zu sagen, aber so weit ich weiss, fängt es immer zuerst im Kopf an. Solange es im Kopf bleibt, ist alles in 'Ordnung'. Aber sobald Du anfängst auch nur die 'kleinsten' Sachen auszuprobieren bzw. in die Tat umzusetzten, dürft es schwerfallen, irgendwo die Grenze zu setzen und anzuhalten. Ich sag mal so: Wir alle 'nageln' den einen oder anderen ans Kreuz, sind aber deswegen keine Psychopathen. Ein Psychopath setzt es um, und verspürt keine Gewissensbisse.

JakeNixton

Re: Psychopathie

Beitragvon JakeNixton » Mo 27. Feb 2017, 00:04

Joa, erstmal hey: Ich will hier jetzt nicht irgendwie schlecht rüberkommen oder so, wollte eigentlich nur sagen: Wenn du mal mit einem gleichgesinnten reden willst und Träume, Vorstellungen oder sogar Ideen austauschen willst, bin ich bereit derjenige zu sein.

Gast

Re: Psychopathie

Beitragvon Gast » Di 11. Apr 2017, 22:00

Hi @ all! :)

ich bin 28 Jahre alt, männlich und habe ein sehr starkes psychopathisches Verhalten. Wurde jedoch nie wirklich untersucht, da ich mir ziemlich sicher bin. Ich möchte euch nicht mit diesen Kommentar erschrecken, sondern nur wirklich zeigen wie ICH denke.

- Viele Beziehungen
Schluss machen (es wurde langweilig, die Andere ist gerade besser für mich (Vorteile???))

- Im frühen Alter als anti-sozial eingestuft
Drogen, Sex und Sehr impulsive

- Menschen sind für mich wie Werkzeuge
~wie kann ich Ihn jetzt benutzen um das zu bekommen?

-Keine Bindungen zu Menschen
~Kann man den jetzt oder später noch gebrauchen?

-Beim Trinken sehr starke Gefühlsausbrüche
Mir wird für ca. 10 Sekunden klar, dass ich Leute sehr stark verletzte habe aber danach
ist mir das ziemlich egal und vergesse es regelrecht.

-Sehr starkes Auffassungsvermögen
Nach 26 Jahre Erfahrungen bin ich in der Lage Menschen ( Außer andere Psychopathen),
in einer "gewisse" Schublade einzusortieren. Bei anderen Psychopathen sind andere
Methoden notwendig. Je nach "Schublade" werden andere Methoden angewendet um
das Vertrauen zu gewinnen. Diese "Einstufung" erfolgt über gezielte Fragen oder kurzer
Beobachtung. Man fühlt sich wie ein Raubtier auf Beutezug an. Kaum zu beschreiben.

-Sehr manipulativ
Dies lasse ich lieber kommentarlos :)

-Ohne überheblich zu klingen :D bin nicht der hässlichste und nutze vieeeeel Charme
Am Anfang zählt der erste Moment und man versucht die tiefsten Träume des "Ziels" zu
erwecken. So denken die Menschen: "Wo warst du die ganze Zeit???" ~Ja...eeehhhmm
eigentlich bist du nur für mich wie ein Pokal aber was hast du zu bieten?


viiieeele mehr Punkte, wo Frauen sagen würden :" Voll das A....loch!!!"


Beruflich gesehen sind diese Eigenschaften, das BESTE was einem gegeben werden kann. Ich habe von gaaaaanz weit unten angefangen und verdiene momentan mehr als der Durchschnitt. Ja klar war ich manipulativ und unberechenbar, ja und? Die hätten das auch machen können. Da waren wohl menschliche Gefühle im Weg, wa? War für mich wie eine Mathe Aufgabe. Habe die Karriereleiter (das System) analysiert und habe den "Aufzug" gebaut. Ergebnis richtig! Hier sind nicht die Zahlen sondern die menschlichen Persönlichkeiten die Konstanten und die Psychopathen die Varianten. Man kann sich sehr stark verstellen. Ich würde mich auch als Chamäleon bezeichnen (umgangssprachlich: Unechter Wichser). Mir egal, Hauptsache ich erreiche mein Ziel. Wie vorher schon erwähnt. Mich interessieren die Meinung anderen nicht, außer diese Personen geben mir i.welche Vorteile.

Background:

Sehr Vielfältig auf Anfrage


Ich habe ein sehr systematisches Denken.

Warum schreibe ich überhaupt?
-Seit viele Jahren recherchiere ich über Psychopathen und sehe viele Ähnlichkeiten, die zu meinem Leben passen. Aber zu 100 % xD. Ich bin nur ehrlich und möchte Menschen da draußen nur berichten (natürlich unbekannt) wie "wir" denken und handeln "könnten".

*Komme aus Amerika und entschuldige mich für schlechte Grammatik oder Rechtschreibung

Für Fragen über "das" systematisches Denken stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Wie kann man ein Psychopathen besiegen? Stellen Sie ihnen nie!~ Ich hasse es! Gebe nach oder geh an die Front! Manipulieren, Lügen, Lachen, ->Theater mit viel Action. Das muss Ihnen Spaß machen. Will ich Sie verwirren, dann drehen Sie das Spiel mit einer neuen "Variante" um.

Gast

Re: Psychopathie

Beitragvon Gast » So 16. Apr 2017, 09:38

was bringt euch aus der ruhe? also was ist euer wunder punkt, wenn ihr verliert?

Xenia111

Re: Psychopathie

Beitragvon Xenia111 » Mo 8. Mai 2017, 15:15

Hallo,ich habe viel über das Erscheinungsbild der Psychopathie gelesen, unter anderem von Robert Hare und das Buch "Die Masken der Niedertracht" von Hirrygen. Bin selbst schon Menschen mit diesem Erscheinungsbild begegnet und geschädigt worden. Für mich waren solche abnormen Verhaltensweisen immer ein Rätsel. Konnte mir nicht vorstellen, dass Menschen anderen aus Langeweile oder nur so zum Kick schweren emotionalen, finanziellen und existensiellen Schaden zufügen. Ist für mich ein nicht nachvollziehbarer moralischer Schwachsinn. Wenn diese Leute keine Angst und kein Gewissen besitzen, so muss dies auch mit ihrer Entwicklung zusammenhängen. So jemand wird doch schon als Kind auffällig durch Quälen anderer, Diebstahl, Lügen, Stehlen... Warum heißt es in der einschlägigen Literatur, dass diese Leute sich nicht ändern können? Das impliziert ein Menschenbild, indem solche Verhaltensweisen als ewig und starr gelten. Der Mensch ist aber ein Produkt seiner Umstände und seiner Umgebung. Denzufolge, hat die Umgebung ( Familie, Schule, Arbeitsstelle) also nicht die Möglichkeit, diese Verhaltensweisen offenzulegen und zu sanktionieren, also mit Strafe zu belegen. Wenn asoziales Verhalten gedeckt und das Umfeld dies toleriert, dann können sich solche Verhaltensweisen etablieren. Wenn ein Kind zB. das gestohlen hat und dies immer wieder tut, nicht öffentlich gemacht wird und die Schwere des Vergehens angeprangert und bestraft wird, dann kann es sich genau in diesem Milieu so entfalten und hat damit auch Erfolg. Es heißt im Volksmund: Wehret den Anfängen!
Solche Leute können sich nur im entsprechenden Umfeld entfalten, wo sie geduldet, hofiert und motiviert werden. Was ist also mit dem "Gefolge" dieser Leute? Wer nicht einschreitet, wenn anderen Schaden zugefügt wird, ist mitschuldig. Wer in das Visier eines/ einer Psychopathen/ Psychopathin gerät, benötigt Hilfe von anderen. Die solidarische Gemeinschaft ist schon in der Lage, die Motive solcher Leute, wie Neid, Missgunst auf die Fähigkeiten anderer, Lüge und Betrug....offen zulegen und ihre hinterhältigen Taten zu benennen. Warum aber passiert dies so selten in der heutigen Zeit? Warum sitzen solche Leute oft in den Chefetagen? Es ist schon irgendwie beängstigend und traurig, aber nicht, weil es solche moralisch Perversen gibt, sondern, weil viele zuschauen und es dulden.






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