BL? MPS? angst vor der wahrheit

(außer Borderline)
fool

BL? MPS? angst vor der wahrheit

Beitragvon fool » Do 27. Nov 2014, 11:52

hallo ...

ja, ich weiß ... ich sollte zu einem arzt gehen. ich sollte mit dem arzt sprechen und mir eine diagnose stellen lassen, aber ich habe angst. angst vor dem frühling, weil ich da eben mit einer freundin ( sie wohnt in einer anderen stadt und ich werde sie besuchen ) zu einem psychiater gehen werde.

es ist so ... eigentlich wusste ich nie genau was es ist. BL oder MPS ... für mich gab es soooo lange nur schwarz und weiß ... aber ich bemerke schon seit jahren irgendwie, dass ich mich nicht nur in "gut und böse" verwandeln kann, sondern auch völlig andere persönlichkeiten annehme ...
das macht mir angst.
ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll ... ich meine, was ist, wenn ich mich die ganze zeit nur gegen die personen in mir wehre? ich denk so oft, dass da menschen miteinander kämpfen in mir ...
was ist, wenn ich die ketten loslasse und alles seinen lauf nehmen lasse? ich könnte dann ja nicht mehr zurück, hm ...

wie war das bei euch?
und was mich noch sehr interessiert, falls es nicht zu persönlich ist, wie bekamen eure menschen ihre namen?


hmm ...

emotionskrankheit

Re: BL? MPS? angst vor der wahrheit

Beitragvon emotionskrankheit » Di 2. Dez 2014, 19:39

hm.. also das was du da beschreibst das kenn ich irgendwie auch von mir... erstmal solltest du auf jeden fall zum psychiater bzw. psychologen gehen... und bei dieser komplexität deines problems wird denke ich auch eine therapie unerlässlich sein, was der psychologe dir dann warsch. auch sagen wird... und ich kann dir nur sagen: Mach es!

Du hast die Wahl: willst du noch monate- oder jahrelang im ungewissen rumtappen, oder willst du endlich wissen was mit dir los ist, und versuchen es in den griff zu bekommmen?

Die Angst vor der Wahrheit war bei mir genauso... Bei mir musste erst ein Suizidversuch kommen, ehe ich dann das erste Mal "Hilfe" bekam...
Und mittlerweile kann ich sagen, das ich froh bin das ich diesen überlebt hab.

Das mit der Diagnose kann dann evtl. auch dauern, und muss manchmal erst über mehrere Einzelgespräche mit dem Arzt erörtert werden...

Bei mir wars dann letztenendes BL gewesen... auch wenns bei mir 3 Jahre gedauert hat ehe diese Diagnose da war... das hängt dann letztenendes auch von einem selbst ab wie sehr man bei den Theras mitarbeitet... und ich war am Anfang auch nicht wirklich bereit dazu das zu tun, und auch mein leben zu ändern... aber das hängt dann wieder von der Diagnose, und der Vorgeschichte des jeweiligen ab...

Aber warum solltest du es nicht tun?
Was sollte denn passieren? Schlimmer werden kann es dabei nicht mehr... höchstens wenn du es nicht machst...
Und wirklich helfen kann dir da nur ein Fachmann...

Warum willstn das eigentlich erst im Frühjahr machen...?

Was du jetzt im Moment tun kannst, kann ich dir leider auch nicht sagen... ich selbst hab mir nie getraut die Ketten loszulassen... ich weiß auch nicht wie stark das bei dir ist... ich glaub im Verhältnis zu anderen war das bei mir auch nicht stark bei mir... vorübergehen konnte ich den anderen Personen zumindest sagen das sie ruhig sein sollen, und mich allein lassen sollen, was sie dann auch für ne gewisse Zeit verdrängte...
Ich hab auch manchmal versucht mich quasi auf eine "mentale Konversation" mit ihnen einzulassen, und versucht sie zu analysieren, mit ihnen darüber "geredet" was sie von meinem (unklaren) eigenen ich unterscheidet, usw...
kann vielleicht ganz hilfreich sein um mehr über sie zu erfahren, und wenn man deren Eigenarten nicht unbedingt abgrundtief hast, vielleicht auch um die Ketten manchmal zumindest zu lockern...

Wie gesagt, ist aber auch immer nur ne vorübergehende Lösung...

Was mich noch interssiert ist wie du diese Personen in dir beschreiben würdest? Also was die mit dir machen usw...

Hm... soweit erstmal...

Lisa

Re: BL? MPS? angst vor der wahrheit

Beitragvon Lisa » Sa 6. Dez 2014, 19:44

Also erst einmal gibts da nen großen Unterscheid zwischen Bl und Mps.
zweistnes wirst du von einem einziegn Besuch bei einem Psychiater keine Diagnose bekommen, jedenfalls nicht Bl oder Mps, weil diese Diagnosen sehr viel Zeit brauchen und nur im Rahmen einer Therapie gestellt werden.
Ich denke manchmal das Internet birgt auch viele Nachteile, da zu viele Informationen...
Als bei mir Bl diagnostiziert wurde, hatte ich bis dahin noch nie was davon gehört. Ich wusste nix darüber und habe demnach auch kein Krise gexchoben, was das alles für die Zukunft bedeuten könnte, weil ich nix darüber wusste.
Ich dachte mir, nagut, wenigstens hat das was du hast nen Namen...
Zugegeben hat mich die bezeichnung Persönlichkeitsstörung erst einmal geschockt. Aber im Nachhinein war ich froh, das es einen Namen für meine Probleme/Symptome gab, weil ich immer alles selber verhamlost habe. Ich dachte ich hätte gar keine Problme und sollte mich nur nicht so anstellen. Es war dann beruhigend zu hören, dass ich "krank" war und es nichts mit zusammenreißen zu tun hatte.
Was es hieß BL zu haben habe ich erst nach und nach heruasgefundne, durch Freundschaften in der Klinik, die ebenfalls die Diagnose hatten und durch die jahrelange Therapie.

Am wichtigetsen ist es doch, das die Symptome/Problme behandelt werden, weswegen man sich schlecht fühlt.
Die Bezichnung dafür ist doch nur Nebensache.Sie gibt den Problemen nur einen Namen, aber dadurch bleiben die Probleme immer noch dieselben und an denen sollte man arbeiten.

psychodad

Re: BL? MPS? angst vor der wahrheit

Beitragvon psychodad » So 7. Dez 2014, 00:23

Eine MPS gibt es meines wissens wohl gar nicht oder es gibt sie nur in Filmen und Bücher. In der Psychiatrie werden die Symptome wie sie bei MPS beschrieben sind unter Schizophrenie oder Dissosiative Identitätsstörung eingeordnet. Die Diagnose MPS wird auch in Deutschland nicht gestellt obwohl sie tatsächlich noch im ICD-10 Diagnosesystem steht.

Bei der Borderline PS (heute Emotional Instabile PS vom BL Typ) soll wohl tatsächlich die Dissoziative Identitätsstörung in seltenen Fällen vorkommen. Ich hatte auch mal die Diagnose BL-Persönlichkeitsstörung die aber im laufe der Jahre fast verschwunden ist und sich zu einer Narzisstischen PS entwickelt hat. Das das Gefühl von Gut und böse in sich kenne ich auch sehr gut was ja auch typisch für BL ist. Das sind aber eher verschiedene Charaktereigenschaften die sich abwechseln wie z.B. dissoziale (empathiearme) und hysterische (empathievolle) Eigenschaften.

Tatsächlich sind wohl die meisten MPS-Fällen auf eine paranoide Schizophrenie zurückzuführen. Der Patient glaubt, dass er sich in verschiedenen Persönlichkeiten verwandeln kann und miemt sogar die anderen Personen in sich mit veränderter Stimme und Eigenschaften nach. Das macht er aber nicht unbedingt bewusst sondern kann sich auch unbewusst auf Grund seiner Wahnvorstellungen manifestieren im Unterbewusstsein.

Also nicht alles glauben, was man so in den Medien liest oder in Horrorfilmen so sieht. ;)

Jakobus

Re: BL? MPS? angst vor der wahrheit

Beitragvon Jakobus » So 7. Dez 2014, 21:18

Moin,

Ich denke, die Angst kannst Du Dir zu einem grossen Teil selbst nehmen, indem Du versuchst, Deine Probleme so genau wie moeglich zu beschreiben - nicht, sie zu diagnostizieren und einen Namen geben zu wollen, sondern einfach nur beschreiben ala: Das bewegt mich, das passiert mir, das fuehl/erleb ich dabei und das wirkt sich dann so oder so aus (hinderlich/behindern oder vielleicht auch positiv). Wenn Du dies kannst/versuchst, wirst Du naehmlich sehen, dass es ganz bestimmte Problem/bereiche gibt und diese sind sehr gut umschreibbar und auch sehr gut anderen Menschen (auch Therapeuten/Aerzten) erklaer/vermittelbar und so kann Dir dann auch effektiv geholfen werden. Dass das Ding dann auch eine Diagnose, einen Namen bekommen kann, das tut dann nur noch am Rande was zur Sache. Aber Du lernst Dich so selbst "besser" kennen und nimmst Dir die Angst, Dich andere zu erklaeren und einer Ungewissheit auszusetzen, was die den dazu meinen moegen. Nein, so gibst Du vor, in welche Richtung sie zu denken und zu handeln/helfen haben. Verstehst?

@psychodad
Davon habe ich auch gehört. Ein Psychologie-Prof (über 30 Jahre Erfahrung in der Psychiatrie) erzählte mir mal, dass ihm noch nie ein Fall von MPS begegnet wäre.

kamikatze

Re: BL? MPS? angst vor der wahrheit

Beitragvon kamikatze » Di 9. Dez 2014, 19:08

woltlen nur eben sagen dass bl nix mit mps zu tun hat und anders rum. und nur wei man sich vom charakter her mal in gut und böse verwandelt heisst es nicht, dass man multipel ist. ich denke vielen haben von mps immernoch ein vollkommen falsches bild.
wenn man multipel istverwandelt man sich nicht in jemand anderes. man bleibt immer man selbst, nur man teil sich den körper mit anderen menschen.






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