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Organspende Erfahrungen, Erfahrungsberichte

hilflos

Organspende Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Beitragvon hilflos » Mi 20. Feb 2019, 11:18

Hallo,

mein Sohn liegt im Koma nach einem Unfall im Krankenhaus und die Ärzte sind schon an mich herangetreten mit dem Wunsch der Organentnahme. Mein Sohn hat keinen Organspenderausweis und ich weiß nicht, ob ich der Organentnahme zustimmen soll. Ich habe mich ein bißchen im Internet informiert und viele Stimmen fĂŒr die Organspende gefunden, die das ĂŒbliche - möchte fast sagen - Geseihere ĂŒber Leben retten etc. einstimmig aufsagen, und wenige dafĂŒr sehr erschreckende Auffassungen gegen die Organspende; Stichwort Ausschlachten des Körpers, Probleme bei den OrganempfĂ€ngern etc.

Was mich interessiert, ob es hier Menschen mit Erfahrungen zur Organspende gibt?

Stille85

Re: Organspende Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Beitragvon Stille85 » Do 21. Feb 2019, 16:29

Hey du,

mein herzliches Beileid und viel Kraft fĂŒr die kommenden Tage.
In so einer Situation gibt es meiner Meinung nach kein Richtig oder Falsch.
Höre ganz einfach darauf, was dir dein GefĂŒhl sagt und triff dementsprechend eine Entscheidung. Mein Bruder war auch Organspender, nachdem er einige Tage hirntot im Krankenhaus lag. Meine Eltern hatten sich mit der Einstellung fĂŒr eine Spende entschieden, die darauf beruht, dass sein Tod dadurch noch einen „Sinn“ hatte, um anderen Menschen etwas „Gutes“ zu tun. Auf der anderen Seite kann ich auch folgenden Gedankengang sehr gut nachvollziehen, der einen verzweifeln lĂ€sst: „Mein Sohn musste sterben, damit ein anderer leben kann/darf.“
Wir haben die Entscheidung der Organspende nicht bereut, weil dadurch mehreren Menschen geholfen werden konnte.

GrĂŒĂŸe und alles Gute!

Transplantationsmed

Re: Organspende Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Beitragvon Transplantationsmed » Fr 22. Feb 2019, 05:44

Hallo hilflos,

es ist richtig, dass du dir darĂŒber Gedanken machst und die Erfahrungen anderer anhörst.

Ich kann dir nicht zu einer Organspende bzw. Organentnahme raten; ich habe in dem Bereich gearbeitet, viele schlimme Erfahrungen gemacht und hab den Job geschmissen, weil das alles sehr traurig und schlimm ist. Wenn du dein Kind nicht auf schlimmste Weise ausgeweidet sehen willst, tu dir das nicht an! Wenn du sicher gehen willst, dass dein Kind nicht auch noch bei der "Organentnahme" (eigentlich ist es ein Ausschlachten und so verhalten sich die Ärzte auch dabei) leidet, tu es nicht!

Wenn du JA sagst, wird nicht nur ein Organ entnommen: Organspenden heißt, dass die Ärzte Herz, Leber, Nieren, Augen und sonst Verwertbares rausschneiden und z.B. auch Knochen raussĂ€gen. Wie dein KInd hinterher aussieht, kannst du dir vorstellen. Aber darĂŒber spricht niemand mit dir vorher.

Sag dem Arzt ein klares "Nein" zur Organspende! Die Mediziner sehen dein Kind nur noch als Organreservoir und Recyclingobjekt. Aber du musst hinterher damit klarkommen, die Ärzte werden dir nicht helfen und auch sonst niemand aus der Organtransplantationsindustrie. Sobald du dein JA gegeben hast, wird dein Kind verwertet.

Noch etwas: Du bist nicht - und dein Kind ist es auch nicht - anderen gegenĂŒber, die ihre Leber versoffen, ihre Nieren durch Überfressen zerstört haben etc. verpflichtet.

Und noch was; wir wissen letztlich nicht, ob hirntot tatsĂ€chlich auch tot bedeutet. Wenn die Spender operiert werden, reagieren ihre Körper z.B. beim ersten Schnitt mit Blutdruckanstieg; bei gesunden Menschen ein Zeichen fĂŒr Schmerz. Die Definition fĂŒr hirntot und tot wurden in der Medizin bereits mehrfach geĂ€ndert. Angeblich Hirntote wurden auch schon wieder ins Leben zurĂŒckgeholt.

Und: Die OrganempfĂ€nger werden zeitlebens mit Medikamenten behandelt werden mĂŒssen, damit das fremde Organ nicht sofort vom eigenen Körper zerstört wird. Das Immunsystem wird gegen Null gefahren, mit Cortison dauerbehandelt. Das schĂ€digt die anderen Organe und die OrganempfĂ€nger leben normalerweise dann trotzdem oft nicht mehr lange oder benötigen dann bald schon ein neues Spenderorgan.

Wenn du dir unsicher bist, tu es nicht! Keiner darf dir das verĂŒbeln!

Ich habe mit einigen Angehörigen nach der Organspende gesprochen: Bereut haben nur diejenigen nicht, die die "blaue Pille" genommen haben; sprich diejenigen, die nicht nachgefragt haben, was wirklich passiert, und die den Ärzten und der Transplantationsindustrie alles geglaubt haben.

never

Re: Organspende Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Beitragvon never » Di 28. Mai 2019, 10:28

Kann auch nicht zu Organspenden raten, nachdem ich mit den Ärzten dafĂŒr geredet habe. Kannte mich etwas aus und mir hatte jemand vorher schon was dazu erzĂ€hlt; deshalb die richtigen Fragen gestellt, was dabei passiert und was danach passiert, Rechtslage, Beseitigung der "Reste" etc.
Man kann JA und AMEN sagen, rausgehen und die Augen verschließen (wie es die meisten in unserer Gesellschaft machen) oder man fragt genau nach. Dann werden einem aber die Haare zu Berge stehen, angesichts dessen was man zu Hören und zu Sehen bekommt.
Monthy Pythons Organspende-Szene ist noch harmlos dagegen ... meine Erfahrung mit der Organentnahme-Industrie!


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