Meine innere Unsicherheit/Angst zerstört mich

Irgendwieverloren

Meine innere Unsicherheit/Angst zerstört mich

Beitragvon Irgendwieverloren » Mo 8. Jan 2018, 23:09

Hallo liebe Foren-Mitglieder,

ersteinmal bin ich ja froh, dass es eine Plattform gibt, bei der man über seine Probleme redet.
Ich bin 32 Jahre alt, fühle mich aber oft wie ein Kind. Ich befinde mich gerade wieder in einer Phase, wo ich oft sehr starke Suizid-Gedanken habe, gegen die mich mich kaum wehren kann. Ich bin mir bewusst, dass ich mir meine Probleme selber schaffe aber kann mich nicht oder besser gesagt nur selten von diesen Gedanken trennen. Ich habe seit ich ungefähr 17 bin unwahrscheinliche Angst davor mich mit Menschen zu unterhalten, die in einer großen Gruppe sind. Das macht mich im Alltag zum absoluten Sonderling. Komischerweise geht es bei so ca maximal 2 Mann. In dem Moment bin ich ein anderer Mensch, viel offener, irgendwie auch humorvoller als sonst. Ich wirke dann wahrscheinlich ganz nomal


Ich mache auf der Arbeit ständig Fehler ( Ich mache eine 2te Ausbildung zur Neuorientierung ), aus Angst Andere zu fragen, weil ich immer denke sie halten mich für dumm und lästern über mich. Die Fehler die ich mache und sind sie noch so klein werden mir immer vorgehalten und das fast jeden Tag manchmal vor dem gesamten Team. Dadurch dass ich teilweise dann so verschlossen bin macht mich das zum Außenseiter und ich bin gedanklich auf Probleme fixiert und kann mich nicht konzentrieren. Ich bin angreifbar für Mobbing. Resulatat ist: Man lästert über mich hinter meinen Rücken oder lässt mich links liegen. Ich habe auch schon oft gesagt bekommen, dass ich ein Kautz bin. Nicht auf Arbeit aber von guten Freunden, die ich leider selten sehe, da sie in der Schweiz arbeiten. Täglich gebe ich mein Bestes, übernehme die Arbeit von Anderen um akzeptiert zu werden aber es kommt nicht einmal ein Danke. Mein Selbstbewusstsein ist im Keller. Ich habe panische Angst vor der Arbeit.

Mit 32 Jahren bin ich noch Jungfrau, da ich Angst vor Frauen habe und ich mich für nicht beziehungsfähig halte. Ich lebe meine halbes Leben allein.
Damit kommt manchmal sogar klar. Ich habe ja auch Hobbys. Aber in Tiefphasen überlege ich mir immer wie ich mich umbringe. Nehme ich mir den Strick ( in der Hoffung das es klappt und ich nicht als jahrelanger Pflegefall ende ). Schmeiß ich mich vor den Zug ( da habe ich Angst meine Eltern müssen meine zerfetzte Leiche identifizieren, und sie springen hinterher) oder stürze ich mich von hohen Gebäuden ( habe aber Höhenangst und es meist nur bis zur Hälfte nach oben geschafft). Leute ich kann nicht mehr... Dieses Leben wollte ich nie haben. Ich bin ein rückgradloser Trottel, der in dieser Welt nicht bestehen kann. Der Natur interessiert es nicht ob man glücklich ist oder ob man das Leben meistern kann.

Vor 3 Jahren hab ich mich selbst in die geschlossene Psychatrie einweisen lassen, weil ich kämpfen wollte. Davor hatte ich meine Wohnung gekündigt, meine Möbel auf dem Sperrmüll geworfen und meine Papiere in die Mitte des Raumes gelegt, damit der Nachlass leichter wird. Dann habe ich mich besoffen, im Rucksack einen Strick aber konnte es nicht durchziehen, weil ich Angst um meine Eltern habe. Ich versaue denen das Leben aber ich bin soweit, dass es nicht mehr geht. Ich kann im Alter nicht für sie da sein, weil ich mich verschulden werde, weil ich mich nicht anpasssen kann. Meine Ängste machen mich unfähig aus mir rauszukommen, Dinge zu entscheiden , mit den Kopf bei der Arbeit zu bleiben. Da ich alleine bin, glaube ich, werde ich immer verrückter und mir wird bewusst, dass ich alleine als Mensch und soziales Wesen so nicht überleben kann. Ich habe auch schon überlegt mich zu verbrennen, muss aber Höllenqualen erleiden hoffentlich nur kurz. Dann braucht man mich aber nicht einäschern...Ich weiß es kommt wie sarkastischer Galgenhumor aber ich meine es ernst. Der Tod kostet eine Menge Geld.

Oft habe ich Angst, wenn ich mich umgebracht habe, dass ich im Jenseits oder wie auch immer bestaft werde, auch wenn ich nicht gläubig bin. Aber wer weiß schon was danach kommt ? Das hier alles kann nicht Zufall sein, denn warum habe ich Organe und Abwehrfunktionen die Hand in Hand gehen ? Oder jedes Tier, Bakterium daher kommen, als seien sie perfekt durchdacht worden ? Alles was ich will ist akzeptiert zu werden. Dafür müsste ich mich ändern aber ich kanns auf langer Dauer nicht...oder ich werde nicht mehr arbeiten können aber dann gelte ich als faul. Ich will aber arbeiten. Ich würde gerne arbeiten aber ich bin eine Last aber ich möchte geschätzt werden.

Ich weiß auch nicht, warum man schreibt aber irgendwie tut es gut. Die Probleme sind so komplex aber vll geht es Einigen ähnlich ? Ich habe Angst vor dem Suizid aber ich habe Angst vor dem Leben.

tutu

Re: Meine innere Unsicheitheit/Angst zerstört mich

Beitragvon tutu » Di 9. Jan 2018, 10:33

Hallo,

bis mitte 20 gings mir ähnlich - war da auch noch ne männliche Jungfrau - und litt unter sozialer Angst. Man nennt das soziale Phobie, wie du sicherlich weißt. Dagegen kann man was tun: Also entweder Verhaltenstherapie geleitet vom Profi - sprich Therapeuten - oder man konfrontiert sich selbst mit den angstauslösenden Reizen.

In meinen Fall bin ich z.B. zu ner Prostituierten gegangen ... war kein sooo tolles Erlebnis, aber auch nicht unangenehm :-D. Fortan war die Angst vor Frauen stark reduziert und ich konnte mein Leben leben.

Die Suizidgedanken folgen ja meist erst später, weil es hoffnungslos bleibt. Wie sollte sich auch was ändern, wenn man nichts dagegen tut.
Also mach was dagegen ... bald! Alles Gute!

Irgendwieverloren

Re: Meine innere Unsicheitheit/Angst zerstört mich

Beitragvon Irgendwieverloren » Fr 12. Jan 2018, 18:20

Das mit der Konfrontation versuche ich schon seit Jahren. Aber ich wirke oft absolut verkrampft. Wenn ich nicht gegrüßt werde, denke ich es wurde über mich gelästert. Die verseuchte Chemie im Raum kann ich fast riechen. Ich habe keine Ahung wielange ich das nocch ertrage. Ich kann meine Frreizeit nicht genießen aus Angst vor dem nächsten Arbeitsstag. Mittlerweile reagiere ich bei Kritik immer aggressiver. Mir gehts nichtmal um meine Jungfräulichkeit. Ich bin einfach kaputt. Habe ich mal ein paar gute Tage folgen echte Höllentage.Wenn man dann nurnoch alleine lebt, hat man eh das Gefühl jegliche soziale Kompetenz geht den Bach runter. Ich weiß ich ertrinke in Selbstmitleid aber ich kenne niemanden der so sonderbar lebt wie ich in meinen Umfeld. Ich habe oft nichts zu erzählen weil ich vieles als völlig belanglos empfinde. Der Gedanke mich wenigstens Umbringen zu können ist ein echtes Glück. Trotzdem muss ich irgendwie bleiben, weil ich Angst vor einen gescheiterten Suizid habe aber irgendwie will ich nicht. Ich glaube das Leben/ der Natur ist es egal ob man glücklich ist oder nicht.

SPONGEBOB

Re: Meine innere Unsicherheit/Angst zerstört mich

Beitragvon SPONGEBOB » Mi 17. Jan 2018, 23:57

Hallo irgendwieverloren bist du noch aktiv hier im forum,wollte dir nur sagen das die Angst mich auch auffrisst, hast du es schon mal mit einem Medikament probiert?????
Ich lass in deinem letzten Satz das du sogar Angst davor hast das der Suizid versagt, wirst lachen diese Angst hält mich auch davon ab und meine Lebenspartnerin, aber eher die Angst des Versagens, wo Ende ich,( im Rollstuhl,oder die totale Lähmung ans Bett gefesselt,beatmungsmaschine) das ist meine Angst des Versagens, wenn ich 100 % sicher währe das es klappen würde ohne schmerzen zu haben würde ichs wahrscheinlichst tun,Wells mir echt beschissen geht.denke immer wenn ich abends ins Bett gehe,hoffentlich wach ich nicht mehr auf,wahre die beste Option und Ruhe währe eingekehrt.
LG
Thomas






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