Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

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kleinehexe

Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon kleinehexe » Di 5. Dez 2017, 18:56

Hallo Leute,

ich shreibe hier zum ersten Mal und weiß nicht so genau, wo ich mit diesem Thema richtig bin. Für mich ist es ein gefühlter Misserfolg. Also hab ich es hier einsoriert.
Ich hab relativ schnell, nachdem meine Ärztin mir die überweisung in die Hand gedrückt hat, eien Therapieplatz gefunden. Ich war total happy darüber, da mich zu de Zeit Panikattacken verstärkt heimgesucht hatten und ich auch dabei war wiedermal in einem Loch zu vesinken. Nun hat mir die Therapeutin den Konsiliarberichtsbogen für meine Ärztin mitgegeben und den halte ich jetzt in der Hand. Was ich hier so lese gibt mir mal wieder das Gefühl, von einem Arzt nicht ernst genommen zu werden. Ursprünglich war ich zu der neuen Ärztin gewechselt, da mein früherer Arzt immer meinte mehrfrische Luft und regelmäßig trinken würden schon ausreichen. Nun, ich bin jeden Tag mindestens zwei Stunden an der frischen Luft und am trinken kann es auch nicht liegen. Darauf achte ich schon ewig und habe mir meine mindestens zwei Liter am Tag schon vor vielen Jahren angewöhnt. Nun, da nach vier Jahren keine Änderung eingetreten ist habe ich also eine neue Ärztin gesucht. Sie wollte sich die Unterlagen von meinem früheren Arzt holen, hat das aber wohl nicht getan. Und so sieht auch der Bericht von ihr aus. Es seien nur Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz. Es liegen ja keine Herzfehler oder Schilddrüsenprobleme vor. Das erklärt aber wohl kaum die tiefen Löcher in die ich immer wieder falle und die inzwischen auch von heftigen Kreislaufproblemen begleitet werden. Und woher das kommt, scheint sie nicht zu interessieren. Ich hab erst am Donnerstag wieder Therapie und hab echt Angst, dass die Aussagen der Ärztin die Krankenkasse veranlassen, die dauerhafte Therapie abzulehnen. Ich fühle mich im Augenblick damit richtig elend und total hilflos. Hallo Loch, bin wieder da.

soul

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon soul » Fr 8. Dez 2017, 21:38

Ich glaube, dass die meisten Ärzte nicht bei anderen in der Psyche rumpfuschen sollten.
Laut dem was du geschildert hast, hat sich die Therapeutin keine zeit für dich genommen bzw. nicht das gemacht wofür sie bezahlt wird. ich würd vorschlagen du versuchst es erneut wo anders.
Anpassungschwierigkeiten kann auch die Umwelt auf dich haben, wenn du nicht in gesellschaftsfähigen Normarametern funktionierst.
Wenn du schon den Kopf mit dingen voll hast die dich beschäftigen, ist es durchaus vorstellbar, das du schnell gestresst. Also wenn die Diagnose Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz, ist dann weist du doch wo du selber an dir arbeiten kannst. Dir Zeit für Dich selber nehmen, die Probleme Stück für Stück aufarbeiten die deinen Kopf besetzen und keinen neuen Ballast aufnehmen. Klinkt jetzt vielleicht einfach daher geschrieben, aber das kann mehrere Jahre dauern und verlangt von dir voraussichtlich sehr viel Mut und Ausdauer. Es ist für dich und für niemanden anderen. Vermutlich hat es auch mehrere Jahre gedauert die Löcher zu auszubuddeln.
Die Ärztin ist keine allheilige, wenn sie eine unzutreffende aussage der Krankenkasse mitteilt, rede mit ihr Klartext. Jemandem die Meinung geigen kann durchaus der erste schritt sein, der dich von einer Panikattacke befreit bzw. den Ausbruch einer PA verhindern.
Vielleicht sag diesem Loch noch so etwas wie: "Mach es gut, ich brauch dich nicht mehr."

kleinehexe

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon kleinehexe » Di 12. Dez 2017, 10:47

Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Mit meiner Therapeutin, die durchaus eine Panikstörung und Depressionen diagnostiziert hat, bin ich bisher sehr zufrieden. Aber es geht hier um den Bericht der Hausärztin, der nötig zu sein scheint. Der bringt mich durcheinander und macht mir Sorgen.

joo

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon joo » Fr 15. Dez 2017, 20:57

kleinehexe, hi

ich würde dir empfehlen und dringendst anraten, mit einem facharzt für psychiatrie über deine ängste und sorgen zu sprechen. ein hausarzt ist in meinen augen nicht qualifiziert dazu.....

hol dir einen termin bei einem psychiater! nur im äußersten notfall würde ich auch zu einem neurologen gehen.

kleinehexe

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon kleinehexe » Mo 18. Dez 2017, 08:45

ich hab schon eine Psychotherapeutin. Aber den Konsiliarbericht brauchen wir von der hausärztin für die krankenkasse.

patrol

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon patrol » Do 21. Dez 2017, 11:21

Also wikipedia kennt diesen Konsiliarbericht nur in Zusammenhang mit stationärer Behandlung - ich hab davon ehrlich gesagt noch nie was gehört.

Wenn ich das nun zwischen deinen Zeilen richtig verstehe, reicht die Diagnose der Therapeutin nicht aus und die Hausärztin muss zusätzlich ihr ok zur Therapie geben??


In dem Fall muss ich joo beipflichten, dass es wohl angebracht sein könnte, dir nen Psychiater zu suchen.

Deiner Reaktion auf diesen Vorschlag entnehme ich allerdings, dass du mit den Begrifflichkeiten noch nicht so vertraut bist, kann das sein?

Ein Psychiater ist ein Facharzt! Auch wenn es darunter sicher viele gibt, die zusätzlich Psychotherapie anbieten, hat das erst mal nichts mit deiner Psychotherapeutin zu tun und ein Besuch dort widerspricht sich nicht, im Gegenteil.

Ein Psychiater kann als Facharzt deine momentane Sitution sicher wesentlich besser einschätzen, als deine Hausärztin und wenn das von der Krankenkasse verlangt wird, auch einen vernünftigen Bericht, im Sinne deiner Psychotherapeutin schreiben. ;)

Sani

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon Sani » So 24. Dez 2017, 08:36

Wenn es nur ein Hausarzt war, so hat er anscheinend nur körperliche/organische Ursachen ausgeschlossen. Das soll er auch. Psychische Dinge diagnostizieren nur Psychologen/Psychiater. Und da muss man leider länger suchen, bis man einen Guten findet :( Es gibt viele, die ganz komisch sind, einen nicht ernst nehmen, abwimmeln oder im Gegenteil, Ihre "Therapieschiene" aufzwingen wollen.

gnu

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon gnu » Mi 27. Dez 2017, 19:25

Und genau das wird ihre Kasse nachher auch noch selber so wissen und entsprechend gewichten können.

Mir fällt hieran einzig auf, mit welcher Selbstgefälligkeit die Theaderstellerin diese Diagnose als so absolut und auf sich überhaupt nicht zutreffend sehen will. Darum sind die ja wahrscheinlich alle auch nur Hausärzte geworden, weil sie von nichts eine Ahnung haben als vom Pflaster auf Wunden pappen, aber wollen mitreden, wo die Betroffenen das allein schon viel besser alles wissen.

rah

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon rah » Mo 1. Jan 2018, 10:37

Da steht doch bestimmt nicht im Bericht "nur Anpassungsschwierigkeiten", oder?

Anpassungsstörungen sind von hohem psychischen Leid begleitet und im Verlauf bzw. vom Leidensdruck her oft schwerer als Depressionen! Und dass die Schilddrüse in Ordnung ist zeigt der Krankenkasse einmal mehr, dass da psychisch gearbeitet werden muss. Alles gar nicht schlimm, eher im Gegenteil.

kleinehexe

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon kleinehexe » Mi 3. Jan 2018, 11:27

Wortlaut der Hausärztin: vermutlich Anpassungsschwierigkeiten und mangelnde Stressresistenz.
Vorgeschlagene Behandlung: Akupunktur. Klar, die macht sie selber und verdient sich ne goldene Nase. Ich habe mich jedenfalls entschieden, mir einen anderen Arzt zu suchen. Mit ihr bin ich absolut nicht glücklich.
Meine Psychotherapeutin ist nicht nur Psychologin sondern auch Psychiaterin. Sie hat beide Ausbildungen und ist echt super. Trotzdem brauchen wir den Bericht eben auch wegen der organischen Ursachen. Trotzdem finde ich das von der Hausärztin nicht sehr nett, es so auszudrücken. Vorallem da ja bereits Depressionen und Panikstörung diagnostiziert wurden. Und zwar von der Therapeutin/Psychiaterin. Ich habe mit ihr auch bereits über den Bericht gesprochen. Sie meint, ich solle mir da nicht so viele Sorgen machen. Aber sie konnte auch nachvollziehen, dass es mich wieder in ein kleinres Loch gezogen hat. Wir sind noch ganz am Anfang der Therapie, und es ist ok. Jetzt schon große Fortschritte zu erwarten, wäre auch nicht richtig. Sie hat gesagt, dass sie sich freut, dass es nur ein kleines Loch war. Das hat mich wirklich aufgebaut. Hört sich wahrscheinlich doof an, aber mir hat genau das geholfen.

goldene Nase

Re: Konsiliarbericht: Anpassungsschwiergkeiten und fehlende Stressresistenz

Beitragvon goldene Nase » Mo 8. Jan 2018, 10:46

ich weiß bei Hausärzten nur, dass die Kasse die Kosten der Akupunktur bei Knie und Rückenbeschwerden übernimmt.


Und daran verdient sich keiner eine goldene Nase. Das ganze macht mit Nadeln setzen, entsorgen, Zimmer bereit halten und alles wieder sauber machen und die Dokumentation für die Kassen mehr Arbeit, als das man dran verdient.

Sollst du dier Akupunktur selber zahlen? Musste ja nicht machen.


Deine Therapeutin hat Psychologie und Medizin mit der Facharztausbildung Psychiatrie studiert??

Ich habe für die Therapien noch nie ein Hausarztbericht gebraucht!
Weder für die VT noch für die PA. Und der Gutachter braucht den HA-Bericht auch nicht um eine Therapie zu genehmigen.

Mein Hausarzt wusste ein Jar lang überhaupt nicht, dass ich eine Therapie mache :D


Was will also deine Psychologin/Therapeutin/Psychiaterin damit??


Den Arzt wechseln, weil nicht das richtige im Brief drin steht 8)
Heute stellen die Patienten die Diagnosen, wenn dein Arzt sich nicht darauf einlässt, musst du ihn besser überzeugen

Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du zu der Hausärztin, weil der Vorgänger Hausarzt auch nichts taugte...






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