Eine Menge Störungen

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schlaflos

Eine Menge Störungen

Beitragvon schlaflos » So 1. Sep 2013, 08:35

Hallo,
Ich bin 29 Jahre alt, zur Zeit arbeitslos (bis auf einen 400€ Job) und ich möchte euch von meinem Problem erzählen. (Obwohl es ja mehrere sind)

Ich habe hier schon einiges gelesen. Irgendwie kann ich mein Problem garnicht richtig einordnen.
Es ist wohl eine Ansammlung von verschiedenen Störungen :)

Wo fange ich an:

Antriebslosigkeit:
Seit Wochen, vielleicht sogar Monaten fehlt es mir an Antrieb. Ich gehe kaum noch vor die Tür, verbringe viel Zeit im Internet
und lasse alles so dahin gleiten. Seitdem ich meinen letzen Job gekündigt habe, bei dem ich fast nur im Ausland war, ist es nur noch
schlimmer geworden. Ich kann Nachts nichtmal mehr schlafen und verpenne dafür den halben Tag.

Depressionen:?!
Und das Ganze passt zu meinem "Allgemeinen" Leben. Ich habe es niemals fertig gebracht Motivation für längere Zeit aufzubringen.
Egal ob es Beziehungen sind, Berufsabschlüße oder auch nur ein Hobby länger zu führen. Alles wird für mich irgendwann zur Gewohnheit,
ich verfalle in ein Abstossverhalten und beende die jeweilige Sache dann.
Allgemein ist meine Lust auf das Leben beinahe bei 0.

Seit Juli letzten Jahres habe ich eine Freundin, mit der ich mich aber im Moment fast nur Zoffe, zudem belastet mich die Ferne.
ES ist also eine Fernbeziehung. Wenn wir uns sehen ist die Welt in Ordnung und dazwischen, wenn wir nur schreiben gehts rund.
Wir haben leider nur die Möglichkeit uns 1 mal im Monat für 3-4 Tage zu sehen und das ist alles andere als einfach.
Da kommen wir gleich zu meinem nächsten Punkt:

Verlustsängste:
Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich die knallharte Scheidung meiner Eltern damals miterlebt habe, oder ob es einfach daran liegt,
dass ich Dinge einfach nicht gerne verliere, und alten Dingen nachhänge. Jedenfalls bin ich ein ziemlich ängstlicher Beziehungstyp.
Ich weiß , das sie mich niemals betrügen würde, weil sie Sex sowieso nicht mag. Aber die Angst das sie sich dort innerhalb
unserer langen Zwangspausen wieder neu in jemanden verliebt könnte raubt mir manchmal den Atem. Und zudem habe ich Angst,
das sie sich von heute auf Morgen entlieben könnte. Bei jedem Streit den wir haben befürchte ich das Ende. Und ich kann
Nachts nicht schlafen, wenn wir am Tag Streit hatten.

Ich könnte hier noch Stunden über sie und mich schreiben, aber das tue ich euch nicht an :D

Mein größtes Problem ist jedenfalls die Antriebslosigkeit. Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, ist..
Ich habe immer die geringste Motivation irgendwas zu machen, wenn sie gerade da war und wieder nach Hause fährt.
Irgendwie ist danach alles leer, und ich befinde mich in einem schwarzen Loch.

Ich frage mich oft: Warum bist Du auf dieser Welt? Und oft wünsche ich mir, wenn ich mal wieder so drauf bin wie heute:
Meine Eltern hätten mich besser nie gezeugt.
Ich bin übrigens ein Typ dem man das nach außen niemals anmerkt. Ich zeige keinerlei Schwäche nach außen.
Ich bin auch garnicht im Stande über Sowas mit jemandem zu reden. Mein Charakter ist dazu zu Stolz?
Ich habe es mir jedenfalls angewöhnt keine Gefühle nach außen zu tragen. Und schon garnicht innerhalb der Familie.
Meine Gedanken sind dabei folgendermaßen:
Zeige deiner Familie nicht wie Du fühlst. Sie haben auch ohne Dich schon genug Probleme.
Ich möchte nicht, dass sich irgendjemand
(schon garnicht aus meiner Familie) Gedanken um mich macht.

Ich habe oft überlegt, wie es wäre, wenn ich einfach weg wäre. Und obwohl ich nicht glaube das ich jemals suizid begehe,
habe ich doch immer wieder die Gedanken der Sinnlosigkeit in mir. Vielleicht fühle ich mich auch als Versager, weil ich
es nie zu Etwas gebracht habe. Ich mache ja gerade mit 29 mein Abi per Fernstudium nach, um dann später noch Etwas zu studieren.
Aber irgendwie fehlt es mir da auch an Motivation, ich liege schon Monate zurück, obwohl meine Noten sehr gut sind.

Ich fühle mich irgendwie einfach: sinnlos, leer, umotiviert...





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