ADHS Diagnose

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Mum

ADHS Diagnose

Beitragvon Mum » Fr 14. Aug 2015, 08:25

Ich habe diesen Forschungsbericht gelesen und das macht mich etwas nervös, weil unser Kind auch jünger ist.
Eine frühere Einschulung bedeutet ein höheres Risiko für ADHS-Diagnose.
In Deutschland erhalten Kinder, die ihren 6. Geburtstag kurz vor dem Stichtag der Einschulung feiern und damit die jüngsten in ihrer Klasse sind, häufiger die Diagnose ADHS und eine entsprechende Medikation als ihre älteren Klassenkameraden.

Das belegt erstmals eine Studie der Wissenschaftler vom Versorgungsatlas in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Untersuchung analysiert darüber hinaus mögliche Ursachen für regionale Unterschiede: die Unterrichtsbedingungen und den Bildungshintergrund der Familie. Die Studie ist ab dem 11. August 2015 verfügbar auf dem Portal www.versorgungsatlas.de.

Wenige Wochen oder Tage zwischen Geburtstag und Stichtag können jedoch gravierende Konsequenzen haben: Kinder die im Monat vor dem Stichtag geboren wurden und daher bei der Einschulung sehr jung sind, erhalten häufiger einer ADHS-Diagnose – und eine medikamentöse Therapie – als jene Kinder, die im Monat nach diesem Stichtag geboren wurden und daher bei der Einschulung beinahe ein Jahr älter sind als die Jüngsten.

Die Studie analysiert darüber hinaus mögliche Ursachen für regionale Unterschiede: die Unterrichtsbedingungen und den Bildungshintergrund der Familie.
...die Wahrscheinlichkeit einer ADHS-Diagnose steigt, weil das Verhalten im Vergleich zu jenem der älteren Kinder möglicherweise als ADHS interpretiert wird.

„Möglicherweise fällt bei schwierigeren Unterrichtsbedingungen die relative Unreife jüngerer Kinder in der Klasse stärker auf“

Auch ein höherer Bildungshintergrund der Eltern verstärkt den Alterseffekt. Hier vermuten die Wissenschaftler, dass Eltern mit einem höheren Bildungsgrad mehr auf die Förderung ihrer Kinder achten und daher weniger bereit sind, Nachteile in Kauf zu nehmen, die durch die relative Unreife ihrer Kinder entstehen könnten.

mbb

Re: ADHS Diagnose

Beitragvon mbb » Sa 15. Aug 2015, 12:09

Meiner Meinung nach verursacht nicht das Alter ADHS, sondern unsere Leistungs- und Wegwerfgesellschaft!
Hält man dem Druck nicht stand, wird sofort eine Krankheit diagnostiziert, die bedauerlicherweise natürlich sofort einer medikamentösen Behandlung bedarf. Erschreckend ist es, wenn es schon bei Kindern anfängt! "Früher" war es keine Krankheit, wenn ein Kind unkonzentriert, zappelig oder unruhig war. Heute wird alles, was nicht der Norm der Leistungsgesellschaft entspricht, als krank abgetan. Dabei frage ich mich ernsthaft, wer denn nicht "normal" ist!

Ronald

Re: ADHS Diagnose

Beitragvon Ronald » Di 18. Aug 2015, 20:25

das ist eine erfundene Krankheit. Kinder die solche Symptome haben leiden nicht an einer Krankheit sondern an einem Aufmerksamkeit Defizit durch die Eltern. Kinder denen mal viel Aufmerksamkeit liebe und Zuneigung, Ruhige Stresslose Kommunikation und viele Streichel-Einheiten schenkt haben solche Probleme nicht. Hier sollten die Eltern behandelt werden den sie haben ihr Kind einfach gesagt seelisch vernachlässigt. Sie haben dem Kind nicht die liebevolle Aufmerksamkeit zukommen lassen das es benötigt für seine Entwicklung. Manche Kinder ziehen sich zurück in ein Schneckenhaus und manche Kinder fallen durch gestresstes verhalten auf weil sie Beachtung haben wollen. Wenn Mama oder Papa zum Beispiel nur Reagieren wenn es unartig ist. Dann wird es unartiges Verhalten an den Tag legen weil es so mehr beachtet wird. Zu all dem gibt man dem Kind dann noch Drogen um es ruhig zu stellen.

Stoffwechselstoerung

Re: ADHS Diagnose

Beitragvon Stoffwechselstoerung » So 23. Aug 2015, 10:24

Es ist eine anerkannte Stoffwechselstoerung mit GbH !!
Nehmt ihr einem Diabetiker auch das Insulin weg ?
Macht euch schlau :
Bundeszentrale fuer gesundheitliche Aufklaerung, 51101 Koeln....
Remo BelAir, es ist einfach nur frech zu behaupten, man stellt die Kinder unter Drogen.....
du hast ja nen bunten Strauch geraucht ....
Tabl. sind es nicht alleine, Verhaltenstherapie, Familientherapie, Ergo.

Struck

Re: ADHS Diagnose

Beitragvon Struck » Sa 29. Aug 2015, 11:09

Im Artikel ging drum, das die jüngeren Kinder oft mit Adhs abgestempelt werden,obwohl sie eigentlich einfach nur noch 1 Jahr Zeit gebraucht hätten. Ja da bin ich voll bei euch.

scheibe

Re: ADHS Diagnose

Beitragvon scheibe » Mi 2. Sep 2015, 21:25

Ich denke einfach ich weiß wovon ich rede
Und ganz sicher haben die Eltern mit adhs Kinder genug zu tun und müssen nicht noch abgestempelt werden

Struck

Re: ADHS Diagnose

Beitragvon Struck » Fr 4. Sep 2015, 20:50

Ich hab nicht in Frage gestellt das Eltern echter ADHS Kinder wirklich viel zu tun haben. Noch das es dieses Krankheitsbild gibt.Das tut es und das ist für Eltern sicher kein Zuckerschlecken.
Aber alles über einen Kamm zu scheren, wie manche vor dir geschrieben haben (siehe die anderen Komentare) geht halt auch nicht. Schlimm genug,das Eltern und echte ADHS Kinder schon langsam nicht mehr Ernst genommen werden,weil ADHS zum Modewort wird.

mbb

Re: ADHS Diagnose

Beitragvon mbb » Do 10. Sep 2015, 10:18

Nochmal: das Problem ist NICHT das Kind, sondern die Gesellschaft, die das Verhalten des Kindes als "nicht der Norm entsprechend" auffasst! Und dem Kind daraufhin das Gefühl gibt, es würde etwas nicht mit ihm stimmen. ADHS ist meiner Meinung nach eine Art von Überforderung; weil ich nicht den Erwartungen Anderer genüge. Aber warum muss das Kind mit ADHS es ausbaden? Warum muss man diesen Kindern das Gefühl geben, sie würden so nicht aktzeptiert werden? Müssen wir wirklich diese Kinder ändern, und sie mit Medikamenten betäuben, oder sollte eher die Gesellschaft endlich damit anfangen, sich zu ändern?






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