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Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

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suifor

Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon suifor » Sa 19. Dez 2015, 14:48

Ich habe mal ne etwas andere frage und zwar habe ich neulich gelesen, dass man auch bei psychischen Erkankungen eine behindertenausweis bekommen kann...f├╝r mich w├Ąre das jedenfalls aus beruflichen Gr├╝nden super, wenn das gehen w├╝rde, wegen K├╝ndigung und so weiter....

hat da jemand Ahnung von?

Ich habe ja schon seit vielen Jahren diese Krankheiten und nehme auch seit vielen JAhren die Medikamente und das wird sich nach AUssage meines Arztes auch nicht mehr ├Ąndern...also chronische Erkrankung im Sinne der Krankenkasse und Zuzahlungsbefreiung ist schon beantragt.

W├Ąre super, wenn mir da jemand etwas zu sagen k├Ânnte!

Silberstar

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon Silberstar » Do 31. Dez 2015, 15:55

Hallo,

ich h├Ątte auch die M├Âglichkeit einen solch einen Ausweis zu bekommen - habe mich aber dagegen entschieden. Ich kann dir zwar leider keine Antwort auf deine Frage geben, aber ich will nur sagen das man sich diesen Schritt gut ├╝berlegen sollte. Die steuerlichen Vorteile sind wohl vernachl├Ąssigbar. Mehr f├Ąllt da wohl der bessere K├╝ndigungsschutz und die zus├Ątzlichen Urlaubstage ins Gewicht. Es ist aber leider, gerade in der heutigen Zeit, sowieso nicht so gut auf dem Arbeitsmarkt - deshalb kann es schon sein das ein Chef (wegen K├╝ndigungsschutz und Urlaub) vllt lieber einen Arbeitnehmer einstellt der keinen solchen Ausweis hat.

Ich weiss es aber nicht, die Entscheidung daf├╝r oder dagegen muss jeder selbst f├Ąllen (vllt vorher noch ein paar andere Quellen im Internet checken).

Liebe Gr├╝├če
Silberstar

schwarm

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon schwarm » Mi 6. Jan 2016, 21:16

huhu...
ja man kann sowas kriegen... ne kollegin meiner mutter hat wegen k├Ârperlicher und jett letztendlich auch wengen psychischer probleme einen bekommen- allerdings ist sie beamte und damit unk├╝ndbar.
ansonsten w├╝rde ich wirklich auch extremst gut dar├╝ber nachdenken.. wie Silberstar schon gesagt hat... es machts um einiges schwerer nen job zu kriegen gerade wenn ein arbeitnehmer h├Ârt, dass man psychisch krank ist wird davor locker mal zur├╝ckgeschreckt, was ja auch durchaus verst├Ąndlich ist.... solange du nicht vorhast dich f├╝r immer arbeitsunf├Ąhg erkl├Ąren zu lassen (und zuhause rumhocken macht das leben echt nicht einfacher)w├╝rd ichs echt lassen.....
also f├╝r mich pers├Ânlich w├Ąre das absolut gar keine alternative... die nachteile ├╝berwiegen eindeutig...

bark

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon bark » Sa 16. Jan 2016, 18:19

Ich hab meinen Schwerbehinderten-Ausweis jetzt
23 Jahre,
Er hat mir immer geholfen wenn sie mich k├╝ndigen wollten.

suifor

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon suifor » Di 9. Feb 2016, 20:39

Danke f├╝r die Antworten!
Aber die Sache ist bei mir ja so, dass ich eine JOB und einen UNBEFRISTETEN ARBEITSVERTRAG habe und Angst vor einer K├╝ndigung habe, falls ich demn├Ąchst mal wieder ├Âfter oder l├Ąnger krank sein sollte....und h├Ątte ich diesen Ausweis w├╝rde ich besonders gesch├╝tzt sein...weil ich eben nichts daf├╝r kann....deshalb h├Ątte es f├╝r mich nur Vorteile und ich wei├č, wenn ich diesen Job verlieren sollte, werde ich nie nie wieder einen bekommen...bei der Vorgeschichte und den Krankheiten....dann k├Ânnte ich es gleich beenden...

@bark,
k├Ânntest du mir sagen, wie das bei dir genau abgelaufen ist? W├Ąre sehr lieb von dir smile

bark

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon bark » Do 25. Feb 2016, 17:37

Hallo suifor.

Bei mir ist der Antrag im Krankenhaus gestellt worden.

Du kannst es im Rathaus machen ( B├╝rgerb├╝ro )
oder Du gehst in einen Verein VDK Reichsbund usw.
Dann mu├čt Du deine ├ärzte angehen, Kuren usw.

suifor

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon suifor » So 6. M├Ąr 2016, 08:24

@bark,
danke f├╝r deine Antwort! Wenn ich dann ab n├Âchste Woche in die Klinik gehe (wahrscheinlich ab Montag) werde ich mich darum k├╝mmern und den Therapeuten darauf ansprechen...wie gesagt, ich denke es w├Ąre sehr wichtig f├╝r meine Zukunft...nat├╝rlich kann mich der Ausweis nicht retten und Arbeitsplatzabbau ist immer m├Âglich, aber ich sollte wenigstens vor den Gefahren der Krankheiten gesch├╝tzt sein, zu denen ich nichts kann.... (bsp. l├Ąngere Krankheitszeiten)

funeral

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon funeral » Mi 23. M├Ąr 2016, 12:15

hm... ehrlich gesagt find ich das ganze ein klein wenig Sch..├če...
mein gro├čer bruder ist behindert, vor allem geistig, aber auch ein bisschen k├Ârperlich (unter anderem sehr schlimmer herzfehler). er sollte auch einen behindertenauswei├č bekommen, weil er nur dann einen arbeitsplatz in einer behindertenwerkst├Ątte bekommen h├Ątte, als er das erfahren hat, hat ers nciht verstanden. ihm wurde dann gesagt, dass er den auswei├č wegen seinem herzfehler usw. bekommt, aber f├╝r ihn war das bestimmt echt... seltsam. klar, er wei├č shcon, dass er irgendwie "anders ist", aber dass er das eigentlich gar nicht versteht, h├Ątte ich bis zu dem zeitpunkt nciht gedacht. (wie auch immer, also er hat jetzt doch keinen und arbeitet da auch nicht)
und jetzt kommst du daher und willst einen, weil du denkst du hast dann bessere umst├Ąnde??? gott, mein bruder ist WIRKLICH behindert und du?? oh gott, du armer, du nimmst medikamente! (ich wie├č, es ist Sch..├če wenn man denkt, dass es einem gut gehn sollte, man hat ja vieles wovon andere nur tr├Ąumen k├Ânnen, aber trotzdem gehts einem schlecht, das kenn ich)
und wei├čt du was mit seiner freundin ist? die kann nichtmal mehr als ein paar schritte ohne hilfe gehen! und vor ├╝ber 10 jahren hie├č es, sie wird noch max. ein jahr leben und sie lebt immer noch!! jedne moment k├Ânnte es hier viel schlechter gehen und dann w├╝rde sie vielleicht noch ein halbes jahr leben. und ja, sie hat einen behindertenauswei├č, denn sie braucht ihn wirklich!!!
sry, aber das, keine ahnung, regt mich einfach furchtbar auf...

schwarm

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon schwarm » Mo 11. Apr 2016, 21:55

nunja...
mein vater hat auch einen schwerbehindertenausweis- er ist "nur" schwerh├Ârig wie du es vermutlich sagen w├╝rdest.
eine bekannte hat eine fehlstellung der wirbels├Ąule- im normalen alltag merkt man nix davon, aber dennoch schwerbehinderung.
auch menschen die nicht rund um die uhr auf hilfe angewiesen sind k├Ânnen behindert sein... k├Ârperlich wie psychisch. (abgesehen davon dass auch manche menschen mit psychischer behinderung auf hilfe angewiesen sind)
jeder muss selbst entscheiden wie er es sieht... ich w├╝rde mich nicht freiwillig als behindert einstufen lassen wie schon gesagt.... aber wenn man angst hat ohne ihn alles zu verlieren... und danach nie wieder ne chance zu kriegen...
nur mal so als als kleiner anstoss... glaub mir mehr menschen in deinem umfeld haben einen solchen ausweis als du denkst... und nicht nur die wo man etwas merkt...(abgesehen davon dass es ja auch bestufungen gibt wie schlimm die behinderung ist)

funeral

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon funeral » Mo 2. Mai 2016, 19:59

hm.. ja, so hab ich das noch gar nicht gesehn.. also die sache mit deinem vater hat mich shcon irgendwie zum nachdenken gebracht..

und mir ist eingefallen, dass eine freundin meiner mama die ich schon mein ganzes leben kenn, auch einen hat, sie ist von geburt an fast blind. vielleicht ist es nur weil ich es schon immer so gewohnt bin, aber normalerweise f├Ąllt mir das gar nicht mehr auf. naja, also sie kann zb. keinen f├╝hrerschein machen, weil autofahren viel zu gef├Ąhrlich f├╝r sie w├Ąre. bei meiner mama w├Ąre das undenkbar, sie muss ja auch jeden tag mit dem auto in die arbeit fahren, sonst br├Ąuchte sie ├╝ber ne stunde..

hm... ich glaub ich hab bei meinem letzten eintrag einen behindertenausweis mehr als stempel gesehn oder so, kA, ich wei├č es ehrlich gesagt nicht mehr so genau..

schwarm

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon schwarm » Fr 13. Mai 2016, 15:07

huhu...
eben... es flt einem so oft nicht auf... und gerade wenn vn aussen nicht superoffensichtlich was zu sehen ist nimmt mans ft erst nach langer zeit wenn man sich kennt wahr, wenns mal zum gespraechsthema wird...
ich z.b. w├╝rde zur zeit auch keinen f├╝hrerschein amchen weils unverantwrtlich wre... aus psychischem grund.... auch hne so nen ausweis ders mir verbietet...

t├Ąrnen

Re: Behindertenausweis bei psychischer Erkrankung?

Beitragvon t├Ąrnen » Fr 27. Mai 2016, 11:00

ich kann sehr gut die leute verstehen, die wirklich richtig geistig und/oder k├Ârperlich behindert sind und keinen ausweis bekommen. das kann ich nicht nachvollziehen. schlimm einfach nur.

aber ich kann auch die leute verstehen, die nur mal als beispiel einen gehstock (aus holz und sch├Ân verschn├Ârkelt) haben und einen schwerbehindertenausweis mit "G" drin stehen haben.
und ganz ehrlich. wenn ich mal in der situation sein sollte, dass ich nicht mehr so kann, wie ich gern m├Âchte, dann werde ich versuchen mir auch so ein ding zu holen.
ich sitze hier in meinem job mitunter auch in der abrechnung. und ihr glaubt garnicht was hier alles los ist. es ist zum heulen.
die kassen ziehen einem echt das letzte hemd aus. unversch├Ąmt und unverantwortlich.
und wenn die das so nicht begreifen, dann begreifen die es vielleicht anders.
JEDEN! patienten von uns, der eine rechnung bekommt. egal ob es der eigenanteil (zuzahlung) ist oder die volle abrechnung. jeder patient der anruft und sich beschwert, dem gebe ich den tip mal mit dem arzt zu sprechen und zu schauen, ob er sich nicht befreien lassen kann, eine pflegestufe beantragen k├Ânnte oder sogar einen schwerbehindertenausweis.
die leute, denen es echt beschissen geht, weil keinen job durch ihre krankheit, haben eh kein geld. weder das geld vom arbeitsamt noch von der kasse noch sonstwoher reicht, um einigermassen ├╝ber die runden zu kommen. dann braucht man noch st├Ąndig medikamente, die man vielleicht sogar noch selbst bezahlen muss und dann soll man auch noch transporte zu den behandlungen oder von dort wieder weg voll ├╝bernehmen. das ist das allerletzte.
und selbst wenn man einen (freifahrt)schein hat, stellen die kassen sich noch an.

ich w├Ąre daf├╝r, dass jeder der einen schwerbehindertenausweis brauchen kann und es ihm guttut einen zu besitzen, dass dieser auch einen beantragt.

und was die geistig/k├Ârperlich behinderten menschen angeht. so kann ich nur sagen:
LEUTE KÄMPFT und lasst euch nicht alles bieten.
schlimm genug, dass die kassen meinen mit uns anstellen zu k├Ânnen was sie wollen.

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