Unendliche Einsamkeit

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einsam

Unendliche Einsamkeit

Beitragvon einsam » So 10. Feb 2019, 21:18

Hi,
ich weis nicht genau wie ich anfangen soll, also fang ich mal von vorne an. Als ich klein war ungefähr mit anfang 12 wurde ich sehr oft geschlagen von meinem älteren Bruder und von meiner Mutter wurde mir der soziale Kontakt mit anderen unterbunden. Ich wurde öfters auf Geburtagsfeiern, Clubs etc. eingeladen aber durfte nie raus. Ich war dann halt dadurch natürlich schüchtern und hatte dann so nie die Chance gehabt, irgendwie ansatzweise sozial zu werden. Ich hab um ehrlich zu sein keine Freunde mehr, bzw. fühle ich mich nirgends wirklich heim und wohl und ich habe seit letzter Zeit ständig depressive Angstzustände, weil ich für immer alleine sein werde und denke dann nur daran mich zu töten. Jetzt denke ich, dass ich einfach keine wirklich definierte Persönlichkeit habe und die meisten mich eher meiden, weil ich nicht interessant für andere bin. Ich weis nicht mehr was ich machen soll wirklich bzw. glaube ich dass sich diese Situation niemals ändern wird.

Zurzeit bin ich 22 Jahre alt und diese Gedanken bzw. Situation hält seit 10 Jahren an.

Alone

Re: Unendliche Einsamkeit

Beitragvon Alone » So 10. Feb 2019, 22:25

Hey,
hast du hobbys? Gibt es Dinge, die dich interessieren? Ich kenne von mir diese Depressive Grundstimmung, meine große Schwester hatte mich auch geschlagen, als ich klein war und irgendwie hat sich diese Gewalt auf mein Leben ausgewirkt, es ist ganz komisch, man fühlt sich wie durch einen Schleier unterdrückt, wenn man sich nicht dagegen wehren kann, insgesamt glaube ich so etwas lässt einen dauerhaft glauben, dass man sich nicht wehren kann und das spüren auch andere Menschen. Finde etwas, dass dich frei macht. Ob Sport, Musik, ein Thema, das dich begeistert. Arbeite das alles auf , lies Bücher dazu und fang an du selbst zu sein.
LG

Maik

Re: Unendliche Einsamkeit

Beitragvon Maik » Mo 11. Feb 2019, 08:01

Es ist schlimm und traurig was dir passiert ist und ich kann das sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Es muss aber ganz sicher nicht so bleiben und dein Leben kann noch immer einen guten Verlauf nehmen, trotz der widrigen Umstände zum Start. Sozialverhalten kann man lernen, Freundschaften kann man neu aufbauen.

Möglicherweise könnte dir eine Psychotherapie helfen deine Kindheit und Jugend aufzuarbeiten und zu verstehen, was es mit dir gemacht hat.
Du hast anfangs probatorische Sitzungen, d.h. unverbindliche Sitzungen zur Probe um festzustellen, ob es mit einem bestimmten Therapeuten passen könnte. Versuche das und schaue dir ein paar an.

Ansonsten würde ich versuchen nach und nach wieder ein soziales Netz aufzubauen, z.B. indem du in einen Verein gehst der dich interessiert (Sport, Basteln usw.), VHS-Kurse belegst, dich auf einer Seite wie freizeittreff anmeldest oder Apps wie spontacts auf deinem Handy nutzt. Versuche aus der Isolation rauszukommen und es mit etwas zu verbinden was dich interessiert. Es geht vielen so wie dir, aus den unterschiedlichsten Gründen. Du bist jung und hast nichts zu verlieren. Pack es an.






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