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was tun wenn ein freund stirbt?

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swall

was tun wenn ein freund stirbt?

Beitragvon swall » So 28. Apr 2019, 12:52

hi,
es kommt mir langsam so vor als ob mich dieses thema nie mals in meinem leben los lässt. es kommt immer und immer wieder. und nun ist es diese woche schon wieder passiert.
am donnerstag starb ein guter freund von mir, warum weiß ich nicht, es heißt nur das er nach einige zeit im krankenhaus starb... an krankheit oder ob es nun selbstmord war weiß keiner.

die nachricht traf mich wie ein schlag, besonders da wir letztes wochenende schon mit mehreren leuten unser wieder sehn planten und er einer derjenigen war der es am meisten mit angeregt hat.
er spr√ľte nur so vor leben als ich ihn das letzte mal sah und nun nicht mal zwei monate sp√§ter... tod.. warum nur???
ich glaube man kann sich nie an sowas gewöhnen, egal wie oft es einem im leben passiert...

warum is das leben nur so unfair?

sams

Re: was tun wenn ein freund stirbt?

Beitragvon sams » So 28. Apr 2019, 17:43

Hallo,
was hei√üt das, dass das Thema Tod dich nie los l√§sst? Ist das nicht v√∂llig normal? Wer geboren wird ist doch nur in einem gewissen zeitlichen und r√§umlichen Rahmen Mensch und wird nat√ľrlicherweise irgendwann sterben. Das gilt f√ľr jeden und ist absolut fair.
So geht es jedem Lebewesen, alle deinen Freunden und Familienmitgliedern auch dir.

Nat√ľrlich hoffen wir immer nur aufzubauen, aber gleichzeitig bauen wir anderes auch wieder ab. Wenn ich gerade mit dir schreibe, so ist das neu f√ľr mich, daf√ľr nutze ich aber gerade nicht die Zeit mich mit meiner Frau zu unterhalten, hier habe ich gerade die Kommunikation abgebaut. Umso sch√∂ner ist es sie sp√§ter wieder zu sehen.

Das mit deinem Freund tut mir leid, jeder Mensch hinterl√§sst eine Beziehungsl√ľcke bei seinem Ableben, das muss man erst verarbeiten und die verbleibenden Beziehungen neu spinnen. Das nennt man Trauerzeit. Hast du Kontakt zu seinen direkten Hinterbliebenen?

Ich hoffe mal, dass es nicht in deiner Umgebung zu viele Verluste auf einmal sind, sonst wackelt gerne mal die eigene Pers√∂nlichkeit. Ich habe letztes Jahr vier Familienmitglieder zu Grabe getragen, das war erschreckend f√ľr mich. Zeitweilig habe ich Menschen angeschaut und gesehen, wie ihr K√∂rper ohne Leben ausschaut, ich war sehr durcheinander, bin nachts hochgeschreckt, hae in mir √Ąngste wachsen lassen.
Langsam komme ich zur Ruhe und habe begriffen, dass ich mich nur öffnen muss um zu erkennen, dass der Tod dem Leben erst den Sinn verleiht. Das macht Trauern erträglich aber immer es ist und bleibt ein trauriges Ereignis.

Ich lese aber auch aus deinen Zeilen, dass du dich fragst ob er seinem Leben selber ein Ende setzte. Letztlich ist es heute nicht mehr wichtig, aber um solche Zweifel k√ľnftig nicht mehr an dich zu lassen w√§re ein achtsamer Umgang mit guten, auch mal be- oder entlasteten Gespr√§chen und viel Vertrauen und Offenheit, sinnvoll.

Den Tod deines Freundes kannst du im Zwiegespr√§ch mit ihm vielleicht einordnen. Geh zur Beerdigung, nimm Abschied und nutze die Rituale einer Beisetzung, um auch mit anderen Menschen Kr√§fte zu sammel und Erinnerungen auszutauschen. Es gibt auch Trauerbegleiter z.B. von der Kirche, die ein oder mehreren Sitzungen f√ľr dich Zeit haben k√∂nnen. Achte auf k√ľnftig deine Umgebung, damit ein Abschied immer und zu jeder Zeit ohne unn√∂tige Belastung m√∂glich ist .

risa

Re: was tun wenn ein freund stirbt?

Beitragvon risa » Mi 1. Mai 2019, 10:19

hi swall,

das tut mir sehr leid f√ľr dich. es ist immer sehr schwer einen lieben menschen zu verlieren und sich damit abfinden zu m√ľssen, ihm nur noch in den eigenen erinnerungen begegnen zu k√∂nnen...

der tod betrifft uns alle... hast du in letzter zeit mehrer geliebte menschen verloren?

viel tun kannst du nicht, ausser dich damit abzufinden. sprich mit gemeinsamen freunden;
vll findest du noch heraus weshalb er gestorben ist, ob er durch suizid gestorben ist. vll hatte er eine krankheit von der du nichts wusstest und es war f√ľr ihn eine erl√∂sung... ein gedanke mit dem du dich ein wenig tr√∂sten k√∂nntest.

wer hat gesagt dass das leben leicht ist? das leben ist unfair, hart und ganz offensichtlich ein ort voller fäkalien - hat man das erst einmal begriffen, ist es gar nicht mehr so schwer... ;) (das sag ich mir immer und es hilft...)

KOPF HOCH

gr√ľ√üe
risa

swall

Re: was tun wenn ein freund stirbt?

Beitragvon swall » Mo 13. Mai 2019, 11:08

hey,

danke f√ľr eure antworten. und ja, hab in der letzen zeit noch welche verloren. vor einem monat hab ich erfahren das ein freund von mir tot ist, weil er zusammen geschlagen wurde un dann mit einer glassflasche dann den kompleten unterarm aufgeschnitten bekommen hat, und auch die puls aderen... naja.. da sage ich das es seine eigenen schuld war, weil er die sachen net mehr h√§tte machen m√ľssen.
un letztes jahr ist meine freundin bei einem autounfall ums leben gekommen, des wegen trifft mich das nur noch mehr, weil all diese ganzen erinnerungen an die zeit wieder hoch kommen un all das.

aber zumindest wei√ü ich nun voran er starb, und das ist wirklich besser f√ľr ihn. er hatte krebs.... da ist meist der tod nur das einzig wahre, man wei√ü ja nie wie weit da smit dem krebs ging und alles so.
und das das leben net fair ist, ok begreifen must ich das schon als ich noch nen kleines kind war, nur frage ich mich manchmal ob ich irgentwas falsch mache, das ständig menschen die mir nahe sind sterben?

risa

Re: was tun wenn ein freund stirbt?

Beitragvon risa » Mi 15. Mai 2019, 16:46

hi swall,

wenigstens ein kleiner trost, dass der tod in diesem fall f√ľr ihn tats√§chlich eine erl√∂sung war.

ich denke ich muss nicht betonen, dass du nicht der ausl√∂ser, grund, schuldige f√ľr die ereignisse um dich herum bist. es gibt theorien, die besagen man ziehe an was man denkt, da alles leben in sich und mit dem universum verkn√ľpft sei. da mag vll etwas wahres dran sein, aber ich denke hier trifft das nicht zu.

von daher: du machst nichts falsch. du kannst auch nichts richtig machen. du kannst einfach √ľberhaupt nicht agieren oder reagieren und damit etwas verhindern oder ausl√∂sen. an diesem punkt ist der mensch machtlos. es passiert einfach und wir k√∂nnen nur zusehen, es hinnehmen. es liegt nicht an dir, dass jmd. krank wird, fahrl√§ssig handelt oder verungl√ľckt.

man möchte liebe menschen nicht entbehren. leider ist die zeit mit ihnen begrenzt. aber in der erinnerung tauchen sie auf und spätestens hier stellen wir fest, dass die zeit mit ihnen in dieser form doch unendlich ist.

eine kette tragischer vorkommnisse. dich hat es jetzt sehr hart getroffen, aber ich bin mir sicher es gibt auch viel positives in deinem leben - versuche bitte, dich an diesen festzuhalten.


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