Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Keine Ankündigungen, bitte!
Nani

Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Nani » Di 5. Jul 2016, 19:27

Hallo ! Ich weiß nicht mehr weiter! Habe wegen Selbstmord schon mal im kh gelegen,das ist schon ne Zeit her so ca. 10 Jahre! Doch heute ist wieder so ein Tag ! Wo ich denke es wäre alles besser ohne mich! Seit einen halben Jahr hab ich den Gedanken ind dann seh ich meinen fünf jährigen Sohn an und denk mir was macht er ohne dich ! Doch jetzt weis ich das er gut aufgehoben ist ! Ind es ihm gut gehen würde! Mein Lebensgefährte glsubt mir nicht respektiert mich nicht ! Und macht mich Zeit einem Jahr nur runter ! Ich liebe ihn und kann mich trotz aller dem nicht von ihm trennen ! Weiss keinen Ausweg mehr außer den Selbstmord ! Bitte was kann ich tun um diese schmerzen Gedanken ab zu Schatten !

MOTU

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon MOTU » Di 5. Jul 2016, 19:52

Hallo Nani,
andere Wege gibt es immer, Du siehst sie im Moment nur nicht.
Hast Du schon mal versucht, Dir Hilfe zu holen?
Kannst Du Dich mit jemanden austauschen?

Kari

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Kari » Mi 6. Jul 2016, 19:08

ja, glaubst du das wirklich dass alles besser wäre?
glaubst du wirklich dass dein sohn besser dran wäre?
was wäre denn alles besser ... mal konkret?

Eri

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Eri » Do 21. Jul 2016, 14:20

Liebe Nani,

bitte denk nie sowas, Dein Sohn braucht Dich. Wenn Dein Partner Dich nicht respektiert so musst Du verlassen auch wenn dies dir schwer fällt aber es gibt für alles eine Lösung, tu das für Dich und Dein Kind. Ich spreche aus Erfahrung, vor 19 Jahren wollte ich selber nicht mehr leben, weil mein Ex-Mann rasend eifersüchtig war, mich kontrollierte, mich mies behandelte und ich mir alles gefallen ließ. Ich war zu schwach um mich zu trennen, konnte mich keinem anvertrauen außer meiner besten Freundin die bis heute zu mir steht in jeder Lebenslage. es hatte lange gedauert aber ich verursachte vorsätzlich einen Verkehrsunfall weil ich an diesem Tag erfahren hatte dass ich wieder schwanger bin,das wollte ich nicht mehr, es war zuviel für mich ich konnte das alles nicht mehr ertragen. Mein Sohn aus dieser Ehe war damals 3 einhalb Jahre. Ich war mir genauso wie Du sicher er ist gut aufgehoben meine Eltern und Geschwister waren ja da aber ich dachte nicht an die weiteren Konsequenzen und wie es ihm ohne mich gehn wird, was er fühlen wird und und und.....
Ich hatte Glück im Unglück, ich überlebte den Unfall schwerverletzt war vom Hals abwärts sehr schwer verletzt und konnte icht mehr laufen nichts mehr. Ich wurde zusammen geflickt, habe 2 Jahre gebraucht bis ich wieder gehen konnte, die Schmerzen allerdings ertrage ich noch heute aber ich darf mich nicht beklagen ich lebe Gott sei Dank und auch wenn ich einige lange Jahre nicht mit meinem Sohn so spielen konnte wie andere Mütter das tun und nicht für ihn da sein konnte wie andere Mütter, bin ich sehr dankbar dass ich lebe.
Ich habe trotz allem nach dem Unfall noch 3 Jahre gebraucht um mich zu trennen, weil ich erstens 2 Jahre brauchte um wieder auf die Beine zu kommen, war lange im Krankenhaus und in Reha aber dann als es mir gut ging habe ich den SChritt gewagt und diesen nie bereut bis heute nicht und es ist im November schon 15 Jahre her.
Meinem Sohn geht es prächtig, ich würde mein Leben nie wieder aufs Spiel setzen und es auch nie wieder riskieren meinen Sohn allein zu lassen.
Ich wäre gern für Dich da wenn Du jemanden brauchst, sag Besched ich gebe Dir gerne meine Nummer oder meine E-Mailadresse.
Du bist Jemand Nani, gib Dich nie auf und genieße das Leben es kann so schön sein.
Drück DIch ganz lieb, liebe Grüße Eri.

solo

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon solo » Di 26. Jul 2016, 16:20

ich habe jetzt eine Phase wo ich nicht mehr weiß was ich mahen soll. Denke an Selbstmord, und ich verstehe diese Fragen seit dem nicht wen Leute sich fragen, warum hat sich der oder diejenige nicht an jemanden gewandt, diese Frage habe ich mir auch gestellt. Es ist ganz einfacch zu beantworten, denn niemand merkt etwas wenn es einem schlecht geht. Ich habe niemanden den ich meine Sorgen ausschütten kann, jetzt möchte ich alleine versuchen mir auf meine FRage zu antworten----ich kann nicht mehr----ich weiß nicht wie ich mein Leben schaffe-----nämlich gar nicht meh-----also Resultat ich möchte nicht mehr leben

Jessica

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Jessica » Mi 27. Jul 2016, 15:38

Hallo liebe Nani und Solo,
Nehmt das Leben nicht so schwer und belastend auf euer Herz! Ich weiß dass es manchmal unglaublich schwer sein kann bzw. Unmöglich erscheint. Es belastet einen so sehr , dass es einem die Luft wegnimmt und im nächsten Moment folgt nach dem erdrücken Gefühl ein lauter verzweifelter Schrei mitten aus euren Herzen, den leider nur ihr selbst verspürt und hören könnt. Ich stand schon selbst in einer sehr schwierigen , traurigen , einsamen Situation. Auch wenn man Leute hat die bei einem sind kann man sich einsam fühlen. Das Problem ist diese Menschen in eure Gefühlsleben reinzulassen und ihr Rat die sie für einen haben zu befolgen oder ernst zu nehmen.
Einerseits kann es daran liegen, dass man darauf verzichtet überhaupt den Menschen etwas zu sagen , weil es vielleicht nicht die richtigen Ansprechpartner für einen selbst sind bzw. Solche sensiblen Wesen wie wir es sind nicht verstehen können, selbst wenn sie wollten.
Wir sind sehr zerbrechlich innerlich und schlucken zu viel oder wollen zu viel stämmen . Ich wollte selbst schon mal dem Ganzen ein Ende setzen, dass Dank eines dummen Zufalls nicht zustande kam. ( zum Glück ) ich habe noch keine Kinder und trage auch nur für mich die Verantwortung. Jedes Leben ist kostbar. Wenn ihr Unterstützung braucht meldet euch gerne bei mir. Das sind keine leeren Worte, sondern wirklich eine Hilfe und ein Versprechen für euch da zu sein und euch zu unterstützen. Schon allein, dass ihr euch hierzu äußert und wir euch antworten ist Kommunikation und damit schon ein guter Anfang das ganze zu bewältigen!
Wir interessieren uns für euch!
Gebt euch nicht auf!

René

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon René » Mo 1. Aug 2016, 21:53

Die Welt ist weder besser noch schlechter mit dir. Aber eins wird nie passieren - dass dein Sohn besser ohne dich aufgehoben ist. Selbst wenn du eine schlechte Mutter wärst, er könnte dich hassen. Alle mal besser als mit tausend Fragen zurückzubleiben.

Sabrina

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Sabrina » Di 9. Aug 2016, 17:43

Willst du dich mal austauschen?

Almy

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Almy » Mi 26. Okt 2016, 23:16

Hallo alle zusammen ich werde diese Woche 23jahre und verstehe den Sinn meines Lebens nicht ich bete jeden Abend zu Gott dass ich zu ihm will. Ich Probier mich kurz zu halten mit meiner Geschichte: ich war kein wunschkind meine Eltern haben es mich immer zu spüren lassen war immer ein schwarzes Schaf in der famillie mit 15 angefangen zu arbeiten Führerschein selber gezahlt im Gegenteil von meinen Geschwistern Auto gekauft meinen Eltern geholfen mit Geld wo mein Vater die Arbeit verloren hat hab ich uns 5kinder ernährt meinen Eltern über 10000€ gegeben ich wollte nur einmal von meinem Vater hören gut gemacht bin stolz auf dich hab dich lieb bis heute kam da nix nein er ist konservativ als ich 19 war hat er mich eingesperrt konnte nicht mal arbeiten gehn ganze famillie geschlagen bei ihm haben Frauen nix zu sagen aber ich habe Charakter und lasse mir nix gefallen und kann nicht zusehen wie er mit Frauen umgeht oder mit meiner Mutter und das passt ihm nicht dass eine Frau wie ich ihm antworte aber bei Seite seit dem Abend mit 19 wo er mich eingesperrt hat hab ich selbstmordgedanken als ich eingesperrt war hab ich sogar versucht mich mit der Waffe von meinem Vater umzubringen habe abgedrückt war aber keine monition drin seit dem ritze ich mich vor 3jahren habe ich einen Freund der mir viel geholfen hat ohne ihn glaube ich wäre ich heute nicht mehr da aber die Beziehung mit ihm muss ich aus Angst von meine Vater versteckt halten weil der Junge nicht die selbe Nationalität wie ich habe und er 2kinder hat ich kann nicht mehr weiß nicht nach vorn weiß nicht zurück kann nicht mit dem Menschen zusammen sein den ich liebe aus Angst mein Vater bringt mich um zuhause immer das brave mädschen zu spielen auf der Arbeit die Frühliche zu spielen aber in mir innen drin bin ich schon seit ich 19bin tot es ist mir alles zu viel das Versteckspiel immer eine andere Person zu spielen ich kann mich einfach nicht in der Zukunft sehn kann nicht schlafen habe essstörungen hab 10kilo zugenommen habe fressattacken habe keinen Spaß raus zu gehen mit Freunden meinen Sport hab ich auch aufgegeben heule nur ohne Grund weiß nicht mal warum kann nicht mehr und will nicht mehr wäre ich nicht mehr da würde zuhause auch wieder alles klappen ich bin der stürfaktor positive Gründe auf dieser Welt zu bleiben ist nur mein Freund mit dem ich nicht zusammen bleiben darf lieben Grüßen

Babs

Re: Es wäre alles besser ... denkt an die Hinterbliebenen

Beitragvon Babs » Di 22. Nov 2016, 21:50

Mein Mann hat sich vor sechs Wochen umgebracht, wir waren 29Jahre zusammen und gerade die letzten Jahre so glücklich,darum kann ich es überhaupt nicht verstehen, nur weil er die Arbeit hasste.Also an alle die soetwas vorhaben, denkt an die Hinterbliebenen.Mir hat er das Herz gebrochen

Marie

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Marie » So 25. Dez 2016, 09:53

Liebe Menschen, die ihr hier schreibt,

meine geliebte Tochter hat sich vor ein paar Wochen das Leben genommen. Wer so verzweifelt (in einer Krise) ist, denkt nicht an die Katastrophen , die diese Entscheidung für viele andere Menschen mitbringt. Eltern, Geschwister, Freunde haben nun die Aufgabe trotz des Traumas selbst zu überleben. So ziehen sich schlimme Erlebnisse von Generation zu Generation, bringen weitere Schäden mit sich und breiten sich weiter aus, wenn man nicht alles versucht dies aufzuhalten. An alle Verzweifelten. Ihr seid nicht falsch, schuld, krank, sondern ihr habt das Paket eurer geschädigten Vorfahren in voller Härte abbekommen. Die eigenen Überzeugungen von sich selbst haben sich tief in Denk- und Gefühlsmuster eingegraben. Dies ist änderbar, aber das ist viel Arbeit, dauert lange und man braucht die richtige Unterstützung. Psychopharmaka auf Dauer sind meiner Erfahrung nach nicht geeignet die notwendigen heilenden Umbauprozesse im Gehirn zu ermöglichen. Ich wünsche Euch den Mut und die Ausdauer den Weg zu beschreiten und nicht aufzugeben. Und wenn ihr es nur für ein paar wenige Menschen, die ihr mögt, tut. Hätte ich die Erkenntnisse von heute schon vor 30 Jahren gehabt, wäre einiges anders verlaufen.

Ich wünsche euch das Glück die richtigen Menschen zu treffen

Hoffnung

Re: Es wäre alles besser wenn ich nicht da wäre

Beitragvon Hoffnung » So 13. Aug 2017, 11:51

Hallo,
Ich habe eine sehr schlimme depressive Phase zwar überwunden (fürs erste, man kann ja nur sicher sein, dass man nicht wieder krank werden kann), aber mir ist es irgendwie ein Bedürfnis etwas in dieses Forum zu schreiben. Ich will eigentlich auch gar nicht viel von mir und meinen Problemen erzählen, sondern eher auf das von euch geschriebene eingehen. Aber kurz erzählen, wir ich dort rausgekommen bin, um vielleicht jemandem ein bisschen Hoffnung zu schenken, will ich schon.
Also:...(23 Jahre alt, Studentin)
Ein halbes Jahr hört sich für einige wahrscheinlich ziemlich wenig an, wenn es um Depressionen geht. Ich hatte auch vorher immer Mal leichte depressive Phasen, aber meist 'nur' durch Stress bedingte Schlafstörungen. Doch genau vor einem Jahr fing die Depression an, teils angekündigt, aber ich habe die Zeichen nicht richtig deuten wollen. Das Semester war vorbei, Klausuren bestanden und Urlaub gebucht. Ich habe aber innerlich so einen Stress in mir getragen, und selbstzweifel jeden Tag in meinem Kopf gehabt, dass ich nicht abschalten konnte und von einem auf den anderen Tag nicht mehr schlafen konnte. Also wirklich gar nicht mehr. Nachdem ich den Urlaub abgesagt hatte, bin ich nach Hause zu meinen Eltern gefahren und habe mich direkt eingewiesen. Ich kam einfach gar nicht mehr klar und war mit allem einfach nur noch überfordert. Schlaflosigkeit ist wirklich die Hölle auf Erden, weil man sich so hilflos und als Sklave seiner selbst fühlt (kann es irgendwie nicht besser ausdrücken). V.a. da alle sagen: geh doch einfach eine Runde joggen oder trinke einen schlaftee...lieb gemeint. Aber einmal richtig drin in einer Schlafstörung und in der Angst gefangen, nie wieder erholsam schlafen zu können, lehmte mich. In der Klinik wurde mir aufgrund ziemlicher Missverständnisse und einer/zwei Fehldiagnosen eine komplett falsche Medikation verabreicht. (Ich wurde bei jeder Einnahme richtig überwacht). Ich habe ein zwei Sätze gesagt, die ihnen die Annahme gaben, dass ich als Schizophren und psychotisch einzustufen wäre. Klar war ich durch den Schlafmangel ziemlich abgedreht teilweise. Aber ich war zu 100% NICHT Schizophren. Ja..und so fing das Drama so richtig an. Ständig neue Medikamente, weil nichts zum Schlafen half. Schnelle Abhängigkeit von Tavor, kurzer aber schwieriger Tavorentzug, eine unglaubliche Unruhe und die sogenannten "Restless-legs" usw.
Meine Eltern haben mich dort rausgeholt, weil sie nicht mehr mit ansehen wollten/konnten, wie es von Tag zu Tag schlimmer wurde. Eine andere Klinik war zunächst die Lösung. Dort wurde es aber in der Summe auch nur schlechter, da durch ein anderes Antidepressivum selbstmordgedanken einsetzten (kann zu Beginn der Einnahme wohl bei manchen Psychopharmaka vorkommen
....absoluter bullshit eigentlich!). Ich habe mir vor Ort in der Klinik zerzweifelt überlegt mir das Leben zu Nehmen. Ich stand vor der Straße und mich hat nur abgehalten, dass ich wusste, dass ich dabei auch andere Menschen leben Gefährde. Natürlich Irgendwie auch der Gedanke an meine Familie etc. Aber wie es bei Depressionen manchmal so ist: man denkt sowieso, der Rest ist besser dran ohne einen:/. So ist es nicht!!!!!
Naja meine Eltern haben mich dann wieder dort rausgeholt, weil ich dort auch nicht mehr schlafen konnte . Nebenbei bemerkt: meine Eltern sind Klasse, aber sie haben nicht sehen wollen, dass ich wirklich Suizid gefährdet bin. Ist ja auch nachvollziehbar. Aber mir schnürt es immer noch den Hals zu, wenn ich daran denke, wie ich mich vergiften wollte, auf die Straße springen wollte und v.a. jeden Tag über selbstmord nachgedacht und gelesen habe. Obwohl ich ein gutes leben habe. Also klar läuft nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. Aber ich habe bipolarität 2 von meiner leiblichen Mama höchstwahrscheinlich teils schon vererbt bekommen. Meine Zwillingsschwester hatte das nämlich etwas schwächer auch eine Zeit lang ohne wirklichen Anlass. Naja so viel dazu.
Die Zeit zu Hause (ich glaube es waren circa 5 Wochen...eher mehr..ist alles sehr verschwommen wenn ich zurück denke) war der Horror. Ich habe mich komplett isoliert. Mich aufs äußerste selbst fertig gemacht. Ich habe nicht geschlafen, kaum gegessen und bin nur noch eine Runde nach der anderen mit unserem Hund raus, damit meine Eltern sehen, "sie Macht was". Teilweise bin ich ewig(2-3 Stunden) gelaufen ohne es zu merken. Nur als Einschätzung, wie benebelt ich durch die Krankheit war. Meine Mama hat alles dafür getan, dass ich in eine Klinik komme mit jungen Menschen, weil meine Schwester damals auch in einer war und es ihr geholfen hat. Ich war aber definitiv 'reif' für eine gesicherte Station zu diesem Zeitpunkt. Ich weiß zwar tief in mir drin, dass ich es wahrscheinlich nicht gekonnt hätte, aber die Gedanken über selbstmord waren mein dauerhafter Begleiter zu dieser Zeit. Ich habe durch die Medikamente und die ganzen nebeneffekte der Schlaflosigkeit keinen Geruchssinn mehr gehabt und war absolut gefühlsleer...und ich bin ein sehr lebensgröße und fröhlich Mensch ansonsten. Aber ich war nur noch eine Hülle. Ich habe mich sogar im Spiegel nicht mehr wahrgenommen. Das war jemand anderes im Spiegelbild. Ich habe mich soo unendlich erschöpft gefühlt und konnte und wollte nicht mehr. Als es mit der Klinik dann geklappt hat, habe ich mir Schlaftabletten eingepackt (ich kann noch nicht einmal sagen, warum.genau...weil eigentlich wusste ich, dass die Menge die ich hatte, dafür.....nicht reicht). Ich habe die erste Nacht dort wieder nur wach gelegen und dann am nächsten Morgen ohne Reflektion und ohne Sinn und verstand die (glaube es waren um die 7,8 ) Tabletten geschluckt. Und schon war ich zwei Stunden später in einer anderen Klinik auf der geschlossenen...und da habe ich mir im Zimmer wir versucht mir etwas anzutun. Wir natürlich eigentlich absehbar, dass es nicht geht. Aber alleine die Versuche und absolut sichere Wunsch nach dem Tod...macht mich Rückblickend immer noch sprachlos und unendlich traurig. Ich habe versucht mich selbst zu erwürgen mit einem Gürtel. Ich schreibe das nicht um zu schocken, dumme Ideen aufkommen zu lassen oder ähnliches. Sondern um zu zeigen, dass man auch so tief am Boden liegend wird aufstehen kann. Mit Hilfe und v.a. dem Willen, sich helfen zu lassen. Ich wollte es lange nicht. Ich dachte mir kann keiner helfen, dazu Noch die schlechten Erfahrungen in den Kliniken eins und zwei. Ich weiß auch wie wenig Hoffnung man haben kann auf Besserung. Aber ich will euch mut machen mit den Erzählungen, die jetzt doch sehr lang geworden sind. Entschuldige dafür. Aber ich habe es zum ersten Mal "aufgeschrieben" und es tat gut. Ich habe versucht zu verdeutlichen, wie es mir ging, aber jeder hat Seine eigenen Depressiven 'Erscheinungen'. Aber die Hoffnungslosigkeit und die eigene vermeintliche Gewissheit, dass das Leben nicht mehr besser geschweige denn schön werden wird...sind meistens von allen Depressiven Menschen ein Begleiter. Und ihr Lieben: bitte bitte holt euch professionelle Hilfe. Unf wenn es auf einer geschlossen ist um euch kurzzeitig vor euch selbst zu schützen. Wäre ich dir nicht gelandet, wäre ich vielleicht/wahrscheinlich/wer weiß das schon, nicht mehr auf der Welt. Und ich studiere an nächsten Semester wieder weiter, habe viele neute Leute kennengelernt durch eine. Umzug und ein paar andere Änderungen. In der letzten Klinik haben sie mich nämlich erstmal einfach ausruhen lassen und sich dann behutsam an mich heran getastet, wenn man das so formulieren kann. Also nicht Diagnose zu erst. Sondern sie haben mir Stick für Stück geholfen, meine Situation zu erfassen und zu erkennen, dass ich da mit Unterstützung (und ja..zu Beginn auch mit Tabletten, aber in der Situation war ich dafür auch dankbar) und eigener letzter Energie rauskommen kann. Zwei Monate war ich dort. Habe durch die Schlafstörungen zwar epilepsie bekommen (vorher nur ab und zu alle zwei ja Mal leichte Anfälle gehabt) und muss dagegen jetzt Medikamente nehmen. Aber das war mir egal in dem Moment, als es mir wieder anfing Besser zu gehen. Ich hatte das Gefühl, nochmal geboren zu werden Irgendwie. Endlich habe ich wieder gelacht. Und dumme Witze gemacht wir vor der sch... (sorry;)). Ich bin nicht geheilt, noch lange nicht. Ich musste mich jetzt erstmal für mich ein halbes Jahr von Ärzten distanzieren weil ich wirklich einen Ärzte Marathon hinter mir hatte. Aber jetzt will ich eine Therapie machen und Anfangen darüber richtig zu sprechen und Techniken zu erlernen, dir einen vor solchen Erfahrungen in Zukunft schützen. Weil ein Schicksalsschlag kann leider auch immer kommen und ich will nicht noch einmal so etwas durchleben. Ich wünsche jedem hier, dem es Schlecht geht, dass er/sie es schafft, wieder zu lernen das Leben zu genießen. Da muss man oft erstmal anerkennen, dass man krank ist. Was natürlich schon Mal sehr schwer ist. Auch für die Angehörigen. Aber wirklich, glaubt mir bitte. Es ist kein Ausweg, sich das Leben zu nehmen. Ich war mir sooo sicher, dass es das isz. Aber ich Weine immer noch vor "Freude" oder besser Erleichterung, es nicht getan zu haben. Und das wird euch sicherlich auch so gehen wenn ihr kämpft und die zeit durchsteht! Ich weiß es ist schrecklich schwer, aber es geht. Es tut mir leid..das war sehr viel Text und nicht geordnet, aber ich schicke es jetzt so ab. Ich musste es mir scheinbar doch auch von der Seele reden.
Schlusswort: "nimm dir das Leben und lass es nicht mehr los" von Udo Lindenberg. Es soll auf etwas perfiede Art und Weise bedeuten, dass man das Leben anpacken Soll, auch in Zeiten in denen es einen wertlos erscheint, und wie einen Freund packen und nicht mehr loslassen. Denn das Leben gehört zu uns und wir haben oft selbst in der Hand, wie wir es leben. Nicht alle y ich weiß. Kein Frage. Aber viele Depressive Menschen auch ich, haben das Gefühl, das nicht mehr entscheiden zu können. Aber das lag nur daran, dass ich nicht mehr entscheiden wollte und nicht mehr dieses leben wie ich es in meinem Kopf hatte, leben wollte. Ich finde den Satz Irgendwie sehr schön.

So jetzt aber Ende! Lieben Gruß an euch auch Norddeutschland





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