Wie gefährlich sind selbstmordgedanken und wann sollte man einen Arzt/ ein Krankenhaus aufsuchen?

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burger

Wie gefährlich sind selbstmordgedanken und wann sollte man einen Arzt/ ein Krankenhaus aufsuchen?

Beitragvon burger » So 26. Nov 2017, 19:15

Moin
(Schonmal Danke für eure Hilfe)

Ich frage mich wann der Punkt erreicht ist, bei dem man tätig werden muss.
Wenn man ständig selbstmordgedanken hat führt das am Ende dazu das man diese in die Tat umsetzt, oder bedarf es mehr um diesen Schritt zu tun.
Ich meine es ist ja nicht schlimm wenn man mal in einer Notlage ist und dann nach einem Ausweg sucht, wenn man aber zur Arbeit einen Umweg fährt weil man Angst hat beispielsweise über die brücke zu fahren um dort nicht anzuhalten,
oder man steht am Bahnsteig und denkt sich gleich kommt wieder der ice vorbei...
sollte man dann direkt zum Arzt oder gleich ins Krankenhaus?
Oder ist dies nicht so schlimm und kann eine vorübergehende Phase sein. Die Hürde so etwas umzusetzen ist eine sehr hohe und die reinen Gedanken rechtfertigen noch keinen Arztbesuch.

see23

Re: Wie gefährlich sind selbstmordgedanken und wann sollte man einen Arzt/ ein Krankenhaus aufsuchen?

Beitragvon see23 » So 26. Nov 2017, 19:58

Hi,

das kommt wirklich drauf an und ist relativ.
Wenn man sie ständig hat, ist das schon ein Warnzeichen ... aber dann kommt es auch drauf an für wie lange man sie ständig hat.

Seit wann sind sie denn ständig da?

Wenn die Gedanken nicht übergehen in so einen gewissen Impuls, wie: gleich kommt wieder der ice und ich bräuchte nur einen Schritt zu machen, würde ich erstmal einen Psychologen aufsuchen oder die Telefonseelsorge anrufen. Wenn es weiterführende Gedanken sind, vielleicht doch bei der Krisenintervention / Psychiatrie vorbeischauen.

Aber du sagst ja selbst, die Hürde zum Versuch ist noch sehr hoch ... dann empfehle ich eine psychologische Beratung, wenn sie nicht von allein verschwinden. Und es stimmt, oft sind es vorübergehende Phasen.

Mondenkind

Re: Wie gefährlich sind selbstmordgedanken und wann sollte man einen Arzt/ ein Krankenhaus aufsuchen?

Beitragvon Mondenkind » So 26. Nov 2017, 22:38

manchmal kann der Gedanke daran heilsam sein. liest sich jetzt blöd, aber er hilft mir den Tag zu überstehen nach dem Motto: wenn alles schief geht, kann ich mich ja immer noch umbringen. schwierig wirds, wenn man anfängt zu planen.

burger

Re: Wie gefährlich sind selbstmordgedanken und wann sollte man einen Arzt/ ein Krankenhaus aufsuchen?

Beitragvon burger » So 10. Dez 2017, 22:41

Danke für eure Antworten.
Die Gedanken sind schon ca. 4-5 Jahre da, anfangs nicht so schlimm, damals war ich noch ***, dachte ich könnte mein *** noch beenden. Nach der erkrankung, bei der ich manchmal dachte, es wäre nicht schlimm wenn es jetzt vorbei wäre, würde es schlimmer da das *** dadurch immer weiter wegrückte und ich nun garkeine Bezugspunkte mehr dazu habe und sicher auch keinen Abschluss mehr machen werde.

Es wird nicht besser. Jeden Tag die Qual zur Arbeit zu gehen, zu einem Job als arbeiter, sich zu fühlen nicht dazu zu gehören zu der Firma. (Nicht das ihr denkt ich plane meinen Suizid zum Jahresende oder so)
Bin ich der einzige der sich an Gesetze hält, der nie über rot fährt und solch Sachen. Der einzige der niemanden ausnutzt, sich immer korrekt und ordentlich verhällt.

Mit nun ** noch immer Single, keine Frau, keine Kinder, nur eine Beziehung gehabt die gerade mal 3 Monate gehalten hat. Ich bin mir nicht mal sicher ob ich das ändern möchte um dann meine Partnerin mit meinen Problemen zu belasten.
Den Kontakt zu Freunden habe ich schon lange abgebrochen, bei den Krankenhausaufenthalten bei der erkrankung hat mich niemand besucht. Es bleiben mir nurnoch bekannte die ich treffe(möchte nicht weiter darauf eingehen da dies meine Identität verraten würde)
Ans Telefon gehe ich im Moment nichtmal wenn meine Eltern anrufen. Keine Lust mit Ihnen zu reden. Die Frage ob ich Weihnachten in die Heimat fahre würde ich nicht positiv beantworten.

Habe ich die Kraft nochmal neu anzufangen, umzuziehen einen neuen Job zu finden, neue Freunde.. ich weiß es nicht, nunja morgen muss ich arbeiten und da ich gewissenhaft bin werde ich hingehen auch wenn es mich quält.

Ich denke ich werde mal einen Arzt aufsuchen, muss jetzt ja arbeiten und möchte nicht krankgeschrieben werden. Habe eh keine Ahnung im Moment ob ich erst zum Hausarzt muss um eine Überweisung zu holen. Denke es wird nicht leicht jemanden meine Probleme offen zu legen. Habe auch irgendwie noch Angst davor die Kontrolle zu verlieren und gegen meinen Willen mit Medikamenten und oder zwangseinweisung konfrontiert zu werden.






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