Meine Kraft geht zu neige

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Luciifer

Meine Kraft geht zu neige

Beitragvon Luciifer » Sa 2. Dez 2017, 13:23

Hallo

Ich bin neu hier und bin eigentlich auch nicht der Mensch der gerne über sich und seine Probleme redet, doch ich weiß nicht mehr weiter.
Mein kraft zu kämpfen geht langsam mal wieder zu neige.
Mir wurde mal gesagt das Reden mit anderen da helfen soll, darum hab ich mir mal gedacht ich schreibe es hier mal.

Weiß gar nicht wo ich da genau anfangen soll, da ich seit meinem 11 Lebensjahr am kämpfen bin.Seit dem ich 18 war frage ich mich immer wieder was der Sinn des Lebens ist und finde diese Antwort einfach nicht.Nun bin ich 41 und die Frage ist immer noch da, und der Wunsch nicht mehr auf dieser Welt zu sein wird wieder immer stärker.
Nur Kurzfassung :
Mit 11 habe ich meinen besten Freund verloren ist in meinen Armen gestorben.
Mit 18 erst die große Liebe dann meine Großeltern die für mich meine Eltern waren,habe da seit meinem 5 Lebensjahr gelebt.( Erster Suizid versuch)
Habe mich dann 2 Jahre später wieder aufgerappelt und mein Leben versucht zu verbessern.Hab meine eigenen Betrieb gegründet und war ca. 5 Jahre sehr erfolgreich.Neue Liebe und Beruflich war sehr gut.
Dann kam es wieder.
Meine damaligen Freundin macht nach Ihrem Urlaub Schluss mit mir und kam auch nicht wieder nach Deutschland. Ne im gegenteil hat sich mit den Firmengeldern abgesetzt und ich war pleite wie ne Kirchenmaus.Es dauerte wieder ca. 2 Jahre bis ich mir gesagt hatte so kann es nicht weiter gehen und bin wieder von vorne angefangen.Hab alles im Angriff genommen um Schuldenfrei zu werden und um wieder ins Leben zurück zu kommen.

Mit 27 habe ich dann auch wieder ein Frau kennen und Lieben gelernt.Tja ging dann davon aus nun wird alles besser.
Wir haben geheiratet und 3 Kinder bekommen. Mit ihren 2 Kindern die sie in die Ehe gebracht hat hatten wir 5 super tolle Kids.
Nach vielen auf und ab und auch weiteren Schicksalsschlägen kam was kommen musste.
Nach 8 Jahren Ehe hat sie mir dann mitgeteilt das Sie einen anderen Mann kennengelernt hat der mehr zuhause wäre und der mehr für Sie da ist.
Ich war und bin es immer noch viel bis zuviel am Arbeiten und immer für andere da, sage selten nein wenn jemand Hilfe braucht.
Das wollte sie nicht mehr, denke da kann man beide Seiten verstehen. Ich war viel arbeiten damit wir genug Geld zusammen bekommen damit wir uns auch mal was leisten konnten sowie auch Ausflüge mit den Kids machen können.
Konnte dadurch aber eben nicht an Elternabenden oder auch manch anderen dingen Teilnehmen. Naja war immer mal ein Streitthema bei uns.
Doch hatten wir uns immer wieder zusammengerauft und ich hätte nie gedacht das wir uns jemals trennen würden.
Ich wollte und konnte sie damals nicht aufgeben und hab 2 Jahre um Sie gekämpft, doch nach dem sie dann das dritte mal mit mir Schluss gemacht hat, hab ich aufgegeben und eingesehen das es ein Aussichtsloser Kampf ist.
Nun bin ich fast 3 Jahre wieder allein am kämpfen.
Sie war, denke ich, so sauer das Sie versucht hat mir die Kinder wegzunehmen.Hat viele Lügen über mich verbreitet, was wirklich nicht sehr schön war.
Leider bin ich mal wieder durch die Scheidung zu eine menge Schulden gekommen, da Sie nichts mehr bezahlt hat was auf meinem Namen für das Haus lief.
Muss selber aber auch sagen ich war in einem sehr großen tief durch die Trennung, und dem was dabei alles raus kam gefallen.
Meine Ex-Frau hatte mich schon knapp 4 Jahre lang mit anderen Männern betrogen, das schlimmste daran war das es Freunde und sogar mein Bruder waren.( 2 Suizid, nur noch am Leben weil mich Spaziergänger gefunden haben)
Ok nun sind wir in diesem Jahr was ich endlich wieder positiv beginnen wollte.Ich wollte kämpfen wegen meinen Kindern.
Doch im Januar bin ich dann bei der Arbeit mehr oder weniger zusammen gebrochen. War Küchenmonteur.
Beim beladen unseres Fahrzeuges hatte ich einen schmerz im Rücken verspürt und dann war nichts mehr mit bewegen.
Raus gekommen ist 5 Bandscheibenvorfälle über die komplette Wirbelsäule und den Beruf an den Nagel hängen. Klasse hab ich mir gedacht das Jahr fängt ja wieder gut an.
Na gut egal du packst es hatte ich mir gesagt. Also Schulden in Angriff genommen und eine Umschulung gemacht.
Bis vor einem Monat habe ich echt gedacht es geht langsam Bergauf, doch nun kommen wieder die nächsten Rückschläge.
Eine Rechnung nach der anderen kommen ins Haus wo eigentlich keine her kommen sollten. Ich weiß nicht wie ich die bezahlen soll und weiß auch einfach keinen Ausweg mehr wie ich das ganze aufhalten soll oder kann.

Ich bin doch immer und immer wieder am tun und machen, doch komm nie wirklich für lange mit dem Ars.. an die Wand.

Darum Frage ich mich mal wieder, wo ist der Sinn des Lebens.
Noch kämpfe ich dagegen an doch ich weiß nicht wie lange ich es noch schaffe meine Kinder in den Vordergrund zu stellen.
Meine Kraft ist im Grunde am Ende. WIe soll kann ich das ganze noch verarbeiten, verkraften?
Wieviel kann ich noch verkraften ?

Gruß

Mondenkind

Re: Meine Kraft geht zu neige

Beitragvon Mondenkind » Sa 2. Dez 2017, 14:37

Ich finde, du hast viel geschafft. Das was dir passiert ist, daran bist du nicht Schuld. Du hast kinder, das gibt einem den Sinn. Aber es ist auch fatal danach zu suchen. vielleicht kommt was neues Schönes. Liebe kommmt und geht, man muss nur mit sich zurechtkommen.
lg

grumpf

Re: Meine Kraft geht zu neige

Beitragvon grumpf » So 3. Dez 2017, 13:36

Ja, du hast viel Pech vor allem mit den Frauen gehabt. Doch hast du bisher angenommen, der Sinn des Lebens bestünde darin, eine glückliche Familie bis zum 'Ende' zu haben?! Den Sinn gibst du deinem Leben selbst - es hängt von deinen Erwartungen ab.

Wogegen kämpfst du an?

Vielleicht solltest du das "immer wieder am tun und machen" mal sein lassen und das Leben nehmen, wie es kommt ... fließen lassen und entspannen.

Luciifer

Re: Meine Kraft geht zu neige

Beitragvon Luciifer » So 3. Dez 2017, 20:44

Habe versucht das Leben so zu nehmen wie es kommt.Muss aber sagen das klappt nicht wirklich gut bin da wohl ein zu emotionaler mensch und mir geht das dann immer an die Nieren.

Nein habe es nicht so gesehen das der Sinn das Lebens eine glückliche Familie ist. Doch war es immer mein Ziel glücklich mit Frau und Kinder durch Leben zu gehen.
Erwartungen habe ich schon lange nicht mehr, muss ich zu geben.Es wäre einfach nur schön normal Leben zu können.
Natürlich ist das Leben nicht einfach und man muss immer um was kämpfen oder so.
Aber wenn man gar keine ruhe mehr bekommt, wie soll man das schaffen.
Habe in einem halben Jahr nun die 2000€ Schulden meiner Ex-Frau wegbekommen durch harte und viel Arbeit.Für mich gebe ich so gut wie kein Geld mehr aus.
Und nun kommen da zwei Rechnungen die nicht sein dürften weil alles ganz anders laufen sollte und man hat wieder 1500€ Schulden oben drauf.
Und das ganze soll man mit einem Selbsbehalt von 970€ stemmen.

Ich merke jetzt das ich 2 Gesichter habe.
Das eine ist das meinen Kinder und der öffentlichkeit gegen über und das zweite wenn ich allein bin.
Ich breche immer wieder zusammen weil ich einfach nicht weiß wie es alles weiter gehen soll kann wird.

Nein eine neue Frau denke ich wird es nicht geben
a) so kaputt wie ich bin kann ich das keiner Frau antun
b)wer nimmt so einen Kerl

Tja und was das tun und machen angeht, so bin ich, kann halt nicht nein bei Freunden sagen.
Hab es versucht und versucht mehr an mich zu denken, kam ich gar nicht klar mit.

Xtina

Re: Meine Kraft geht zu neige

Beitragvon Xtina » So 3. Dez 2017, 21:10

Hallo, ich muss sagen, dass es mir sehr leid tut, wie es Dir geht. Ich bin 48 J. weiblich und mir geht es gerade ähnlich. Ich will gar nicht beschreiben, was vorher alles war. Aber Schulden im Allgemeinen, wenn man nicht ein und nicht aus weiß, sind glaube ich ein großes Problem, weil die Gesellschaft so kapitalistisch geworden ist. Du bist nur was, wenn Du was hast. Haus, Auto, Segelboot, so in der Art. Bei mir geht es auch um Schulden, ich muss deshalb ein Haus verkaufen und dieser Schritt ist so schwierig, weil meine Mutter das Haus bewohnt, aber nie Miete gezahlt hat. Sie hat unendlich viele Sachen und will nicht weg. Sie ist erst 66, und plötzlich ist sie sehr alt und krank. Sie soll erstmal zu meiner Oma ziehen, dort räume ich gerade zwei Zimmer. Lange Rede kurzer Sinn, das schlechte Gewissen meiner Familie gegenüber macht mich so krank, dass ich eben auch keinen Lebenssinn mehr habe. Außerdem habe ich angst vor dem älterwerden und vor Armut im Alter. Man muss sagen, dass ich schon Rente bekomme wegen einer schweren zurück liegenden Krebserkrankung. Ich muss jetzt also hier alles regeln und es wächst mir über den Kopf. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich das Haus räumen soll und wohin mit den Sachen. Hier liegen Sachen meiner Tochter (auch erwachsen, schon 26 J.), meiner Mutter und von mir. Meins krieg ich geregelt, aber von allen anderen eben nicht. Morgen kommt noch ein Gutachter, weil das Dach angeblich im A... ist. Ich muss das Haus dann auch noch günstiger abgeben und kann meine gesamten Schulden nicht decken, aber schon fast alles. Letztlich finde ich auch, dass es sehr schwierig ist, wenn man in finanzieller Schieflage ist. Ich kann das alles verstehen. Aber es muss einen Ausweg geben. Den suche ich allerdings selbst auch gerade, ich habe mich beim sozialpsychiatrischen Dienst angemeldet, weil ich in so einer Krise bin. Soetwas gibt es sicher bei Dir auch in der GEminde. Mal googeln. Sozialpsychiatrischer Dienst und Deinen wohnort. Dort sagen, wie schlecht es Dir geht, dass Du eine Lebenskrise hast und Selbstmordgedanken. Ich habe dort jetzt am kommenden Dienstag meinen Termin. Werde gern berichten. Alles Gute und lass den Kopf nicht hängen, XTina

Luciifer

Re: Meine Kraft geht zu neige

Beitragvon Luciifer » Mo 4. Dez 2017, 08:31

Hallo Tina
Das tut mir wirklich sehr leid für dich
Ja die Gesellschaft ist schlimm geworden.
Ich suche immer und immer wieder Ausreden wenn Freunde mit mir was unternehmen wollen. sie wissen zwar das ich durch die Unterhaltszahlungen wenig Geld habe aber nicht wie hart oder schlimm es wirklich ist.
Was den psychologischen Dienst angeht da war ich 3 Jahre doch meine Krankenkasse hat die Zusammenarbeit mit ihnen letztes Jahr beendet somit bin ich da raus gefallen.
Ich bin aber noch bei einem Psychologen in Behandlung doch helfen tut es momentan echt nicht mehr.
Ich denke es gibt Wege aus den Schulden aber ich Frage mich zurzeit lohnt es sich noch.bringt das ganze überhaupt noch was.
Ich gehe 60 bis 70 Std in der Woche arbeiten und habe trotzdem kein Geld.
Ich weiß da wirklich einfach nicht mehr weiter.
LG

Luciifer

Re: Meine Kraft geht zu neige

Beitragvon Luciifer » Sa 9. Dez 2017, 00:11

Es ist echt schade ich dachte ich bin stark genug um komm über alles hinweg.....
Doch das erste mal seit 3 Jahren bin ich wieder rückfällig geworden und hab wieder geritzt.

Jedesmal danach frag ich mich was bringt der Sch..ß....






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