Suizid: Letzter Ausweg?

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Ceruleanribbon

Suizid: Letzter Ausweg?

Beitragvon Ceruleanribbon » 14.11.2018, 15:53

Hallo,
Ich bin neu hier und ich weiß ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll... ich trage diese Dinge schon eine ganze Weile mit mir rum und ich weiß nicht mal ob es eine gute Idee ist, aber irgendwie muss das aus mir raus denn ich habe Angst. Angst vor mir selbst und das ich es wirklich tue. Ich bin jetzt 31 und ich fühle oder habe das Gefühl das es bald zu Ende ist. Ich war nie sonderlich lebensfroh für mich selbst, ich hatte schon immer Probleme mich mit mir zu identifizieren. Ich fühle mich als ob ich mir einrede dass es morgen besser wird und mein Leben eigentlich gar nicht so schlecht ist. Aber wenn ich nach Hause komme und ich bin alleine, dann kommen diese Gedanken. Diese Gedanken das es eben nicht besser wird. Ich schneide meine Arme, ich trinke in letzter Zeit immer mehr mittlerweile jeden Abend, ich weine. Und letzte Woche, also ich war im Urlaub ( Ausland) allein und ich bin gestern Abend zurückgekommen. Also jedenfalls letzte Woche war ich dann schlussendlich so richtig angetrunken und ich war drauf und dran mir Medikamente einzuwerfen. Viele. Ich weiß nicht mehr was mich davon abhielt wahrscheinlich Hoffnung das es doch besser wird.. ich weiß es nicht.. doch diese Gedanken kommen immer wieder und ich weiß nicht was ich tun soll. Ich war während meiner Ausbildung mal in Therapie wegen Selbstzerstörerischen Verhalten was mir damals meine Ausbilder angeraten haben aber ich hab das dann abgebrochen weil ich keinen Sinn darin sah. Ich hab mir selbst gesagt, dass ich stark bin, dass ich mir das einbilde, dass ich nur nach Aufmerksamkeit suche. Es ging alles gut bis vor etwa 2 Jahren. Ich regte mich bei der Arbeit so sehr auf das dieser Druck in mir, diese Wut. Das ließ nicht lange auf sich warten und ich musste diesen Druck abbauen, irgendwie also ging ich wieder an mich zu Ritzen. Zuerst unregelmäßig, seit etwa 6 Monaten fast täglich, ich faste exzessiv, habe aber immer wieder fressattacken, trinke vor allem abends um schlafen zu können. Ich tue es sogar mittlerweile auf der Arbeit wenn der Druck manchmal zu groß ist. Ich weiß dass das niemand so wirklich ernst nimmt. Im verstecken bin ich ziemlich gut und ich sage immer mal wieder sehr scherzhaft zu meinen Kollegen dass ich ja nicht weiß ob ich nicht vielleicht morgen überfahren werde und das nimmt eigentlich jeder so auf als ob ich spinne oder sie lachen. Ich weiß nicht wie lange dasnoch gut geht. Eine Therapie werde Ich nicht machen. Mich hat bisher niemand ernst genommen also wieso jetzt. Ich war solange ich mich erinnere allein, keine Beziehung, immer nur Freunde wenn ich gebraucht werde, keine Liebesbeziehung, immer nur Arbeit, das scheint das einzige zu sein was ich kann. Eigentlich will mich keiner, also warum sollte ich weiter machen. Warum sollte ich mich wollen? Aber ich habe auch Angst zu sterben... entschuldigt den langen Post.. vielen Dank wer es liest. Es tut mir leid. Aber wann hört es endlich auf?
Liebe Grüße Jennifer

Chris

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Chris » 15.11.2018, 08:37

Hallo,
ein Ausweg wäre doch eine Therapie; warum willst du denn keine machen?

Cerruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Cerruleanribbon » 15.11.2018, 09:48

Hallo,
Also wie ich schon sagte, ich hatte während meiner Ausbildung eine begonnen. Zuerst Psychiater der mich auf Fluoxetin setzte und dann Psychotherapie. Das ganze ging etwa 7 Monate. Der Psychiater sagte mir damals dass es wirklich erstaunlich sei, aber das Problem dass ich mit Mitmenschen nicht klar käme läge tatsächlich nur an mir selbst ( ich war damals eine sehr emotionale und wütende Person aber auch sehr zurückgezogen). Meine Ausbilderin zu der Zeit bemerkte die Narben und frische Schnitte an meinem Arm und sagte mir dass ich, dass ich mir doch Hilfe suchen sollte weil ich „ einen an der Kanzel hätte“. Und das hätte in unseren Beruf nichts zu suchen. Ich ging dann wie gesagt zu einer einzel Therapie 2x pro Woche und was soll ich sagen.. meine Familie hielt davon mal gar nichts ( sie meinten ich würde mir das einbilden, ich solle mir ein Hobby suchen), in der Arbeit war ich nur noch die Durchgeknallte der man nichts zutrauen kann, und die Psychologin, sie war nett, keine Frage, aber eigentlich hat sie mir mit jedem Mal als ich versuchte mich verständlich zu machen, z.b das ich keine Beziehung eingehe weil ich irgendwie auch Angst habe das man mich nicht akzeptiert sobald ich ich bin und ich auch etwas Angst vor Männern hab ( mein Vater und Stiefvater waren physisch und psychisch gewalttätig) sagte sie nur ob ich nicht schon mal daran gedacht, dass ich vielleicht lesbisch bin und deswegen keine Beziehung zu einem Mann eingehe.
Ich lernte damals dann wenn ich nicht ich bin und mich um andere kümmere werde ich akzeptiert. Das tat ich dann, schob konsequent alle Gedanken an mich zur Seite. Erzählte mir selbst dass ich halt nicht dafür gemacht bin für Hilfe sondern um zu helfen, nicht gemacht bin um geliebt zu werden sondern im Stillen zu lieben, Kinder oder Familie kann ich nicht- es würde irgendwann rauskommen dass ich und dann verlassen sie mich, wie immer. Letztendlich redete ich mir immer ein dass ich nur neidisch bin auf die anderen die Liebe, Familie und so haben. Dass hat ganz gut geklappt bis eben ich mich verliebt habe, dieser Typ nichts von mir weiß, meine jüngeren Geschwister Kinder bekamen und heirateten und ich verdammt oft zu hören bekam dass ich meinen Lebenszweck erfüllen muss ( Vermehrung) und das es eben an mir liegt dass mich kein Mann will, weil ich schwierig bin. Ich baute mir eine Karriere auf, verdiene viel, habe mir den Platz mit 45 Stunden pro Woche hart erarbeitet, kümmere mich um alles und jeden der meinen Weg kreuzt. Dann vor etwa 2 Jahren kam eine Frau in unser Kollegium der das nicht gefallen hat wie ich die Praxis „beherrsche“ , stellte mich als sensibel und über emotional und Unprofessionel hin. Seither geht es auch immer mehr mit der Arbeit abwärts und ich schaffte es zwar auch in ihre Gunsten zu kommen, indem ich kleinbei gab aber dann kam diese Wut und ich kann nicht mehr damit umgehen. Um ehrlich zu sein habe ich mir einen Plan gemacht, ich habe mir nunmehr eine Frist gesetzt. Was ist nur falsch an mir?

Moonchild

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Moonchild » 15.11.2018, 10:01

Hey Jennifer,

keiner kann dir sagen wann oder ob es aufhört. Aber ich nehme dich ernst....vieles von dem was du schreibst kenne ich nur zu gut.

Du solltest aber wirklich ernsthaft darüber nachdenken es nochmal mit einer Therapie, evt auch stationär, zu versuchen. Es gibt keine Garantie dafür das es dir hilft, aber ich denke es wäre einen Versuch wert.

Auf jeden Fall hättest du dann jemanden dem du in sicherem Rahmen alles erzählen kannst und der dich ernst nimmt. Oft hilft es sich alles einfach mal von der Seele zu reden, bei jemanden der Schweigepflicht hat.

Du sagst das du schon Probleme damit hättest dich mit für zu identifizieren.....magst du das näher erklären?

Lg

Ceruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Ceruleanribbon » 15.11.2018, 10:48

Vielen Dank moonchild für Deine Antwort. Ich denke nicht dass mich jemand ernst nehmen könnte. Tu ich ja selbst nicht mehr. Ich habe das Gefühl dass ich zu viele Abzweigungen in meinem Leben falsch genommen hab und das ich an meiner Situation eigentlich selbst schuld bin. Ich hab mein Leben selbst versaut und das mit der Identifikation ist so dass ich wie gesagt schon irgendwann verstanden hab dass ich so wie ich innerlich bin dass das nicht richtig ist. Das ich nicht genug bin. Mittlerweile hab ich so oft nach dem Willen anderer gehandelt dass ich mich manchmal frage wer ich bin. Bin ich immer noch ein kleines Mädchen, bin ich innerlich in der Vergangenheit stecken geblieben, bin ich wirklich schon so alt?
Es gibt viele Adjektive für mich.. zu sensibel, überemotinal, zu anstrengend, zu aufbrausend, zu klug, zu arrogant, zu schwierig.
Ich habe mal gelesen dass die Vergangenheit, das Präsenz und die Zukunft ein und dasselbe ist. Alles sei im Fluss/ Kreis und das Universum gäbe einem den Ausgleich für die eigene Attitüde. Umgesetzt hieße dass das sich nichts ändert. Das ich versagt habe in meinem Lebenszweck. Ich frage mich manchmal ob sowas vorbestimmt ist?! Dann gäbe es jetzt nur noch die Möglichkeit einen Reset Knopf zu drücken. Aber dann stellt sich wiederum die Frage, wenn alles vorbestimmt ist, was kommt noch für mich? Doch wenn nicht, also wenn ich alles selbst bestimme, dann bin ich echt gründlich bescheuert es nicht zu tun. Weil ich Leben echt nicht auf die Reihe kriege

Klaro

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Klaro » 15.11.2018, 14:48

Versuch mal Kreativität. Hinterlass Zeichnungen und Malereien. Den ganzen Druck kannst du ganz bestimmt zum explodieren bringen. Wenn die Dinge beherschen kannst, dann lass doch das Chaos zu. Das geordnete Leben tut dir nicht. Du gehörst nicht zu der dummen Masse und brauchst dich nicht anzupassen. Du hast genug Kraft um ein Aussteigerleben zu führen. Es geht noch viel tiefer als du denkst. Wirf dich rein und ab und zu lachst du laut. Diese heilige Überzeugung, dass alles egal ist. Willst du überhaupt, das alles gut ist? Bitte versteh mich nicht falsch. Du bist eine Macherin und ich glaube nichtstun ist nicht deine Sache. Deswegen schau mal nach unten.

Ceruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Ceruleanribbon » 15.11.2018, 17:05

Danke für die liebe Nachricht.. ja ich will dass es gut wird, ich will wieder hoffen können oder dürfen. Ich will mir nicht ständig sorgen machen müssen. Versteh mich nicht falsch ich weiß im Leben geht es auf und ab und sorgen gehören dazu, aber ich ertrage nicht nur meine Sorgen sondern alle die sich mir anvertrauen. Und das tun lustigerweise sehr viele. Ich muss immer alle verstehen und auf Ihre Bedürfnisse eingehen und ich brauche Hilfe, doch alles was ich bekomme sind abfuhren. Die Leute um mich herum sehen mich als starke Kämpferin und ich fühle mich einfach nur noch schwach und müde. Alles was ich wollte war oder ist das es wirklich irgendwann bergauf geht. Ich spreche hier von mm nicht von ab auf die Bergspitze. Das mit der Kreativität tue ich bereits- ich schreibe. Ich bin eine Macherin.. ich gehöre nicht zur dummen Masse.. was bringt mir das wenn ich nicht auch mal akzeptiert und geliebt werde? Tut mir leid, dass hört sich jetzt wohl mitleidig an. Aber ich will aufhören damit, ich will irgendwie leben, ich will nicht mehr allein sein...

sabrina1001

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon sabrina1001 » 15.11.2018, 17:09

ach Jennifer,
jetzt habe ich mich für eine kurze RM und gegen die Pünktlichkeit zu meinem Termin entschieden, aber mir bist du gerade wichtiger!
Mittlerweile hab ich so oft nach dem Willen anderer gehandelt dass ich mich manchmal frage wer ich bin. Bin ich immer noch ein kleines Mädchen, bin ich innerlich in der Vergangenheit stecken geblieben, bin ich wirklich schon so alt?
Es gibt viele Adjektive für mich.. zu sensibel, überemotinal, zu anstrengend, zu aufbrausend, zu klug, zu arrogant, zu schwierig.
Ich habe mal gelesen dass die Vergangenheit, das Präsenz und die Zukunft ein und dasselbe ist. Alles sei im Fluss/ Kreis und das Universum gäbe einem den Ausgleich für die eigene Attitüde. Umgesetzt hieße dass das sich nichts ändert. Das ich versagt habe in meinem Lebenszweck. Ich frage mich manchmal ob sowas vorbestimmt ist?! Dann gäbe es jetzt nur noch die Möglichkeit einen Reset Knopf zu drücken. Aber dann stellt sich wiederum die Frage, wenn alles vorbestimmt ist, was kommt noch für mich? Doch wenn nicht, also wenn ich alles selbst bestimme, dann bin ich echt gründlich bescheuert es nicht zu tun. Weil ich Leben echt nicht auf die Reihe kriege
!Doch wenn nicht, also wenn ich alles selbst bestimme, dann bin ich echt gründlich bescheuert es nicht zu tun.!

wie arg, das ist dein Schlüsselsatz.
Nur geht es hierbei nicht ums Sterben, es geht um dein irdisches - dein jetziges Leben, das du sehr wohl auf deine Reihe bekommst, weil es deine Gedanken sind, die sich gerade ändern, du musst "nur" alte Muster verlassen, um zu sehen auf welchem Weg du bist!

Ich möchte dir gerne noch einiges sagen und werde mich nochmals melden!

Ceruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Ceruleanribbon » 15.11.2018, 18:14

Also echt sch—— Leute.... ihr bringt mich grade echt zum Heulen... ich weiß nicht was ich sagen soll... ich hatte noch nie soviel Zuspruch und ich hatte das auch nicht erwartet und ich... Danke...

sabrina1001

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon sabrina1001 » 15.11.2018, 22:03

Hey Du, bin wieder zuhause,
erst mal – willkommen im Club der Hochsensiblen! Du bist hier sicherlich nicht alleine. Ich weiß nicht ob dir bewußt ist welch Gabe du hier durch deine Feinfühligkeit bekommen hast.
„Es gibt viele Adjektive für mich.. zu sensibel, überemotinal, zu anstrengend, zu aufbrausend, zu klug, zu arrogant, zu schwierig. „
Ja genau, alles etwas feiner, alles etwas stärker, alles ein Zeichen, wie stark du mit dieser Welt und ihrem Wesen verbunden bist, dass du so fühlen kannst. Weißt du eigentlich was du alles mit deinen Fähigkeiten bewirken kannst?
„Ich habe das Gefühl dass ich zu viele Abzweigungen in meinem Leben falsch genommen hab und das ich an meiner Situation eigentlich selbst schuld bin.“
Ohne dich nun verletzen werde ich dir jetzt sagen, ja, du hast Recht.
Du bist verantwortlich für dich, somit ist es deine Aufgabe deine Situation zu gestalten. Du schreibst an anderer Stelle, dass du willst, dass alles gut wird. Daher meine ich mit meiner Aussage, dass du kein Leid willst, Schuld setzt vorsätzliches Handeln voraus. Also hast du keine Schuld an deiner erlittenden Situation, trotzdem - verantwortlich bist du dennoch! Das Gute aber ist, dass du somit keinem ausgeliefert bist und du bist auf einem sehr stabilen Weg der Veränderung, du kannst deine Leben selber umgestalten.
„Ich hab mein Leben selbst versaut und das mit der Identifikation ist so dass ich wie gesagt schon irgendwann verstanden hab dass ich so wie ich innerlich bin dass das nicht richtig ist. „
Hast du mal darüber nachgedacht was Gut und was Schlecht ist?. Eines ist es allemal – subjektiv. Wenn du sagst du hast dein Leben versaut, dann ist das (für dich) so. Wenn du annimmst, dass du viel Leid auf deinem Weg erfahren hast, dann ist das so (für dich). Wenn du siehst, dass dein bisheriges Leben die Grundlage eines nun beginnend glücklichen Lebens ist, dann ist das (für dich) so.
Und wer beurteilt nun, ob du richtig oder falsch bist (gemessen an wem oder was?)
Sorry, dass ich hier über mein philosophisches Reden kurz mal bemerken möchte – du scheinst mir (für mich) ziemlich richtig zu sein!
„Das ich nicht genug bin.“
Genug für was ? – du hast anscheinend hohe Ansprüche, ändere sie wenn du darunter leidest oder leide gerne.
„Ich will mir nicht ständig sorgen machen müssen.“
Dann lass es!
„ Versteh mich nicht falsch ich weiß im Leben geht es auf und ab und sorgen gehören dazu, „
Nein, das entscheidest du. Sorgen können dich weiter prägen, aber ob du sie zuläßt ist genauso deine Entscheidung wie wütend, angstvoll oder auch glücklich zu sein. Es sind deine Gefühle, die auf deine Entscheidung basieren, wie du dein eigenes Leben gestaltest! Aber hey, ja es gibt durchaus für jeden gut oder schlecht empfundene Tage!
„aber ich ertrage nicht nur meine Sorgen sondern alle die sich mir anvertrauen. Und das tun lustigerweise sehr viele. „
Gut für dich, du fühlst dich gebraucht. Wirst du auch. Schön, dass du dich kümmerst, du kannst das sicherlich sehr gut mit deiner Empfindsamkeit!
Doch hast du dir so recht überlegt Sorgen zu ertragen? Sorgen finde ich nun nicht besonders wertvoll und daher trage ich persönlich ungern Sorgen durch die Welt. Haben Sorgen nicht Ursachen, die du lieber angehen solltest? Und die von anderen an dich herangetragenen Sorgen, die du nicht lösen kannst (sind ja nicht deine Sorgen) trägst du auch noch mit dir huckepack. Recht es nicht, dass die anderen ihre Sorgen in der Gegend rumtragen?
„Ich muss immer alle verstehen und auf Ihre Bedürfnisse eingehen und ich brauche Hilfe, doch alles was ich bekomme sind abfuhren. „
Hier hast du eine für mich nicht nachvollziehbare Denkweise, du kannst vielen helfen, willst das aber nicht und zwingst dich dazu? So richtig? Wozu?
Und welche Hilfe erwartest du?
Schau mal, ein guter Freund sagt mal – Wenn jeder sich um sich selber kümmert, dann ist allen geholfen.
Denkanstöße wie hier auf dem Forum, ja die sind prima, dein Leben aber gestalten, das ist nur dein Recht, dein Sein!
„Die Leute um mich herum sehen mich als starke Kämpferin und ich fühle mich einfach nur noch schwach und müde.“
Warum vermittelst du ihnen solch ein Bild von dir?
„Alles was ich wollte war oder ist das es wirklich irgendwann bergauf geht.“
Na das geht es ja bereits, schau mal deine Tränen an, das ist der Abschied vom hilflosen Wesen zur gestaltenden Persönlichkeit.
„was bringt mir das wenn ich nicht auch mal akzeptiert und geliebt werde? Tut mir leid, dass hört sich jetzt wohl mitleidig an. Aber ich will aufhören damit, ich will irgendwie leben, ich will nicht mehr allein sein...“
Ja, du bist einsam. Das schmerzt sehr, auch mich, weil ich mitfühle, traurig.
Aber ich bin sehr froh, dass du eine Zielrichtung hast. Du willst leben! Und zu Leben gehört weit mehr als zu vegetieren.
Erst mal, kann es sein, dass du Einsamkeit spürst, obgleich Menschen da sind, denen du wichtig bist. Schon allein hier auf dem Forum bist du nicht ungehört geblieben. Familie? Freunde? Was ist mit der Bäckersfrau neben an. Und klar, nun wieder das Wichtigste, was ist mit dir?
Alleinsein kann sehr nett sein, ich denke dein Konflikt ist die Einsamkeit. Das kenne ich. Das kennen viel zu viele Menschen hier auf Erden. Jenny, es gibt eine Verbindung zwischen den Menschen, das weißt du, ich kann es aus dienen Worten lesen. Das Bild der Einsamkeit ist wiederum ein Gefühl, das in dir, vielleicht durch dein Erlebtes aufgebaut, sitzt.
Ich möchte dir vorschlagen, dass du dich mal auf dem Forum umschaust. Du bist kein Dummmerchen, deine Fragen an das Forum, an die Welt und an dich sind tiefgehend.
Ich habe selber zwei Fragen im Forum gestellt und sehr viele Antworten gefunden. Gerne lade ich dich ein meine weiter unten und auf der vorigen Seite erhaltenden Antworten zu lesen
Und wenn du magst melde dich wieder, ich begleite dich gerne eins Stück,
dir alles Gute
Sabrina

unsichtbar

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon unsichtbar » 16.11.2018, 01:51

Ich spreche aus eigenen Erfahrungen.
Therapie bringt gar nichts.
Dein Leben ist so wertvoll !!
Laut Deinen Briefen lese ich herraus das Du eine kreativität hast von der Du nichts weist.
Wie Klaro schon sagte. MALE oder SINGE ! Versuch auch Deine Wut in Wald rauszuschrein.
Verzweifle NICHT-DU hast mehr in Dein Inneren ich- HOLE es herraus!!!

Ceruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Ceruleanribbon » 16.11.2018, 10:19

Hallo Sabrina, hallo unsichtbar, oder guten Morgen,
Erst mal vielen lieben Dank für eure, wie soll ich sagen, unglaublichen Zeilen. Ich weiß wie gesagt nicht wie ich mich fühlen soll aber, ohne theatralisch zu wirken haben mir eure Zeilen ein kleines Lächeln entlockt, tun sie noch. Nun will ich dazu äußern, es ist grade ein bisschen viel für mich aber ich versuche es jetzt einfach...

@Sabrina: „willkommen im Club der Hochsensiblen!“

- Davon habe ich zugeben schon gehört, also nicht im Bezug auf mich, aber halt gelesen. Das was ich fühle macht mich dazu? Kann man das abschalten?? ( Scherz am Rande) also um das genauer zu verstehen (für mich) möchte ich noch etwas von weiter unten, was du gefragt hast, beantworten und vielleicht kannst du mir sagen ob das miteinander irgendwie zu tun hat...wenn irgendwas einen Sinn ergibt, hoffe ich...

„aber ich ertrage nicht nur meine Sorgen sondern alle die sich mir anvertrauen. Und das tun lustigerweise sehr viele. „
Gut für dich, du fühlst dich gebraucht. Wirst du auch. Schön, dass du dich kümmerst, du kannst das sicherlich sehr gut mit deiner Empfindsamkeit!
Doch hast du dir so recht überlegt Sorgen zu ertragen? Sorgen finde ich nun nicht besonders wertvoll und daher trage ich persönlich ungern Sorgen durch die Welt. Haben Sorgen nicht Ursachen, die du lieber angehen solltest? Und die von anderen an dich herangetragenen Sorgen, die du nicht lösen kannst (sind ja nicht deine Sorgen) trägst du auch noch mit dir huckepack. Recht es nicht, dass die anderen ihre Sorgen in der Gegend rumtragen?
„Ich muss immer alle verstehen und auf Ihre Bedürfnisse eingehen und ich brauche Hilfe, doch alles was ich bekomme sind abfuhren. „
Hier hast du eine für mich nicht nachvollziehbare Denkweise, du kannst vielen helfen, willst das aber nicht und zwingst dich dazu? So richtig? Wozu?“

- Dazu, also Freunde hab ich eigentlich nur noch eine. Meine Mutter und Geschwister haben ihre eigenen Sorgen. Und ich will mich da nicht aufdrängen. Gerade meiner Mama weil ich ja auch erwachsen bin und ich habe noch 5 jüngere Geschwister ( 25,23,20,19 und 17Jahre) die all Ihre Aufmerksamkeit brauchen. Als ich versucht habe mit ihr darüber zu sprechen kam nur „jetzt denk mal wieder logisch. Es wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird.“ Also die Menschen um mich herum sind Familie, eine Freundin und 11 Kolleginnen + 2 Chefs. Und wie soll ich sagen, ohne dass das esoterisch bescheuert wirkt: ich fühle wenn etwas nicht stimmt. Das macht mich irre, das irritiert mich. Also Beispiel: Azubi sitzt neben mir, verhält sich wohl normal aber ich merke dass sie was hat, also frage ich was schlussendlich dazu führt, dass sie mir von ihren Sorgen erzählen und ich versuche zu helfen. Oder wenn ich sehe dass egal wer, auch fremde ungerecht behandelt werden Dreh ich echt ab. Ich kann das nicht abstellen, hat das etwas mit der Sensibilität zu tun? Oder bin ich einfach nur ne durchgeknallte „Helfersyndrom- Tante“? Ich weiß durchaus, dass ich mir dadurch alles selbst schwer mache, aber wie soll ich sagen, ich nehm’s mir vor es nicht zu tun und ich tu‘s trotzdem. also ja scheint ein Zwang zu sein. Selbst der Mann in den ich mich verliebt habe, war einer der ersten Sachen, die ich mich gefragt habe, hey was ist passiert, dass du so bist? Ich sage niemals das ist falsch wie du bist, sondern „wie kommt es dass du so bist?“ ich bin nicht christlich aber ich versuche stets andere so zu behandeln wie ich behandelt werden möchte.

„Weißt du eigentlich was du alles mit deinen Fähigkeiten bewirken kannst?“

- Um ehrlich zu sein, nein...

„Ich habe das Gefühl dass ich zu viele Abzweigungen in meinem Leben falsch genommen hab und das ich an meiner Situation eigentlich selbst schuld bin.“
Ohne dich nun verletzen werde ich dir jetzt sagen, ja, du hast Recht.
Du bist verantwortlich für dich, somit ist es deine Aufgabe deine Situation zu gestalten. Du schreibst an anderer Stelle, dass du willst, dass alles gut wird. Daher meine ich mit meiner Aussage, dass du kein Leid willst, Schuld setzt vorsätzliches Handeln voraus. Also hast du keine Schuld an deiner erlittenden Situation, trotzdem - verantwortlich bist du dennoch!“

- Das ist ein völlig neuer Ansatz über den ich nachdenken muss. Keine Schuld, da nicht vorsätzlich, aber Verantwortung, da Handlung. Ergo was völlig neues machen entgegen gesetzt der eigentlichen persönlichen Handlungen= Different outcome?

„Hast du mal darüber nachgedacht was Gut und was Schlecht ist?. Eines ist es allemal – subjektiv. Und wer beurteilt nun, ob du richtig oder falsch bist (gemessen an wem oder was?)“

- Ich würde sagen richtig oder falsch, gut oder böse wird durch die Umwelt also die Gesellschaft bestimmt. Und ich rede jetzt nicht von Gesetzen. Jeder von uns ist auf einem Silbertablett diesen Idealen ausgesetzt ob er will oder nicht. Gerade diesen Idealen entspreche ich nicht.

„du scheinst mir (für mich) ziemlich richtig zu sein!“

- Was führt zu dieser Annahme? Ich meine, ok, danke.

„Gut für dich, du fühlst dich gebraucht. Wirst du auch. Schön, dass du dich kümmerst, du kannst das sicherlich sehr gut mit deiner Empfindsamkeit!“

- Ich bin nicht ganz sicher ob ich nicht einfach aufdränge. aber gut, ich denke dass war bisher meine persönliche Auffassung vom „einen Grund zum Leben/überleben suchen/haben“


„Und welche Hilfe erwartest du?“

- Verständnis, Akzeptanz, kennst du das Gefühl dass du okay bist so wie du bist, also im großen und ganzen? So nach dem Motto „ hey, du hast echt ne Schraube locker, aber ich mag dich trotzdem“

„Schau mal, ein guter Freund sagt mal – Wenn jeder sich um sich selber kümmert, dann ist allen geholfen.“

- Entschuldige aber in diesem Punkt wird sich die Umwelt nicht ändern. Menschen versuchen am laufenden Band Fehler bei anderen zu suchen um von ihren abzulenken. Das ist ein guter Anstoß der leider nicht funktioniert...

„Die Leute um mich herum sehen mich als starke Kämpferin und ich fühle mich einfach nur noch schwach und müde.“
Warum vermittelst du ihnen solch ein Bild von dir?“

- Um nicht durchgeknallt zu wirken. Menschen die durchgeknallt sind werden abgestempelt, nicht akzeptiert. Ich werde akzeptiert wenn ich helfe, springe, stark wirke. Doch dieses Image pröckelt nun.

„Ja, du bist einsam. Das schmerzt sehr, auch mich, weil ich mitfühle, traurig. Erst mal, kann es sein, dass du Einsamkeit spürst, obgleich Menschen da sind, denen du wichtig bist. Schon allein hier auf dem Forum bist du nicht ungehört geblieben. Familie? Freunde? Was ist mit der Bäckersfrau neben an. Und klar, nun wieder das Wichtigste, was ist mit dir?
Alleinsein kann sehr nett sein, ich denke dein Konflikt ist die Einsamkeit. Das kenne ich.“

- Das ich nicht ungehört hier bin, überrascht mich. Ich hatte weder damit gerechnet noch irgendetwas erwartet. Ich denke nicht dass ich mir gefalle wie/das ich leide. Und es gab in den letzten zwei Wochen mindestens 3 Momente, die mir Hoffnung und Mut hätten zusprechen müssen. Momente, die ich jemandem in meiner Lage als „ siehst du die Welt kann auch echt schön sein bzw. Es ist nicht alles schlecht“ hätte vorgelegt. Aber ich kann das nicht so wahrnehmen und ich weiß echt nicht warum?!

„Das kennen viel zu viele Menschen hier auf Erden. Jenny, es gibt eine Verbindung zwischen den Menschen, das weißt du, ich kann es aus dienen Worten lesen.“

- Nur nutzt das keiner bzw wenige.

„Du bist kein Dummmerchen, deine Fragen an das Forum, an die Welt und an dich sind tiefgehend.“

- Da bin ich mir nicht sicher. Ich weiß nicht ob es mich dumm macht wenn ich anderen durchaus mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, ich mir aber selbst zu müde zum aufraffen bin. Die Frage ist ob ich faul oder schwach bin. Ich hatte Träume, Hoffnungen. Nichts davon hat sich erfüllt und ich frage mich ob es daran liegt dass ich kein Glück habe, zu schwach bin oder ob es schlichtweg ich bin? Ich weiß durchaus was von mir erwartet wird wie ich zu sein habe und ich weiß auch dass viele dieser Erwartungen auch von mir selbst aufgestellt worden sind. Darum, als ich mir selbst sagte, okay, das ist die Lage. Ich gebe mir selbst noch diese Monate, ich bereite alles vor. Und dann, wenn sich wirklich nichts ändert, dann gehe ich. Und genau das gibt mir ein festes Ziel. Das beruhigt mich.

„Ich habe selber zwei Fragen im Forum gestellt und sehr viele Antworten gefunden. Gerne lade ich dich ein meine weiter unten und auf der vorigen Seite erhaltenden Antworten zu lesen
Und wenn du magst melde dich wieder, ich begleite dich gerne eins Stück“

- Bin noch am Suchen und lesen. Werde mich also diesbezüglich nochmal melden... es würde mich freuen, wenn du mich ein Stück begleitest :) Danke

Wie gesagt ich danke dir für die vielen Zeilen. So viel Zeit hat ehrlich gesagt noch niemand für mich aufgebracht und ich schätze dich für die Zeit die du dir dafür genommen hast. Danke :)


@unsichtbar
„Dein Leben ist so wertvoll !!“

- Das sage ich zu anderen auch...

„Laut Deinen Briefen lese ich herraus das Du eine kreativität hast von der Du nichts weist.“

- Nochmal bin ich das? Meine Gute Freundin sagt immer ich sei ein wandelndes Weisheiten und Weltverbesserer Buch. Sie meint immer, dass sie mich wirklich dafür hasst wenn ich ihr verbal den Hintern versohle und auch noch recht habe. Ich weiß nicht warum ich Kunst und Musik, Fotografie so geniesse, als ob es mich ausbalanciert, mich einwickelt, Frieden spüren lässt. Aber selbst tun? Dazu bräuchte man Talent, mein/e liebe/r...

Okay, Ähm, das war jetzt lange. Ich hoffe auf eine Reaktion von euch...
Jennifer

sabrina1001

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon sabrina1001 » 17.11.2018, 10:23

Hallo und willkommen im Wochenende .)
Whow, seid ihr eine große Familie. Ich denke du wirst um die dreizig Jahre sein, da hast du durchaus noch einige Zeit auf Erden, allerdings nicht unbedingt zum Warten. Zeit fürs Nachdenken aber lohnt sich sehr oft.
Ich denke du erkennst, dass du mit „nur“ einer Freundin oder einem Freund gut da stehst, viele haben bedauerlicherweise (noch) keinen passenden Menschen in ihrem Leben gefunden um sich innerlich zu berühren und ggf auch mal aufzufangen. Freundschaften sind übrigens immer beidseitig, möchte ich dir bei deinem Überlegungen der Lebensverkürzung kurz mal sagen. Stell dir vor Sie/Er würden ihre alltäglichen Gedanken an dich radikal beenden und ihr (Geist) und Körper würden sich unerreichbar für dich auflösen. Überlege, ob du die Gefühle, die du dabei hast, für deine Familie und FreundIn wünscht.
Dass jeder seine Leben lebt ist klar. Freunde in und außerhalb der Familie sind für mich Menschen, mit denen ich meine Gedanken und Gefühle abgleiche, um zu wachsen.
Sorgen?, den Begriff magst du sehr. Was sind das? Das tägliche Leben bringt immer wieder Konflikte, Aufgaben hervor, die in mein Leben einbaue um sie zu lösen, um weiter zu wachsen und mich selber zu gestalten. Sorgen? Schreib mal was Sorgen sind, bitte.
„ Meine Mutter und Geschwister haben ihre eigenen Sorgen. Und ich will mich da nicht aufdrängen. „
Wie viele Geschwister denken denn noch über Selbsttötung nach? Wenn ihr über das Leben sprechen würdet, dann hätte deine Mama am eigenen Lebensende nicht nur als unnötige Gebärmaschine und letztlich doch kinderlos gedient. Arme Mama 
„Als ich versucht habe mit ihr darüber zu sprechen kam nur „jetzt denk mal wieder logisch. Es wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird.“
Das ist Hammer! Als ich in die Pubertät kam und mit meiner Mutter über mir wichtige Dinge sprechen wollt, kam fast Wort wörtlich die selben Worte. Ob man solche Sätze irgendwo einkaufen kann?
Also, für unsere Kommunikation – Denke mal unlogisch! – Logisch ist ein Begriff, der in unserer Gesellschaft als extrem hochwertig getrachtet wird. Wie du zur Logik stehst musst du selber entscheiden.
Logik, die Folgerichtigkeit, geht oft in meinen Augen von zwei bedenklichen Tatsachen aus – erstens – es gibt eine zeitliche Folge (also über allem stehende Zeitrechnung, was Wissenschaftlich wiederum recht unlogisch ist )
und zweitens es gibt richtig und falsch, also eine objektive Wertung von Ansichten. Auch das sehe ich als bedenklich, denn ob etwas richtig oder falsch, gut oder böse ist liegt im Auge des Betrachters.
Wenn du dich nun entschießt über die Logik hinweg weiter zu denken, deine Mama aber die Logik über Alles setzt, dann könnte sie eine nicht so passende Ansprechpartnerin sein, ob sie nun Zeit für dich findet oder nicht! Dass sie dich dennoch über alles liebt, das steht hiermit natürlich nicht im Zusammenhang.
„Und wie soll ich sagen, ohne dass das esoterisch bescheuert wirkt: ich fühle wenn etwas nicht stimmt. Das macht mich irre, das irritiert mich.“
Das nennt man, das nenne ich Hochsensibilität, denn Menschen sind meiner Erfahrung her miteinander verbundenen (Energien) Wesen-
„Also Beispiel: Azubi sitzt neben mir, verhält sich wohl normal aber ich merke dass sie was hat, also frage ich was schlussendlich dazu führt, dass sie mir von ihren Sorgen erzählen und ich versuche zu helfen. „
Nett, zuhören und dem Gegenüber die Möglichkeit geben die eigenen Gedanken zu sortieren ist oft schon sehr viel. Antworten auf seine Fragen muss er/sie selber finden.
„Oder wenn ich sehe dass egal wer, auch fremde ungerecht behandelt werden Dreh ich echt ab. Ich kann das nicht abstellen, hat das etwas mit der Sensibilität zu tun? Oder bin ich einfach nur ne durchgeknallte „Helfersyndrom- Tante“?“
Du kannst alles. Wenn du nicht hochsensibel sein willst, obgleich du mit dieser „Gabe“ geboren wurdest, du kannst es abstellen. Wenn du mit einem wunderschönen Gesicht geboren wurdest so besteht für dich die Möglichkeit mit Salzsäure die Konturen zu einer „häßlichen“ Fratze zu verändern. Alles deine Freiheit auf Erden!
So simpel aber wie das folgende klingt, ist es nicht – Mach was Du willst!
Du schreibst von Ungerechtigkeiten, bei denen du abdrehst. Hast du dir jemals die Frage gestellt was gerecht oder ungerecht ist? Du entscheidest und beurteilst in diesem Momente für dich. Es ist gut deine Ansichten zu vertreten, thats life, aber hey, deine Ansichten sind nicht objektiv gesehen richtig oder falsch, nur deine persönliche Wertung bestimmt die Blickrichtung! Wenn du in diesen Situationen abdrehst, dann pass auf, dass du nicht aus der Spur fliegst. Vielleicht sollest du langsamer Drehen und über die Regeln deines Handelns nachdenken?
Wenn du selber darüber nachdenkst, dass du eine durchgeknalle Helfersyndromtante bist, dass siehst du dich wohl heiß gelaufen, zu schnell gedreht – ja dann siehst du dich als abgedreht. Wenn dir das Bild nicht passt, ändere es!
„Ich weiß durchaus, dass ich mir dadurch alles selbst schwer mache, aber wie soll ich sagen, ich nehm’s mir vor es nicht zu tun und ich tu‘s trotzdem. also ja scheint ein Zwang zu sein.“
Du blockierts dich selber, fühl nach was du willst! Und erkenne deine Position, du bist dein Bestimmer!
„ Selbst der Mann in den ich mich verliebt habe, war einer der ersten Sachen, die ich mich gefragt habe, hey was ist passiert, dass du so bist? Ich sage niemals das ist falsch wie du bist, sondern „wie kommt es dass du so bist?“ ich bin nicht christlich aber ich versuche stets andere so zu behandeln wie ich behandelt werden möchte.“
Hört sich grundsätzlich gut an, für mich richtig wie du bist. Allerdings würde ich schauen, ob mein angestrebtes Ziel auch passend für mein Gegenüber ist. Das ist so, als wenn mein Sohn mir ein Stück Schokolade anbietet, sehr großzügig das ihm so Wertvolle zu teilen, aber ich mag keine Schokolade – igitt!
„„Weißt du eigentlich was du alles mit deinen Fähigkeiten bewirken kannst?“

- Um ehrlich zu sein, nein...“
Ganz offensichtlich, ich wüsste Viele, allerdings kannst du nur selber entdecken was wirklich in dir steckt!

„- Das ist ein völlig neuer Ansatz über den ich nachdenken muss. Keine Schuld, da nicht vorsätzlich, aber Verantwortung, da Handlung. Ergo was völlig neues machen entgegen gesetzt der eigentlichen persönlichen Handlungen= Different outcome?“
JA; ein neuer Ansatz für einen neuen Abschnitt in deinem Leben!

„- Ich würde sagen richtig oder falsch, gut oder böse wird durch die Umwelt also die Gesellschaft bestimmt. Und ich rede jetzt nicht von Gesetzen. Jeder von uns ist auf einem Silbertablett diesen Idealen ausgesetzt ob er will oder nicht. Gerade diesen Idealen entspreche ich nicht.“
Interessante Sichtweise. Für mich gibt es grundsätzlich kein Gut und Böse. Ja, ich als Mensch empfinde das eine oder andere für mich als gut oder schlecht.
Was unsere Regeln des Zusammenlebens – Kultur, Tradition, Gesetzte aber auch gesellschaftliche Trends angeht, so sind wir durch unsere Unterschiedlichkeiten auf Erden Regeln zu entwickeln, die aber nicht statisch sind und eben nur von einer statischen Allgemeinnorm ausgeht. So bekommen wir Frauen in Dtsch derzeit 1,75 Kinder, ich bin froh das 1 Kind, nicht das 0,75 vollkommende Kind geboren zu haben 
So sinnvoll Gesetzte sind, wir sind alle aufgerufen die Regeln des Zusammenseins immer dynamisch mit zu gestalten. Ausgesetzt bin ich nicht, ich bin eingebunden. Den statischen Idealen entspreche ich auch nicht, dafür ist mein Leben zu bunt ;)))))
„„du scheinst mir (für mich) ziemlich richtig zu sein!“

- Was führt zu dieser Annahme? Ich meine, ok, danke“
Das habe ich oben beantwortet, ich mag anderen Menschen zugewandte dynamische Persönlichkeiten!

„- Ich bin nicht ganz sicher ob ich nicht einfach aufdränge. aber gut, ich denke dass war bisher meine persönliche Auffassung vom „einen Grund zum Leben/überleben suchen/haben“

der Grund des Lebens, das in welche Richtung wir uns entwickeln, woher wir kommen – Wozu leben, das habe ich in meinem Chat vom August sehr stark reflektiert. Lies mal nach, wenn es dich interessiert.
Beim Thema „Aufdrängen“ verweise ich dich an meine Aussage mit der Schokolade oben. Ich selber mag sehr gerne offen schauende und tatkräftige Menschen, die mir ihre Energie zum Unterstützen schenken, allerdings keine Vergewaltigungen und Übergriffigkeiten, aber die kann ich immer und immermehr selber vermeiden. Ich setzt meine Grenzen.

„Und welche Hilfe erwartest du?“

- Verständnis, Akzeptanz, kennst du das Gefühl dass du okay bist so wie du bist, also im großen und ganzen? So nach dem Motto „ hey, du hast echt ne Schraube locker, aber ich mag dich trotzdem““
Ich glaube dein Warten hat ein Ende. Du lebst ganz sicher in mitten von Menschen, die sich nicht missen wollen, ansonsten wärst du nicht mehr am Leben.
Du hast mind. Ein Freund/Freundin, Familie, Arbeitskollegen und noch so viele Menschen um dich herum mehr. Dein Leben wird akzeptiert. Verständnis – den anderen verstehen aber kann du nicht erzwischen, das liegt an anderen Menschen, ob sie das können / wollen. Auch nicht wichtig, für dich zählst du!


„„Schau mal, ein guter Freund sagt mal – Wenn jeder sich um sich selber kümmert, dann ist allen geholfen.“

- Entschuldige aber in diesem Punkt wird sich die Umwelt nicht ändern. Menschen versuchen am laufenden Band Fehler bei anderen zu suchen um von ihren abzulenken. Das ist ein guter Anstoß der leider nicht funktioniert...“
So wars nicht gedacht, änderst dein Verhalten. Darauf ergibt sich eine andere Reaktion deiner Umwelt. Deine Umwelt direkt ändern kannst du nicht.
Den Anstoss finde ich prima und in meiner Welt funktioniert er richtig gut!

„„Die Leute um mich herum sehen mich als starke Kämpferin und ich fühle mich einfach nur noch schwach und müde.“
Warum vermittelst du ihnen solch ein Bild von dir?“

- Um nicht durchgeknallt zu wirken. Menschen die durchgeknallt sind werden abgestempelt, nicht akzeptiert. Ich werde akzeptiert wenn ich helfe, springe, stark wirke. Doch dieses Image pröckelt nun.“

Du hast dich vllt für Ängste entschieden ;DDD
Menschen abstempeln, selber durchknallen, angebliche Hilfe um deinen gesellschaftlichen Statuts zu verbessern, Da ich dich als ehrlichen und tiefemotionalen Menschen einschätze, kein Wunder dass du dich aus deinem jetzigen Leben befreien willst! Nun bin ich gespannt ob du dein Leben änderst oder es beendest,
deine Wahl, tu was Du willst!

„ Ich denke nicht dass ich mir gefalle wie/das ich leide“
Habe ich auch den Eindruck, deshalb schreibe ich dir! Geb mir Bescheid, wie du weitergehst!

„Jenny, es gibt eine Verbindung zwischen den Menschen, das weißt du, ich kann es aus dienen Worten lesen.“

- Nur nutzt das keiner bzw wenige.“
Ja, sehr sääähr bedauerlich aber wir ändern das gerade ;)


„ich mir aber selbst zu müde zum aufraffen bin. Die Frage ist ob ich faul oder schwach bin. Ich hatte Träume, Hoffnungen. Nichts davon hat sich erfüllt und ich frage mich ob es daran liegt dass ich kein Glück habe, zu schwach bin oder ob es schlichtweg ich bin?“
Komm zur Ruhe und schau nochmals, mitten in der Fahrt aus dem Fahrzeug schleudern schmerzt oder führt in den Tod, dabei hast du ein anderes Ziel!
Du hast Träume, Bilder in dir, die vielleicht nicht immer zu beschreiben sind, denen du aber folgen kannst. Was sich nicht erfüllt hat ist nicht wirklich da. Da du DU bist, bist du DU, das reicht. Schwach (im Vergleich zu wem?) Glück haben (wie sieht das Pech aus?) sind Wertungen mit denen du deinen jetzigen Weg nicht beginnen wirst.
„Ich weiß durchaus was von mir erwartet wird wie ich zu sein habe und ich weiß auch dass viele dieser Erwartungen auch von mir selbst aufgestellt worden sind.“
Gut, alle Erwartungen deiner Umwelt hast du genährt. Letztlich sind anderers Leuts Erwartungen nicht deine. Not your part!
„Ich gebe mir selbst noch diese Monate, ich bereite alles vor. Und dann, wenn sich wirklich nichts ändert, dann gehe ich. Und genau das gibt mir ein festes Ziel. Das beruhigt mich.“
Guter Plan! Weil dein Plan für dich.
So nun langsam und sachte Jenny – ich liebe mein direktes Wesen, wenn es dir zu hart rüber kommst, dann nimm meine Sichtweise nicht als deine an:
Wie du nachlesen kannst bin ich sehr am Lebensende vorbei gehuscht. Ich habe mir damals auch einen Frist gesetzt und die war beim ersten Eintrag ins Forum gerade abgelaufen.
Ich war gut vorbereitet und meine Stimmung war okay – ich konnte immerhin schreiben, mich trotz Schmerz äußern. Es war auch genügend Energie da war meinem Körper gegenüber Gewalt an zu tun.
Mein eigentlicher Wunsch aber war zu leben, ich musste mein Leben komplett ändern um dies zu können. Wie das funktioniert habe ich jeden Tag mehr erfahren, Schritt bei Schritt, aber immer wieder, trotz Rückschläge, voran.
Ich arbeite täglich an meinen Gedanken und die Welt verändert sich für mich passend.
Ich möchte sagen, ich hätte nie erwartet dass es ein Leben, das ich heute führe, geben kann. Ich lebe gern und meinerseits werde ich nicht daran verschlechtern oder meinen Körper einfach so aufgeben.
Natürlich ist uns das soziale Verbünden mit anderen als Mensch sehr wichtig. Um mit Menschen auf dieser Ebene in Kontakt zu treten ist eine Offenheit deinerseits, unbeirrt der Beurteilung durch andere, sehr hilfreich.
Wenn du leben willst, dann lebe jetzt, dann mach die Augen auf, es kommen sicher dir Zugewandte in dein Leben.
Wenn du sterben willst, dann stirb, ich wünsche dir, dass du einen sauberen, möglichst schmerzfreien Schnitt / Schritt machst.
Deine Entscheidung,
„- Bin noch am Suchen und lesen. Werde mich also diesbezüglich nochmal melden... es würde mich freuen, wenn du mich ein Stück begleitest Danke“

Das mache ich sehr gerne, ohne dass es für dich wichtig sein sollte, mich erfreut unser Schreiben und damit habe ich meinen Samstag Morgen sehr gut gestartet,
alles Liebe, ein schönes Wochenende
deine Sabrina

Ceruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Ceruleanribbon » 17.11.2018, 19:38

Huhu, ja danke dir auch Sabrina :).
„Whow, seid ihr eine große Familie. Ich denke du wirst um die dreizig Jahre sein, da hast du durchaus noch einige Zeit auf Erden, allerdings nicht unbedingt zum Warten. Zeit fürs Nachdenken aber lohnt sich sehr oft.“

- Ja, sind wir, riesig. Wir sind ja schon in der nächsten Generation, also die nach mir. Ich habe jetzt schon 4 Neffen und Nichten. Ja das mit dem Warten... ich habe eigentlich grade die meiste Angst davor. Das nichts mehr kommt, verstehst du? Meine Schwester hat vor 4 Monaten meine Nichte bekommen und ich weiß nicht... ich will das auch... aber bin ich wirklich dazu in der Lage? Ich meine, meine Mama hat mich mit 17 geboren und ich war ein Mega Unfall wenn man es so nennen kann ;). Meine Mama und meine Schwester sind unglaubliche Mütter. Sie sind warm und herzlich, niemals so wie ich. Meine Mama hat mir immer gesagt dass Fehler unvermeidlich sind, aber das man alles probieren muss. Und wenn man auf die Nase fällt, muss man aufstehen und sie hat mich viel geleitet durch ihr tun nicht durch verbote. Ich bin jetzt 31. ich sehe alle um herum leben, so glücklich, und ich finde das wirklich schön aber ich stecke fest. In der Arbeit, in meiner Liebe, in meinem Kopf. Mir wird oft gesagt, dass ich mich in einen Mann in einem anderen Land verliebt habe, habe nur damit zu tun, dass ich damit nicht in die Gelegenheit kommen könnte eine wirkliche Beziehung zu führen (?). Dass ich wahrscheinlich vertauscht worden bin im Krankenhaus weil ich so eine Affektion zu einem anderen Land habe ( meine Oma sagt das dauernd). Was stimmt, ist das ich mich hier in Deutschland nie wohlgefühlt habe... aber das liegt an mir oder?

„Ich denke du erkennst, dass du mit „nur“ einer Freundin oder einem Freund gut da stehst, viele haben bedauerlicherweise (noch) keinen passenden Menschen in ihrem Leben gefunden um sich innerlich zu berühren und ggf auch mal aufzufangen. Freundschaften sind übrigens immer beidseitig, möchte ich dir bei deinem Überlegungen der Lebensverkürzung kurz mal sagen. Stell dir vor Sie/Er würden ihre alltäglichen Gedanken an dich radikal beenden und ihr (Geist) und Körper würden sich unerreichbar für dich auflösen. Überlege, ob du die Gefühle, die du dabei hast, für deine Familie und FreundIn wünscht.“

- das war bis gestern um ehrlich zu sein egal... gestern Abend traf ich mich mit dieser Freundin. Und ehrlich gesagt, wollte ich es ihr nach wie vor nicht sagen und dann sag sie mich an und sagt „komm, erzähl mal.“ aus dem nichts. Und normal kann ich mich da gut kontrollieren aber platzte plötzlich aus mir heraus und sie saß nur da und sagte plötzlich „ok, lass uns spazieren gehen. Es ist Wichtig jetzt deine Gedanken abzulenken.“ ich habe mich so oft entschuldigt dass ich sie damit belaste und sie meinte nur dass sie sauer gewesen wäre wenn ich nichts gesagt hätte. Ich weiß nicht was ich davon halten soll....

„Dass jeder seine Leben lebt ist klar. Freunde in und außerhalb der Familie ....“

- ja normalerweise bin ich immer die Person, die andere unterstützt, zuhört.

„Sorgen?, den Begriff magst du sehr. Was sind das? Das tägliche Leben bringt immer wieder Konflikte, Aufgaben hervor, die in mein Leben einbaue um sie zu lösen, um weiter zu wachsen und mich selber zu gestalten. Sorgen? Schreib mal was Sorgen sind, bitte.“

- ich meine so alltägliches. So Sachen wie Ehe Verständigungsprobleme, das Kind was durchdreht, Liebeskummer, medizinische Probleme ( da arbeite ich ja). Und obwohl ich von der Hälfte keinen blassen Schimmer habe werde ich es oft gefragt.

„Wie viele Geschwister denken denn noch über Selbsttötung nach? Wenn ihr über das Leben sprechen würdet, dann hätte deine Mama am eigenen Lebensende nicht nur als unnötige Gebärmaschine und letztlich doch kinderlos gedient. Arme Mama “

- ok, lass mich das so erklären. Jungs und davon hat sie vier, kommen glaub ich mit der Geburt in die pupertät und hören niemals mehr auf haha. Spaß also ich hab zwei sehr sehr schwierige Brüder und meine Schwester, die jetzt eben 2 Kinder hat ist vor kurzem mit ihrem Mann in ihre Nachbarschaft gezogen. Außerdem hat sich meine Mama jetzt ihren Traum erfüllt mit fast 50 ihre eigene Bestattungsfirma. Glaubst du wirklich dass sie dann noch Zeit haben sich um mich zu kümmern? Ist jetzt irgendwie so als ob sie den Club der Mütter/ ehe eröffnet haben.

„Das ist Hammer! Als ich in die Pubertät kam und mit meiner Mutter über mir wichtige Dinge sprechen wollt, kam fast Wort wörtlich die selben Worte. Ob man solche Sätze irgendwo einkaufen kann?“

- du scheinst Mutter zu sein, sag du es mir ;). Gehört wohl in den Abschnitt Lebensweisheiten oder ich werde niemals wie meine Mutter, oh sch— ich BIN wie meine Mutter, bzw. Mama hatte doch recht. Nur zugeben tut man das lieber nicht ;)

„Also, für unsere Kommunikation – Denke mal unlogisch! – Logisch ist ein Begriff, der in unserer Gesellschaft als extrem hochwertig getrachtet wird...
Wenn du dich nun entschießt über die Logik hinweg weiter zu denken, deine Mama aber die Logik über Alles setzt, dann könnte sie eine nicht so passende Ansprechpartnerin sein, ob sie nun Zeit für dich findet oder nicht! Dass sie dich dennoch über alles liebt, das steht hiermit natürlich nicht im Zusammenhang.“

- das sie mich liebt das ist mir klar und das tue ich ja auch. Sie ist nicht direkt so logisch veranlagt, eher so ein Kämpfer, morgen sieht’s anders aus-Typ Mensch. Wir hatten immer ein inniges Verhältnis aber nicht so Mama-Tochter. Freundin ist auch übertrieben. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Wie gesagt wir sind 17 Jahre auseinander und es war immer eher so ich bin die zweite Ausgabe von ihr und dich total verschieden. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Entschuldige

„Das nennt man, das nenne ich Hochsensibilität, denn Menschen sind meiner Erfahrung her miteinander verbundenen (Energien) Wesen-Nett, zuhören und dem Gegenüber die Möglichkeit geben die eigenen Gedanken zu sortieren ist oft schon sehr viel. Antworten auf seine Fragen muss er/sie selber finden.“

- sch— 1. hört sich das auf mich bezogen grade wie ein Schimpfwort an, 2. ich fluche Zuviel, 3. ich fühle mich wie in einer Therapie... ich hab noch nie jemandem so viel anvertraut, geschweige denn einer praktisch fremden. Ist das okay das ich sowas sage? sollte ich wirklich solche Dinge sagen? Ich fühle mich als ob ich meinem Mist auf dir ablade und ich habe Angst was du von mir hälst...

„Du kannst alles. Wenn du nicht hochsensibel sein willst, obgleich du mit dieser „Gabe“ geboren wurdest, du kannst es abstellen. Wenn du mit einem wunderschönen Gesicht geboren wurdest so besteht für dich die Möglichkeit mit Salzsäure die Konturen zu einer „häßlichen“ Fratze zu verändern. Alles deine Freiheit auf Erden!
So simpel aber wie das folgende klingt, ist es nicht – Mach was Du willst!“

- wenn ich damit geboren wurde, erklärt das einiges auch aus meiner Schulzeit.... mach was du willst? Ich hab ein echtes Problem damit was andere über mich denken, schon gemerkt?

„Du schreibst von Ungerechtigkeiten, bei denen du abdrehst. Hast du dir jemals die Frage gestellt was gerecht oder ungerecht ist? Du entscheidest und beurteilst in diesem Momente für dich.“

- ich empfinde etwas ungerecht oft im direkten Zusammenhang wenn jemand klein gemacht wird. selbst wenn jemand Fehler macht, z.b wieder mal mein Azubi: dann sag ich „ komm hör zu, das hast du falsch gemacht. Mit was davon hättest du Probleme? WRum hast du das gemacht?“ andere machen einen immer gleich so dermaßen dumm an als ob man nur Mist baut. Ist das fair? Wir machen alle mist. Kein Grund dem anderen einen vor‘n Latz zu geben und sich mickrig zu fühlen oder?? Du meinst ich soll öfter meinen Mund halten oder? Wäre glaub ich besser..

„Hört sich grundsätzlich gut an, für mich richtig wie du bist. Allerdings würde ich schauen, ob mein angestrebtes Ziel auch passend für mein Gegenüber ist. Das ist so, als wenn mein Sohn mir ein Stück Schokolade anbietet, sehr großzügig das ihm so Wertvolle zu teilen, aber ich mag keine Schokolade – igitt! „

- das versuche ich besser hinzukriegen...immer nur die nette sein hat mich sowas von nirgends hingebracht als an allem zu zweifeln...

Dein Wort in gottes ihren mit dem different outcome...

„Interessante Sichtweise. Für mich gibt es grundsätzlich kein Gut und Böse. Ja, ich als Mensch empfinde das eine oder andere für mich als gut oder schlecht. „

- du siehst dich als Mensch? Ok noch etwas an dem ich arbeiten muss... für MICH...

„ich mag anderen Menschen zugewandte dynamische Persönlichkeiten!“

- ich muss schon sagen, du bist echt ne Spezies. Ich meine das nicht böse, ganz im Gegenteil... es hat echt noch kaum jemand versucht versucht mit mir so auseinander zu setzen. Ich weiß das du auf psychologische Art versuchst meine Gedanken zu zerstreuen und was soll ich sagen.. macht mir mal nichts aus...
-
-
- „Ich setzt meine Grenzen.“

- das wird und ist ne Sache die ich nicht so recht hinkriege

„Den Anstoss finde ich prima und in meiner Welt funktioniert er richtig gut!“

- ich finde es wirklich gut wie du denkst. In deiner Welt... in meiner Welt gibt es bisher nur immer wieder diese Leere und diese Gedanken dass ich es nicht schaffe...

„ Du hast dich vllt für Ängste entschieden ;DDD“

- hey ich hab nie behauptet ich sei ein einfacher Bonsai ;). Was soll ich sagen? Wenn man so lebt wie ich und du kriegst dauernd gesagt: das ist nicht richtig so oder das ist unmöglich das zu machen oder das hat keinen Wert, wie würdest du dich fühlen? Mir wurde in den letzten 20 Jahren erzählt dass dieses Land zu dem ich mich hingezogen fühle ( ja ist tatsächlich wahr dass das mit 11 angefangen hat, frag nicht...) nichts für mich sei, es sei eine träumerei dort zu leben, ich soll mir einen richtigen Mann hier suchen, ich soll mir ne Wohnung kaufen und nicht sinnlos Geld ausgeben um dorthin zu fliegen, ich soll Kinder kriegen weil es echt schön eng mit der biologischen Uhr ( will ich Leute, will ich, aber halt leider nicht mit dem Typen den IHR gut findet und eben nicht in DIESEM Land, herrgottnochmal und ja ich werde bald 32, arbeite viel und ich will Mutter, Ehefrau und Hausfrau werden aber ich bin unkonventionell und ich brauche länger...)

„Da ich dich als ehrlichen und tiefemotionalen Menschen einschätze, kein Wunder dass du dich aus deinem jetzigen Leben befreien willst!“

- Danke, dass du mich verstehst

„Nun bin ich gespannt ob du dein Leben änderst oder es beendest,
deine Wahl, tu was Du willst!“

- tu was du willst. Ich denke du spielst auf tu was DU willst. Meine Welt meine Wahl?

„Ja, sehr sääähr bedauerlich aber wir ändern das gerade „

- wir? In welcher Welt?

„ Komm zur Ruhe und schau nochmals, mitten in der Fahrt aus dem Fahrzeug schleudern schmerzt oder führt in den Tod, dabei hast du ein anderes Ziel!“

- ein Mensch hat über sein Leben oftmals keine Übersicht denn es ist schwer inmitten vom Geschehen das gesamte Geschehen zu überblicken

„Du hast Träume, Bilder in dir, die vielleicht nicht immer zu beschreiben sind, denen du aber folgen kannst. Was sich nicht erfüllt hat ist nicht wirklich da. Da du DU bist, bist du DU, das reicht.“

- Auch unmöglichen?

„Das mache ich sehr gerne, ohne dass es für dich wichtig sein sollte, mich erfreut unser Schreiben und damit habe ich meinen Samstag Morgen sehr gut gestartet“

- sollte es das nicht? Ungeirrt der Tatsache das Ich für mich in meiner Welt leben soll ist es wichtig für mich. Ich war in den letzten Monaten so damit beschäftigt, so mit der Annahme das es vorbei ist und ich sterben sollte. Ich war nur am suchen wie am besten, wo am besten, was ich noch erledigen muss. Und das ich einfach wusste dass das niemand versteht.. das ich das was ich wirklich möchte nur müde belächelt wird und ich das niemals erreichen kann.. das all das was ich möchte niemals mein Leben wird und das es nur für andere reserviert ist. Dabei ist eine Eigene Familie zu haben und zu lieben doch ein Grundbedürfnis, nicht? Verstehe mich jetzt nicht falsch, weil ich hab mich nicht dafür entschieden weil ich Liebeskummer habe. Das war nur der berühmte Tropfen... meine Freundin sagte, dass sei eine Psychotische Phase. Und dass normal sei, wenn man sich aus allem zurückzieht, keine hobbies mehr hat und nur noch Arbeit wie ein Tier. Sie sagte da muss man ja durchdrehen. Sie hat mir auch zu verstehen gegeben dass wenn sie das Gefühl kriegt es sei soweit lässt sie mich einweisen was ich recht lustig finde. Ich hab sie vor einigen Jahren ausgebildet und jetzt ist sie so erwachsen und redet daher. Fast so wie ich. Ob ich wohl einen Abdruck irgendwo hinterlassen hab? Das wäre schön. Wenn irgendwas von mir einen Platz irgendwo hat...
Danke, dass du so offen mit mir redest und unsere Einträge werden immer länger. Sieh bloß zu, dass ich mich nicht zu sehr an dich gewöhne und ich danke dir. Ich genieße es auch vor allem deine Sichtweisen und den Einblick in deine Welt

Noch ein schönes Rest Wochenende dir, liebe Grüße

sabrina1001

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon sabrina1001 » 18.11.2018, 21:47

Hallo Jenny,
- daher deine Einsamkeit. Immer mehr Menschen, die es richtig machen, gell? Einen ordentlichen Beruf erlernen, einen Mann kennenlernen, Mann heiraten, Häuschen bauen, Kinder bekommen, perfekte immer glückselige Familie sein. natürlich sind die Kinder alle gesund, überaus hübsch, sportlich und hochintelligent. Du hast einen sehr anstrengenden Job, aber du siehst perfekt aus, immer gesund, sportlich, junggeblieben gepflegt und mit deinem gutaussehenden, gesunden und wahnsinnig gut verdienden Mann …..
und wenns nicht so ist- wenn du im Vergleich zu anderen schlechter bist? Gehörst du zum FamilienWir denn dann deiner Ansicht nach dazu?
Wir sind ja schon in der nächsten Generation, also die nach mir. Ich habe jetzt schon 4 Neffen und Nichten. Ja das mit dem Warten... ich habe eigentlich grade die meiste Angst davor. Das nichts mehr kommt, verstehst du? Meine Schwester hat vor 4 Monaten meine Nichte bekommen und ich weiß nicht... ich will das auch... aber bin ich wirklich dazu in der Lage?
- Wie wäre es mit ausprobieren? Noch hast du in diesem Leben die Chance, zu verlieren hast du weniger als dein Leben!
Ich meine, meine Mama hat mich mit 17 geboren und ich war ein Mega Unfall
- Okayyy, du bezeichnest dich selber als Unfall?
wenn man es so nennen kann .
- Sollte „man“ nicht!
Meine Mama und meine Schwester sind unglaubliche Mütter. Sie sind warm und herzlich, niemals so wie ich.
- Du bist noch gar keine Mutter, was redest du dir da ein? MÖGLICHERWEISE BIST DU FÜR DEINE Kinder die perfekte Mama -
ich habe mich vor ein paar Jahren auch stets verglichen, da kam mein Sohn zu mir und meinte, warum ich denn weine, er halte meine damalige Freundin für eine tolle Mama, aber niemand sei für ihn so perfekt wie ich! Das von einem Fünfjährigen gesagt zu bekommen, dem wichtigsten Menschen auf der Welt hat mein Leben stark verändert!
Meine Mama hat mir immer gesagt dass Fehler unvermeidlich sind,
- ich sage, dass es keine Fehler gibt, nur Erfahrungen, die in einer gewissen subjektiven Situation negativ oder positiv von dir beurteilt werden. Denk selber darüber nach wie du es sehen magst.
-aber das man alles probieren muss.
- Muss man nicht. Wer sagt was du machen musst?
Und wenn man auf die Nase fällt, muss man aufstehen und sie hat mich viel geleitet durch ihr tun nicht durch verbote.
- Schön, dass sie dich gestützt hat, du scheinst dich aber etwas stark ab zu stützen. Daher vielleicht auch das Gefühl sie zu belasten. Eltern- Familie – Freunde – Mitmenschen begleiten uns ggf zum Stützen – nicht aber zum Führen oder Verführen!
Ich bin jetzt 31. ich sehe alle um herum leben, so glücklich, und ich finde das wirklich schön aber ich stecke fest. In der Arbeit, in meiner Liebe, in meinem Kopf.
- Ja, sieht so aus, in deinem Kopf steckt gerade eine Blockade und da laufen Gedanken auf, die dir nicht gut tun.
Mir wird oft gesagt, dass ich mich in einen Mann in einem anderen Land verliebt habe, habe nur damit zu tun, dass ich damit nicht in die Gelegenheit kommen könnte eine wirkliche Beziehung zu führen (?). Dass ich wahrscheinlich vertauscht worden bin im Krankenhaus weil ich so eine Affektion zu einem anderen Land habe ( meine Oma sagt das dauernd). Was stimmt, ist das ich mich hier in Deutschland nie wohlgefühlt habe... aber das liegt an mir oder?
- keine Idee, vielleicht aber gibt es mehr als wir manches Mal erfassen können. Ob du dich wohl fühlst oder nicht, klar deine Gefühle, das liegt an dir. Was unternimmst du dagegen?
Du liebst einen Mann außerhalb von Deutschland. Ich hoffe ein gegenseitiges Gefühlsereignis. Wohin wirst du umziehen, welches Land hat es dir angetan?
„Ich denke du erkennst, dass du mit „nur“ einer Freundin oder einem Freund gut da stehst, viele haben bedauerlicherweise (noch) keinen passenden Menschen in ihrem Leben gefunden um sich innerlich zu berühren und ggf auch mal aufzufangen. Freundschaften sind übrigens immer beidseitig, möchte ich dir bei deinem Überlegungen der Lebensverkürzung kurz mal sagen. Stell dir vor Sie/Er würden ihre alltäglichen Gedanken an dich radikal beenden und ihr (Geist) und Körper würden sich unerreichbar für dich auflösen. Überlege, ob du die Gefühle, die du dabei hast, für deine Familie und FreundIn wünscht.“

- das war bis gestern um ehrlich zu sein egal...
- Ich dachte du seist sehr fürsorglich? Bist du von deiner Seite aus bereit für eine echte Freundschaft?
gestern Abend traf ich mich mit dieser Freundin. Und ehrlich gesagt, wollte ich es ihr nach wie vor nicht sagen und dann sag sie mich an und sagt „komm, erzähl mal.“ aus dem nichts.
- Menschen können sich spüren, na klar. Schön, dass sie dich gefragt hat!
Und normal kann ich mich da gut kontrollieren aber platzte plötzlich aus mir heraus und sie saß nur da und sagte plötzlich „ok, lass uns spazieren gehen. Es ist Wichtig jetzt deine Gedanken abzulenken.“
- Was hast du ihr erzählt? Die Gedanken, dass du einen Zeitplan des dich selber aus dem Lebennehmens hast? Was heißt das von den Gedanken ablenken? Wie lange will sie dich ablenken, bis zu deinem Tode? Manches Mal sollten wir den Mut haben uns gegenseitig an zuvertrauen.
ich habe mich so oft entschuldigt dass ich sie damit belaste und sie meinte nur dass sie sauer gewesen wäre wenn ich nichts gesagt hätte. Ich weiß nicht was ich davon halten soll....
- hast du ihr doch von deiner Planung deinen Gedanken erzählt? Gut, ich kann mir auch vorstellen, dass ich sauer auf meine Freundin wäre, die sich mit mir trifft ohne mir zugewandt zu vertrauen, gerade wenn es um ihr Leben geht, in dem du fehlen wirst, wenn du deine Pläne realisierst. Gut eine Freundin zu haben. Ich hoffe sehr, dass du mit ihr deinen Lebensweg etwas genauer sehen kannst! Das ist aufbauend für beide, sicherlich anstrengend, aber bei Vertiefung der Freundschaft bestimmt nicht belastend.
„Sorgen?, den Begriff magst du sehr. Was sind das? Das tägliche Leben bringt immer wieder Konflikte, Aufgaben hervor, die in mein Leben einbaue um sie zu lösen, um weiter zu wachsen und mich selber zu gestalten. Sorgen? Schreib mal was Sorgen sind, bitte.“

- ich meine so alltägliches. So Sachen wie Ehe Verständigungsprobleme, das Kind was durchdreht, Liebeskummer, medizinische Probleme ( da arbeite ich ja). Und obwohl ich von der Hälfte keinen blassen Schimmer habe werde ich es oft gefragt.

- Wieso nennst du alltägliche Konflikte Sorgen? Konflikte sind Herausforderungen, deren Lösung zu positiver Energie führt. Sorgen zerreiben deine Energie.

„Wie viele Geschwister denken denn noch über Selbsttötung nach? Wenn ihr über das Leben sprechen würdet, dann hätte deine Mama am eigenen Lebensende nicht nur als unnötige Gebärmaschine und letztlich doch kinderlos gedient. Arme Mama “

- ok, lass mich das so erklären. Jungs und davon hat sie vier, kommen glaub ich mit der Geburt in die pupertät und hören niemals mehr auf haha.
- stimmt ;D
Spaß also ich hab zwei sehr sehr schwierige Brüder und meine Schwester, die jetzt eben 2 Kinder hat ist vor kurzem mit ihrem Mann in ihre Nachbarschaft gezogen. Außerdem hat sich meine Mama jetzt ihren Traum erfüllt mit fast 50 ihre eigene Bestattungsfirma. Glaubst du wirklich dass sie dann noch Zeit haben sich um mich zu kümmern? Ist jetzt irgendwie so als ob sie den Club der Mütter/ ehe eröffnet haben.

- Und du fühlst dich außen vor? Ob das nur deine Sichtweise ist oder auch ihre? Jeder der oben Genannten haben Pläne, Träume, ihre Konflikte, bei denen du sie sicherlich unterstützen kannst, sicherlich haben so viele Personen auch genügend Ohren für dich!
Woher kommt deine Sichtweise? Und wie wirst du sie ändern?
Wenn du ins Ausland gehst, dann werden sich wieder neue Kontakte ergeben.

- du scheinst Mutter zu sein, sag du es mir . Gehört wohl in den Abschnitt Lebensweisheiten oder ich werde niemals wie meine Mutter, oh sch— ich BIN wie meine Mutter, bzw. Mama hatte doch recht. Nur zugeben tut man das lieber nicht
Ich habe Vieles von meiner Mama, aber im Grunde bin ich ganz anders und je älter ich werde, sehe ich wie unterschiedlich wir sind.
- Ja und ich bin auch Mama – aber mein Sohn hat wiederum viel von mir ist aber ein ganz einzigartiger Mensch, weder Papa noch Mama – ein ganz eigener Mensch!
„Also, für unsere Kommunikation – Denke mal unlogisch! – Logisch ist ein Begriff, der in unserer Gesellschaft als extrem hochwertig getrachtet wird...
Wenn du dich nun entschießt über die Logik hinweg weiter zu denken, deine Mama aber die Logik über Alles setzt, dann könnte sie eine nicht so passende Ansprechpartnerin sein, ob sie nun Zeit für dich findet oder nicht! Dass sie dich dennoch über alles liebt, das steht hiermit natürlich nicht im Zusammenhang.“

- das sie mich liebt das ist mir klar und das tue ich ja auch. Sie ist nicht direkt so logisch veranlagt, eher so ein Kämpfer, morgen sieht’s anders aus-Typ Mensch.
- Na, das stimmt ja auch, die Welt ist voller Veränderungen, mit denen wir leben, allerdings prägen uns alle Ereignisse auf immer. Den heutigen Moment haben wir gestern vorbereitet, heute für Morgen.
Dafür muss keiner kämpfen, lieber friedvoll vorgehen meiner Meinung nach!
Wir hatten immer ein inniges Verhältnis aber nicht so Mama-Tochter. Freundin ist auch übertrieben. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Wie gesagt wir sind 17 Jahre auseinander und es war immer eher so ich bin die zweite Ausgabe von ihr und dich total verschieden. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Entschuldige
- Kann ich einiges mit anfangen, schwierig wenn der Altersabstand nicht allzu groß ist, schwierig wenn eine Pubertierende ein Baby bekommt, aber nicht eindeutig gut oder schlecht.
Ich denke Menschen sind nie eine Kopie eines anderen, du bist du und – irgendwie scheinst du dies nicht so recht zu erkennen.
ich fühle mich wie in einer Therapie... ich hab noch nie jemandem so viel anvertraut, geschweige denn einer praktisch fremden. Ist das okay das ich sowas sage? sollte ich wirklich solche Dinge sagen? Ich fühle mich als ob ich meinem Mist auf dir ablade und ich habe Angst was du von mir hälst...

- wie kommst du auf die Idee ich würde mich unwohl fühlen? Warum sollte ich dir, einer mir völlig Fremden, dann antworten? Wir tauschen Gedanken aus Jenny, wir sind weder in einer Therapie (ich bin bei weitem auch keine Psychologin) noch in einem Leistungswettbewerb! Wir befinden uns auf einem anonymen Forum und werden uns „nur“ eine Zeit lang in Gedanken treffen.
Ich sitze hier nach einem schönen Sonntagnachmittag, vollgefuttert vom Familienfest, nach meinem WaldSpaziergang, bei einer herrlichen Tasse Kakao, genieße das Schreiben und wünsche, dass du heute einen genauso schönen Tag auf Erden erlebt hast. Das tut mir gerade sehr gut ;)

„Du kannst alles. Wenn du nicht hochsensibel sein willst, obgleich du mit dieser „Gabe“ geboren wurdest, du kannst es abstellen. Wenn du mit einem wunderschönen Gesicht geboren wurdest so besteht für dich die Möglichkeit mit Salzsäure die Konturen zu einer „häßlichen“ Fratze zu verändern. Alles deine Freiheit auf Erden!
So simpel aber wie das folgende klingt, ist es nicht – Mach was Du willst!“

- wenn ich damit geboren wurde, erklärt das einiges auch aus meiner Schulzeit.... mach was du willst? Ich hab ein echtes Problem damit was andere über mich denken, schon gemerkt?

- Witzig, na klar, wichtiger, du hast es gemerkt! Wie wäre es mit Änderung? Wie stehst du zu dir – deinem Aussehen, Geschlecht, Alter, deinem Lachen, deiner Art mit Menschen zu sprechen, deiner Stimme….deine großen und kleinen Lebensziele?
Willst du was ändern? Nur derzeit oder langfristig? Wann fängst du wie damit an?
Fragen an dich, Antworten gerne ins Tagebuch, das sortiert den Geist!

- Tipp - Mach dein Problem zum Konflikt – einer Herausforderung- und schau wie du, nachdem du wieder schaust was DU willst, diesen für dich lösen kannst

„Du schreibst von Ungerechtigkeiten, bei denen du abdrehst. Hast du dir jemals die Frage gestellt was gerecht oder ungerecht ist? Du entscheidest und beurteilst in diesem Momente für dich.“

- ich empfinde etwas ungerecht oft im direkten Zusammenhang wenn jemand klein gemacht wird. selbst wenn jemand Fehler macht, z.b wieder mal mein Azubi: dann sag ich „ komm hör zu, das hast du falsch gemacht. Mit was davon hättest du Probleme? WRum hast du das gemacht?“ andere machen einen immer gleich so dermaßen dumm an als ob man nur Mist baut. Ist das fair? Wir machen alle mist. Kein Grund dem anderen einen vor‘n Latz zu geben und sich mickrig zu fühlen oder?? Du meinst ich soll öfter meinen Mund halten oder? Wäre glaub ich besser..

- Empfinde ich auch so, aber da sind wir einer Meinung, allerdings sind wir ggf. nicht der Meinung aller Menschen. Also was ist gut, was schlecht? Jeder entscheidet für sich und handelt danach. Gut den anderen zu respektieren auch in unverständlichen Überlegungen.

„Hört sich grundsätzlich gut an, für mich richtig wie du bist. Allerdings würde ich schauen, ob mein angestrebtes Ziel auch passend für mein Gegenüber ist. Das ist so, als wenn mein Sohn mir ein Stück Schokolade anbietet, sehr großzügig das ihm so Wertvolle zu teilen, aber ich mag keine Schokolade – igitt! „

- das versuche ich besser hinzukriegen...immer nur die nette sein hat mich sowas von nirgends hingebracht als an allem zu zweifeln...

- Ja, ändere was du nicht mehr sein willst!

„Interessante Sichtweise. Für mich gibt es grundsätzlich kein Gut und Böse. Ja, ich als Mensch empfinde das eine oder andere für mich als gut oder schlecht. „

- du siehst dich als Mensch? Ok noch etwas an dem ich arbeiten muss... für MICH...

- offensichtlich – siehe oben,!

„ich mag anderen Menschen zugewandte dynamische Persönlichkeiten!“

- ich muss schon sagen, du bist echt ne Spezies. Ich meine das nicht böse, ganz im Gegenteil... es hat echt noch kaum jemand versucht versucht mit mir so auseinander zu setzen.
- Warst du jemals so offen wie im Forum?
Ich weiß das du auf psychologische Art versuchst meine Gedanken zu zerstreuen und was soll ich sagen.. macht mir mal nichts aus...

- Ganz im Gegenteil, ich versuche dir eine Stütze im Hinblick auf dein Leben zu bieten. Du überlegst, ob deine Mama im Beerdigungsinstitut vor deinem leblosen Körper stehen soll, diesen waschen und einsargen soll, ohne eine Chance zu habe mit dir jemals wieder zu kommunizieren, ihre sie innerlich zerfressenden Fragen an dich beantwortet zu bekommen. – Vielleicht ist das der richtige Weg für dich, oder/und deine Mutter, Freunde und Familie, das entscheide für dich selber. Vielleicht aber ist es für dich gar nicht passend. Dann empfinde ich es als traurig, wenn du dich tötest und dieses Leid auslöst. Du kannst diesen Schritt des Suizids nur einmal gehen, überleg was du willst! Ist das konkret genug?

- „Ich setzt meine Grenzen.“

- das wird und ist ne Sache die ich nicht so recht hinkriege

- Das kannst du lernen, langsam aber ganz sicher!

„Den Anstoss finde ich prima und in meiner Welt funktioniert er richtig gut!“

- ich finde es wirklich gut wie du denkst. In deiner Welt... in meiner Welt gibt es bisher nur immer wieder diese Leere und diese Gedanken dass ich es nicht schaffe...

- Und willst du das ändern?

„ Du hast dich vllt für Ängste entschieden ;DDD“

- hey ich hab nie behauptet ich sei ein einfacher Bonsai . Was soll ich sagen? Wenn man so lebt wie ich und du kriegst dauernd gesagt: das ist nicht richtig so oder das ist unmöglich das zu machen oder das hat keinen Wert, wie würdest du dich fühlen?
- Ehrlich? Mir würde ein großes Fragezeichen auf der Stirn wachsen. Erst mal würde ich prüfen, woher meine Wahrnehmung kommt, dass ich immer nur kritisiert werde, dann würde ich die Menschen ansprechen und letztlich, wenns nicht passt einen anderen Weg gehen, es gibt andere Menschen, sehr viel auf der Welt, denen ich mich zuwenden kann.
Aber Jenny, so cool das klingt, auch ich bin immer noch am wachsen. Manches Mal geht auch mir meine Energie aus, da muss ich schon – so wie du wohl auch – Geduld mit mir und meiner /deiner Umwelt haben.

- Schade, dass Lob bei uns in der Leistungsgesellschaft so selten ist, es ist ein schönes Bonbon zur eigenen Selbstwertentwicklung!
Mir wurde in den letzten 20 Jahren erzählt dass dieses Land zu dem ich mich hingezogen fühle ( ja ist tatsächlich wahr dass das mit 11 angefangen hat, frag nicht...) nichts für mich sei, es sei eine träumerei dort zu leben, ich soll mir einen richtigen Mann hier suchen, ich soll mir ne Wohnung kaufen und nicht sinnlos Geld ausgeben um dorthin zu fliegen, ich soll Kinder kriegen weil es echt schön eng mit der biologischen Uhr ( will ich Leute, will ich, aber halt leider nicht mit dem Typen den IHR gut findet und eben nicht in DIESEM Land, herrgottnochmal und ja ich werde bald 32, arbeite viel und ich will Mutter, Ehefrau und Hausfrau werden aber ich bin unkonventionell und ich brauche länger...)
- ;) – Kommentar siehe oben!
„Da ich dich als ehrlichen und tiefemotionalen Menschen einschätze, kein Wunder dass du dich aus deinem jetzigen Leben befreien willst!“

- Danke, dass du mich verstehst

„Nun bin ich gespannt ob du dein Leben änderst oder es beendest,
deine Wahl, tu was Du willst!“

- tu was du willst. Ich denke du spielst auf tu was DU willst. Meine Welt meine Wahl?

- Ja!

„Ja, sehr sääähr bedauerlich aber wir ändern das gerade „

- wir? In welcher Welt?

- Wir ändern das, dass Menschen so wenig Verbindung zueinander zulassen – ich schreibe dir – du mir – du bist gerade jetzt – 18:23 Uhr in meinen Gedanken und mir sehr wichtig.
- Wir ändern das in unsren Welten, die sich heute überschneiden.

„ Komm zur Ruhe und schau nochmals, mitten in der Fahrt aus dem Fahrzeug schleudern schmerzt oder führt in den Tod, dabei hast du ein anderes Ziel!“

- ein Mensch hat über sein Leben oftmals keine Übersicht denn es ist schwer inmitten vom Geschehen das gesamte Geschehen zu überblicken

- Dann fahr langsamer – und mach Pausen!

„Du hast Träume, Bilder in dir, die vielleicht nicht immer zu beschreiben sind, denen du aber folgen kannst. Was sich nicht erfüllt hat ist nicht wirklich da. Da du DU bist, bist du DU, das reicht.“

- Auch unmöglichen?

- es gibt keine unmöglichen Träume, wenn sie mit deinen Gedanken abgeglichen sind!

Ich war in den letzten Monaten so damit beschäftigt, so mit der Annahme das es vorbei ist und ich sterben sollte. Ich war nur am suchen wie am besten, wo am besten, was ich noch erledigen muss.
- Kenn ich :D
Und das ich einfach wusste dass das niemand versteht..
- Wie kamst du zu der Annahme? Du siehst sie war falsch!
das ich das was ich wirklich möchte nur müde belächelt wird und ich das niemals erreichen kann.. das all das was ich möchte niemals mein Leben wird und das es nur für andere reserviert ist.
Dabei ist eine Eigene Familie zu haben und zu lieben doch ein Grundbedürfnis, nicht?
- Egal Jenny, was du dir wünschst, es geht nicht darum ob es verständlich ist. Es geht darum zu wollen und ach alle Konsequenzen zu akzeptieren, dann ist es für dich dein Weg und der ist nur für dich reserviert!

Verstehe mich jetzt nicht falsch, weil ich hab mich nicht dafür entschieden weil ich Liebeskummer habe. Das war nur der berühmte Tropfen...
- Mein Tropfen war ein kurzes Gespräch bei der Arbeit, was mich fast einen Schritt zu weit gehen ließ, wie ich heute meine.
- Ich verstehe dich hier, es geht aber nicht um verstehen, es geht ums Unterstützen deiner Sicht auf das Leben in deine, für dich richtige Sichtweise.
meine Freundin sagte, dass sei eine Psychotische Phase.
- Was ist das? Hast du gefragt?
Und dass normal sei, wenn man sich aus allem zurückzieht, keine hobbies mehr hat und nur noch Arbeit wie ein Tier. Sie sagte da muss man ja durchdrehen.
- Ich glaube, dein Rückzug war ein Ergebnis, nicht der Anfang vom Frust, eher das Ergebnis, oder?
Der Tipp mit Menschen gemeinsam zu gehen aber ist auch meines Erachtens ein guter Ansatz.
Sie hat mir auch zu verstehen gegeben dass wenn sie das Gefühl kriegt es sei soweit lässt sie mich einweisen was ich recht lustig finde.
- Warum lustig? Wie fühlst du dich mit der seltsamen Drohung? Du hast in ihrem Kopf Verlustängste ausgelöst, nimm ihre Hilfe an und helfe ihr dabei ohne diese Angst weiter zu leben. Seid Freunde!

Ich hab sie vor einigen Jahren ausgebildet und jetzt ist sie so erwachsen und redet daher. Fast so wie ich. Ob ich wohl einen Abdruck irgendwo hinterlassen hab? Das wäre schön. Wenn irgendwas von mir einen Platz irgendwo hat...
- Als ich in Vorbereitung war wollte ich keine Spuren hinterlassen, ich habe mich zu schlecht für die Welt gesehen.
Natürlich hinterläßt du Spuren, wenn du lebst, allerdings ist das für dich dann völlig gleichgültig, DU als Individium bist dann nicht mehr.

Danke, dass du so offen mit mir redest und unsere Einträge werden immer länger.
Sieh bloß zu, dass ich mich nicht zu sehr an dich gewöhne
- Das ist dein Ding, wir werden uns vielleicht immer gedanklich berühren, aber im täglichen Leben brauchen wir andere Menschen. Also – schau hinaus, treffen Menschen, sei offen für dein Leben und die Menschen um dich herum, ohne ihre „Sorgen“ zu suchen, teil lieber ihre Freuden.!
und ich danke dir. Ich genieße es auch vor allem deine Sichtweisen und den Einblick in deine Welt

Noch ein schönes Rest Wochenende dir, liebe Grüße
- danke Jenny, war mir also auch ein guter Abend mit dir,
ich hoffe ich konnte dir einige Anstöße geben, denke an dich, würde mich freuen, wenn du neue Gedanken gefunden hast,
-lass dich fest in den Arm nehmen und pass auf dich auf (schreib ob du auswandern wirst;DDD)! Sabrina

P.S. wir können gerne wieder schreiben, ich werde mich allerdings in der Tat etwas kürzer fassen müssen,
schön wäre, wenn du unseren Chat nochmals überdenkst, vielleicht immer mal wieder durchliest und am schönsten wäre es, wenn wir uns irgend wann mal auf dieser Erde begegnen und beide bei bester Gesundheit sind!


MOD: Talk bitte vermeiden und beim Thema bleiben, oder einen weiteren Thread aufmachen.

sabrina1001

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon sabrina1001 » 24.11.2018, 09:29

hi Jenny,
ich wollte schauen, wie es dir geht?
ich habe die Woche öfter noch an dich gedacht - aus den Augen ist nicht aus dem Sinn,
wenn du Fragen hast, ....,
das Forum ist Haltepunkt,
das aktive Leben läuft im Alltag ;)

Cerruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Cerruleanribbon » 24.11.2018, 13:41

Hallo,
Danke für deine lieben Worte. Ich weiß nicht ob es das wert war an mich zu denken, aber das entscheidest du ;)
Also ich habe jetzt bewusst eine Woche ins Land gehen lassen. Die Woche war anfangs gut und ich konnte mich gut ablenken aber etwa Mittwoch/ Donnerstag ging es böse bergab... ich habe immer wieder unsere Einträge hier gelesen aber, wie gesagt ab Donnerstag war dann aus.
Diese Gedanken kamen zurück wie ein boomerang und plötzlich war dieser Druck wieder so groß das ich mir schlussendlich wieder weh getan hab, bei der Arbeit auf der Toilette. Was der eigentliche Auslöser war weiß ich nicht mehr...
als ich schon am Montag wieder zurück zur Arbeit kam wollten schon alle wieder irgendwas, solche Dinge wie freihaben weil sie Überstunden gemacht haben als ich die drei Wochen im Urlaub war. .. ich habe mich anfangs versucht abzugrenzen. Ich weiß dass das ein langer Weg wird... ich habe versucht mich wieder mehr daran zu orientieren, ein Leben außerhalb von Arbeit und Hektik aufzubauen, einen Grund zum Leben zu haben. Ich habe also angefangen über eine App Japanern englisch und deutsch beizubringen. Das ist übrigens das Land zu dem es mich hinzieht-Japan. Und das war einer meiner Träume Unterrichten, kreativ sein, morgen kommen lassen, in einem Land in dem Menschen sich gegenseitig annehmen und nicht auf den ersten Blick verurteilen.
Aber vielleicht verteile ich mich nur wieder selbst... ich weiß was eine Psychose ist und ich kenne die Art und die Weise wie sich das äußert. Ich arbeite ja in diesem Umfeld. Und ich bin in der Lage andere zu „behandeln“, aufzubauen.. aber wer bin ich? Was habe ich schon zu bieten, welche Aussicht hab ich noch?
Ich denke oft dass das doch jetzt genug sein muss, dass ich genug ausgehalten hab...
Wie sollte ich anfangen zu leben und nicht nur zu überleben

Alleinsen

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Alleinsen » 24.11.2018, 20:10

Hey Jenny,
ich denke nicht, dass ich einen großen Beitrag hier leisten kann, Sabrina hat hier ja schon tolle Sachen zum Nachdenken geschrieben und ich bin eigentlich auch eine Person, die in solchen Foren nur liest, anstatt mal was zu schreiben. Aber jetzt würde ich mich gerne mal melden. Weil ich das Gefühl hatte, als würdest du mir aus der Seele sprechen. Als wärst du ich. Viele Sätze, die du niedergeschrieben hast, habe ich mir so oft gedacht bzw. denke sie immer noch. Ich frage mich auch grade, wie viel alles noch einen Sinn hat. Und meine Lebenssituation ist ähnlich. Aber eigentlich möchte ich jetzt nicht auf meine Situation lenken, sondern Dir einfach sagen, dass du nicht alleine bist und für mich war eure Unterhaltung auch eine große Stütze, weil ich weiß, es gibt Menschen da draußen, die fühlen/denken genau das gleiche wie ich. Ich bin nicht allein, auch wenn mir das immer so vorkommt. Aber noch die ausschlaggebender mich zu Wort zu melden, war, als du über Japan gesprochen hast. Da dachte ich, das gibts doch nicht?! Noch eine Gemeinsamkeit. Ich habe vor geraumer Zeit mal Japanologie studiert und habe dort auch länger gelebt. Bis heute habe ich große Sehnsucht und würde gerne dort wieder leben aber ja, Visum etc. alles nicht so einfach und wie du sagst, mit rund 30 (das ist auch mein Alter) langsam eher mal an die Familienplanung denken, sesshaft werden (wenn es nach der Familie geht). Ich schweife ab.. ich wollte dir eigentlich nur mitteilen, wie erstaunt/gebannt ich hier gelesen habe, als ich gemerkt habe, welche Gemeinsamkeiten wir doch haben. Und wollte dir sagen, du bist nicht allein :) Auch wenn das wahrscheinlich ein schwacher Trost ist von einer anonymen Person aus dem Internet. Aber für mich war diese Erkenntnis sehr tröstlich. Danke, dass ich eurer Unterhaltung beiwohnen durfte. Sie gibt mir selbst für meine eigenen Schwierigkeiten Kraft.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
LG
Mariko

sabrina1001

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon sabrina1001 » 24.11.2018, 22:36

Hallo,
Danke für deine lieben Worte. Ich weiß nicht ob es das wert war an mich zu denken, aber das entscheidest du ;)
Also ich habe jetzt bewusst eine Woche ins Land gehen lassen. Die Woche war anfangs gut und ich konnte mich gut ablenken aber etwa Mittwoch/ Donnerstag ging es böse bergab... ich habe immer wieder unsere Einträge hier gelesen aber, wie gesagt ab Donnerstag war dann aus.
Diese Gedanken kamen zurück wie ein boomerang und plötzlich war dieser Druck wieder so groß das ich mir schlussendlich wieder weh getan hab, bei der Arbeit auf der Toilette. Was der eigentliche Auslöser war weiß ich nicht mehr...
...
Und ich bin in der Lage andere zu „behandeln“, aufzubauen.. aber wer bin ich? Was habe ich schon zu bieten, welche Aussicht hab ich noch?
Ich denke oft dass das doch jetzt genug sein muss, dass ich genug ausgehalten hab...
Wie sollte ich anfangen zu leben und nicht nur zu überleben

hey Jenny,
hallo Mariko,
ihr seid nicht nur zu zweit! Auch ich hatte eine wirre Woche, denn jeder hat seinen Grund auf dem Forum zu wirken ;)

Jenny, ja, ich habe entschieden, dass du für mich den Wert hast DIR zu schreiben, du bist es mir wert!

was aber hast du erwartet, einfach mal geschrieben und nach Jahren des Leids voller Freud?. mir aber hast du nun ein Lächeln bereitet, du bist voran gegangen.
Japan, Jenny und Mariko,
geiles Land, schon mal da gewesen? Ok Mod, kein Smaltalk! ;) nur kurz-
aber, wenn nicht, was hindert euch?
Okay, die Konvention, ja stimmt Kinderbekommen, Häuschenbauen....
und wenn das Häuschen in Japan stehn wird?, wenn ihr euch in Japan trefft und statt Kinder euch für einen Hamster entscheidet, wer entscheidet was für euch richtig ist?????

habt Geduld beim Entdecken eurer Welt, beim Betrachten der gesamten Welt und eurem Leben! hallo, wenn das Leben nur aus einer Lebensrunde bestehen würde, dann wäre es eigentlch schnell vorbei oder langweilig.
Ihr seit aber seit am Anfang,
euer Leben zu endecken
ach übrigens bin ich bereits über 40 und bis erst Ende dreizig zur Mama geworden,
ihr habt alle Zeit, die ihr euch gebt,
alles Liebe!

Ceruleanribbon

Re: Letzter Ausweg?

Beitragvon Ceruleanribbon » 25.11.2018, 11:47

Guten Morgen, ich hoffe ihr hattet bisher einen angenehmes Wochenende?!
Tja, also das mit dem Häusschen in Japan. Ist das jetzt Smalltalk ( der arme Mod hier tut mir leid) ?
Ich war bisher 11- mal in Tōkyō seit ich 18 war. Meist zum Urlaub ca. 2-3 Wochen jeweils und vor ca. 5 Jahren für 4 Monate. Seit etwa 3 Jahren fliege ich zweimal pro Jahr. Das ist nicht so teuer wie man denkt und ich weiß ja wonach ich gucken muss. Dort zu leben ist eine Sache, die 4 Monate waren eine Auszeit ohne zu arbeiten, und das mit dem dort arbeiten ist schwierig da die Japaner viele Auflagen haben vor allen Dingen wenn du ein Working Holiday Visa willst musst du unter 30 sein. Mittlerweile hätte ich nur noch durch eine Heirat mit einem Japaner die Möglichkeit dort zu leben und zu arbeiten... daher fühle ich mich vielleicht auch hoffnungslos weil ich habe bisher immer alles zur Seite geschoben, solche Dinge. Ich dachte immer dieses oder jenes ist jetzt wichtiger. Mein Leben muss jetzt warten, kann noch warten. Und jetzt sitzt ich hier und weiß nicht mehr wie ich anfangen soll zu leben. Ich denke dass war das „Frustgefühl“ das zu meinem Rückzug an sich führte. Klar, ich sage ich bin fürsorglich, das bin ich auch für gewöhnlich. Es ist mir egal was zB meine Freundin darüber denkt weil für mich ist/war die Planung das einzige was ICH für mich tue. Etwas was ICH unter Kontrolle habe...
ich wusste das nur darüber schreiben nicht helfen würde.. nicht alles ungeschehen macht.. ich kann nicht verhindern oder beeinflussen dass mich andere Menschen schnell ersetzen und ich ihnen schnell überdrüssig werde. Das heißt nicht dass ich mich abhängig mache. Aber es ist meine „Schuld“ das ich Zuviel „Mühe“ ( falsches Wort, aber mir fällt jetzt nichts besseres ein) in jemanden investiere, denn das steigert meine Enttäuschung nachher „wie eine heisse kartoffel“ schnell fallen gelassen werde.
Ich hatte dieses coole Bild in meinem Kopf in meiner Planung dass ich den Mann in den ich mich verliebt habe nur mal schnell meine Gefühle für ihn an den Kopf zu werfen und dann einen Abgang zu machen ( weil ich mir eigentlich sicher bin dass das nie was wird, bzw. Dass das nicht gegenseitig ist bzw wird mir das gesagt), noch schnell meine sparverträge und so auf meine Mama und Schwester überschreiben. . Doch jetzt bin ich mir nicht sicher ob das so eine gute Idee ist..
Ich kann mich einfach nicht abgrenzen. Jedes Mal wenn ich beginne mich als Mensch, als Individuum zu spüren kommen da so viele Dinge, Eindrücke von außen und... ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll..
du bist mit Ende dreißig noch Mama geworden ( find ich so toll, du bist, nach meiner Sicht, bestimmt die beste Mami für deinen Sohn) ich weiß durchaus das ich Zeit hätte, aber wieso werde ich das Gefühl nicht los das es das war? Das meine Zeit vorbei ist...
liebe Grüße, eine kurze Umarmung für Sabrina und vielen lieben Dank, auch dir Mariko ( bleib stark :)) und Mod, entschuldige, wenn ich zu stark abgeschweift bin

MOD: Ja, macht doch einfach einen weiteren Thread dann zu jenem Thema auf und alles ist gut.

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