Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Keine Ank├╝ndigungen, bitte!
Luna

Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon Luna » 11.04.2019, 00:38

Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter? Psychiatrie? Krankenhaus? Nach Hause?

Eure pers├Ânlichen Geschichten w├╝rden mich interessieren. Sehr sogar! Vielen Dank im voraus f├╝r eure Story.­čÖé

Max

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon Max » 11.04.2019, 16:32

Hallo Luna

Mein Suizid Versuch war 2010. Ich war 3 Wochen in der Psychiatrie was mir aber nicht wirklich geholfe hat, dann war ich noch ca. drei Wochen krank geschrieben und dann bin ich wieder auf Arbeit und habe einfach so weiter gemacht wie zuvor.
Jetzt wei├č ich nicht mehr weiter, ende letzten Jahres hab ich es wieder versucht aber es hat leider nicht geklappt. Zum Gl├╝ck hat es dieses mal niemand mitbekommen und ich musste wenigstens nicht in die Psychiatrie, aber dieses mal habe ich keinen Job mehr (bin schon seit ca. 6-7 Monaten arbeitslos) ich kann mich von meinem Gedanken nicht ablenken. Dieses mal wei├č ich nicht wie es weiter geht. Ich hoffe bei dir ist das nicht so! Es ist irgendwie alles so ausichtslos­čśö

sabrina

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon sabrina » 11.04.2019, 21:04

hi,
da gibt es keine spezielle story,

ich m├Âchte die Frage zur├╝ck stellen, warum interessiert es dich?

ich habe nach meinem suizialen Impuls, den ich selber unterbinden k├Ânnte, schlicht ein schlechtes Gewissen mir gegen├╝ber gehabt, mein Selbstvertrauen war v├Âllig zerst├Ârt.
Neben der Tatsache, dass sich Probleme nicht einfach in Luft aufl├Âsen und der Tatsache, dass frau oder man als Psycho, schw├Ąchlich und ÔÇ×krankhaftÔÇť abgestempelt wird, ist das das gr├Â├čte Problem. Worauf die Zukunft aufbauen?

ich habe oftmals dar├╝ber nachgedacht, ob es nicht besser w├Ąre schlicht offen ├╝ber diese schreckliche Tabuthema, den Moment als der Tod nur noch einen Schritt entfernt war, zu sprechen.

Ich selber habe es erst nach sechs Monaten geschafft mich an einen Therapeuten zu wenden, der mir vertraute und mir einen Klinikaufenthalt erm├Âglichte aber nicht aufgezwungen hat.

Letztlich treffen wir uns hier auf dem Forum und hoffen auf Antworten wie wir in unser Leben finden, was unser Leben ist, sprich keiner von uns will unerf├╝llt sterben, sonst h├Ątten wir bereits Tatsachen geschaffen.

Wie geht es dir?

Luna

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon Luna » 11.04.2019, 23:49

Viele Dank f├╝r eure Antworten!

@steffi: Man macht sich Gedanken, was passiert wenn man nicht "erfolgreich" ist. Auf ne Zwangseinweisung hat ja keiner Lust. Schwer das eigentliche Problem zu beschreiben. Insgesamt w├╝rde ich es einfach als "Angst" klassifizieren. ­čÖä

Sabrina

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon Sabrina » 16.04.2019, 06:27

@luna
Hast du Angst vor dem Leben oder dem Tod?

Es gibt einige todsichere Methoden, bei denen an einem bestimmten Zeitpunkt keiner "helfen" kann, die meisten Memschen verdr├Ąngen gerne, dass ein langsamer Medikamententod ganz sicher funktioniert, auf jeden Fall ist hier eine Patientenverfgung angesagt, zum unn├Âtig langes Leid zu vermeiden!
Doch bedenke, wenn wir hier schreiben , so w├╝nschen wir doch eher eine L├Âsung , die uns ohne Zweifel erf├╝llt, diese ist oftmals im Leben zu finden.

Die Zweifel sind Teil deines Lebens, zeigt dir das du nicht sterben willst, wieso also nicht nach m├Âglicher Hilfe umschauen und die Idee einer Klinik aufnehmen, um sich da freiwillig hin zu begebenen? Hast du einen Therapeuten ? Sprich mit ihm oder dem Hausarzt, die m├╝ssen dir zuh├Âren! Oftmals k├Ânnen Sie Begleiter sein

Alles Gute

Luna

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon Luna » 16.04.2019, 21:25

Hallo Sabrina.
Ich habe Angst, er klappt nicht und werde gefunden und in eine Psychiatrische Klinik gebracht. Jeder sollte ├╝ber Leben und Tod selbst entscheiden wollen. Egal ob eine Krankheit oder psychische Erkrankungen vorliegt.

Einen Therapeuten habe ich nicht. In dieser Hinsicht kann ich mich leider nicht ├Âffnen. :(

sabrina

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon sabrina » 16.04.2019, 22:52


Einen Therapeuten habe ich nicht. In dieser Hinsicht kann ich mich leider nicht ├Âffnen. :(
hallo Luna,
du, letztlich entscheidet jeder ├╝ber sein Leben, wenn du so willst ist jeder Krankheit eine Entscheidung von dir selber, denn wer l├Ąsst die Krankheit zu - wenn nicht du selber ?:D

Wenn Menschen nach einem Suizidversuch eingewiesen werden, so erfolgt dies mit der Annahme, dass die selben Menschen sich in einer anderen Situation nicht versucht h├Ątten ihr Leben zu nehmen. Ich finde das sehr gut, habe mich Anfang des Jahres in Therapie begeben und kann nur sagen, dass ich nie den Eindruck hatte zu irgend etwas ├╝ber meinen eigen Willen gezwungen worden zu sein.

denk einfach nochmals neu und entscheide was du wirklich willst, denn du scheinst zu leiden, weil du meinst du k├Ânntest dich nicht ├Âffnen (du schreibst leider)

Nicht jeder Therapeut passt und ein Therapeut bietet nur Unterst├╝tzung bei deiner Heilung, aber es gibt ihn, den Menschen, dem du vertrauen k├Ânntest!

RedRose

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon RedRose » 17.04.2019, 09:36

Hallo Luna,
Du hast jeden Tag, jede Nacht die Option, zu beenden.
Genauso hast Du die Option, alle M├Âglichkeiten auszusch├Âpfen (Klinik, Therapie), damit es f├╝r Dich weitergehen kann.
Dass das Leben einfach, sch├Ân oder gerecht ist, hat niemand gesagt. Es liegt in der eigenen Ansicht, an dem, was wir mit dem Leben machen k├Ânnen u. wollen. Es gelingt nicht immer, keine Frage.
Ich behaupte mal einfach frech, dass es f├╝r jede/n eine passende/n Therapeutin/en gibt. Du testest erstmal mit ein paar Stunden, ob's passt. Hemmschwellen anfangs gibt es. Du haust anfangs mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die gro├čen Hammer Deines Lebens raus. Das braucht Zeit, Vertrauen u. das Gef├╝hl einer Sicherheit. Eine Therapie braucht seine, Deine Zeit. Dein Hausarzt, Deine Krankenkasse helfen Dir weiter, oder Du suchst selbst nach Therapeuten.
Denk' bitte dar├╝ber nach, ob Du dir durch eine Therapie nicht doch helfen lassen willst. Alleine ist es verdammt schwer. Oder Du gehst f├╝r eine Auszeit in die Klinik. Es gibt ja nicht nur die Psychiatrie, sondern auch psychosomatische Kliniken (Tagesklinik oder station├Ąr, Dauer 4 - 12 Wo). Da habe ich mit Erfahrung u. es war eine wichtige u. richtige Entscheidung f├╝r mich. Jetzt habe ich eine Therapeutin, um stabil zu bleiben, mich mit gewissen Themen auseinanderzusetzen, daran zu arbeiten, kurzum:
Ich st├Ąrke mich mit therapeutischer Hilfe selbst - DAS ist f├╝r mich jetzt die oberste Priorit├Ąt.
Alles andere kann ich erst anpacken (Arbeit, Familien-/Freunschaftsbeziehungen, Beziehung generell), wenn ich gen├╝gend Kraft habe. Keine Ahnung, wie's dann aussieht, keine Ahnung, wie's mir dann geht, keine Ahnung, ob ich's ├╝berhaupt packe. Aber ICH entscheide, ICH M├ľCHTE mit meinem Leben klarkommen, ICH k├Ąmpfe, ICH suche den Weg f├╝r mich.
Nur ein paar Gedanken von mir an Dich, Luna...
LG RedRose

Gast

Re: Wie ging es bei euch nach dem Suizidversuch weiter?

Beitragvon Gast » 24.05.2019, 16:31

das erste Mal hatte ich mit 12 Jahren das Bed├╝rfnis mich umzubringen. Das muss so 1979 gewesen sein. Eine Zeitlang, als ich so 14 war, hab ich versucht mir die Pulsadern aufzuschneiden. Bin im KH gen├Ąht und wieder entlassen worden. Das war noch in den guten alten 80er Jahren, wo nicht sofort jeder zwangseingewiesen wurde. Eine Freundin von mir hat sich damals tats├Ąchlich nach etlichen Versuchen umgebracht. Es gab immer wieder Phasen wo ich mir die Frage gestellt habe was ich hier eigentlich mache und was an mir so anders ist, dass niemand echtes Interesse an mir hat. Jetzt bin ich 51 und finde das Leben Mal wieder zum Kot...Und wenn ich mir vorstelle was noch im Alter kommt, bin ich mir nicht sicher ob dieser Planet noch der richtige f├╝r mich ist. Was man aber dabei nicht vergessen sollte ist, dass es physische Ursachen haben kann, dass man depressiv ist. In dem Augenblick hat man nat├╝rlich keine Motivation dazu, aber das sollte man auf jeden Fall versuchen herauszufinden.

Also, nicht aufgeben.

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