Wohin geht die Reise ?

Keine Ank├╝ndigungen, bitte!
Traurigemama

Wohin geht die Reise ?

Beitragvon Traurigemama » 09.06.2019, 10:29

:eh:
Hallo wohin geht unsere Reise nun ohne unseren gro├čen Sohn 15 und Bruder ...

Mein geliebtes Kind , gro├čer Bruder , engster Vertrauer hat sich das Leben genommen
Das leben ist keines mehr seid 11/2 Jahren vegetieren wir nur noch ..
Der Schmerz ist unertr├Ąglich und foch Dauerbegleiter am Tag und in der Tag ...
Angst bestimmt meinen Tag ..unseren Tag ..
Laute Ger├Ąusche
Krankenwagen
Polizei
Telefon und T├╝rklingeln alles holt einen zur├╝ck
Eine T├╝r ist aufgegangen die Gott sei Dank die wenigsten Menschen je sehn m├╝ssen
Manchmal ist der Kopf gn├Ądig das schiebt sich ...*das kann nicht sein* ├╝ber den Wahnsinn..
Das schw├Ącht alles bischen ab aber man.hat das Gef├╝hl verr├╝ckt zu sein dabei...


Unser kleiner leidet sehr sackt in der Schule ab ...
Er steht am Anfang der Pupert├Ąt ...
schl├Ąft seid dem Tag in unserem Bett da er seinen Bruder st├Ąndig sieht oder tode verst├╝mmelte Menschen ...
Ich lebe zwei Leben eines auserhalb der Wohnung eines zu hause ...
Mein mann muss alles zusammen halten trotz der Trauer ...
Sein bester Freund ..makiert ihn auf jeden Bild
Geht mehrfach giesen in der Woche auf den Friedhof...
Ich hoffe das er dieses Jahr nicht wieder im Sommer mehr auf den Friedhof sitzt als im Freibad ...

Wo geht die Reise hin wenn man kein Ziel sieht ..
Vor ein paar Monaten hatte ich eine Fehlgeburt nicht geplant aber geliebt ...

Oft habe ich das Gef├╝hl ich pack das nicht ...
Ich werde es nie schaffen damit je Leben zu k├Ânnen das ich als Mutter so versagt habe ...

Mein Kind ist tod und ich habe seine Sorgen nicht erkannt die Zeichen nicht einordnen k├Ânnen ...

Er k├Ânne nicht schlafen ...

Er k├Ânne nicht mehr ...

Ich kann oft nicht mehr und doch gehts weiter und weiter
Wir hatten nie ein einfaches Leben ..irgendwie gings..

Schlafen ..seid ich Kinder hab kaum 4 /6 h nur ...
Die Sorgen waren immer da...immer pr├Ąsent

Ich hab den Wunsch aufzuwachen ..
Gefangen zwischen seiner und unser Welt ...
Er fehlt mir so das ich kaum.noch ein normalen Gedanken fassen kann ..mein Mann hat Geburstag heute ..ich hab schon 2 Travor weg um normal zu sein f├╝r ihn heute ...

Er verdiend es einfach ..heute


Wir sind alle in Therapie waren zur Kur aber der wahnnsinn bleibt

Wo geht die Reise ? :|

mondenkind82

Re: Wohin geht die Reise ?

Beitragvon mondenkind82 » 09.06.2019, 15:30

Hallo,
es gibt nichts Schlimmeres als den Tod des eigenen Kindes. Ich habe keine Kinder, ich will keinem Kind meine Elend zumuten.
manchmal k├Ânnen Depressionen so stark sein. Du hast nicht versagt. Er hat einfach diesen Weg gew├Ąhlt, vielleicht weil es f├╝r ihn das Beste war.
vielleicht kannst mit ihm in Gedanken reden, Briefe schreiben, niemand geht doch so ganz.
Alles Liebe

sabrina

Re: Wohin geht die Reise ?

Beitragvon sabrina » 09.06.2019, 15:40

Liebe traurige Mutter eines sehr fr├╝h verstorbenen Menschen,
liebe Mama eines trauernden Sohnes, der es nicht leicht hat, nach dem Tod seines Bruders sich unendlich sorgt seine Mama nun auch noch zu verlieren,
liebe Ehefrau eines Mannes, der ├╝ber seine Trauer hinaus die Familie h├Ąlt und sich immerfort darauf einstellen muss, dass das n├Ąchste Ungl├╝ck hereinbricht,
hallo!
Trauer ist unendlich, da sie den vermissten Menschen nicht mehr ins Jetzt zur├╝ckbringen kann. Trauer beginnt aufgrund einer nicht mehr ver├Ąnderbaren Situation.
Dein ÔÇ×gro├čerÔÇť Sohn ist gestorben und hat eine L├╝cke hinterlassen. Der Gedanke ist sch├Ân, dass du diese L├╝cke durch einen kleinen anderen Menschen wieder besetzen k├Ânntest. Doch das kann nicht gut gehen. Die L├╝cke eines verstorbenen Menschen bleibt ewig, das ist sicher.
Dennoch ist da mehr als eine L├╝cke. Eine L├╝cke kann nur in einem Gef├╝ge sichtbar sein. Es geht darum das Fassbare zu begreifen, es geht im Trauerprozess um die Neustrukturierung, Neuordnung, Neuorientierung im Leben. Trauer ist ein nat├╝rlicher Prozess, vielleicht auch zur Bewusstseinsbildung, dass wir sterblich sind und die begrenzte Zeit unseres Lebens gestalten und f├╝llen k├Ânnen.
All das wirst du bereits von Trauerbegleitern und Therapeuten geh├Ârt haben. Leider geht bei dir die Trauer sehr tief und l├Ąsst vermuten, dass es sich zu einem ÔÇ×krankhaftenÔÇť Prozess entwickelt. Dies ist nicht nur f├╝r dich gef├Ąhrlich, sondern auch f├╝r deine An-Zugeh├Ârigen.
Was du schreibst wei├čt klar auf ein erlebtes Trauma hin, hei├čt die Schreckensnacht wird von dir selber nicht als vergangen empfunden. Du erlebst sie immer und immer wieder.
Seitdem du geschrieben hast, dass das Leben noch so Viel zu bieten hat, sind f├╝r mich selber unendliche Zeiten vergangen. Ich habe erfahren, dass wir, das Leben, uns wirklich immer neu erkennen k├Ânnen und wir uns selber wirklich noch viel zu bieten haben.
Ich f├╝hle sehr mit dir in Bezug auf deine beiden verstorbenen Kinder, das ist Alles sehr schwer zu verkraften. Wenn ich etwas als Anregung geben kann, so dass ich an deiner Stelle auf jeden Fall in eine Traumatherapie und dies station├Ąr gehen w├╝rde!
Verlass dein Umfeld, reflektiere dich in etwas ÔÇ×entlasteterÔÇť Umgebung. Hier kannst du intensiver betreut werden, insbesondere hinsichtlich dem Erlebten und deinem Umgang mit dir und deinem, auf dich wartenden, Umfeld.
Ich selber kann nur Gutes aus den trauma-therapeutischen Verfahren wie z.B. vom EMDR Verfahren berichten, dass gerne auch station├Ąr angewandt wird, um dich wieder gef├╝hlt und gedacht in das Heute zur├╝ck zu bringen.
Es ist nicht leicht anzuerkennen, dass das Leben aus den Fugen geraten ist, aber wir k├Ânnen die ÔÇ×verr├╝ckteÔÇť Sicht auf das Geschehene auch als Chance auf ein k├╝nftig ÔÇ×zufriedenes oder gar gl├╝ckerf├╝lltesÔÇť Leben sehen. Du hast Familie, auch Freunde, du hast eine Zukunft!
Sabrina

P.S.

Du schreibst:
ÔÇ×Oft habe ich das Gef├╝hl ich pack das nicht ...
Ich werde es nie schaffen damit je Leben zu k├Ânnen das ich als Mutter so versagt habe ...ÔÇť

Du hast nicht versagt. Du liebst deine Kinder (lebend, wie verstorben) ÔÇô in mainen Augen bist du eine gro├čartige Mutter!
Wir Menschen /M├╝tter k├Ânnen Vieles sehen, doch interpretieren wir alle unterschiedlich. So wie ich deine Texte lese wei├č ich, du wolltest und willst, dass es deinen Kindern gut geht. Was sie daraus machen und wie ein gutes Leben aussieht, was geschieht steht auf einem ganz anderen Blatt!

Dein Sohn hat sich (leider) f├╝r den Tod entschieden und ich meine, dass es sich hierbei mehr um einen Impulstod, eher einen Unfall, als um den willentlichen Akt einer Selbstt├Âtung handelte! Egal wie, sein Leben, sein Tod!


Viel Gl├╝ck bei deiner Reise in DEIN zuk├╝nftiges LEBEN
d.o.!

Traurigemama

Re: Wohin geht die Reise ?

Beitragvon Traurigemama » 09.06.2019, 22:22

Danke liebe Sabrina f├╝r deine lieben Zeilen , danke liebrs Mondkindes hat mich sehr ber├╝hrt

Zur├╝ck zu ÔÇ×Suizid / Selbstmord-ForumÔÇť



cron