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Der Abgrund- Beschreibung eines schizophrenen Anfalles

Fabienne

Der Abgrund- Beschreibung eines schizophrenen Anfalles

Beitragvon Fabienne » Do 10. Jan 2019, 14:46

Ich leide seit Jahren an Schizophrenie und habe oft AnfÀlle, die mich Àngstigen und erschrecken. Hier ist einer davon. Es war in einer Nacht, als ich allein in einem Wald spazieren gegangen bin.
Es fing auf einmal schemenhaft an und dann mischten sich die RealitÀten:

AbgrĂŒnde

Ich gehe, ausgelöscht sind meine Sinne. Ich fĂŒhle nichts, ich seh die Umwelt leer, ich höre KlĂ€nge wie Glocken von Ferne her. Leicht fĂ€llt das Gehen, das Tasten, das Sehen und Hören ohne zu FĂŒhlen. Es wird Abend: Stolpernd, wankenden Schrittes irre ich durch das nĂ€chtliche DĂ€mmerlicht. Mein Ich ist von schweren Gedanken belagert, wird von jenen eingeengt und gegeisselt. In AbgrĂŒnde gestossen. Der Starre Blick meiner Augen wandert ins Nichts, bleibt erschrocken an einem Gegenstand hĂ€ngen, der aus der Leere auftaucht. Die Teufelsstatue erscheint. Jene lĂ€sst meinen Körper mit einem Aufschrei in die Knie sinken. Das Gesicht streift den nassen Grund, der Mund kĂŒsst die FĂŒsse dieser Teufelsstatue. Kein Gedanke kann von meinem Ich beherrscht werden, denn alle Gedanken werden von der Teufelsstatue beschlagnahmt und weggesperrt. Alles hĂ€ngt nun im Bann dieser schrecklichen Marmorfigur mit dem teuflischen Ausdruck im Gesicht. Ein schwarzer Umhang bedeckt ihre Schultern und diesen wirft sie nun ĂŒber mich und hĂŒllt mich darin ein. Damit nimmt sie mir Alles was ich in mir habe. Ich werde zu einer Formlosen HĂŒlle. Seele und Geist wurden mir geraubt. Der Abgrund tut sich auf. Nun beginnt der Zwiespalt zwischen Leib und Seele. Das Astralband ist zum Zerreissen gespannt. Von Ferne erschallt die Glocke des Todes. Schrill und umheimlich... Messersscharf treffen mich ihre Laute und ein Schrei entdringt meiner Brust. Die Teufelsstatue löst den schwarzen Umhang von mir und bewegt grausam und teuflisch ihr Gesicht. Sie sagt: Verrecke du elendes StĂŒck Sch.... Ich sehe den Leib auf die Erde sinken und schwebe ĂŒber ihn. Meine Gedanken sind gelĂ€hmt. Eine Horde KrĂ€hen mit Menschenköpfen erscheint: Sie lachen schadenfroh und ein vom Firmament herabsinkender Adler jagdt mir die Krallen ins Fleisch..... Das hĂ€mische Lachen wird immer lauter, fĂŒllt den gesamten Raum aus. Ich schreie, dann Ohnmacht.

Erwachen: Sonnenstrahlen umfluten mein Gesicht. Ich liege im Wald unter einem unbelaubten Baum. Vögel zwitschern, Aus dem Felde ertönt ein Pflug.
Ich öffne nochmals die Augen, blicke scheu auf das einfallende Morgenlicht. Ich vergenwĂ€rtige das Schreckliche Erleben in der Nacht und Panik ĂŒberfĂ€llt mich. Ich erhebe mich mit einer mĂŒden Bewegung und danke Gott dass ich noch lebe. Dann ziehe ich durch den lauen Sommertag....

Gast

Re: Der Abgrund- Beschreibung eines schizophrenen Anfalles

Beitragvon Gast » Do 10. Jan 2019, 22:40

Du hast das getrĂ€umt? Oder wie muss man sich das vorstellen? Danke fĂŒrs antworten.

Fabienne

Re: Der Abgrund- Beschreibung eines schizophrenen Anfalles

Beitragvon Fabienne » Sa 12. Jan 2019, 18:38

Das war realitÀt und auch reales Erleben.


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