von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

monsterle

von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

Beitragvon monsterle » Do 27. Apr 2017, 07:25

Hallo
bin total frustriert und kriege meine zwänge einfach nicht in den griff ich wäre so gern gelassener und lockerer und hätte gern viel weniger angst, aber dass krieg ich nicht hin. immer wieder diese ätzenden gedanken, wenn du das und das nicht tust dann,...und immer diese ängste, zweifel ob ich das richtige tue.

und heute wache ich auf und kämpfe schon wie verrrückt gegen die gedanken, den zwang zum einkaufsladen zu fahren.
ich bin froh wenn es 22 uhr wäre ich es geschafft hätt und nicht verrrückt geworden wäre.

gnu

Re: von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

Beitragvon gnu » Mi 3. Mai 2017, 19:28

Verhaltenes lol.

Ich kämfpe gerade um's genaue Gegenteil.

Eigentlich seit Tagen.
Eigentlich seit Wochen.
Eigentlich seit Jahren.

... und weiß nicht, wie ich es schaffen soll.

Wogegen mir gegen Deinen aktuellen Zwang ganz schnell ein Mittel einfallen würde. Denn da muß "nur" etwas gebremst, aber nichts aktiviert werden, was nicht (mehr) da ist.

Wie wär's also mit einer Konfrontation: Sehr wohl hinzufahren und hineinzugehen - ... aber ohne Geld und jede Möglichkeit, an Geld zu kommen während dieser Zeit.

Das Andere, also irgendwann aus Frust mal entstandene grundsätzliche Verweigerung, wo nachher die konkreten Motive und Ansätze schon nicht mehr erkennbar sind - darfst Du mir glauben -, ist um Einiges ätzender.

Jessi

Re: von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

Beitragvon Jessi » So 7. Mai 2017, 15:28

Hi, ohne dich und deine genauen Zwänge zu kennen: :trost:

monsterle hat geschrieben:
diese ätzenden gedanken, wenn du das und das nicht tust dann,...und immer diese zweifel ob ich das richtige tue


JA....es könnte alles so einfach sein............
Es ist sooo unglaublich ansträngend diese Ängste/ Zwänge....immer zu überlegen wie und ob man alles richitg macht, was ist wenn....schon Wochen vorplanen, dinge die dann eh anders kommen....

monsterle

Re: von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

Beitragvon monsterle » So 14. Mai 2017, 19:32

Danke gnu das ist ja das blöde früher totale panik vor dem einkaufen und jetzt das gegenteil? das nervt bzw es ist glaub ich weil ich mir das einkaufen nicht mehr leisten kann und daher dieses ich will aber trotzdem dabei sein weil ich es nicht kann? ich weiß es nicht. ( ich kaufe auch nichts bzw nur zb nur bananen, also es artet nicht aus aber macht mich verrückt dieser drang hinfahren zu müssen.)

Jessi: schon Wochen vorplanen, dinge die dann eh anders kommen....
ja genau dass ist auch mein problem und immer läuft es anders!
seit dem ich mit dem kleinen alleine bin ist es echt hart geworden und alle zwänge
melden sich wieder und ich habe erst mal kein termin bei therapie. echt mist. mir wird alles zuviel aber ich weiß nicht wie ich es ändern kann. ich fühl mich nicht stark genug das zu schaffen.

gnu

Re: von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

Beitragvon gnu » Mo 15. Mai 2017, 07:22

Wenn es sich bei Dir so verhält, nachher ist das einfach nur Hinwollen ja eigentlich in keinster Weise irgendwie bedenklich. Wenn Du es dennoch so empfindest, müßtest Du der Sache "einfach nur" eine andere Wertung geben. Also: Nicht auf die (vermeintlich) negativen Momente dabei achten, sondern auf das, was es an Positivem durchaus beinhaltet.

Wahrscheinlich ist mir nicht gelungen, Dir ein hinlängliches Bild auszumalen, wie schier unüberwindbar schwer eben dieses Andere sein kann: gar nicht erst überhaupt von einer Lethargie nochmal wieder "hinten hoch" zu kommen.

Auch da ist es nichts anderes als was Du mit Deinen vorab Durchplanen dieser Dinge tust. Nur eben insoweit dann schon auf einen vorgedachten negativen Ausgang gerichtet, was alle Ansätze nachher auf einen einzigen erbärmlichen Nenner herunterkürzt:
Ist ja eh alle unnütz und sinnlos, und keiner Mühe wert.

Diese "Hürde" hast Du offenbar also schon mal gar nicht. Also konstruier' Dir da bitte auch nichts, was Dir eine Sache verleitet dann, aus der Du vielmehr viel Positives ziehen könntest, das sich daraus spontan ergeben könnte.

Wann immer ich es alle paar Monate selber mal in einen Laden schaffe, einen Supermarkt etwa, knalle ich mir meinen Wagen voll (ich bin dann selten allein, aber gehe allein für mich durch die Regalreihen), und, obwohl ich wirklich nicht auf Preise achten muß, bin ich allein schon von den Methoden der Überrumplung, sobald ich die durchschaue, so negativ angetan, daß ich auf einer zweiten Runde das meiste wieder hinlege.

Hiernach pflege ich, einigermaßen geknickt zu sein, über die widerliche Welt und ihre Methoden.
Dennoch bleibt jedesmal unter'm Strich auch irgendein positives Erleben.

Also: Wenn Du Dir vielleicht hin und wieder vorstellen wolltest, wie es dagegen Anderen geht, könnte es immerhin sein, daß Du unter diesem "Drang" es tun zu wollen - nein, es zu können - weniger leiden müßtest. ;)

monsterle

Re: von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

Beitragvon monsterle » Do 18. Mai 2017, 19:02

nein dass hilft mir leider gar nicht. zieht mich nur noch mehr runter tut mir leid.

Reineckefüchsin

Re: von angst einzukaufen zum zwang zu kaufen

Beitragvon Reineckefüchsin » Di 23. Mai 2017, 09:31

"und, obwohl ich wirklich nicht auf Preise achten muß, bin ich allein schon von den Methoden der Überrumplung, sobald ich die durchschaue, so negativ angetan, daß ich auf einer zweiten Runde das meiste wieder hinlege."


Wäre da nicht ein gut geplanter Einkaufszettel, an den man sich strikt hält, eine Lösung? Vielleicht ist gerade das Geld, auf das man nicht so achten muss, das Problem... Ich meine: Wenn man nur das Geld für Milch, Brot und Käse besitzt/dabei hat (und dazu keine Bankcard oder dergleichen), dann ergibt sich das Problem der Verlockungen auch nicht (bzw. man gewöhnt sich ganz schnell ab, darauf zu achten).

Umgekehrt kann das genauso eine Lösung sein: Wenn das Bedürfnis nach einem Einkauf so groß ist, dass man es als zwanghaft empfindet - 10 Euro einstecken, Karte daheim lassen und nur etwas kaufen, das man braucht (z.B. um die nächste Mahlzeit zu kochen).





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