Starke aggressive Gedanken. Was tun?

Patrick B.

Starke aggressive Gedanken. Was tun?

Beitragvon Patrick B. » Do 5. Sep 2013, 14:44

Ich bin gerade 17 geworden. Gerade deswegen(noch so jung) bin ich in letzter sehr überrascht über mich selbst.
Schon seit mehreren Monaten(vielleicht seit etwa 8 Monaten, langsam steigend, werde ich immer aggressiver. Er fing es mit einfachen Gedanken an. Ich habe mir gedacht, wenn mich jemand geärgert habe, "Dir zahl ich es irgendwann heim.". So ging es dann stetig steigend weiter. Mit "Ich schlage dir die Kauleiste ein!", ging es dann lange Zeit weiter, erstmal nur in Gedanken.

Heute, und gerade das schockiert mich, erkenne ich mich kaum noch selber. Ich muss noch sagen,d ass ich kein aggressiver Mensch bin. Ich gehe solchen Situationen(Schlägerreinen, Ärger etc.) lieber aus dem Weg, oder ging bisher. Heute stehe ich dort und lache, wenn mich jea´mand beleidigt. Nicht weil ich beleidigt werde, sonder wegen der Gedanken, die mir kommen. Es geht ganz schnell, schups und mir fällt etwas ein. Ich wünsche mir, dass diese Person stirbt und das nicht einfach so. Ich stelle mir vor, wie ich sie am liebsten umbringen würde. Oft auf bestialische Weise. Ich erfreue mich an den gedankelichen Bildern so sehr, dass ich kaum davon ablassen kann, fast, asl wäre es eine starke Droge. Ich bin so versessen darauf, dass es langsam immer schlimmer wird. Mir fallen immer diabolischere Arten und Möglichkeiten ein und ich plane sogar schon, wie ich die Leichen am besten verstecken kann und mein Verbechen vertusche. Neulich passierten mir die bisher schlimmsten Erfahrungen in diesem Bereich.

Ich saß mit meinem Vater am Essenstisch. Er erzählte mir was, was genau habe ich verdrängt oder nciht so sehr drauf geachtet, jedenfalls regte es mich in dem Moment auf, weil ich meine Ruhe haben wollte. Das ganze ging so lange, bis ich innerlich Explodierte. Ich stelle mir vor, wie ich meinen VAter genau in diesem Moment umbringe, wie genau, wo, mit welchen Mitteln(Messer, Gabel, Fleischklopfer, etc.) Ich war so amüsiert von dem Bild meines sterbenden Vater in meinem Kopf, dass ich eine, etwas peinlich, Errektion bekam. Ich war mir erst nicht sicher, ob es wirklich daher kommt(Pubertät), aber es ist bei mir eigentlich nciht so, dass es ohne einen grund passiert. Ich war so erfreut und sogar noch erregt vom diesen Mordgedanken. HInterher in meinem Zimmer, habe ch gelacht. Ich habe so laut und stark gelacht, als hätte jemand mir den betsen Witz der Welt erzählt.

Das zweite kam dann ein paar Tage darauf: Ich und mein Vater hatten streit. Ich ging in mein ZImmer, wo ich bis zur Nacht durch blieb, aber nciht schlief. Irgendwann in der Nacht stand ich dann auf, um auf Toilette zu gehen, dabei muss ich an der KÜche vorbei. Ich hatte den Streit immernoch im Kopf. ich sah ein Messer lose rumliegen und nahm es mir. (Vielleicht klingt das alles sehr gekünselt und übertrieben, aber leider war es genauso). Ich ging ins SChlafzimmer, ans Bett meines Vaters und sah ihn an. Der Streit regte mcih so sehr auf, dass ich das Messer nahm und ihm an den Hals hielt. Es waren nur noch wenige Millimeter zwischen Klinge und Hals. Ich war so in rage, dass ich mich nur schwer davon abhalten konnte, das Messer wirklich zu benutzen.

Dazu muss ich noch sagen, dass ich meinen Vater eigentlich sehr liebe und verehre, er ist ein Held für mich, steht und dtand mir immer bei allem bei und ich respektiere seine Macken und Schwächen.

Aber in letzter Zeit, geht mir jeder Mensch, jede Art von Liebe in welche Richtung sie auch geht(Nächstenliebe auch), vollkommen am A**** vorbei. Ich hege weder Gefühle für Freunde und Freundinnen, noch für Familienmitglieder. Ich würde sie am liebsten alle umbringen.

Ich schreibe das alles hier hin, melde mich hier, weil ich einfach Angst um meine MItmenschen habe.(Dieses Gefühl ist geblieben) Ich habe Angst, dass es nicht bei diesen ohnehin schon brutalen Gedanken bleibt und das ich wirklich irgendwann mal mit einem Messer über meinem toten Vater stehe...

Patrick B.

Re: Starke aggressive Gedanken. Was tun?

Beitragvon Patrick B. » Fr 6. Sep 2013, 17:59

Ich hoffe, mehr für mich, dass hier keiner denkt, dass ich es einfach aus SPaß hingeschreiben habe. Ich weiß, dass es heftig klingt und übertrieben, aber genau so ist es bei mir, leider.
Bitte, schreibt mir irgendwas, egal, irgendein Tipp.
Danke.

Gast

Re: Starke aggressive Gedanken. Was tun?

Beitragvon Gast » Sa 7. Sep 2013, 17:01

Hi Patrick...

Ich bin nur ein normaler User und habe keine psychologischen Kenntnisse, aber ich fühle mich innerlich bewogen, dir wenigstens meine Gedanken aufzuschreiben.

Sofern es sich wirklich um einen Tatsachenbericht handeln sollte, dann sehe ich eine schnelle Reaktion deinerseits, als unausweichlich. Ein Forum kann dir in diesem Fall sicher nicht die aktive Hilfe bieten, die hier notwendig wäre. Geh zu einem Arzt... zu einem Psychologen.

Du hast das Bewusstsein, dass deine Denkweise schockierend und falsch ist, aber trotzdem empfindest du Freude an diesen abstrakten Vorstellungen. Schütze dich und dein Umfeld vor einem Fehler den du nie wieder korrigieren könntest. Dein Hilfeschrei, deine Zweifel und deine Selbstkritik sind meiner Ansicht nach, ein erster Schritt um deine abstrakten Visionen nicht zur Selbstverständlichkeit oder sogar Realität werden zu lassen.

Mich persönlich prägte in meiner Jugendzeit das Umfeld. Zum Beispiel eine Hausgemeinschaft, bestehend aus 15 Parteien. Darunter gab es diverse ältere Menschen, die im Laufe der Jahre auf Hilfe angewiesen waren. Oft auf meine Hilfe! Auch ich war mit Schlägereien konfrontiert... doch war ich in diesen (sehr seltenen) Situationen bereit, die Konfrontation zu meiden oder wenn unausweichlich, sogar einzustecken. Es war mein positives Umfeld, welches mein Wesen prägte, mir die Fähigkeit verlieh Auseinandersetzungen zu vermeiden und eine tolerante Denkweise an den Tag zu legen. Auch ich bin manchmal stinkig und sauer. Trotz allem kenne ich moralische Grenzen und genau diese würde ich nie überschreiten! Geh den Situationen aus dem Weg, die dich in diese Zwickmühle bringen und sprich mit deinem Umfeld darüber. Vor allem mit deinem Vater... den du sehr achtest, wie du selbst geschrieben hast. Nur der offene Umgang mit deinem Problem, kann dir und deinem Umfeld helfen, diesen Visionen entgegenzuwirken.

Ich hoffe, du bekommst dein Problem in den Griff und wirst nicht zu dem Kreis der Menschen gehören, die fast täglich in den Schreckens-Schlagzeilen der Medien zu finden sind. Nutze die Chance, mit einem Arztbesuch und der Aussprache deines Problems etwas gegen die Negativentwicklung zu unternehmen! Greif zum Telefonbuch... und suche nach einem Psychologen in deiner Nähe. Rufe dort an und sage, dass es dringend ist.

Patrick B.

Re: Starke aggressive Gedanken. Was tun?

Beitragvon Patrick B. » Mo 9. Sep 2013, 12:18

Danke erstmal für den Rat. Nur denke ich, dass ich falsch verstanden wurde. Visionen sin es nicht. Ich habe vor etwa einer Woche versucht einen Arzt zu finden, nur wohne ich in einem Kaff, das keinen Psychologen beschäftigt. Mit meinem hausarzt habe ich gesprochen. Der meinte, dass es eine "verzögerte Reaktion auf die Scheidung meiner Eltern seie". Meine Eltern wurden aber vor fast fünf Jahren geschieden, was nie wirklich ein Problem für mich darstellte. Den rest, die hefigen Attacken, die meine Gedanken mri manchmal verpassen, die ständige Konfrontation mit Aggressivität und Mordgedanken und das ich wirklich soweit gehen würde, meine Gedanken in die tat umzusetzen, wollte er mir nicht glauben. Ih war danach vollkommen fertig.
Mit meinem Umfeld kann ich nciht sprechen. Mein Vater...den würde ich damit nur schwer verletzen. Verständlicherweise. Wer hört schon gerne von seinem eigenen Sohn, dass der einen umbringen möchte oder glaubt es irgendwann einmal zu tun? Niemand! Ich kann auch sonst mit keinem reden. Viele Freunde habe ich nicht und die, die ic in Erwägung ziehen würde, würden mir kein Wort glauben, genau wie der rest meiner Familie. Ich kann mir keinen hilfreichen rat holen, egal woher. Die nächste größere Stadt ist 60 km entfernt.
Ich weiß im Moment wirklich nicht mehr weiter. Die "Anfälle" werden heftiger und kommen immer öfter. Ich habe kein Problem mehr damit, mich ohne trifftigen Grund zu prügeln und meinem "Gegner" so lange zu schlagen, bis dieser blutig am Boden liegt, auch dann höre ich nciht auf. Ich finde kein ventil für meine Wut, kein Auslass. Alles prasst auf mich nieder und zwingt mich immer tiefer in die Knie. Zunehmend machen sich bei mir leicht masochistische Annäherungen bemerkbar. ich fange an mir in der ganzen Wut, die ich habe in die Finger oder in die Arme zu schneiden, neulich stand ich kurz davor, mir ein messer ins bein zu rammen. Und selbst diese Selbstzerstörung hilft nicht. Der nächste Anfall kommt und er kommt gewiss, ohne Vorwarnung und heftiger denn je.

Und, zu dem Vorschlag mti dem Psychologen. Ich habe mich mal schlau gemacht. Ein Pschologe hat zwar Schweigepflicht darf diese aber in drei Fällen brechen. Einer davon: Wenn der Klient Gefahr läuft sich selber Schaden zuzufügen und Zweitens: Wenn der Klient Gefahr läuft, Menschen beabsichtigt Schaden zuzufügen. Den dritten Grund habe ich vergessen.
Jedenfalls treffen genau dies beiden Gründe auf mich zu. Ich habe kaum Probleme damit, mir selber zu Schaden und meiner meinung nach ist es beängstigenderweise auch nciht mehr weit, bis ich anderen schwereren SChaden zufüge...
Ich befinde mich also wirklich und wieder einmal in einer Zwickmühle, die mir keine Auswege offen lässt. Zur Polizei will ich nciht gehen, aus Angst vor Psychiatrie oder Gefängnis.
GIbt es denn keine anderen Möglichkeiten? Dringende Hilfe benötigt.
Und wieder weise ich darauf hin, dass keines der Ereignisse erfunden ist. Ich bitte alle, die das lesen: Nehmt es ernst.
Danke.






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