Multiple Sklerose - Encephalomyelitis disseminata

Gast

Multiple Sklerose - Encephalomyelitis disseminata

Beitragvon Gast » Do 23. Jan 2014, 15:39

Encephalomyelitis disseminata

Kann mir jemand etwas mehr dazu erzählen ...tu mich schwer mit dem Verständnis.
Wie soll ich das verstehn was da passiert?

Andrea

Re: Multiple Sklerose - Encephalomyelitis disseminata

Beitragvon Andrea » So 18. Nov 2018, 00:27

Hallo Gast,

Ms ist eine Auto Agressionskrankheit. Das heisst, dass die eigene Immunabwehr die Hüllschicht der Nervenfasern angreift. Chronische, entzündliche Prozesse finden dadurch im zentralen Nervensystem statt. Das bevorzugte Alter für Ms ist zwischen 20 und 40 und betrifft vorwiegend Frauen. Umweltfaktoren und Erbanlagen spielen, wie bei jeder anderen Krankheit auch, hier eine Rolle.
Multiple Sklerose kann sehr unterschiedlich verlaufen. Meistens beginnt sie schubförmig, mit zeitweilig beschwerdefreien Phasen, und geht später in einen sekundär fortschreitenden Verlauf über. 10 bis 15 Prozent der Patienten haben von Anfang an einen fortschreitenden Verlauf. MS lässt sich bislang nicht heilen, aber gut behandeln. Wichtigste Therapieziele: Schübe verhindern, den Eintritt einer möglichen Behinderung verzögern und deren Fortschreiten verlangsamen oder stoppen.

Sypmtome: Die Erstsymptome der MS sind vielfältig. Spastische (= krampfartige) Lähmungen und Koordinationsstörungen sind meist ein frühes Symptom der Multiplen Sklerose. Ähnlich häufig bemerken MS-Patienten zu Beginn der Krankheit Gefühls­störungen (Taubheitsgefühl, „Ameisen­kribbeln“), die an Armen, Rumpf oder Beinen, auch fleckförmig auftreten können.

Bei ca. 30% der Patienten kommt es als erstes Anzeichen auch zu Sehstörungen. Hierbei entsteht entweder im Zentrum des Blickfeldes eines Auges ein Sehausfall, oder der Betroffene sieht nur getrübt, wie durch eine Milchglasscheibe. Gelegentlich werden auch Doppelbilder gesehen. Allgemeine Mattigkeit, rasche Ermüdbarkeit und Konzentrations­störungen zählen ebenfalls häufig zu den möglichen Frühsymptomen.

All diese Symptome müssen jedoch nicht Ausdruck einer Multiplen Sklerose sein. Deshalb ist die Diagnose „MS“ eine Ausschlussdiagnose, d.h. es müssen zunächst zahlreiche andere Erkrankungen, die als Ursache für die genannten Symptome in Frage kommen, ausgeschlossen werden, bevor eine Multiple Sklerose festgestellt werden kann.






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