Forumsperre - Wichtiger Hinweis!

FSME - Erfahrungsbericht

avocado

FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon avocado » Mi 7. Jan 2015, 23:22

Hallo Ihr da!

Ich bin im Herbst 2014 an FSME (Fr├╝hsommer-Meningoenzephalitis) erkrankt. Da ich im Internet kaum Erfahrungsberichte ├╝ber die Krankheit an sich, sondern nur ├╝ber das Impfen dagegen gefunden habe, dachte ich mir, ich berichte einmal von meiner Erkrankung an FSME und deren Ablauf. Dazu muss ich sagen, ich bin nicht gegen FSME geimpft und noch frische 18 Jahre alt.

Eines Sonntagmorgens bin ich mit Gliederschmerzen, Fieber und starken Augenschmerzen aufgewacht. Ich f├╝hlte mich, als h├Ątte man mich in einen Sack gesteckt und mit einem Kn├╝ppel verklopft. Am n├Ąchsten Morgen bin ich sofort zu meinem Hausarzt. Dieser verschrieb mir ein Antibiotikum, da es aussah, als h├Ątte ich eine Grippe. Das Fieber lies innerhalb einem Tag nach. Die Gliederschmerzen blieben daf├╝r, und hinzu kamen Schmerzen beim Atmen und Schwierigkeiten beim Sprechen. Ich fing an, extreme Schmerzen in den Beinen zu bekommen. Sogar so schlimm, dass ich nicht laufen konnte und meine Beine unter mir wegklappten. Auch andere K├Ârperpartien, wie H├Ąnde und Gelenke taten weh. Ich lag praktisch den ganzen Tag eine Woche lang flach und bewegte mich so gut wie nicht. Meine Augen waren sehr lichtempfindlich und meine Ohren sehr l├Ąrmempfindlich.
Nach einer Woche ging es mir besser. Ich f├╝hlte mich zwar noch schwach aber die Schmerzen waren nicht mehr so schlimm. Ich versuchte dann 3 Tage lang in die Uni zu gehen. Am dritten Tag fing es an in meinem rechten Fu├č weh zu tun. Der Schmerz zog sich im laufe von 2 Tagen in meinem K├Ârper hoch. Vom Fu├č zum Knie, vom Knie zur H├╝fte, von der H├╝fte in die Schulter und am dritten Tag von der Schulter in meinen Kopf. Die Kopfschmerzen begannen und ich dachte: wie kann man so schlimme Kopfschmerzen haben? Wenn ich lag ging es, stand ich aber auf und setzte mich dann wieder hin, begann ein heftiger pochender Schmerz in meinem Kopf zu w├╝ten, der einige Minuten anhielt. Ich war w├Ąhrend des Schmerzes so gel├Ąhmt, dass ich weder Sprechen noch mich bewegen konnte. Dann war ich wieder bei meinem Arzt und mir wurde Blut abgenommen. Ich lag weitere 2 Tage im Bett mit starken Kopf- und Gliederschmerzen. Und dann war es so schlimm, dass ich kaum ein Wort raus bekam und wir gingen ins Krankenhaus. Dort wurde ich station├Ąr aufgenommen und es wurden Blutproben genommen, ein MRT und ein EEG gemacht. Am 3ten Tag wussten die ├ärzte was los war. Es wurde FSME diagnostiziert. Ich konnte mich aber an keinen Zeckenbiss erinnern. Ich wohne in Baden-W├╝rttemberg, welches ein ÔÇ×rotesÔÇť Gebiet was Zecken angeht ist. Wir haben auch 2 Hunde daheim, mit welchen wir oft im Wald sind.
Ich war insgesamt 6 Tage im Krankenhaus und durfte danach Nachhause. Nun sind 3 ┬Ż Monate vergangen. Die Kopfschmerzen sind nun nicht mehr bei Schmerzgrad 10 gewesen, seitdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Das h├Âchste war bis jetzt eine 7 ┬Ż. Ich nehme bei Schmerzen eine Ibuprofen 600 ein, manchmal eine ganze, manchmal eine halbe. Dazu auch Tabletten zum Magenschutz. Und sonst? Das wars. Es gibt keine Medikamente, keine HeilungsmethodeÔÇŽ Ruhe, Vitamine, Schmerzmittel. Das Studium habe ich f├╝r 1 Jahr unterbrochen um genug Zeit zu haben gesund zu werden.
Ich habe immer noch Taubheitsgef├╝hle in meinen Beinen und H├Ąnden. Meistens in der rechten H├Ąlfte des K├Ârpers. Es ist nicht so, dass ich meine Beine und H├Ąnde nicht bewegen kann, nur empfinde ich einfach kein wirkliches Gef├╝hl. Ich hatte anfangs auch das Problem mich richtig zu Artikulieren. Mir sind die Worte einfach entfallen, es fiel mir sehr schwer Gespr├Ąchen zu folgen und Worte in richtiger Reihenfolge zu sagen. B├╝cher oder l├Ąngere Texte lesen ging auch nicht. Autofahren ging nur tags ├╝ber, Nachts waren die Lichter der anderen Autos f├╝r meine Augen zu hell. Schnell aufeinander Folgende Bilder, wie z.B im TV konnte ich nicht folgen und bereiteten mir Kopfschmerzen. Manchmal habe ich auch zwei bis drei kurze ÔÇ×SticheÔÇť im Kopf. Ein kurzer einstechender nervlicher Schmerz.
Das schlimmste ist, ich sehe nicht krank aus, bin es aber. F├╝r andere Menschen ist es schwierig einzusch├Ątzen wie krank ich bin, wie gut oder schlecht es mir geht und wie meine seelische Verfassung ist. Es belastet mich psychisch mehr, als ich es anfangs gedacht habe. Obwohl ich sonst ein eher gefestigter Mensch bin, ist dieses Ungewisse und unkontrollierbare sehr belastend. Der Schmerz kommt einfach so und man wei├č nicht wie lang, wie stark und wie regelm├Ą├čig.

Ich w├╝rde mich sehr freuen, wenn es dem ein oder anderen weiterhilft.
Falls es Fragen gibt, her damit!

Liebe Gr├╝├če Avocado

Hugo

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Hugo » Fr 9. Jan 2015, 11:18

Danke f├╝r den wirklich guten Erfahrungsbericht...schlimm.
Ich wurde 2xmal von Zecken gebissen, aber bekam zum Gl├╝ck keine Fr├╝hsommer-Meningoenzephalitis oder Borreliose (wohne aber auch im Norden). Allerdings hat eine entfernte Verwandte von mir auch FSME bekommen...Weisst Du noch welche Medikamente Du im Krankenhaus bekommen hast?
Meine Verwandte war wohl recht unzufrieden mit den ihren...irgendwie, deshalb frag ich.
Alles Gute w├╝nsche ich Dir!

avocado

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon avocado » Fr 9. Jan 2015, 13:21

Es gibt nicht wirklich Medikamente, nur Schmerzmittel. Im Krankenhaus habe ich Antibiotika intraven├Âs bekommen um einer Borreliose vorzubeugen. Und sonst 4 mal am Tag Ibuprofen. Das habe ich jetzt abgebaut und nur nach Bedarf nehme ich entweder Ibuprofen 600 oder 400 ein.
Mir ist bis heute kein "Heilmittel" bekannt. Es wurde mir Ruhe empfohlen und blo├č nicht in Uni zu gehen oder zu lernen. Sonst k├Ânnten die Kopfschmerzen chronisch werden. Also entspannen, kein Sport, keine "Denkaufgaben" auf die ich mich sehr konzentrieren muss und keine ├ťberanstrengung. Viel Obst, Vitamine und gesund Ern├Ąhrung wurden mich auch empfohlen. Ich nehme auch zus├Ątzliche Vitamine von Centrum.

Vielen Dank f├╝r deine Antwort. Ich w├╝rde mich sehr freuen wenn auch andere ihre Erfahrungsberichte uns mitteilen.

Hugo

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Hugo » Mo 12. Jan 2015, 10:46

Danke f├╝r deine Antwort

Hast Du ├╝ber Erfahrungen gelesen, die ├╝ber 'Heilungen' oder zumindest weitgehend symptomfreie oder stark verminderte berichten?
Und wie lange musst du dich jetzt schonen und kannst dich nicht konzentrieren...haben deine ├Ąrzte dazu was gesagt? Gibt es dazu Erfahrungswerte?
Und deine Symptome (au├čer den Kopfschmerzen), w├╝rdest du sagen, es gibt inzwischen eine Verbesserung oder ist es gleich geblieben bzw. eine Linderung gibt es 'nur' aufgrund dessen, weil du dich nicht mehr konzentrieren musst ?

Gast

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Gast » Mo 12. Jan 2015, 12:00

Ich habe leider kaum ├╝ber Erfahrungen gelesen. Auch nichts zur Heilung oder bleibenden Sch├Ąden. Es gibt nur Berichte ├╝ber Impfungen, Folgen/Nebenwirkungen der Impfung etc.
Schonen muss ich mich seit fast 4 Monaten. Da ich erst im Oktober wieder studiere, habe ich noch 9 Monate zeit mich wieder zu erholen. Ich werde Anfang Februar zu einem Neurologen gehen, um erneute Untersuchungen wie MRT etc. zu machen.
Ich habe einen Bericht gelesen, in dem ein 28 j├Ąhriger in seiner Wohnung tot aufgefunden wurde. Davor hatte er sich ├╝ber Kopfschmerzen und Schnupfen beklagt. Nach seinem Tod wurde heraus gefunden, dass er an FSME gestoben sei. Er habe viel Sport getrieben und wurde in seiner Sportkleidung in seiner Wohnung aufgefunden. Ich denke, hier sieht man ganz klar, dass man FSME auf keinen Fall untersch├Ątzen darf und das Schonung sehr wichtig ist.
Ich fand das ziemlich erschreckend. Mir wurde gesagt, dass um so j├╝nger man ist, um so "besser" verl├Ąuft die Krankheit, und umso geringer ist das Risiko auf bleibende Sch├Ąden. Ich kann mir schon vorstellen, dass es einen ├Ąlteren Menschen mehr umhaut, als eine 18 j├Ąhrige. Es ist einfach eine psychische Belastung, dass man kaum etwas ├╝ber den Verlauf oder die Sch├Ąden wei├č, dass es kein Heilmittel gibt und dass kaum jemand sieht wie schlecht es einem wirklich geht, da man ja eigentlich ├Ąu├čerlich gesund aussieht. Auch kann man nie einsch├Ątzen wann genau die Kopfschmerzen oder andere Schmerzen kommen, man wei├č nicht, wie heftig die Schmerzen sind und wie lang sie brauchen.
Ich w├╝rde schon sagen, dass es eine Besserung gibt. Ich habe nicht mehr so oft ein Taubheitsgef├╝hl und ich habe mehr Kraft als vor 2 Monaten. Und ja ich denke das kommt auch durch die Schonung. Ich denke, dass es einfach sehr wichtig ist sich zu schonen um wirklich wieder Gesund zu werden. Es ist eine Entz├╝ndung im Nervensystem. Das darf man nie vergessen und sehr viel Geduld haben. Aber man darf auch nicht aus den Augen verlieren, dass man wieder gesund wird.

zeckenbiss

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon zeckenbiss » Di 17. M├Ąr 2015, 18:14

Habe ├Ąhnliches zu berichten. Mein Katze hat wohl Zecken mit nach Haus gebracht, wo sie sich dann wohl vermehrten. Ich selbst war nicht im Wald und habe auch keinen Hund. Ich habe die Zecke dann auch an mir entdeckt und rausgezogen.

14 Tage sp├Ąter dann Schmerzen, besonders schlimm waren die Kopfschmerzen. Kam dann ins Hospital und da wurde FSME festgestellt. Dann Behandlungen, Reha. Niemand konnte mir helfen auch nicht die ├ärzte; in der Reha wars ganz schlecht bestellt; psychisch war ich v├Âllig fertig und mit wurde da auch nicht geholfen.

Nach all den Therapien usw f├╝hle ich mich aber besser, wobei ich aber oft recht m├╝de und energielos bin. Wichtig ist aber, dass Betroffene wissen, dass sie nicht allein sind. Man muss sich mit den ver├Ąnderten Lebensbedingungen auseinanderzusetzen und lernen, dass es eben nicht einfach weitergehen kann wie vorher, und wichtig ist der Erfahrungsaustausch mit anderen dabei.

avocado

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon avocado » Di 17. M├Ąr 2015, 21:17

Danke f├╝r deine Antwort!

So ging es mir auch. Ich denke es kommt auf sehr darauf an in welchem Alter einen diese Krankheit erwischt.
Ich hatte wohl auch Gl├╝ck, dass ich noch so jung bin. Langsam geht es mir besser und ich komme zu meiner Lebensfreude und Energie wieder zur├╝ck.

Das ist sehr wichtig ja! Ich habe bis jetzt nur niemaden getroffen der ebenfalls daran erkrankt ist..

Appi

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Appi » Mi 20. Dez 2017, 07:22

Hallo Avocado!
Dein Bericht ist von 2014, aber villeicht erreicht dich mein Bericht noch.
Ich bin 28 Jahre alt und im Mai 2017 auch an FSME erkrankt. Habe auch 2 Hunde zuhause wir sind auch viel im Wald unterwegs. Ich war auch nicht geimpft und man hat auch keine Zecke gefunden.
Alles fing ein paar Wochen vorher an ich f├╝hlte mich schlapp und antriebslos. Dann Migr├Ąne ├Ąhnliche Kopfschmerzen. Ich blieb einen Tag zu Hause. Am n├Ąchsten Tag f├╝hlte ich mich wieder besser und ging zur Arbeit. Der darauffolgende Tag war nicht gut um 10 Uhr morgens wider diese Migr├Ąneartigen Kopfschmerzen mit sehst├Ârungen und starker ├ťbelkeit mit Erbrechen. Also ging ich zum Hausarzt. Er meinte Migr├Ąne. Da ich schon ├Âfter mit Migr├Ąne zutun hatte und es sich viel schlimmer anf├╝hlte wie sonst hab ich mit Nachdruck darauf bestanden ins Krankenhaus zu gehen. Mir ging es immer schlechter und orientierungsprobleme und wortfindumgsst├Ârungen kamen dazu. Das Krankenhaus untersuchte mich und schickte mich nach Hause sollte es am n├Ąchsten Tag nicht besser sein soll ich wieder kommen.
Der n├Ąchste Tag war schlimmer! Wahnsinnig starke Kopfschmerzen, Licht und Ger├Ąusch empfindlich, ├ťbelkeit, Bauchschmerzen, Sprachst├Ârungen und 39,8 Grad Fieber. Wir sind wieder in die Klinik. Sie nahmen mich Station├Ąr auf. Dann kam die Nackensteifigkeit dazu. Sie machten eine Lumbalpunktion, MRT, EEG und Sonograpie. Mir ging es immer schlechter. Ich wurde nicht mehr richtig ansprechbar, k├Ânnte nichts mehr Essen, hatte keine Erinnerung mehr wusste gerade noch meinen Namen und musste mich andauernd ├╝bergeben. Nach 4 Tagen noch eine Lumbalpunktion und dann endlich das Ergebnis FSME. Ich war 2 Wochen im Krankenhaus, hab 8 kg abgenommen, konnte mich nicht an viel mehr erinnern, hatte taubheit und schmerzen im rechten Arm, starke Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Licht und Ger├Ąusch Empfindlichkeit. Dann war ich 6 Wochen auf REHA. Dort halfen mir die Neuropsychologie am besten. Nach 4 Monaten versuchte ich eine Wiedereingliederung in meinem Job. Ich ├╝berforderte mich ma├člos. Die Kopfschmerzen w├╝rden st├Ąrker und ich hab Panik beim Autofahren entwickelt. Ich brach ab.
Man f├╝hlt sich hilflos und im Stich gelassen. Andere verstehen es nicht. Sogar mein Hausarzt versteht es nicht und ich f├╝hle mich von im unter Druck gesetzt. Man sieht gesund und normal aus.
Jetzt 6 Monate danach:
Im Moment sind es noch ab und an Kopfschmerzen wenn ich mich ├╝berfordere. Ich kann mich nicht lange konzentrieren, kann keine l├Ąngeren Strecken Auto fahren (10 km) bin schnell m├╝de und muss tags├╝ber noch schlafen, noch etwas lichtempfindlich, ab und an taubheit im rechten Arm, kann in einer Gruppe Gespr├Ąche nicht folgen und Reize von au├čen nicht abstellen (├╝berempfindlich) das geht ganz sch├Ân an die Psyche.
Ich bin im Moment noch ambulant bei einem sehr guten Neuropsychologen. Das kann ich nur jedem empfehlen der in der Sackgasse FSME steckt. Wir arbeiten an einer langsamen Wiedereingliederung in meinem Beruf. Ich muss lernen mir Pausen zu nehmen und meinen K├Ârper zu verstehen.
Mich w├╝rde interessirinteressieren ob bei dir jetzt wieder alles okay ist und wie es dir weiterhin ergangen ist.
Man findet leider keine Erfahrungsberichte und viele ├ärzte kennen sich mit dem unterschiedlichen Verkauf dieser Krankheit nicht aus. Es w├╝rde mich freuen von jemanden etwas zu h├Âren.

LG

Stardust

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Stardust » Mo 2. Apr 2018, 02:56

Liebe Berichterstatter,

vielen Dank, vlt. werden Eure Berichte anderen Usern helfen, schneller eine FSME zu erahnen.

Noch eine Frage von hier:

Hattet ihr evtl. Kontakt mit Rohmilch?

LG
Stardust

mmk

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon mmk » Do 5. Jul 2018, 16:54

Hallo,
Ich sitze gerade in der Klinik. Mein Mann hat auch FSME. Er ist ├╝berhaupt nicht ansprechbar. Ich kann gar nicht sagen, ob er mich erkennt. Sein EEG hat sich nicht verschlechtert und das MRT hat nichts negatives angezeigt. Wer von Euch war auch so, als w├Ąre er ein Pflegefall. Die ├ärzte meinten, das es jetzt normal w├Ąre. Ich hab auf jeden Fall Ende August einmal Urlaub am Meer gebucht. Hab geh├Ârt, dass die Meerluft sehr gut hilft f├╝r die Genesung.

Jenny

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Jenny » So 8. Jul 2018, 00:09

Hallo Zusammen,

mein Freund( 29 Jahre) liegt auch seit letzten Dienstag wegen FSME im Krankenhaus. Wir wohnen in NRW und geh├Âren somit zu keinem der Risikogebiete. Er hatte noch nie einen Zeckenstich und seit 6 Wochen haben wir einen Hund. Sonntags morgens fand er dann die Zecke an sich am Bauch. Wir haben sie mit der Zeckenzange restlos entfernt. Da ich eine richtige Phobie gegen diese Viecher habe, bin ich als er nach einer Woche ├╝ber Grippesympthome klagte hellh├Ârig geworden. Er hatte Gliederschmerzen, schlappheit, leichte Kopfschmerzen. Da ich kein Risiko eingehen wollte hab ich ihn zum Arzt gezerrt. Wir haben von dem Zeckenstich, der ├╝brigens total unauff├Ąllig war, keine R├Âtung oder ├Ąhnliches berichtet. Der Arzt meinte das es eine normale Grippe sei, denn f├╝r FSME seien die Symptome zu schwach und Bourilliose k├Ânnte man so fr├╝h nicht feststellen. Ohne auch nur eine Untersuchung an meinem Freund zu machen, nicht mal Blutdruck gemessen oder Fieber gemessen, hat er uns weg geschickt. Also haben wir es halt wie eine Grippe behandelt. Wickmedi Night und Wickdaymet. Nach drei Tagen ging es ihm wieder gut. Ein paar Tage sp├Ąter musste er sich ├╝bergeben und hat sich schlapp gef├╝hlt, aber auch das ging wieder weg. Letzten Samstag Abend begannen dann die Kopfschmerzen. Sonntags konnte er sich kaum bewegen und keine Kopfschmerz oder Migr├Ąne Tablette hat geholfen. Dazu taten ihm seine Augen weh. Er wollte nichts essen und hat viel geschlafen. Am n├Ąchsten Tag musste er sich sobald er was getrunken oder gegessen hat ├╝bergeben. Man dachte immer noch es sei Grippe, wobei ich das nicht gedacht habe. Also vereinbarte ich f├╝r Dienstag morgen einen Termin beim Haus Arzt. Der hat ihn ob er 1,5std im Wartezimmer sitzen lassen und hat ihn ohne Untersuchung nach Hause geschickt und meinte er k├Ânnte da jetzt so nichts machen er soll doch morgen zum Blut abnehmen kommen. Dazu kam es aber nicht. Als ich Dienstag Abend von der Arbeit kam war er so hei├č und begann sich ohne Grund wieder zu ├╝bergeben. Also ab ins Krankenhaus. Dort wurde als erstes eine Blutkultur angelegt, ein CT gemacht und Nervenwasser aus den R├╝cken entnommen. Er hatte 40grad Fieber. CT und Nervenwasser waren unauff├Ąllig. Er wurde station├Ąr aufgenommen. Aber man konnte ja nur vermuten was es ist. FSME oder vielleicht Bourilliose. Am n├Ąchsten Tag bekam er ein MRT, EEG und eine Ultraschall Untersuchung. Ebenfalls alles unauff├Ąllig. Da die Ergebnisse vom Blut 2-3Tage dauern wusste man nicht was man akut tun soll. Also bekam er abgesehen von Mitteln gegen Fieber ( Paracetamol ) ein Breitband Antibiotika. Zus├Ątzlich bekam er starke Ohrenschmerzen, ein stechen im Ohr. Also musste er am Donnerstag zum HNO Arzt. Auch da war alles unauff├Ąllig. Das Fieber ist immer wieder in sch├╝ben da und er liegt da wie ein H├Ąufchen Elend, weil keine Besserung eintritt. Freitag dann das Ergebnis von Blut. FSME wurde best├Ątigt. Antibiotika sofort abgesetzt. Er bekommt nur das Paracetamol wegen dem Fieber. Das war's..alles andere soll der K├Ârper selber machen. Antik├Ârper bilden. Aktuell gibt es keine Verbesserung, das Fieber, die Ohren und Kopfschmerzen sind da. Dazu hat er bis gestern erbrochen. Seit heute hat er Durchfall und seine H├Ąnde zittern sehr stark wenn er z.b. ein Glas in die Hand nimmt. Wortfindungsst├Ârungen hat er meiner Meinung nach ebenfalls und kann sich nichts merken. Mir macht das alles sehr gro├če Sorgen. Wie lange dauert es bis es ihm besser geht? Und was wenn er Langzeit Sch├Ąden davon tr├Ągt. Ich f├╝hle mich echt hilflos. Er hat seit letzten Samstag nichts mehr gegessen, weil er seitdem er im Kraneknhaus ist jedes essen als ekelhaft empfindet. Entweder schmeckt alles sehr s├╝├č oder so das er fast Erbrechen muss. Die ├ärzte sahen es k├Ânnte am Antibiotika liegen was er zu Beginn bekommen hat liegen, wissen es aber auch nicht genau, da sie dieses Symptom nicht kennen. Ich versuche so oft wie m├Âglich bei ihm zu sein und stark zu sein, aber ich habe das Gef├╝hl das es nicht besser wird und die ├ärzte nichts machen. Vielleicht geht es ja jemandem auch so und vielleicht wei├č ja jemand wann endlich eine Besserung eintritt.
Vielen Dank und viele Gr├╝├če.

Hasenmaus

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Hasenmaus » Do 12. Jul 2018, 10:51

Hallo ,eben erst fand ich dieses Forum und m├Âchte Euch berichten,im Juni des letzten Jahres hat es mich erwischt.Schwindel an 3 Tagen der immer
st├Ąrker wurde bis er dauernd vorhanden war. Schlaganfallstation ,niemand wusste was es sei.sei.Verdacht auf Lagerungsschwindel.Kein Fieber
aber ├ťbelkeit und etwas wie leichte Grippesymptome.Ohne Lumbalpunmtion wurde ich entlassen.Ich wies auf FSME hin man lachte mich nur aus.
Dann folgten Schwindelambulanz HNO,Kardiologie und wieder Schwindelambulanz.Von angeblichem Morbus Meniere bis Vestibulaparoxysmie
war alles dabei.Nach 6 Monaten immer noch ein wackeln und schwanken,Lumbalpunktion Diagnose FSME .Hausarzt gewechselt wegen Dauerstress
mit Aussagen wie ,stellen sie sich nicht so an.Jetzt nach einem Jahr noch schlimmer ,alles wackelt ,das Bild pulsiert,Uniklinik G├Âttingen sagt damit
m├╝ssen sie leben.MRT war immer unauff├Ąllig.Leben damit geht kaum kein Autofahren, kein arbeiten .Be├Ąngstigend ist das ich finde es verschlimmert sich
ich habe t├Ąglich Bewegungs├╝bungen gemacht es wird nicht besser.Starke Nackenschmerzen kommen dazu.Bei ├ärzten wird man abgewiesen oder abgespeist ich sollte mich doch daran gew├Âhnen.
Ich w├╝nsche Euch f├╝r Eure Partner das wieder Gesundheit einkehrt und ihr das Leben wieder genie├čen k├Ânnt.Ich w├╝sste momentan nicht wer helfen k├Ânnte
vielleicht kennt jemand von Euch noch ein probates Mittel das wieder loszuwerden.

M├Ąuschen

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon M├Ąuschen » Do 16. Aug 2018, 21:30

Hallo, hab grad eben dieses Forum entdeckt, nachdem ich schon seit einer Weile auf der Suche nach weiteren Betroffenen bin.
Ich bin zweimal gegen Fsme geimpft (3. Impfung letztes Jahr ├╝bersehen) und dieses Jahr im Mai erkrankt. Nachdem ich zwei Wochen lang immer wieder starke Kopfschmerzen und Schwindel hatte und dann auch noch ├╝ber Nacht hohes Fieber bekam und ich mich ├╝bergeben musste, war mir klar: ab ins KH. Zecken hatte ich in diesem Jahr bereits mind. 8 St├╝ck - wir wohnen in Obb mit Hund und Katzen am Waldrand (rote Risikogebiet). Dort habe ich den Verdacht Zecke gleich angegeben. Es wurde sofort eine Blutuntersuchung,Lumbalpunktion sowie ein CT veranlasst. Ich bekam vorerst Schmerzmittel sowie ein Antibiotikum. Ich befand mich dann auch 5 Tage auf der Stokke-Station wg Bewusstlosigkeit und Krampfanfall zur Beobachtung. Ich hatte mega Kopfschmerzen, es kamen dann noch Ohrenschmerzen und gef├╝hllose Finger dazu, starkes Zittern, Appetit- und Geschmacklosigkeit dazu. Ingesamt war ich zwei Wochen im KH und dann auf Reha f├╝r vier Wochen. Bin jetzt seit ca sechs Wochen wieder daheim. Hab noch f├╝r weitere sechs Wochen eine Haushaltshilfe f├╝r meine Kids (j├╝ngstes 1,5 Jahre), da ich nicht f├Ąhig bin, die Betreuung alleine zu gew├Ąhrlristen bzw den Haushalt zu f├╝hren. Zudem darf ich 2 Monate lang nicht Autofahren. Ich f├╝hle mich im Alltag ├╝berfordert, bin oft m├╝de und ben├Âtige Ruhepausen. Ebenso habe ich Konzentration- und Ged├Ąchtnisprobleme, bin licht- und ger├Ąuschempfindlich. Bei einer Gruppensituation bin ich ├╝berfordert. Neue Umgebungen sind sehr anstrengend, einen angedachten Erholungsurlaub im Herbst haben wir wieder gecancelt, da jede Ver├Ąnderung mit viel Anstrengung verbunden ist. Mein Arzt sagt, dass der Heilungsprozess ca drei bis sechs Monate dauert, dann m├╝sste es besser sein und insgesamt sollte ich mir mindestens ein Jahr Zeit geben. Nervenheilung dauert.
Ich w├╝rd mich freuen noch weitere Berichte zu lesen.

wien

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon wien » Fr 17. Aug 2018, 16:48

ERst gestern habe ich dieses Forum entdeckt ung berichte entgegen meiner Gewohnheit, das nie zu tun: ich hatte am 26. Mai einen Zeck, und habe ihn am Morgen danach gefunden, entfernt. Er war noch nicht vollgesogen; habe hom├Âop. Mittel genommen prophylaktisch: ledum D6 und D200, Aconitum c200, Arnica c200. Und hatte trotzdem ein ungutes Gef├╝hl (hatte davor schon alle paar Jahre mal einen, ohne solche Gef├╝hle). Danach war ich auf Urlaub bis zum 7.6., wandern. Hin und wieder leichte Stiche im Kopf, da achte ich noch, ich h├Ątte einen Zug erwischt beim Autofahren bei offenem Fenster. Am 8. war mir schon den ganzen Tag ungut, Kopfschmerzen wie nach Gehirnersch├╝tterung, ├ťbelkeit, Kreislaufprobleme. Abends dann Fieber, 38┬░. Am n├Âchsten Tag Fieber um 38,5, Erbrechen, starke stechende Kopfschmerzen, die auf kein Grippemittel reagierten. Am Sonntag, 10. dann ins Spital, nach Mrt und Lumbalpunktion und meinem dezitiertem Hinweis auf den Zeckenbiss kein Befund. Bin auf eigene Verantwortung am n├Ąchsten Tag raus, nachdem durchs Paracetamol das Fieber gesunken ist. Die Schmerzen, die Ihr beschreibt sind durch die Entz├╝ndung im ZNS (habe ich bis heute immer wieder in unterschiedlicher Intensit├Ąt); durch gro├čes Gl├╝ck habe ich Zugang zu Alternativmedizinern, bekam daher FSME - Nosode in C30 und C200, aus der Microimmuntherapie 2L Mireg und 2L Inflam f├╝r 3 Montae (also weiterhin) und Coenzym Q10 3mal tgl 100mg f├╝r 14 Tage, seiter 100mg tgl. - bin daher wieder arbeitsf├Ąhig und bis auf wenige Tage gehts recht gut. Meiner Erfahrung nach hilft die Alternativmedizin also sehr gut!

Ach ja - seit gestern wei├č ich durch Blutbefund, dass es tats├Ąchlich FSME war.

Appi

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Appi » Mi 29. Aug 2018, 16:31

Hallo ihr Lieben,
Ich habe ja schon mal einen Erfahrungsbericht geschrieben... jetzt sind es fast 1 1/2 Jahre seit Infektion her.
Mir geht es wesentlich besser. Habe nur noch selten Kopfschmerzen, aber man muss definitiv lernen mit der Erkrankung bzw. den Symptomen umzugehen.
Ich musste mein Leben ├Ąndern und muss leider auch auf manches verzichten.
Gr├Â├čere Menschengruppen muss ich meiden denn ich f├╝hle mich schnell ├╝berfordert. Genauso mit neuen unbekannten Situationen. Ich war auch auf keiner Party oder Feier mehr seit der Erkrankung. Mein Schlaf und Ruhebed├╝rfnis ist immer noch sehr hoch. In so manchen Gespr├Ąchen merke ich die mein Gehirn einfach abschaltet. Vergesslich bin ich immer noch, muss mir alles aufschreiben (Einkaufszettel, Schl├╝ssel verlegt...) Das Autofahren klappt mittlerweile wieder ganz gut aber keine Langstrecken.
Das schlimme ist immer noch das sich viele Ärzte damit nicht auskennen und die Symptome herunder spielen. Ich muss auch dazu sagen das ich mich jetzt immer noch nicht in der Lage fühle meine Arbeit wieder in Vollzeit auszuführen.
Alle die Betroffen sind denen w├╝nsche ich alles gute und viel Geduld mit sich selbst zu haben. Gebt wirklich euch und eurem K├Ârper Zeit.
LG

Anni

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Anni » Do 25. Okt 2018, 14:57

Hallo, habe vor 3 Tagen endlich nach ca 4 Monaten Kampf eine Diagnose FSME best├Ątigt bekommen. Es war ein sehr langer Kampf und Streit mit verschiedenen ├ärzten. Vor allem bin ich selber Krankenschwester und wenn ich nach meinem Beruf nachgefragt worden bin, haben die ├ärzte entweder Augen verdreht oder bl├Âde Bemerkungen gemacht. Wollten einfach nicht eingestehen, dass eine Krankenschwester mit 30-j├Ąhrige Erfahrung mehr Wissen haben kann, als manche Anf├Ąnger-├ärzte oder ├ärzte ├╝berhaupt. Die gro├če Unterst├╝tzung war mein HA. leider egal wo er mich hingeschickt hat, kam ich wieder wie ein Bumerang zur├╝ck, meistens ohne Ergebnis. Trotz vielen Beleidigungen und oft Aussagen wie: ÔÇ×ich soll lieber zum Psychiater, oder ich soll mich nicht so anstellen ÔÇ× habe nie aufgegeben, weil mir so schlecht ging, und wollte eine Diagnose haben und den allen anderen beweisen, dass ich wirklich nicht psychisch krank bin. Ich war bei mehreren Augen, HNO und Haut├Ąrzten gewesen, leider haben die nie was organisches gefunden. Ich bekam immer nur zum sagen, dass meine Augen trocken sind, dass ich auf rechtes Ohr schlechter h├Âre, aber das alles hat mit dem Alter zu tun ( bin weiblich, 50 Jahre alt). Gut, die j├╝ngste bin ich nicht, aber auch nicht alt, das die Aussage meinem Alter entspricht. Vor meiner Erkrankung war ich im guten k├Ârperlichen Verfassung,bin viel gereist und war sportlich immermit viel Energie geladen. Das wollte aber keine h├Âren, genauso wenn ich erz├Ąhlte, dass ich viel in der Natur unterwegs bin. Sogar die Neurologen im Krankenhaus, wo ich zur Lumbalpunktion und MRT gewesen bin, haben mich f├╝r psychisch krank erkl├Ąrt, weil im MRT und Blut nichts auff├Ąlliges rauskam.Jetzt bin ich froh, dass ich nicht aufgegeben habe. Die letzte ca. 3 Wochen gehtÔÇśs langsam aufw├Ąrts. Bin einfach aus Ratlosigkeit zur eine Heilpraktikerin und sie hat gleich angefangen auszuleiten alles was mit Zecken zutun hat, Eigenbluttherapie usw. Mir gehtÔÇśs noch von weitem nicht so gut, das ich arbeiten kann. Aber es hat sich in der Zeit bei ihr was positives getan. Auch wenn es sehr langsam vorw├Ąrts geht, ich sp├╝re, es tut sich was. Und mit ihr will ich die Therapie fortsetzen, weil bei vielen ├ärzten habe ich kein Vertrauen mehr und ich bin davon ├╝berzeugt, dass mich meine Heilpraktikerin wieder auf die Beine bringt. Bin positive Mensch und diesmal muss ich mich nur gedulden, auch wenn ich ├Âfters im Leben ungeduldig war. Ich wei├č, irgendwann bin ich wieder die Alte.

Johannes

Re: FSME - Erfahrungsbericht

Beitragvon Johannes » Do 3. Jan 2019, 14:10

Hallo an die FSME Gesch├Ądigten
Ich bin 71 Jahre alt und habe mit einer FSME Erkrankung im Juni 2018 sehr viel Gl├╝ck gehabt.
Gerade eben habe ich einige erschreckende Berichte im Forum gelesen.
Ich m├Âchte kurz berichten wie die FSME Infektion passiert ist und wie ich die Symptome ├╝berstanden habe.
Vermutlich wurde die Infektion durch den Verzehr eines Rohmilch Ziegenk├Ąses ausgel├Âst. Der Zegenhof hatte sich vor kurzem von Weidehaltung auf Stallhaltung umgestellt da wahrscheinlich schon vorher FSME Erkrankungen im Zusammenhang mit Rohmilchprodukten aufgetreten waren. Das war mir aber nicht bekannt.
Der Verlauf der Erkrankung war sehr typisch. 1 Woche Grippesymptome und danach wieder im Wesentlichen beschwerdefrei.
Auf einer Fahrradtour sp├╝rte ich zunehmende M├╝digkeit und sich t├Ąglich verschlechternde ÔÇ×GrippesymptomeÔÇť. Mit Hilfe von Aspirin konnte ich die Fahrradtour zu Ende f├╝hren. Am n├Ąchsten Tag entschied ich mich zum Arzt zu gehen da sich inzwischen ca 40 Grad Fieber eingestellt hatte.
Mein gro├čes Gl├╝ck war es, dass die ├ärztin sofort erkannte, dass es sich um FSME handeln k├Ânnte und dass in meinem fortgeschrittenen Alter sehr schneller Handlungsbedarf angesagt ist.
Ich kann in die Notaufnahme im Krankenhaus und erhielt zun├Ąchst nur Infusionen mit Wasser um das Fieber zu senken.
Am n├Ąchsten Tag stieg das Fieber auf 41 Grad und ich litt zunehmend unter geistigen und k├Ârperlichen Ausf├Ąllen. Ein Gang zur Toilette wurde unm├Âglich und ich konnte keine Testfragen der ├ärzte mehr beantworten.
Nach einigen Untersuchungen im MRT und nach einer Lumbalpunktur wurde am n├Ąchsten Tag die Diagnose FSME gestellt.
T├Ąglich wurden mir hohe Dosen mit Antibiotika infundiert und gro├če Mengen Wasser um das Fieber zu senken.
Nach einer Woche konnte ich entlassen werden trotz weiterhin auftretender Symptome.
2 Wochen lang litt ich unter R├╝ckenschmerzen und es stellte sich eine depressive permanente M├╝digkeit ein.
Wiederum hatte ich Gl├╝ck und ich lie├č mich durch einen erfahrenen Arzt f├╝r Akkupunktur Dr. B. in T├╝bingen behandeln.
Die M├╝digkeit die Depressionen und die R├╝ckenschmerzen waren nach 6 Akkupunkturbehandlungen nahezu verschwunden.
Leider traten nach 4 Wochen seit der Infektion erneut Probleme im Schulterbereich auf, die zu einer Blockierung meines gesamten K├Ârpers f├╝hrten insbesondere bei pl├Âtzlichen Bewegungen und beim Schwimmen. Schwimmen war schlie├člich nicht mehr m├Âglich. Beim Radfahren bin ich ├Âfters wie blockiert umgefallen ohne mich abst├╝tzen zu k├Ânnen.
Leider haben weitere Akkupunktursitzungen zu keiner Verbesserung der Symptome gef├╝hrt und ich habe die Ursache auf neuronale St├Ârungen zur├╝ckgef├╝hrt.

Die Schulterblockaden haben mich dann ca 6 Monate begleitet aber mit zunehmender Besserung. Durch t├Ągliches ├ťben mit leichten sehr bewussten Bewegungen und viel Spazieren gehen sind jetzt die Symptome zu 95% verschwunden.
Vielleicht kann ich mit dem Hinweis auf meine erfolgreich verlaufende Akkupunkturbehandlung einige Anregungen f├╝r die Heilung der FSME Symptome geben.


Zur├╝ck zu ÔÇ×Neuropsychologische Krankheiten u. SymptomeÔÇť



cron