Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Moon

Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Moon » Fr 11. Jan 2019, 18:57

Hallo,

Ich (31) melde mich hier nicht für mich, sondern für eine Freundin (37) um die ich mir wirklich Sorgen mache.

Sie hat aus meiner Sicht massive psychische Probleme, ich weiß nicht mehr wie ich ihr in irgendeiner Weise helfen kann.

Wir haben uns vor ca. 13 Jahren über ein so genanntes Forenrollenspiel kennen gelernt. Schon damals hat sie auf Kleinigkeiten innerhalb des Forums vollkommen überreagiert. Damals sah ich das als blöde Zickerei an, in Anbetracht dessen welche Ausmaße es angenommen hat denke ich darüber inzwischen auch anders.
2014 wurde bei ihr eine Depression festgestellt, Therapie oder Klinik lehnte sie von Anfang an vehement ab. 2015 hat sie vom Hausarzt Citalopram verschrieben bekommen, dies aber eigenmächtig abgesetzt. 2017 das selbe mit Mirtazapin. Auch die Familienverhältnisse bei ihr (sie wohnt bei ihren Eltern) sind laut ihrer Aussage nicht so gut, jedoch erzählt sie davon nicht viel.
Ich selbst bin seit vielen Jahren schon nicht mehr in solchen Forenrollenspiel tätig, während es für sie zum kompletten Inhalt ihres Lebens geworden ist, das hat sie mir auch genau so gesagt.
Vor ungefähr sieben Jahren hat sie in einem dieser Foren eine Freundin gefunden mit der sie zusammen gespielt hat, sie haben sich auch privat öfter getroffen.
Leider ist sie derart fixiert auf diese Freundin und deren Charakter (aus dem Spiel), dass sie glaubt ohne nicht leben zu können. Besagte Freundin hat diese Forenrollenspiele im November letzten Jahres aus privaten Gründen verlassen und das hat die Situation zum eskalieren gebracht.
Meine Freundin ist dadurch ganz offensichtlich in ein tiefes Loch gefallen und hat aus meiner Sicht den Bezug zur Realität komplett verloren.
Das Wort "Therapie" oder "Klinik" darf noch nicht einmal fallen, ohne dass sie regelrecht ausrastet, daher mache ich das auch nicht mehr. Sie ist der festen Überzeugung ohne dass ihre Freundin wieder mit ihr spielt nicht mehr glücklich sein zu können. Sie postet Statusmeldungen in WhatsApp und auch öffentlich im Internet, dass sie sterben möchte und sendet Bilder an mich die ihre aufgeritzten Arme zeigen, Videos in denen sie bitterlich weint oder Bilder von Tabletten, dazu schreibt sie, dass sie diese am liebsten alle nehmen will.
Eine Therapie ist für sie keine Option, das betont sie immer wieder.
Ich sehe das alles als deutlichen Hilferuf aber mir sind die Hände eben gebunden. Ich sehe keinen anderen Weg als eben eine Therapie, aber ich kann sie ja in keine Klinik einweisen, noch nicht mal spontan vorbei fahren da sie über 500km weit weg wohnt.
Ich kann aus der Ferne die Situation nicht einschätzen ob sie sich wirklich etwas antun würde. Ich sehe ihren Zustand aber als sehr bedenklich und merke auch, dass das an mir zehrt da ich täglich morgens nach dem aufstehen und nach der Arbeit unzählige (zwischen 30 und 50) Nachrichten von ihr auf dem Handy habe. Diese beinhalten unter anderem die genannten Bilder. Nach der Abeit chatte Ich täglich bis ich zu Bett gehe mit ihr und versuche für sie da zu sein. Ich aber muss zugeben dass mich das inzwischen ziemlich überfordert, zugleich habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich länger nicht aufs Handy schaue, denn ihr gibt das das Gefühl, dass ich nicht für sie da bin, das hat sie mir auch so gesagt.
Ich sehe mich da, so leid es mir tut aber auch nicht in der Verantwortung und kann das glaube ich emotional nicht mehr lange. Ich will natürlich auch nicht als Konstante wegbrechen, das würde ihren Zustand wahrscheinlich noch verschlimmern. Ich kann mit der Situation aber langsam nicht mehr umgehen und komme mir richtig schlecht vor wenn ich manchmal genervt von ihren Nachrichten bin, da ich weiß dass sie mir damit nichts böses will und dringend Hilfe braucht.

Gibt es irgendwas, das ich für sie tun kann? Ich will ihr so gern helfen...

Gruß
Moon

Martin

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Martin » Fr 11. Jan 2019, 21:01

Wenn sie Suizid androht/ankündigt, lasse sie einweisen. Du brauchst auch kein schlechtes Gewissen haben.
Dieses "Spiel" wird ewig weitergehen, wenn du nicht dein Verhalten anpasst. Deine Freundin ist für ihr Leben selbst verantwortlich. Sag ihr das.
Es liegt alleine an ihr, ob sie vorhat diese Verantwortung wahrzunehmen oder es lässt und es liegt an dir, ob du das weiterhin mitmachst oder
anders reagierst. Es steht jedem frei sich Hilfe und Unterstützung zu suchen oder eben nichts zu tun.

Moon

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Moon » Fr 11. Jan 2019, 21:39

Guten Abend,

Zunächst einmal vielen Dank für die Antwort.
Sie schreibt mir nie direkt "Ich bringe mich um" sondern lediglich "ich will sterben" oder "einfach nicht mehr aufwachen". Reichen solche Aussagen schon aus um sie einweisen zu lassen?

Können ihre Eltern und Bruder, bei denen sie ja lebt, Einfluß nehmen, wenn ich jetzt nach so einer Aussage wirklich den Notarzt (ich nehme mal an da würde ich anrufen?) hole und der dann vor dem Haus steht? Also ihn rein theoretisch wegschicken oder dergleichen? Ich denke eben dass diesen Leuten der Zustand ihrer Tochter nicht klar, oder egal ist. Anders kann ich mir nicht erklären warum von denen bisher keiner was unternommen hat. Ebenso frage ich mich das auch bei ihrem Hausarzt, er hat ihr mehrnals diverse Medikamente verschrieben (aktuelle wohl Schlaftabletten), ohne genauer zu hinterfragen wie mir scheint.

Gruß
Moon

marie

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon marie » Sa 12. Jan 2019, 08:30

guten Morgen,
mir fallen zwei Dinge auf,
erstens vertraut deine Freundin dir, bleib an ihrer Seite, das ist wertvoll

zweitens will ihr jetziges Leben beenden, unterstütze sie hierbei, nicht sterben ist die Lösung sondern die Umgestaltung ihres Lebens, eine gute Thearpie, ein Erkennen wer sie ist.

Sie befindet sich offensichtlich in einen mehr als kritischen Zustand, die hat sich selber anscheinend komplett verloren und identifiziert sich nur noch über andere. Nun vereinnahmt sie deine Person, das aber - da stimme ich dir zu, ist nicht ihr Recht. Möglicherweise ist sie im Leben an deiner Seite, damit auch du einige Schritte mit ihr gehst und auch du erkennst wer du bist? Nichts ist Zufall!

Allerdings kannst du sie nicht auffangen und dauerhaft szützen. Das heißt nicht, dass du dich abgrenzen solltest - allerdings solltest du schauen, wer du bist und aus dieser Position mit ihr in Kontakt bleiben.

wende dich auf jeden Fall an ausgebildete Personen, Beratungsstellen können die Diakonie und Caritas sein aber auch ProFamilie oder der psychosoziale Dienst deiner Kommune. Hier kannst du erst mal für dich Unterstützung bekommen, wie du mit ihr umgehst, ohne ihr den Halt zu nehmen!

Schön wäre, wenn ihr diese Schritte gemeinsam gehen könntet, schaut, was euch verbindet, aber auch wer ihr beide seit, denn hier auf Erden seit ihr zwei Personen und auch das hat seinen Sinn!


Es wird letztlich auf sie ankommen ob sie Hilfe annimmt, oder sich in ihrem Ego einigelt,
toll, wenn in diesem Moment jemand da ist, denke aber immer daran sie ist sie und du bist du -

Hilfe kann man anbieten, nie erzwingen,

ich hoffe sie entscheidet sich mit dir zu gehen und für ihr Leben,
dir viel Kraftt!!!!!!

Martin

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Martin » Sa 12. Jan 2019, 09:45

Zwangseinweisung wird gemacht bei unmittelbarer möglicher Gefährdung von sich selbst oder Gefährdung anderer. Jemand der z.B. "nur" offensichtlich krank ist und sich nicht behandeln lassen will, kann nicht zwangseingewiesen werden. Also, man kann nicht jemanden gegen seinen Willen therapieren oder anderweitig behandeln. Wenn die Selbstgefährung oder Gefährdung anderer nicht mehr besteht, kommt man auch relativ schnell wieder raus. Gleichwohl kann so ein Schuss vor den Bug durchaus mal hilfreich sein.

Anlaufstelle wäre für so einen Fall eher die Polizei, die dann Weiteres veranlasst (Notarzt wenn medizinischer Notfall, also hat bereits irgendwas gemacht; aber natürlich wird auch Polizei Arzt hinzuziehen). Wenn eine unmittelbare (Selbst-)Gefährdung allerdings offensichtlich nicht vorliegt, z.B. weil Personen direkt vor Ort sind (Eltern, Bruder) die aufpassen (oder das zumindest behaupten...), dann kann man nicht einweisen lassen.

Letztlich ist es ihre Sache was sie tut und ihre Verantwortung. Du hingegen bist für dich selbst verantwortlich. Ich an deiner Stelle würde ihr sagen, dass du sie gerne weiterhin unterstützt, aber dass sie selber auch was tun muss. Ich vermute, sie hat vor Therapie und Klinik einfach Angst dass sie eingewiesen werden könnte und vielleicht nicht mehr rauskommt. Das stimmt aber nicht. Solange sie einem Therapeuten nicht direkt ankündigt sich umzubringen, wird er nicht einweisen lassen. Er wird das nur tun, wenn er tun muss.

Wenn sie sich nicht darauf einlässt, wenn sie weiterhin nichts tun will außer dir in den Ohren zu liegen und dich als seelischen Mülleimer heranzuziehen, würde ich mir überlegen ob überhaupt und wenn ja, in welchem Umfang du bereit bist das mitzumachen. Wenn es gar nicht anders geht, würde ich den Kontakt abbrechen (auch wenn sie sich ggf. dann selbst verletzt oder Schlimmeres; es ist ihre Sache. Du bist dann auch nicht herzlos oder so. Lass dich nicht emotional erpressen!).

Mathilda

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Mathilda » Sa 12. Jan 2019, 16:48

Hallo Martin,

das erste woran ich gedacht habe nach dem ich deinen Beitrag gelesen habe, war Borderline und emotionale Erpressung. Gerade wegen der Bilder von Selbstverletzungen und der Anzahl an Nachrichten wirkt es so. Ein Hilfeschrei von Jemandem der keine Hilfe annehmen will ist vielleicht eher ein Aufmerksamkeitsschrei. Aber was auch immer die Beweggründe für das Handeln deiner Freundin sein mögen..
Sollte Sie wirklich die Absicht haben, sich das Leben zu nehmen, dann wirst du Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht daran hindern können und es liegt auch nicht in deiner Verantwortung das zu tun. Ich finde es gut, dass du dich nach Außen wendest und das nicht mit dir selbst versuchst auszumachen.
Ich möchte dir an's Herz legen, dich vielleicht mal ein wenig mit der Borderline-Thematik auseinanderzusetzen, denn dazu gehört weit mehr als, wie die meisten glauben, selbstverletzendes Verhalten. Es gibt einige Seiten im Netz mit Tipps für Angehörige, wozu dich wahrscheinlich nicht zählst. Dennoch scheinst du ja eine wichtige Bezugsperson zu sein, also kann man das sicher auch auf dich adaptieren. Ich bin keine Psychologin, aber schaden kann es nicht sich das mal anzuschauen.
Verlier in der Angst um deine Freundin nicht dich selbst aus den Augen und setze sofern es dir möglich ist Grenzen. Denn genauso wie deine Freundin in erster Linie für sich selbst verantwortlich ist, bist du es auch für dich.

Liebe Grüße

Moon

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Moon » Sa 12. Jan 2019, 18:22

Guten Abend,
Zunächst einmal vielen Dank für die Antworten, es tut auch gut mal mit jemandem darüber zu reden der vollkommen ausenstehend ist und somit objektiv.

Von emotionaler Erpressung hat mein Mann in dieser Angelegenheit ebenfalls gesprochen und wie ich das hier nun lese liegt er damit ja nicht ganz falsch.
Es geht halt inzwischen so weit dass ich zum Beispiel wenn ich arbeiten muss oder abends schlafen will Nachrichten erhalte die Sätze wie: "du gehst also lieber arbeiten" oder "lass du mich nur auch noch im Stich" beinhalten.
Kann/darf ich ihr überhaupt sagen dass das so nicht ok ist für mich?

Danke auch für den Rat, ich werde mich in die Thematik Borderline auf jeden Fall einlesen, ich denke mal dann kann ich so einiges vllt auch besser verstehen.

Gruß
Moon

Mathilda

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Mathilda » Sa 12. Jan 2019, 18:47

Sobald du dich damit persönlich eingeschränkt fühlst, und das klingt ganz danach, kannst und solltest du sogar Grenzen aufzeigen. Das wird deiner Freundin sicherlich ganz und gar nicht gefallen und es kann sein das sich ihr Verhalten sogar noch krasser wird. Klare, unmissverständliche Kommunikation ist wichtig. Lass dich nicht komplett vereinahmen und mach dir klar, dass jeder in erster Linie die Verantwortung für sich selbst trägt. Sollte Sie sich was antun, weil du nicht antwortest oder weil du Grenzen aufzeigst, dann liegt der eigentliche Grund immer bei ihr und mit dem Mangel an erlernten Möglichkeiten damit umzugehen. Ganz enorm zugespitzt
ein Beispiel könnte man sagen, wenn sich jemand was antut weil die Milch im Supermarkt alle ist, würde man wohl auch nicht den Supermarkt dafür verantwortlich machen.
Lieben Gruß

Marie

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Marie » Sa 12. Jan 2019, 19:08

Moon, versuche bitte nichts im Alleingang! Wenn sie sich etwas antut, dann wäre das traurig für alle, bleib an ihrer Seite aber nur mit entsprechender fachliche Hilfe!!!! Du überschätzt dich, wenn du Hobbypsychologe spielst!
Emotionale Erpressung ist Quatsch, sie ist offensichtlich nicht gesund,
Als, pass auf, dass du gesund bleibst, überlege was du brauchst , zB nächtliche Ruhe, Fachberatung , kommuniziere dies ! Alles Gute!!!

Martin

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Martin » Mo 14. Jan 2019, 07:11

Auch offensichtlich psychisch kranke oder beeinträchtigte Personen können selbstverständlich emotional erpressen, auch wenn Bösartigkeit und Vorsatz dabei keine Rolle spielen müssen. Sie macht das, weil offenkundig bei dir erfolgreich für sie ist. Entscheide du, inwieweit du das länger mitmachen willst bzw. dich vernünftig abgrenzt.

Im Nachgang, zu einem späteren Zeitpunkt und mit etwas Ruhe, würde ich mir überlegen, aus welchem Grund ihr Verhalten bei dir auf derart fruchtbaren Boden gefallen ist und wie du für die Zukunft für dich einen besseren Weg finden kannst.

Gast

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Gast » Do 17. Jan 2019, 21:40

Hallo Moon,
wie waren die letzten Tage? Hat sich was seit deinem ersten post bis heute bzgl des Kontakts zu deiner Freundin verändert?


Mir ist aufgefallen, dass du schon zu Beginn schreibst, dass du hier für eine Freundin fragst,.. wie deiner Freundin geholfen werden könnte.
Du fragst hier, weil du selber nicht weißt in welcher Weise du ihr noch helfen kannst, du an der Grenze deines Wissens, deiner Erfahrung, deiner Belastbarkeit angekommen bist.
Meine Frage an Dich: Was brauchst DU für dich (von uns, von anderen), um "bei dir bleiben" zu können, stabil zu bleiben, dich mit deinen Grenzen und Gefühlen ernst zunehmen und die Verantwortung für deine Freundin bei dieser belassen zu können?

Ja, Menschen schreien manchmal um Hilfe.
1: Bringe dich bei Rettungsversuchen nicht selber in Gefahr. ….sonst müssen hinterher zwei Leute aus dem Wasser gefischt werden.
2: Wenn ich zur Rettung ein Seil zur Verfügung stellen kann, der andere aber ein 4-Mann-Tiefseetaucherteam zur Rettung bräuchte, ist es traurig, wenn der andere ertrinkt, weil er das Taucherteam nicht an sich ranlässt. Es ist traurig, aber auch das kann passieren. Und kein Retter hat Schuld.
3: Wenn der mit dem Seil, obwohl er zur Rettung nicht beitragen kann, dem Trauerspiel auf hoher See weiter zu schaut, kann es passieren, dass er selbst auf seinem Boot verhungert oder, noch trauriger, an anderer Stelle jemand ertrinkt, der nur auf ein Seil gewartet hat und damit hätte gerettet werden können.

In diesem Sinne,
ich schick dir Kraft und liebe Grüße!

RedRose

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon RedRose » Fr 18. Jan 2019, 07:57

Hallo Gast,
das hast Du sehr treffend beschrieben !
Helfen Ja, bis zur Selbstaufgabe Nein. Grenzen ziehen und wenn man merkt, alleine helfen klappt nicht, dann sich Hilfe dazuholen - und diese Freundin braucht dringend u. bald Hilfe...

Moon

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Moon » Mi 23. Jan 2019, 17:12

Hallo,

danke für die zahlreichen Antworten. Meine Freundin ist leider verstorben. Tatsächlich hat sie sich nicht das Leben genommen, es war ein Herzkreislaufstillstand, sie hatte am Ende auch massive körperliche Symptome, die für mich aus 500km Entfernung so offensichtlich waren, dass ich den Notdienst gerufen habe, dieser wurde an der Tür abgewimmelt von den Eltern. Ich habe daraufhin mit dem Bruder Kontakt aufgenommen und ihm mehrfach gebeten DRINGEND was zu unternehmen. Wenige Tage später kam dann von ihm die Nachricht, dass sie gestorben ist.
Ich bin fassungslos über diese Familie die all die Warnsignale nicht erkannten und nichts unternahmen.
Ich hoffe es geht ihr besser wo sie jetzt ist, es ist für mich noch schwer zu begreifen

LG
Moon

Gast

Re: Ich sorge mich um eine depressive Freundin

Beitragvon Gast » Fr 25. Jan 2019, 19:12

Ach Moon,
das tut mir leid. Deine Fassungslosigkeit ist mir nachzuempfinden.
Ich wünsch' dir Kraft, das Geschehene möglichst unbeschadet zu verarbeiten. Du warst bestimmt eine gute Freundin und jeder, der dich als Mensch in seinem Leben hat, kann sich glücklich schätzen. Ich hoffe, dir wird die gleiche Zuneigung zuteilt, die du anderen gibst, besonders in so schwierigen Zeit, wie jetzt. Alles Gute für dich!






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