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Austherapiert- am Rande der Gesellschaft

doma

Austherapiert- am Rande der Gesellschaft

Beitragvon doma » So 10. Feb 2019, 14:35

Hallo,
Ich bin NEU hier.
Seit ca.30 J. habe ich die Diagnose "Depression".
Fühle mich im Moment komplett austherapiert.
Der einzige Gedanke ist mein Tod und wie ich diesen herbeiführen kann.
Es gibt dabei ein Problem.
Hinterlasse dabei 3 Kinder(20,22,25), sowie meine Tiere( 4 Hunde und 2 Katzen).
Ich möchte einen Hund mit in den Tod nehmen.
Sehr traurig.
Tierliebe Grüße

Lxndx

Re: Austherapiert- am Rande der Gesellschaft

Beitragvon Lxndx » Mo 11. Feb 2019, 14:54

Guten Tag ,

Ihren Text habe ich mir nun mehrfach durch gelesen , kann für mich jedoch nicht deuten , was Sie sich nun erhoffen oder erwarten.

Können Sie Ihr Anliegen bitte näher bezeichnen ?

Freundliche Grüße.

Seeadler

Re: Austherapiert- am Rande der Gesellschaft

Beitragvon Seeadler » Di 12. Feb 2019, 00:55

Woh, den Titel "Austherapiert- am Rande der Gesellschaft"" hätte ich auch so gewählt.

Bei mir ists nur nicht die Diagnose Depression, sondern Multiple Sklerose die mich seit 13 Jahren begleitet, aus dem damals gerade angefangenen Berufsleben rausgeholt hat. Und dann gehöre ich auch noch zu den 1% der MSler die das beschissende Glück haben zusätzlich die "Suicide Disease" zu bekommen. Die ganzen Kiefer schon kaputtoperiert, und tagtäglich nur noch mit starken Medis (Betäubungsmittel,...) am vegetieren sind. Rente gibts nicht? Arbeiten geht nicht. Wenigstens erträgt mich meine Frau und meine beiden Kinder. Aber irgendwie hab ich die Schauze voll, irgendwann ist der Punkt erreicht wo man selbst auch nicht mehr will.

Mach dir mal keinen Kopf um deine Familie. Deine Kinder sind alt genug und können wahrscheinlich allein auskommen. In 50 Jahren kräht kein Hahn mehr nach Dir. Ich selbst hab mir schon meinen Weg und eine Zeit für mein Ableben ausgesucht. Ab ins Eiswasser des Baltikums, ertinken oder erfrieren, was als erstes kommt. Möglicht viele Seemeilen weg von der Küste und dann auf immer verschwinden. Wer braucht schon solche Wracks wie uns.

Sascha

Re: Austherapiert- am Rande der Gesellschaft

Beitragvon Sascha » Di 23. Apr 2019, 19:57

Hallo,
Also ich kann meinem vorschreiber nicht zustimmen. Ich habe mit 21. Meinen Vater durch seine Alkoholsucht verloren und ich hätte ihn sehr wohl gebraucht. Ich bin nun 31 verheiratet und habe zwei Kinder. Bei keinen dieser tollen Ereignissen hatte ich meinen Vater an meiner Seite. Und habe sehr darunter gelitten. Selbst heute noch tut der Gedanke an ihn sehr weh. Und oft habe ich auch eine unendliche Wut auf ihn, weil er sich so früh "aus dem Staub" gemacht hat.
Mitlerweile habe ich selbst seit 10 jahren eine Depression mal weniger mal mehr stark. Und der tot meines Vaters hat da sicherlich sein Beitrag zu geliefert. Es fällt mir nach wie vor sehr schwer darüber zu schreiben oder zu reden.
Also wer brauch solche fraks wie euch? Eben genau diese Menschen. Mit meinem 10 jahren Depression kann ich sicherlich nicht deinen Schmerz und deine erschöpftheit nach empfinden. Aber du wirst vielleicht in deiner Geschichte auch bessere Zeiten gehabt haben und schon häufig unter Beweis gestellt haben wie stark du bist. Vielleicht kannst du aus deinen Erfahrungen schöpfen und findest doch noch gründe weiter zu machen?
Letzten Endes ist jeder selbst für sein leben verantwortlich. Und hat auch das recht es zu beenden wann er meint (so zumindest mein denken) allerdings hat ein Schlusstrich halt auch folgen und das auch für Erwachsene!!!!!!! Kinder.
Ich finde den Beitrag meiner vor Schreibers sehr bedenklich und verstehe nicht wirklich warum so etwas frei gegeben wird, da es für mich wie eine Aufforderung zum Selbstmord klingt. Der du meiner Ansicht nach nicht nachgehen solltest. Wie gesagt für mich hatte der tot meines Vaters als 21 jähriger schlimme folgen. Und die Verantwortung als Elternteil endet nicht mit der volljährigkeit sondern bleibt für immer bestehen.
Dein Beitrag ist schon etwas her. Ich hoffe das du noch da bist und dich gegen deine Dämonen weiterhin zu Wehr setzt.
Vielleicht kannst du aus meinem Erfahrungen etwas ziehen und siehst deine Kinder wieder etwas mehr. Vielleicht auch nicht. So oder so wünsche ich dir das die sonne wieder Einzug bei dir erlangt und du hier und dort kleine Freuden finden kannst.
Vielleicht magst du ja mal was von dir hören lassen. Ich würde mich freuen.
Lieben Gruß
Sascha.


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