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Depression durch Propofol?

muh

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon muh » Fr 21. Apr 2017, 19:23

Mir hat ein Anästhesist mal bei der Frage nach Depressionen erklärt (als ich ganz ängstlich wurde wegen der Frage) dass es um die Einnahme von Antidepressiva geht - wobei, jetzt wo ich das schreibe denke ich, könnten sie dann ja auch gezielt nach Medikamenten fragen.....hm?

Lilly

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon Lilly » Do 27. Apr 2017, 09:16

Zitat:
die patienten gehen nach operationen immer zu den operateuren oder hausärzten zur nachsorge und erzählen dann, wenn sie etwas merkwürdig finden.



Dazu muss man aber auch als Patient (und Arzt) erstmal auf den Zusammenhang zwischen Medikament/Narkose und Symptomen kommen! Vor allem, wenn es sich um Dinge handelt, die man nicht erwarten würde. ;)

Ich hatte selber in der Vergangenheit einige Beispiele, wo ich teilweise erst Jahre (!) später drauf kam, dass es zwischen bestimmten medizinischen Dingen und gewissen Symptomen einen kausalen Zusammenhang gab. Eines dieser Beispiele war das Absetzen von SSRI und meinen auftretenden Brain Zaps. Hatte ich dem verschreibenden Arzt damals auch berichtet, aber dass dies nun vom Absetzen der Medikamente alleine kam.... die Idee hatte keiner von uns.


Zur Narkose: Meine Mutter hatte vor Jahren eine sechsstündige Narkose und hatte fast augenblicklich nach dem Erwachen aus selbiger Symptome, die sie zum einen zuvor nie gehabt hatte, zum anderen ist eine alte Angsterkrankung wieder ausgebrochen.
Ich würde es also in deinem Fall nicht kategorisch ausschließen wollen.

Allerdings würde ich mich an deiner Stelle auch nicht darauf versteifen, dass es nun zweifelsfrei so sein muss. ;) Manchmal gibt's auch nur doofe Zufälle und vorübergehende Zustände.

Sportedition

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon Sportedition » Fr 19. Mai 2017, 16:22

Vor 27 Stunden hatte ich eine Magenspiegelung. Es wurde Diprivan (Propofol) eingesetzt. Ich wollte heute gar nicht aufstehen. Bin niedergeschlagen, schwindelig, müde und muss dauernd gähnen. Ich muss mich zwingen hinaus zu gehen. Die Sonne erscheint mir unangenehm grell. Es ist mir auch unangenehm heiß heute. Auch habe ich das Gefühl, dass ich nun eine Depression habe. (Selbstmordgedanken und ist eh alles egal usw.) Die erste Spiegelung scheiterte. Die Internistin, die auch gerichtliche Sachverständige ist meinte, ich benötige keine Sedierung. Aufgrund meiner Xylocain-Unverträglichkeit gab sie mir auch keinen Rachenspray. Die Spiegelung musste abgebrochen werden. Die zweite Spiegelung im AKH scheiterte nun, da sich der Magen nicht aufblähen ließ und gerade jener Bereich, der Probleme macht (Fundus), daher nicht einsehbar war... Dass nun auch die zweite Spiegelung nicht funktionierte, kann doch keine Depression auslösen? Ich tippe daher auch auf das Propofol. Aufgrund Burn-Out (Erschöpfungsdepression, Angststörung) nahm ich 2014, ein Jahr lang, Antidepressiva. Ich bin froh, dass es diese Antidepressiva gibt. Aber, noch froher bin ich, dass ich diese ausschleichen konnte. Nun bin ich mit Autogenem Training, Meditation, Yoga, Achtsamkeitsübungen soweit über die Runden gekommen.

Emil93

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon Emil93 » Sa 8. Jul 2017, 00:51

Ich weiß nicht ob es Glück oder Pech ist, das ich auf diesen Austausch hier gestoßen bin..
Denn ich durchlebe momentan das gleiche wie du Misti - seit einer Vollnarkose im März (Propofol) fühle ich mich anders, beschissen.
Depressionen / kann mich schlecht auf Texte oder Gespräche konzentrieren / manchmal leichte Benommenheitsgefühle (als wäre alles nicht so ganz "klar")..
Da meine Bedenken über einen Zusammenhang mit der Nagnose immer größer wurden habe ich jetzt mal recherchiert und stoße hier auf diesen Thread.

Magst du mir mal erzählen, wie es dir mittlerweile geht?
Können uns gerne auch privat austauschen wenn du möchtest?

Lg, Emil

Kiki

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon Kiki » Mi 15. Nov 2017, 08:02

Hallo zusammen,
hatte vor 4 Wochen eine 4 h Operation mit Gebährmutter Entnahme und als Narkose Mittel wurde NUR Propofol verwendet. Ich habe seit 2004 schon 3 depressive Phasen durchlebt und war die letzten 6 Jahre sehr gut mit Escitalophram 10 und Mirtazapim 1/4 Tablette eingestellt. Am Tag nach der OP war die Depression mit allen Nebenwirkungen sofort da. Kein Schlafen möglich, keinen Hunger, Angstzustände, usw. Ich wusste überhaupt nicht was geschehen ist. Dann bin ich hier auf die Seite gestoßen und dachte vielleicht hängt es mit dem Narkosemittel zusammen. Danach fragte ich bei den Ärzten nach dem Anästhesiebericht nach. Dann googelte ich nach Propofol und Depressionen. Sogar in der Apothekenumschau wird als Wechselwirkung davor gewarnt Propofol zu verwenden wenn man Citalopram oder Escitalopram bekommt. Ich habe den Ärzten und dem Anästhesiten vor der OP von meinen Medikamenten und Depr. erzählt. Sie meinten nur "das interessiert uns nicht!" Kann man da nicht wenigstens vor warnen? Und eine alternative in Erwägung ziehen? Das macht mich so wütend!
Vor allem weil nach Recherche im Internet von meiner Freundin, welche Pharmakologin ist, es erwiesen ist, daß Propofol aktiv den Serotonin-Dopamin (Glückshormon) Spiegel im Hirn senkt und in die Neurotransmitterfunkion eingreift. Diese Studie haben wir meinem Psychater vorgelegt und er meinte ja da scheint es einen Zusammenhang zu geben. Mein Test mit Bioresonanz nach Paul Schmidt und Propofol hat dies bestätigt. Blockiert voll den Serotonin Stoffwechsel im Hirn. Als alternative meinte er könnte man KETAMIN S als Narkosemittel einsetzten. An diesem wird z.Z. geforscht das es Depressionen innerhalb 1 h für eine Woche verschwinden lassen kann. Bewirkt im Hirn also genau das Gegenteil. Werde das jetzt mit Bioresonanz austesten. Es wäre bei mir nämlich noch diesen Monat eine Darmspiegelung dran. Und der Arzt meinte das macht er nur mit Propofol und er hat gar nichts anderes da, außer Dormicum. Den Termin verschiebe ich erst nochmal ins nächste Jahre.
Jetzt habe ich alle Medikamente wieder hoch gefahren und warte geduldig die 6 Wochen ab und hoffe das dieser Albtraum vorbei geht. Ich möchte einfach wieder glücklich sein können und Schlafen können. Nach 4 Wochen hatte ich heute leider wieder eine komplett schlaflose Nacht.
Mich ärgert das nur so ungemein, daß die Ärzte immer nur ihren Teilbereich anschauen und nicht ganzheitlich auf den Menschen schauen. Und eine Warnung aussprechen das es hier z.B. mit Propofol und Depressionen Schwierigkeiten geben kann.

LG Kiki

Alison

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon Alison » Fr 23. Mär 2018, 17:55

Ich bin froh, dass ich diesen Thread gefunden habe... Vor drei Wochen musste mich einer Darmspiegelung unterziehen. Im Rahmen der Narkose bekam ich 1 mg Dormicum, 100 mg Propofol und 20 mg Butylscopolamin. Einen Tag nach der Spiegelung ging es los - zuerst mit starken Hitzewallungen und Krankheitsgefühlen, wie bei einer starken Grippe, dann kamen stundenlang anhaltendes Herzklopfen und ganz starke Panikattacken mit vernichtenden Angstgefühlen und Depressionen hinzu. Ich hatte früher bereits einmal eine Angst- und Panikstörung in einer Phase der beruflichen und privaten Überlastung, war aber seit über zwölf Jahren symptomfrei, psychisch sehr stabil und nahm auch keinerlei Medikamente mehr ein. Die jetzigen Panikattacken waren auch total untypisch. Keine der erfolgreichen Strategien, die ich gelernt habe, um die Panik in den Griff zu bekommen, hat funktioniert. Dass die urplötzlich auftretenden Mega-Panikattacken irgendwie mit der Darmspiegelung zusammenhängen müssen, hat mir bisher niemand geglaubt. Mir ging es bis zur Spiegelung psychisch sehr gut, mein Leben ist in Ordnung und jetzt soll ich von einem Tag auf den anderen psychisch völlig austicken... das ist doch Blödsinn!

Juli

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon Juli » Do 7. Feb 2019, 17:50

Hey, ich hatte auch so etwas ähnliches nach meiner Magenspiegelung. Allerdings war das nur in den Nächten. Da hat es so komisch in meinem Hals gekribbelt (so hat es auch gekribbelt als ich das Propofol bekam) und ich hatte davon total die Angstzustände, bestimmt dreimal die Woche und immer bin ich mit diesem Gefühl aufgewacht.
Ich habe gelesen, dass sowas zu dem postnarkotischen Trauma gehört. Gerade auch was Propofol angeht, weil die Patienten zwischendurch aufwachen aber sich nicht mehr erinnern können aber wohl diese 'Erinnerungen' trotzdem gespeichert werden. Und wenn du dich da zum Beispiel hilflos oder so gefühlt hast, dann kann sich das später als depressive Verstimmung bemerkbar machen oder halt als Angst wie bei mir. Sowas sollte aber nach einigen Monaten von alleine verschwinden. Der Beitrag ist ja auch schon ein bisschen älter :-P Also ich hoffe alles ist wieder gut bei dir :-)

Doppeloma

Re: Depression durch Propofol?

Beitragvon Doppeloma » Mi 10. Apr 2019, 19:20

Hallo ihr Lieben, hatte vorgestern auch eine Darmspiegelung mit Propofol, war erstaunt, wie schnell ich wieder wach war, aber seitdem bin ich total niedergeschlagen, habe Kreislaufstörungen, könnte nur heulen, bin sooo müde. Hatte meine Depris gut im Griff, jetzt fühle ich nur noch Schwäche und Traurigkeit, warum wird man vorher nicht darauf hingewiesen, dass es solche Nebenwirkungen hat?....


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