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Depression und keiner hilft mir.

Sascha

Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Mi 17. Apr 2019, 01:53

Hallo zusammen.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin jetzt 31 und zur zeit geht es mir gar nicht gut.
Ich schleppe jetzt schon seit Anfang 20 Müdigkeit und abgeschlagenheit mit mir Rum und bin es so satt. Ich war schon so häufig beim Arzt in den letzten jahren werde aber nicht ernst genommen. Zwischen drin sind zwar auch immer Phasen in denen es besser ist und ich halbwegs gut zurecht komme aber seit ca. 1 1/2 jahren bin ich nur noch unten.
Ich hab vor 3 jahren einen neuen Job in einer wohngruppe als Leitung angefangen. Und hab sehr sehr viel gearbeitet und Überstunden ohne ende gemacht. Irgendwann habe ich gemerkt das es nicht mehr geht. Das war vor 9 Monaten als mein zweites Kind zur Welt kam. Also nutzte ich die Chance und bin in Elternzeit gegangen. Heute sitze ich hier und fühle mich noch schlechter als vor 9 Monaten. Nicht erholt nichts. Meine ehe scheint bald unter dem Druck zu zerbrechen und ich weiß nicht mehr vor und zurück.
Heute war ich dann wieder mal beim Hausarzt nachdem ich mit dem sozial psychologischen dienst telefoniert habe. Dieser hatte mir geraten mir eine Einweisung für eine Klinik zu holen. Mein Hausarzt sieht mich dort allerdings nicht. Er findet ich bräuchte eine psychotherapie (womit er natürlich recht hat). Allerdings habe ich vor einigen Jahren schon mal versucht einen platz für eine zu bekommen und hab es nicht geschafft an Ball zu bleiben, weil das ständige telefonieren mir einfach zu viel würde und ich dann in eine Art trotz verfallen bin, nach dem Motto wenn mir keiner helfen will dann halt nicht.
Ich habe mir fest vorgenommen, morgen das Telefon in die Hand zu nehmen.
Aber wie soll ich die zeit bis zum Beginn einer Therapie überbrücken. Ich glaube nicht das ich noch ein halbes jahr schaffe ich bin echt am ende. Ich kann nicht mehr mit meiner Frau streiten das geht so nicht weiter. Und ich kann nicht immer nur traurig sein. Ich hab zwei tolle Kinder aber kann die zeit mit ihnen nicht genießen. Ich will nicht auf mein leben blicken und dann das Gefühl haben immer unglücklich zu sein. Jeder hat doch ein recht auf glücklich sein. Wenigstens hin und wieder sich gut zu fühlen.
Gibt es auch andere Möglichkeiten sich in eine klink einweisen zu lassen auch ohne den Hausarzt? Oder hat jemand noch einen anderen Tipp für mich?
Was ich auch sehr erschreckend finde ist, das ich mich zur zeit extrem viel mit dem tot beschäftige. Nicht das ich konkret an Selbstmord denke sondern mir Gedanken darüber mache welche Folgen der tot hat. Und was mir immer wieder böse in den Kopf rein kommt ist, das dann wenigstens alles vorbei wäre. Dieser Gedanke führt widerrum zu solchen Situationen wie, das ich beim überquern der Straße denke und jetzt ein Auto und ich hab ruhe. Das macht mir Angst.
Ich weiß echt nicht mehr wie ich mich alleine wehren soll und kann. Bisher hatte ich es irgendwie wenigsten noch immer in griff. Aber es fühlt sich so an als wenn mir alles entgleitet.
Über den wieder beginn meiner Arbeit in 3 Monaten will ich gar nicht erst nachdenken und auch nicht über die Gefühle die ich auf Grund meiner flucht in die Elternzeit habe.
Ich hab auch niemanden in Freundeskreis oder in der Familie der mir da weiter helfen kann. In Gegenteil eher habe ich das Gefühl das ich als mann solche Gefühle nicht haben darf.
Danke das ihr ein Ohr für mich hattet und vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp oder Anlaufstelle für mich.
Vielen dank.
Sascha

RedRose

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon RedRose » Mi 17. Apr 2019, 09:10

Hallo Sascha,
eine Auszeit von Allem (d.h. Jobwiederaufnahme/die Gedanken u. Bedenken daran, dem Alltagstrott u. der Familie) ist, denke ich, JETZT dringend notwendig bei Dir. Du solltest Dich jetzt m.E. für Dich selbst gut sorgen, damit Du aus Deiner Krise einigermaßen heil herauskommen kannst. Das wird nicht einfach werden, ein Kampf u. dauern. Du kannst Dir von Deinem Hausarzt einen Überweisungsschein für eine psychosomatische Klinik (psychische u. daraus resultierende körperliche Beschwerden) holen. Dann führst Du mit der Klinik ein Vorgespräch u. klärst darin ab, ob für Dich eine Tagesklinik (abends fährst Du nach Hause, an nächsten Morgen checkst Du wieder ein) oder ob Du stationär bleibst, d.h. nur am WE heimkommen kannst (wenn Du willst). Beides sind psychosomatische Kliniken, d.h. es wird auf Deine psychischen (Depression) u. körperlichen (ich weiß nicht, was Du hast, viel. Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Nervosität, Gereiztheit etc.) Probleme eingegangen. Während dieser Zeit bekommst Du automatisch psychologische Gespräche. 4 bis max. 12 Wo geht so was. Während der Zeit wird Dir bei Deinen akuten Problemen geholfen, auch kannst Du dir hier die benötigte Zeit für Dich nehmen. Die wirst Du auch brauchen. Während Deines Aufenthalts kannst Du Dir dann deine/n Therapeuten/in für später suchen. Die Klinik, der Hausarzt u. Deine Krankenkasse haben entsprechende Listen. Notfalls www o. Telefonbuch. Wenn Du einen einigermaßen guten Tag hast, dann telefoniere wg. eines Therapieplatzes - den Tip kann ich Dir auch noch geben. Überlege Dir das mit der Klinik u. ob Du nicht gleich stationär gehst. Das könnte auch zu Hause für einen gewissen Abstand u. Entspannung sorgen. Es ist weniger als halb so schlimm, wie es sich liest. Ich habe auch die Erfahrung gemacht u. rückblickend war das sehr wichtig u. richtig für mich.
Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut u. viel. magst Du dann mal wieder schreiben, für was Du dich entschieden hast u. wie es Dir ergangen ist. LG RedRose

Gast

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Gast » Mi 17. Apr 2019, 21:06

Hallo Sascha,
nach den Psychotherapie-Richtlinien hat jeder Krankenversicherte seit April 2017 ein Recht auf Akutgespräche bei ambulanten Therapeuten. (Psychotherapeutische Sprechstunde: In bis zu drei Gesprächen klärt der Psychotherapeut ab, ob ein Verdacht auf eine psychische Krankheit vorliegt, der Patient eine Richtlinienpsychotherapie benötigt oder ob ihm andere Unterstützungs- und Beratungsangebote (zum Beispiel eine Familienberatungsstelle) helfen können. Das Angebot ist verpflichtend: Alle ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten, die eine Genehmigung zur Abrechnung von Richtlinienpsychotherapie haben, müssen ab 2017 diese Sprechstunden anbieten. Dies gilt auch für Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie.) Falls du selber keinen ambulanten Platz findest: Deine Krankenkasse muss(!) dir da weiterhelfen.

Der gängige Weg ist (z.B. über die Krankenkasse) eine Liste ambulanter Therapeuten einzuholen (mit der Info über Wartezeiten bzw. freie Plätze).
Dann Akutgespräche (s.u.) bzw. Erstgespräche vereinbaren. Dann Akutversorgung bzw. probatorische Sitzungen. Zu Beginn jeder Therapie sollte eine gute Diagnostik erfolgen ggf. mit entsprechenden diagnostischen Testungen. Wenn man sich eine gemeinsame Zusammenarbeit vorstellen kann, heißt es dann warten, bis ein Therapieplatz frei wird (=Warteliste).

Ansonsten kann ich mich der Vorschreiberin anschließen, was (teil-)stationäre Aufenthalte betrifft. Aber auch hier gibt es, wenn es keine Akutstation ist, Wartezeiten. Diese könntest du aber zum Beispiel mit akuten ambulanten Gesprächen überbrücken. Und dich auch dort ggf. bei der Suche nach einem stationären Platz unterstützen lassen. Und wenn dein Hausarzt dir keine Krankenhauseinweisung geben will: Hausarzt wechseln oder direkt zum Facharzt (Psychiatrie).

Und bis dahin: es gibt Therapieangebote für Selbstzahler, wo man oft schneller einen Platz bekommt und die kostenfreie anonyme Telefonseelsorge.

Habt Ihr bei Euch im Unternehmen einen BAP (Betrieblichen Ansprechpartner)? Auch diese unterliegen der Schweigepflicht und könnten eine Anlaufstelle für dich sein, um Rückkehr nach Elternzeit, Berufliche Perspektive, Krankheit, Reha etc. zu besprechen. Es ist alles meist nicht so perspektivlos, wie es sich anfühlt.

Und zuletzt: "Keiner hilft mir" …. ja, ein echtes Sch***gefühl! Wie schön es auch wäre, dass gerade einem "leitendem Helfer" auch mal geholfen wird, jemand ihn an die Hand nimmt, ihm erlaubt nichts leisten zu müssen, sich bedingungslos kümmert...- da wird keiner kommen. Das musst du selbst für dich tun! Viel Kraft dafür, gute Besserung

sabrina

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon sabrina » Mi 17. Apr 2019, 22:27

Hallo Sascha,
deine zu den Symptome einer Depression und leider scheint es bei dir sich nicht nur um eine Phase zu handeln. Ich habe lange, sehr viele Jahre unter Depressionen gelitten und bin darin vor Jahren immer weiter versunken. JA, es stimmt, viele Menschen wissen nicht was es heißt so zu empfinden oder nicht zu empfinden, ich meine es ist das Schlimmste was einem Menschen geschehen kann sich selber und damit jedlichen Kontakt zur Außenwelt komplett zu verlieren.
Nun bist du aber noch immer handlungsfähig. Ohne dich unter Druck zu setzen, möchte ich dir mitteilen, du musst jetzt für dich handeln, denn der Verlauf der Krankheit ist über die Zeit immer heftiger.
Die gute Nachricht, glaube mir – Depressionen sind ein Hilferuf in dir und wenn du darauf achtest und dir die notwendige Unterstützung, die dir zusteht!, holst, auch gut behandelbar.
Das gemeine an der Situation ist, dass man in der Situation oftmals nicht in der Lage bist aktiv zu werden, wenn dann aber eine gute Phase kommt der Glaube entsteht alles sei wieder gut und ein Einordnen in den Alltag sicherlich wieder möglich. Nutze die aktiven Phasen. Ich weiß selber, dass ich leider in diesen Phasen etwas zu viel Energie an den Tag legte, um möglichst nicht so schnell wieder zu versinken. Wichtig ist die Energiereserven gezielt ein zu setzen und ruhig mal um zu schauen, Hilfe, die in der Finsternis nicht erkennbar ist , ausfindig zu machen.
Schlicht - Wenn dein Hausarzt meint er wisse es besser, dann geh zu einem anderen. Es gibt auch die Möglichkeit über einen Facharzt – Neurologen eine Einweisung zu erhalten, bzw. sich über psychologische Beratungsstellen Zugang zur Unterstützung zu nehmen.
Depressionen haben sehr viele Facetten und es ist schwer die starke Schwächung des Gemüts ohne Licht von außen zu beleuchten. Meist spielen grundlegende Verhaltensmuster, die irgendwann sehr wichtig und praktisch waren (oftmals in der Kindheit) eine wesentliche Rolle. Gepaart mit einer genetischen Variante und eventuellen Traumata, geraten wir in Gedanken – und Gefühlskreisel, die uns aus der Bahn werfen würden, wenn sie anhalten, also können wir uns einfach nicht mehr helfen und machen eine Vollbremsung. Das dumme an der Sache ist, dass die Bremse vielleicht mal gelockert wird, die kreisenden und isolierenden Gedanken und Gefühle aber nicht einfach verschwinden.
Dein Job in der Wohngruppe hat ggf. bei dir alte Muster in Erinnerung gebracht, die dich entweder erinnern, heute aber gar nicht mehr passen. Eine Rückkehr ohne Therapie sehe ich da auch kritisch.
Anderseits ist die Flucht in die Familie (Elternzeit) nur ein Ausweichmanöver, vermutlich mit sehr hohen Erwartungen deinerseits. Ach ja und dann ist da ja auch noch die Tatsache, dass zwei kleine Kinder auch noch eine recht große Herausforderung darstellen. Von „Erholung“ ist da auch kaum aus zugehen D
Dass deine Frau dir nicht behilflich sein kann, muss keine schlechte Absicht sein, vllt will sie verdrängen. Das aber heißt nicht dass du – auch wenn du so fühlst – einsam bist – du hast Familie und auch Kinder, die dich brauchen und die du ja aufwachsen sehen willst – richtig?

Ich bewundere deine Tatkraft selber um Hilfe zu bitten, bleib dran! Es gibt Listen über deine Therapeuten in deiner Umgebung – bitte um Hilfe und Rückruf, oftmals wissen die Kerle untereinander wer geringere Wartezeiten hat.
Ich kann dich nur ermutigen, meine Neurologin hat mir zwei Therapeuten empfohlen, beide haben mir innerhalb von nur drei Wochen einen ersten Termin angeboten. Sollte es zu keinem schnellen Kontakt kommen, so gibt es in unserer Stadt noch eine psychologische Zentralstelle für Akutfälle, die u.a. auch Einweisungen unterstützen. Auf jeden Fall gibt es auch die Möglichkeit über den fachärztlichen Dienst innerhalb von max. 3 Monaten einen Therapeuten oder Facharzt zugeteilt zu bekommen. Die Organisation ist Landessache – schau im Netz!
„ Allerdings habe ich vor einigen Jahren schon mal versucht einen platz für eine zu bekommen und hab es nicht geschafft an Ball zu bleiben, weil das ständige telefonieren mir einfach zu viel würde und ich dann in eine Art trotz verfallen bin, nach dem Motto wenn mir keiner helfen will dann halt nicht.
Ich habe mir fest vorgenommen, morgen das Telefon in die Hand zu nehmen.“

Sehr gut – nicht aufgeben – es geht um dein Leben – und auch um das Leben deiner Familie, also um das Wichtigste der Welt – Trotzen darfst du immer wieder mal, aber nicht dauerhaft!

„Aber wie soll ich die zeit bis zum Beginn einer Therapie überbrücken. Ich glaube nicht das ich noch ein halbes jahr schaffe ich bin echt am ende.
Was ich auch sehr erschreckend finde ist, das ich mich zur zeit extrem viel mit dem tot beschäftige. Nicht das ich konkret an Selbstmord denke sondern mir Gedanken darüber mache welche Folgen der tot hat. Und was mir immer wieder böse in den Kopf rein kommt ist, das dann wenigstens alles vorbei wäre. Dieser Gedanke führt widerrum zu solchen Situationen wie, das ich beim überquern der Straße denke und jetzt ein Auto und ich hab ruhe. Das macht mir Angst.“

Zu Recht hast du Angst, das ist gut, zeigt dir selber, dass du am Leben hängst, deine Lebensversicherung.
Aber der Teil der passiv suiziale Bilder herbeisehnt sollte nicht stärker werden. Den Tod musst du zwar sicherlich nicht fürchten, aber ob alles vorbei ist? Für dich,? Für deine Angehörigen – deine Kinder mit Sicherheit nicht!

Sascha, du musst nicht solange warten – im Notfall, im Falle suizialer Absichten -- geh in eine Klinik lass dich notfallmäßig vermitteln – jede Ambulanz kann in diesem Fall für dich eine Anlaufstelle sein,
du schaffst das!

„Jeder hat doch ein Recht auf glücklich sein. Wenigstens hin und wieder sich gut zu fühlen.“

Ich würde sagen, jeder bekommst die Chance auf ein erfülltes Leben – das kann Glück bedeuten und ich meine aus deinen Worten zu lesen, dass du bereits auf dem Weg bist, aber noch ganz am Anfang – viel Kraft beim Laufen! Du bist nicht allein, finde deine Verbündeten!
Sabrina

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Di 23. Apr 2019, 19:18

Hallo nochmal.
Vielen dank für eure langen antworten.
Ich finde es sehr nett das ihr euch die zeit genommen habt so ausführlich auf meinem Beitrag zu antworten. Das ist nicht selbstverständlich.
Ich habe noch mal drück bei meinem Hausarzt gemacht, was zu folge hatte, das ich nun endlich die Überweisung bekommen habe. Am 3.5 habe ich dort das erste Gespräch. Das hatte wenigsten für ein paar tage für Entlastung gesorgt. Auch wenn nun die Kurve wieder runter geht.
Eure Tipps werde ich mir zu Herzen nehmen und die nötigen stellen aufsuchen. Leider habe ich es noch nicht geschafft die Psychologen ab zu telefonieren. Aber der Tipp mir die Liste über die Krankenkasse zu besorgen macht das ganze schon mal eine ganze Ecke leichter. Da so das suchen schon mal weg fällt.
Auch die anderen Tipps sind hilfreich. So habe ich zumindest momentan das Gefühl, dass am Ende des dunklen Tunnels doch etwas auf mich wartet und ein raus kommen möglich ist.
Vielen dank dafür.
Sascha.

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Fr 10. Mai 2019, 17:33

Hallo Sabrina.
Ich dachte ich antworte mal hier, weil es nicht wirklich ins andere Thema passt. Hatte jetzt bei zwei Psychologen den ersten Termin. Beim zweiten erst heute morgen. Mit ihm könnte ich mir auch eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Da könnte ich in zwei bis drei Wochen Abständen Termine regelmäßig bekommen.
Was jedoch ein kleines Problem dar stellt ist, das ich ab den 21.5 erstmal einen Klinik Aufenthalt habe, weshalb ich nun erstmal keinen neuen Termin hab. Ich soll mich dann nach der klinik noch einmal melden für einen weitere Termine. Das macht mir etwas sorge, weil ich befürchtete, das bis dahin eventuell keine Termine mehr zur Verfügung stehen. Ich wollte Montag mal in der klinik anrufen, und fragen ob es trotzdem möglich ist in der zeit Termine außerhalb wahrzunehmen. Obwohl ich das eher bezweifeln.
Danke fürs nachfragen.
Lieben Gruß.

sabrina

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon sabrina » Fr 10. Mai 2019, 22:17

danke für die Rückmeldung Sascha,
gut wenn´s mit dem Therapeuten klappt! ich bin etwas verwundert, dass zwischen den Sitzungen so große zeitliche Abstände sind, mich hatte anfangs zwei Mal in der Woche Termin, inzwischen ein Mal wöchentlich, Klinikaufenthalt steht noch an.
wenn du in eine psychologisch ausgerichtete Klinik geht's, dann ist es eigentlich üblich nach der Zeit wieder in ambulante Begleitung zu kommen, mach dir keine unnötigen Gedanken, der Psychologe ist in der Regel auch nach deinem stationären Aufenthalt noch für dich da D
sollte es eine physiologische Behandlung sein, schau, ob du dies zum jetzigen Zeitpunkt brauchst,
setze Prioritäten,
denn letztlich entscheidest du deinen Weg, Therapeuten sind nur Hilfesteller,
LG

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » So 12. Mai 2019, 09:39

Ich denke die Abstände haben was mit den freien Terminen dieses Therapeuten zu tun.
Bin ja froh, daß ich überhaupt so schnell Termine bekommen hab. Die meisten haben mich sofort abgewimmelt. entweder weil sie generell keine Patienten mehr aufnehmen, oder mit Wartezeiten von über einem halben Jahr und länger. Auch dir kassenärztliche terminvergabestelle war mir da keine Hilfe. Dort habe ich mehrere Tage hintereinander 1-2 Stunden in der Warteschleife gehangen um dann komplett aus der Leitung zu fliegen. Schließlich hab ich mir dann eine ärzteliste aus dem Netz gesucht und die alle abtelefoniert.
Zum klinik Aufenthalt bin ich sehr zwiegespalten allein sie Tatsache von Zweibettzimmer macht mir etwas Stress und in Gruppen über mich zu sprechen ist auch nicht unbedingt meins, ich wollte der Sache aber aufjedenfall eine Chance geben. Wenn es absolut nichts für mich ist kann ich ja immer noch gehen.
Hab auch ein schlechtes Gefühl weil meine Frau dann mit den Kids alleine Zuhause sitzt, aber wenn es mir weiter helfen sollte, profitiert ja die ganze Familie davon. Insgesamt geht's mir die letzten Wochen generell schon etwas besser, alleine durch die Tatsache das ich mich auf den weg gemacht hab. Wobei ich auch sorge hab, dass das bisschen Energie auch schnell wieder weg ist. weshalb ich immer wieder mich selbst etwas ausbremse um mir die Energie etwas einzuteilen. Ganz nach dem Motto lieber viele kleine Schritte nach vorne anstatt mit einem großen Satz im nächsten Loch zu versinken.
Lieben Gruß.

Sabrina

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sabrina » So 12. Mai 2019, 18:36

Ja, der Klinikaufenthalt wird spannend, langsam erde ich mich etwas, habe Helfer und irgend eine innere Energiequelle entdeckt, die mir immer wieder mal die dunklen Gedanken vertreibt🙂
Es ist aber eher ein Warten und besser nochmals tiefer zu schauen, dabei soll die Klinik behilflich sein,
Denn wir haben beide Familie und wenn wir die Kurve bekommen sicher auch noch einige sehr schöne Tage zum drauf freuen vor uns! Bitte sammel weiter Kraft, war mir eine Freude mit dir geschrieben zu haben !
Alles Gute

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Mi 15. Mai 2019, 19:00

Das kann ich so nur zurück geben. Deine Beiträge Regen mich stehts zum nachdenken an und zeigen mir interessante Blickwinkel. Hoffe das du auch weitere Schritte nach vorne gehst und am Ball bleibst.
Ich werde dann aus der Klinik mal berichten und meine Erfahrungen teilen. Vielleicht kann ja der ein oder andere damit was anfangen.
Lieben Gruß.


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