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Depression und keiner hilft mir.

Sascha

Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Mi 17. Apr 2019, 01:53

Hallo zusammen.
Ich wei├č gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin jetzt 31 und zur zeit geht es mir gar nicht gut.
Ich schleppe jetzt schon seit Anfang 20 M├╝digkeit und abgeschlagenheit mit mir Rum und bin es so satt. Ich war schon so h├Ąufig beim Arzt in den letzten jahren werde aber nicht ernst genommen. Zwischen drin sind zwar auch immer Phasen in denen es besser ist und ich halbwegs gut zurecht komme aber seit ca. 1 1/2 jahren bin ich nur noch unten.
Ich hab vor 3 jahren einen neuen Job in einer wohngruppe als Leitung angefangen. Und hab sehr sehr viel gearbeitet und ├ťberstunden ohne ende gemacht. Irgendwann habe ich gemerkt das es nicht mehr geht. Das war vor 9 Monaten als mein zweites Kind zur Welt kam. Also nutzte ich die Chance und bin in Elternzeit gegangen. Heute sitze ich hier und f├╝hle mich noch schlechter als vor 9 Monaten. Nicht erholt nichts. Meine ehe scheint bald unter dem Druck zu zerbrechen und ich wei├č nicht mehr vor und zur├╝ck.
Heute war ich dann wieder mal beim Hausarzt nachdem ich mit dem sozial psychologischen dienst telefoniert habe. Dieser hatte mir geraten mir eine Einweisung f├╝r eine Klinik zu holen. Mein Hausarzt sieht mich dort allerdings nicht. Er findet ich br├Ąuchte eine psychotherapie (womit er nat├╝rlich recht hat). Allerdings habe ich vor einigen Jahren schon mal versucht einen platz f├╝r eine zu bekommen und hab es nicht geschafft an Ball zu bleiben, weil das st├Ąndige telefonieren mir einfach zu viel w├╝rde und ich dann in eine Art trotz verfallen bin, nach dem Motto wenn mir keiner helfen will dann halt nicht.
Ich habe mir fest vorgenommen, morgen das Telefon in die Hand zu nehmen.
Aber wie soll ich die zeit bis zum Beginn einer Therapie ├╝berbr├╝cken. Ich glaube nicht das ich noch ein halbes jahr schaffe ich bin echt am ende. Ich kann nicht mehr mit meiner Frau streiten das geht so nicht weiter. Und ich kann nicht immer nur traurig sein. Ich hab zwei tolle Kinder aber kann die zeit mit ihnen nicht genie├čen. Ich will nicht auf mein leben blicken und dann das Gef├╝hl haben immer ungl├╝cklich zu sein. Jeder hat doch ein recht auf gl├╝cklich sein. Wenigstens hin und wieder sich gut zu f├╝hlen.
Gibt es auch andere M├Âglichkeiten sich in eine klink einweisen zu lassen auch ohne den Hausarzt? Oder hat jemand noch einen anderen Tipp f├╝r mich?
Was ich auch sehr erschreckend finde ist, das ich mich zur zeit extrem viel mit dem tot besch├Ąftige. Nicht das ich konkret an Selbstmord denke sondern mir Gedanken dar├╝ber mache welche Folgen der tot hat. Und was mir immer wieder b├Âse in den Kopf rein kommt ist, das dann wenigstens alles vorbei w├Ąre. Dieser Gedanke f├╝hrt widerrum zu solchen Situationen wie, das ich beim ├╝berquern der Stra├če denke und jetzt ein Auto und ich hab ruhe. Das macht mir Angst.
Ich wei├č echt nicht mehr wie ich mich alleine wehren soll und kann. Bisher hatte ich es irgendwie wenigsten noch immer in griff. Aber es f├╝hlt sich so an als wenn mir alles entgleitet.
├ťber den wieder beginn meiner Arbeit in 3 Monaten will ich gar nicht erst nachdenken und auch nicht ├╝ber die Gef├╝hle die ich auf Grund meiner flucht in die Elternzeit habe.
Ich hab auch niemanden in Freundeskreis oder in der Familie der mir da weiter helfen kann. In Gegenteil eher habe ich das Gef├╝hl das ich als mann solche Gef├╝hle nicht haben darf.
Danke das ihr ein Ohr f├╝r mich hattet und vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp oder Anlaufstelle f├╝r mich.
Vielen dank.
Sascha

RedRose

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon RedRose » Mi 17. Apr 2019, 09:10

Hallo Sascha,
eine Auszeit von Allem (d.h. Jobwiederaufnahme/die Gedanken u. Bedenken daran, dem Alltagstrott u. der Familie) ist, denke ich, JETZT dringend notwendig bei Dir. Du solltest Dich jetzt m.E. f├╝r Dich selbst gut sorgen, damit Du aus Deiner Krise einigerma├čen heil herauskommen kannst. Das wird nicht einfach werden, ein Kampf u. dauern. Du kannst Dir von Deinem Hausarzt einen ├ťberweisungsschein f├╝r eine psychosomatische Klinik (psychische u. daraus resultierende k├Ârperliche Beschwerden) holen. Dann f├╝hrst Du mit der Klinik ein Vorgespr├Ąch u. kl├Ąrst darin ab, ob f├╝r Dich eine Tagesklinik (abends f├Ąhrst Du nach Hause, an n├Ąchsten Morgen checkst Du wieder ein) oder ob Du station├Ąr bleibst, d.h. nur am WE heimkommen kannst (wenn Du willst). Beides sind psychosomatische Kliniken, d.h. es wird auf Deine psychischen (Depression) u. k├Ârperlichen (ich wei├č nicht, was Du hast, viel. Schlafst├Ârungen, Appetitlosigkeit, Nervosit├Ąt, Gereiztheit etc.) Probleme eingegangen. W├Ąhrend dieser Zeit bekommst Du automatisch psychologische Gespr├Ąche. 4 bis max. 12 Wo geht so was. W├Ąhrend der Zeit wird Dir bei Deinen akuten Problemen geholfen, auch kannst Du dir hier die ben├Âtigte Zeit f├╝r Dich nehmen. Die wirst Du auch brauchen. W├Ąhrend Deines Aufenthalts kannst Du Dir dann deine/n Therapeuten/in f├╝r sp├Ąter suchen. Die Klinik, der Hausarzt u. Deine Krankenkasse haben entsprechende Listen. Notfalls www o. Telefonbuch. Wenn Du einen einigerma├čen guten Tag hast, dann telefoniere wg. eines Therapieplatzes - den Tip kann ich Dir auch noch geben. ├ťberlege Dir das mit der Klinik u. ob Du nicht gleich station├Ąr gehst. Das k├Ânnte auch zu Hause f├╝r einen gewissen Abstand u. Entspannung sorgen. Es ist weniger als halb so schlimm, wie es sich liest. Ich habe auch die Erfahrung gemacht u. r├╝ckblickend war das sehr wichtig u. richtig f├╝r mich.
Ich w├╝nsche Dir viel Kraft, Mut u. viel. magst Du dann mal wieder schreiben, f├╝r was Du dich entschieden hast u. wie es Dir ergangen ist. LG RedRose

Gast

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Gast » Mi 17. Apr 2019, 21:06

Hallo Sascha,
nach den Psychotherapie-Richtlinien hat jeder Krankenversicherte seit April 2017 ein Recht auf Akutgespr├Ąche bei ambulanten Therapeuten. (Psychotherapeutische Sprechstunde: In bis zu drei Gespr├Ąchen kl├Ąrt der Psychotherapeut ab, ob ein Verdacht auf eine psychische Krankheit vorliegt, der Patient eine Richtlinienpsychotherapie ben├Âtigt oder ob ihm andere Unterst├╝tzungs- und Beratungsangebote (zum Beispiel eine Familienberatungsstelle) helfen k├Ânnen. Das Angebot ist verpflichtend: Alle ├Ąrztlichen und psychologischen Psychotherapeuten, die eine Genehmigung zur Abrechnung von Richtlinienpsychotherapie haben, m├╝ssen ab 2017 diese Sprechstunden anbieten. Dies gilt auch f├╝r ├ärzte mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie.) Falls du selber keinen ambulanten Platz findest: Deine Krankenkasse muss(!) dir da weiterhelfen.

Der g├Ąngige Weg ist (z.B. ├╝ber die Krankenkasse) eine Liste ambulanter Therapeuten einzuholen (mit der Info ├╝ber Wartezeiten bzw. freie Pl├Ątze).
Dann Akutgespr├Ąche (s.u.) bzw. Erstgespr├Ąche vereinbaren. Dann Akutversorgung bzw. probatorische Sitzungen. Zu Beginn jeder Therapie sollte eine gute Diagnostik erfolgen ggf. mit entsprechenden diagnostischen Testungen. Wenn man sich eine gemeinsame Zusammenarbeit vorstellen kann, hei├čt es dann warten, bis ein Therapieplatz frei wird (=Warteliste).

Ansonsten kann ich mich der Vorschreiberin anschlie├čen, was (teil-)station├Ąre Aufenthalte betrifft. Aber auch hier gibt es, wenn es keine Akutstation ist, Wartezeiten. Diese k├Ânntest du aber zum Beispiel mit akuten ambulanten Gespr├Ąchen ├╝berbr├╝cken. Und dich auch dort ggf. bei der Suche nach einem station├Ąren Platz unterst├╝tzen lassen. Und wenn dein Hausarzt dir keine Krankenhauseinweisung geben will: Hausarzt wechseln oder direkt zum Facharzt (Psychiatrie).

Und bis dahin: es gibt Therapieangebote f├╝r Selbstzahler, wo man oft schneller einen Platz bekommt und die kostenfreie anonyme Telefonseelsorge.

Habt Ihr bei Euch im Unternehmen einen BAP (Betrieblichen Ansprechpartner)? Auch diese unterliegen der Schweigepflicht und k├Ânnten eine Anlaufstelle f├╝r dich sein, um R├╝ckkehr nach Elternzeit, Berufliche Perspektive, Krankheit, Reha etc. zu besprechen. Es ist alles meist nicht so perspektivlos, wie es sich anf├╝hlt.

Und zuletzt: "Keiner hilft mir" ÔÇŽ. ja, ein echtes Sch***gef├╝hl! Wie sch├Ân es auch w├Ąre, dass gerade einem "leitendem Helfer" auch mal geholfen wird, jemand ihn an die Hand nimmt, ihm erlaubt nichts leisten zu m├╝ssen, sich bedingungslos k├╝mmert...- da wird keiner kommen. Das musst du selbst f├╝r dich tun! Viel Kraft daf├╝r, gute Besserung

sabrina

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon sabrina » Mi 17. Apr 2019, 22:27

Hallo Sascha,
deine zu den Symptome einer Depression und leider scheint es bei dir sich nicht nur um eine Phase zu handeln. Ich habe lange, sehr viele Jahre unter Depressionen gelitten und bin darin vor Jahren immer weiter versunken. JA, es stimmt, viele Menschen wissen nicht was es hei├čt so zu empfinden oder nicht zu empfinden, ich meine es ist das Schlimmste was einem Menschen geschehen kann sich selber und damit jedlichen Kontakt zur Au├čenwelt komplett zu verlieren.
Nun bist du aber noch immer handlungsf├Ąhig. Ohne dich unter Druck zu setzen, m├Âchte ich dir mitteilen, du musst jetzt f├╝r dich handeln, denn der Verlauf der Krankheit ist ├╝ber die Zeit immer heftiger.
Die gute Nachricht, glaube mir ÔÇô Depressionen sind ein Hilferuf in dir und wenn du darauf achtest und dir die notwendige Unterst├╝tzung, die dir zusteht!, holst, auch gut behandelbar.
Das gemeine an der Situation ist, dass man in der Situation oftmals nicht in der Lage bist aktiv zu werden, wenn dann aber eine gute Phase kommt der Glaube entsteht alles sei wieder gut und ein Einordnen in den Alltag sicherlich wieder m├Âglich. Nutze die aktiven Phasen. Ich wei├č selber, dass ich leider in diesen Phasen etwas zu viel Energie an den Tag legte, um m├Âglichst nicht so schnell wieder zu versinken. Wichtig ist die Energiereserven gezielt ein zu setzen und ruhig mal um zu schauen, Hilfe, die in der Finsternis nicht erkennbar ist , ausfindig zu machen.
Schlicht - Wenn dein Hausarzt meint er wisse es besser, dann geh zu einem anderen. Es gibt auch die M├Âglichkeit ├╝ber einen Facharzt ÔÇô Neurologen eine Einweisung zu erhalten, bzw. sich ├╝ber psychologische Beratungsstellen Zugang zur Unterst├╝tzung zu nehmen.
Depressionen haben sehr viele Facetten und es ist schwer die starke Schw├Ąchung des Gem├╝ts ohne Licht von au├čen zu beleuchten. Meist spielen grundlegende Verhaltensmuster, die irgendwann sehr wichtig und praktisch waren (oftmals in der Kindheit) eine wesentliche Rolle. Gepaart mit einer genetischen Variante und eventuellen Traumata, geraten wir in Gedanken ÔÇô und Gef├╝hlskreisel, die uns aus der Bahn werfen w├╝rden, wenn sie anhalten, also k├Ânnen wir uns einfach nicht mehr helfen und machen eine Vollbremsung. Das dumme an der Sache ist, dass die Bremse vielleicht mal gelockert wird, die kreisenden und isolierenden Gedanken und Gef├╝hle aber nicht einfach verschwinden.
Dein Job in der Wohngruppe hat ggf. bei dir alte Muster in Erinnerung gebracht, die dich entweder erinnern, heute aber gar nicht mehr passen. Eine R├╝ckkehr ohne Therapie sehe ich da auch kritisch.
Anderseits ist die Flucht in die Familie (Elternzeit) nur ein Ausweichman├Âver, vermutlich mit sehr hohen Erwartungen deinerseits. Ach ja und dann ist da ja auch noch die Tatsache, dass zwei kleine Kinder auch noch eine recht gro├če Herausforderung darstellen. Von ÔÇ×ErholungÔÇť ist da auch kaum aus zugehen D
Dass deine Frau dir nicht behilflich sein kann, muss keine schlechte Absicht sein, vllt will sie verdr├Ąngen. Das aber hei├čt nicht dass du ÔÇô auch wenn du so f├╝hlst ÔÇô einsam bist ÔÇô du hast Familie und auch Kinder, die dich brauchen und die du ja aufwachsen sehen willst ÔÇô richtig?

Ich bewundere deine Tatkraft selber um Hilfe zu bitten, bleib dran! Es gibt Listen ├╝ber deine Therapeuten in deiner Umgebung ÔÇô bitte um Hilfe und R├╝ckruf, oftmals wissen die Kerle untereinander wer geringere Wartezeiten hat.
Ich kann dich nur ermutigen, meine Neurologin hat mir zwei Therapeuten empfohlen, beide haben mir innerhalb von nur drei Wochen einen ersten Termin angeboten. Sollte es zu keinem schnellen Kontakt kommen, so gibt es in unserer Stadt noch eine psychologische Zentralstelle f├╝r Akutf├Ąlle, die u.a. auch Einweisungen unterst├╝tzen. Auf jeden Fall gibt es auch die M├Âglichkeit ├╝ber den fach├Ąrztlichen Dienst innerhalb von max. 3 Monaten einen Therapeuten oder Facharzt zugeteilt zu bekommen. Die Organisation ist Landessache ÔÇô schau im Netz!
ÔÇ× Allerdings habe ich vor einigen Jahren schon mal versucht einen platz f├╝r eine zu bekommen und hab es nicht geschafft an Ball zu bleiben, weil das st├Ąndige telefonieren mir einfach zu viel w├╝rde und ich dann in eine Art trotz verfallen bin, nach dem Motto wenn mir keiner helfen will dann halt nicht.
Ich habe mir fest vorgenommen, morgen das Telefon in die Hand zu nehmen.ÔÇť

Sehr gut ÔÇô nicht aufgeben ÔÇô es geht um dein Leben ÔÇô und auch um das Leben deiner Familie, also um das Wichtigste der Welt ÔÇô Trotzen darfst du immer wieder mal, aber nicht dauerhaft!

ÔÇ×Aber wie soll ich die zeit bis zum Beginn einer Therapie ├╝berbr├╝cken. Ich glaube nicht das ich noch ein halbes jahr schaffe ich bin echt am ende.
Was ich auch sehr erschreckend finde ist, das ich mich zur zeit extrem viel mit dem tot besch├Ąftige. Nicht das ich konkret an Selbstmord denke sondern mir Gedanken dar├╝ber mache welche Folgen der tot hat. Und was mir immer wieder b├Âse in den Kopf rein kommt ist, das dann wenigstens alles vorbei w├Ąre. Dieser Gedanke f├╝hrt widerrum zu solchen Situationen wie, das ich beim ├╝berquern der Stra├če denke und jetzt ein Auto und ich hab ruhe. Das macht mir Angst.ÔÇť

Zu Recht hast du Angst, das ist gut, zeigt dir selber, dass du am Leben h├Ąngst, deine Lebensversicherung.
Aber der Teil der passiv suiziale Bilder herbeisehnt sollte nicht st├Ąrker werden. Den Tod musst du zwar sicherlich nicht f├╝rchten, aber ob alles vorbei ist? F├╝r dich,? F├╝r deine Angeh├Ârigen ÔÇô deine Kinder mit Sicherheit nicht!

Sascha, du musst nicht solange warten ÔÇô im Notfall, im Falle suizialer Absichten -- geh in eine Klinik lass dich notfallm├Ą├čig vermitteln ÔÇô jede Ambulanz kann in diesem Fall f├╝r dich eine Anlaufstelle sein,
du schaffst das!

ÔÇ×Jeder hat doch ein Recht auf gl├╝cklich sein. Wenigstens hin und wieder sich gut zu f├╝hlen.ÔÇť

Ich w├╝rde sagen, jeder bekommst die Chance auf ein erf├╝lltes Leben ÔÇô das kann Gl├╝ck bedeuten und ich meine aus deinen Worten zu lesen, dass du bereits auf dem Weg bist, aber noch ganz am Anfang ÔÇô viel Kraft beim Laufen! Du bist nicht allein, finde deine Verb├╝ndeten!
Sabrina

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Di 23. Apr 2019, 19:18

Hallo nochmal.
Vielen dank f├╝r eure langen antworten.
Ich finde es sehr nett das ihr euch die zeit genommen habt so ausf├╝hrlich auf meinem Beitrag zu antworten. Das ist nicht selbstverst├Ąndlich.
Ich habe noch mal dr├╝ck bei meinem Hausarzt gemacht, was zu folge hatte, das ich nun endlich die ├ťberweisung bekommen habe. Am 3.5 habe ich dort das erste Gespr├Ąch. Das hatte wenigsten f├╝r ein paar tage f├╝r Entlastung gesorgt. Auch wenn nun die Kurve wieder runter geht.
Eure Tipps werde ich mir zu Herzen nehmen und die n├Âtigen stellen aufsuchen. Leider habe ich es noch nicht geschafft die Psychologen ab zu telefonieren. Aber der Tipp mir die Liste ├╝ber die Krankenkasse zu besorgen macht das ganze schon mal eine ganze Ecke leichter. Da so das suchen schon mal weg f├Ąllt.
Auch die anderen Tipps sind hilfreich. So habe ich zumindest momentan das Gef├╝hl, dass am Ende des dunklen Tunnels doch etwas auf mich wartet und ein raus kommen m├Âglich ist.
Vielen dank daf├╝r.
Sascha.

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Fr 10. Mai 2019, 17:33

Hallo Sabrina.
Ich dachte ich antworte mal hier, weil es nicht wirklich ins andere Thema passt. Hatte jetzt bei zwei Psychologen den ersten Termin. Beim zweiten erst heute morgen. Mit ihm k├Ânnte ich mir auch eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Da k├Ânnte ich in zwei bis drei Wochen Abst├Ąnden Termine regelm├Ą├čig bekommen.
Was jedoch ein kleines Problem dar stellt ist, das ich ab den 21.5 erstmal einen Klinik Aufenthalt habe, weshalb ich nun erstmal keinen neuen Termin hab. Ich soll mich dann nach der klinik noch einmal melden f├╝r einen weitere Termine. Das macht mir etwas sorge, weil ich bef├╝rchtete, das bis dahin eventuell keine Termine mehr zur Verf├╝gung stehen. Ich wollte Montag mal in der klinik anrufen, und fragen ob es trotzdem m├Âglich ist in der zeit Termine au├čerhalb wahrzunehmen. Obwohl ich das eher bezweifeln.
Danke f├╝rs nachfragen.
Lieben Gru├č.

sabrina

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon sabrina » Fr 10. Mai 2019, 22:17

danke f├╝r die R├╝ckmeldung Sascha,
gut wenn┬┤s mit dem Therapeuten klappt! ich bin etwas verwundert, dass zwischen den Sitzungen so gro├če zeitliche Abst├Ąnde sind, mich hatte anfangs zwei Mal in der Woche Termin, inzwischen ein Mal w├Âchentlich, Klinikaufenthalt steht noch an.
wenn du in eine psychologisch ausgerichtete Klinik geht's, dann ist es eigentlich ├╝blich nach der Zeit wieder in ambulante Begleitung zu kommen, mach dir keine unn├Âtigen Gedanken, der Psychologe ist in der Regel auch nach deinem station├Ąren Aufenthalt noch f├╝r dich da D
sollte es eine physiologische Behandlung sein, schau, ob du dies zum jetzigen Zeitpunkt brauchst,
setze Priorit├Ąten,
denn letztlich entscheidest du deinen Weg, Therapeuten sind nur Hilfesteller,
LG

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » So 12. Mai 2019, 09:39

Ich denke die Abst├Ąnde haben was mit den freien Terminen dieses Therapeuten zu tun.
Bin ja froh, da├č ich ├╝berhaupt so schnell Termine bekommen hab. Die meisten haben mich sofort abgewimmelt. entweder weil sie generell keine Patienten mehr aufnehmen, oder mit Wartezeiten von ├╝ber einem halben Jahr und l├Ąnger. Auch dir kassen├Ąrztliche terminvergabestelle war mir da keine Hilfe. Dort habe ich mehrere Tage hintereinander 1-2 Stunden in der Warteschleife gehangen um dann komplett aus der Leitung zu fliegen. Schlie├člich hab ich mir dann eine ├Ąrzteliste aus dem Netz gesucht und die alle abtelefoniert.
Zum klinik Aufenthalt bin ich sehr zwiegespalten allein sie Tatsache von Zweibettzimmer macht mir etwas Stress und in Gruppen ├╝ber mich zu sprechen ist auch nicht unbedingt meins, ich wollte der Sache aber aufjedenfall eine Chance geben. Wenn es absolut nichts f├╝r mich ist kann ich ja immer noch gehen.
Hab auch ein schlechtes Gef├╝hl weil meine Frau dann mit den Kids alleine Zuhause sitzt, aber wenn es mir weiter helfen sollte, profitiert ja die ganze Familie davon. Insgesamt geht's mir die letzten Wochen generell schon etwas besser, alleine durch die Tatsache das ich mich auf den weg gemacht hab. Wobei ich auch sorge hab, dass das bisschen Energie auch schnell wieder weg ist. weshalb ich immer wieder mich selbst etwas ausbremse um mir die Energie etwas einzuteilen. Ganz nach dem Motto lieber viele kleine Schritte nach vorne anstatt mit einem gro├čen Satz im n├Ąchsten Loch zu versinken.
Lieben Gru├č.

Sabrina

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sabrina » So 12. Mai 2019, 18:36

Ja, der Klinikaufenthalt wird spannend, langsam erde ich mich etwas, habe Helfer und irgend eine innere Energiequelle entdeckt, die mir immer wieder mal die dunklen Gedanken vertreibt­čÖé
Es ist aber eher ein Warten und besser nochmals tiefer zu schauen, dabei soll die Klinik behilflich sein,
Denn wir haben beide Familie und wenn wir die Kurve bekommen sicher auch noch einige sehr sch├Âne Tage zum drauf freuen vor uns! Bitte sammel weiter Kraft, war mir eine Freude mit dir geschrieben zu haben !
Alles Gute

Sascha

Re: Depression und keiner hilft mir.

Beitragvon Sascha » Mi 15. Mai 2019, 19:00

Das kann ich so nur zur├╝ck geben. Deine Beitr├Ąge Regen mich stehts zum nachdenken an und zeigen mir interessante Blickwinkel. Hoffe das du auch weitere Schritte nach vorne gehst und am Ball bleibst.
Ich werde dann aus der Klinik mal berichten und meine Erfahrungen teilen. Vielleicht kann ja der ein oder andere damit was anfangen.
Lieben Gru├č.


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