wer ist das Leben

non

wer ist das Leben

Beitragvon non » 06.05.2019, 10:06

"Das Leben biete noch so viel 
 "
die Worte sind mir heute Morgen ins Auge gesprungen. Frage - wer ist das Leben?
Ich kenne viele AchtsamkeitsĂŒbungen, ich weiß auch, dass das stimmt, ich habe heute ein so "gutes" Leben, doch ich habe das GefĂŒhl meine inneren TrĂŒmmer zu lange mit mir getragen zu haben, auf diese kann ich nichts mehr erbauen, ich habe keine Chance mehr immer weiter zu machen, ich bin unachtsam, weil mir die Kraft ausgeht, kann seit ĂŒber einem Jahr nicht mehr schlafen und wenn dann ist das Hochschrecken mit dem Schmerz des einsamen Erstickens....
"was kann ich heute fĂŒr sie tun?" ist jede Woche die Frage des Therapeuten, keine Ahnung, genauso wenig wie - was ich mir zum Geburtstag wĂŒnsche - bin wunschlos, alles perfekt -
"was wollen wir unternehmen oder was möchtest du essen?“ keine Idee - ich habe selten Hunger,
ehemals konnte ich noch Dinge probieren, die ich neu entdecken konnte, Studium, viele Reisen, Familie grĂŒnden - alles machte zeitweilig sind, doch alles hat seine Zeit, richtig?
Ich möchte euch aber nicht irritieren,
irgendwo weiß, ich dass das Leben in Ordnung ist- schön sein kanan und wenn ihr das erfahren habt, dann genießt es!!!!!!!!!!!!
Es ist nicht selbstverstÀndlich!!!!!!

Meerfrau

Re: wer ist das Leben

Beitragvon Meerfrau » 06.05.2019, 11:48

Guten Morgen Sabrina, marie oder auch non!

Die Sinnfrage in anderem Gewand. Der Kreis oder deine AbwÀrtsspirale?

Wir fahren einspurig in der Einbahnstrasse der Zeit. FĂŒr uns ist es egal, was an uns vorbeizieht, wenn wir aus dem Fenster schauen. Es ist egal, nichts bringt uns dazu, nochmal anzuhalten und vielleicht sogar auszusteigen und die Gegend zu erkunden. Wir hatten unsere Orte, vielleicht ein Zuhause. Vielleicht Menschen, mit denen es sich gelohnt hat, an Orten zu verweilen. Menschen, Orte und Dinge mit denen wir GlĂŒck gefĂŒhlt haben. Uns gefĂŒhlt haben. Dankbarkeit. Zufriedenheit. Eins sein. Alles hatte Sinn und Wert. Vielleicht einmal, vielleicht zweimal, mehrmals. Und doch mussten wir weiter fahren. Das Vehikel haben wir immer wieder zum Laufen gebracht oder auf ein anders gewechselt. Weiter. Die Zeit vergeht. Weiter.
Und jetzt fahren wir nur noch ohne anzuhalten, ohne anhalten zu wollen. Wir halten an schĂ€bigen RaststĂ€tten, um das NotdĂŒrftigste zu verrichten. Reißen Arbeitsstunden runter, um Geld fĂŒr's Weiterfahren zu haben. Manches versucht uns zum Anhalten zu bringen, eine schöne Landschaft, ein verlockendes Schild am Eiswagen, der Duft von Waffeln, der ins Vehikel zieht, wenn wir an der roten Ampel stehen. Der Blick eines FußgĂ€ngers.
Warum steige ich nicht aus - auf die ein oder andere Art?
Ich mag Auto fahren. Das Leben sitz auf dem Beifahrersitz.

Sascha

Re: wer ist das Leben

Beitragvon Sascha » 06.05.2019, 16:39

Wer ist das leben? Das ist mal eine fragen. Ich möchte mal versuchen meine Sicht dazu in Worte zu fassen.

Das leben hat viele Gesichter. Es steckt in allem und jeden. Durchströmt alles. Man kann es nicht sehen, doch ist es da. Mal schenkt es Hoffnung und WĂ€rme nur um im nĂ€chsten Moment einen wieder alles zu nehmen. Ein besonders listiger Bengel, der stehts seine SpĂ€ĂŸe treibt. Es hĂ€lt PrĂŒfung um PrĂŒfung bereit und lĂ€sst nie locker. Mal liebt man es dann hasst man es. Dem leben ist dies jedoch egal. Es macht nichts aus böses Absicht oder um einen zu Ă€rgern. Es tut einfach das was ihm gerade in den Sinn kommt. Ein unendlich altes Kind, das niemals Ă€lter wird. Mit einem guten Schwung Humor, Sarkasmus und Sinn fĂŒr Schönheit. Doch auch das dunkle und fĂŒr uns hĂ€ssliche und schwere hat fĂŒr das leben den gleichen wert. Wie all das schöne. Denn es wertet nicht. FĂŒr das leben hat alles eine dar sein Genehmigung. Alles was exestiert. Weil wie gesagt es wertet nicht. Es ist der grĂ¶ĂŸte KĂŒnstler den er. gibt. Kein Picasso oder Beethoven kann was das leben kann. Doch auch das leben ist nicht allmĂ€chtig.
Denn wie man selbst das leben sieht liegt bei jedem selbst. Jeder hat in seinen begrenzten Möglichkeiten die Chance ein wenig diesen KĂŒnstler zu beeinflussen. Sehe ich die leuchtende Passionsblume in meinem Garten oder verschließe ich die Augen vor dieser Farbenpracht. Verliere ich mich in der langen Nacht oder zĂŒnde ich die Kerze an. Werde ich vom Riesen Sturm in die Knie gezwungen oder brĂŒlle ich lauter als der grollende Donner. Schaffe ich es mir Gehör zu verschaffen und die Wolken etwas aufzureisen, so das doch ein funken sonne durch sie scheinen kann. Verzweifel ich an der langen dunklen Nacht ohne Schlaf oder vertraue ich auf meinem Körper der sich den nötigen Schlaf den er braucht schon nehmen wird. Stolpere ich ĂŒber das TrĂŒmmerfeld voller spitzen Steine und felsbrocken oder schaffe ich es die Massen an beton die aus den Mischer laufen so umzuleiten, das ich ein festes Fundament erbaue.
All das kann der schlingel den wir leben schimpfen nicht beeinflussen.
(ich entschuldige mich mal fĂŒr meine Rechtschreibung war noch nie meine StĂ€rke. Und ich schreibe mit meinem Handy, dass offensichtlich ebenfalls große Probleme mit groß und Kleinschreibung hat 😁 alles zu verbessern ist mir jedoch zu mĂŒhsam.)
Lieben Gruß.

Amo

Re: wer ist das Leben

Beitragvon Amo » 06.05.2019, 18:06

Ich bin ... das Leben.

sabrinaMarie

Re: wer ist das Leben

Beitragvon sabrinaMarie » 06.05.2019, 20:13

Die Sinnfrage in anderem Gewand. Der Kreis oder deine AbwÀrtsspirale?
nein Meerjungfrau, sicherlich nicht.

Ja mir fehlt derzeit mein Ziel.
Ja ich bin am Experimentieren und das Leben, die alte S***, ist schlicht verunsichert und biete alle Gedanken und GefĂŒhle aus ehemaligen Zeiten an:

"- wie wĂ€re es mit der Vertrautheit der inneren Verlangsamung -besser als jedes Schmerzmittel, einfach nicht mehr FĂŒhlen und Denken - Abgang in die Depression zum Schutz vor Überlastung...?"

nett von ihm, eine nettes Orientierungsangebot, um mir klar zu machen was ich niemals wieder will!
statt der AbwĂ€rtsspirale habe ich fĂŒr mich eine AufwĂ€rtsspirale gewĂ€hlt!

ich fahre immer wieder mal gerne Auto, aber entdecke immer mehr neue Fortbewegungsmittel,
ob diese gut oder schlecht sind,
das liegt an meiner EinschÀtzung, meiner Energie, meiner Tagesform.

....gerade ist der Erschöpfungsgrad hoch, also habe ich derzeit eben mal ne Runde Autonutzung verordnet!
Selbst wenn ich auf Muskelkater grundsĂ€tzlich stolz bin und ein warmes Bad im Nachgang zum Sport sehr geniessen kann, Überlastung kann im Extrem auch zum Muskelriss fĂŒhren

ich hoffe sehr, dass ich morgen in der FrĂŒhlungsluft dann wieder auf mein Rad steigen kann,
euch alles Liebe!

sabrina

Re: wer ist das Leben

Beitragvon sabrina » 08.05.2019, 06:10

Wer ist das Leben? Das Leben ist Energie, die sich sammelt und zu materiellen Strukturen fĂŒhrt. Auf Erden kann, geprĂ€gt durch die Faktoren Zeit und Raum, ein Mensch entstehen, ein Gehirn, das ein subjektives Bewusstsein formiert, das sich selber in Rollen darstellt. Viele Rollen sind durch die Geburt bereits vorgegeben, z.B. die Rolle von Tochter oder Sohn, andere Rollen besetzen wir aus „freier“ Entscheidung – z.B. Mutter oder BeschĂ€ftigte.
Ziel der irdischen Existenz ist bei Geburt das Sterben, der Weg geht ĂŒber das Wachsen, den Erhalt und die Weitergabe von Leben. So spielt fĂŒr mich Umweltschutz eine bedeutende Rolle, am wichtigsten aber sehe ich mich als Mutter und als Partnerin im Alltag mit anderen Menschen. Genau hierĂŒber erneuert sich die Energie der menschlichen Existenz tĂ€glich, nutzt sich aber zeitgleich auch ab. Wir altern auf den uns bekannten Ebenen des Körpers aber auch im psychischen Sinne. Wenn wir es nicht mehr schaffen uns selber zu erneuern, unsere Energie zu formieren, uns alltĂ€gliche Ziele und Herausforderungen zu setzen, leiten wir unser Sterben ein. Es geht darum im Leben zu sein, es geht darum im Leben Zeit und Raum zu fĂŒllen. Das Leben ist kein Kerl, das Leben sind wir und wenn wir sterben geben wird Energie frei, die sich neu formiert. Ob wir den Fluss des Lebens nun selber in Bewegung halten oder aber ein Teil eines GrĂ¶ĂŸeren sind, das wird das Subjekt nie erfahren, die Gedanken darĂŒber aber sind genauso sinnvoll fĂŒr den Geist wie joggen fĂŒr den Körper! :) J

Sascha

Re: wer ist das Leben

Beitragvon Sascha » 08.05.2019, 14:52

Hallo Sabrina,
Ein interessanter Gedanke, auch wenn ich ihn nicht ganz folgen kann. Da dafĂŒr mir zu viele Dinge im leben geschehen, die nicht in meiner Hand liegen. Weswegen ich dem Gedanken den leben eine mystische existens zu zu schreiben mehr abgewinnen kann. (hĂ€ngt vielleicht auch damit zusammen das ich so einiges an Verantwortung so von mir weisen kann. Da mĂŒsste ich weiter drĂŒber grĂŒbeln) Der weiteren AusfĂŒhrung mit der Energie hingegen ist fĂŒr mich sehr schlĂŒssig. Interessant darĂŒber nach zu denken. Du schreibst ĂŒber irdische Existenz, was kommt deiner Meinung danach? Weiter unten schreibst du, dass wir wenn wir sterben unsere Energie freisetzten, die sich dann neu formiert. Das wĂŒrde ich so interpretieren das danach nichts kommt, oder man eins mit anderen Dingen/Menschen wird?

Super interessante Gedanken hier in Forum. Oft verzweifel ich in Alltag an der OberflÀchlichkeiten der Menschen um mich Rum.
Lieben Gruß.

sabrina

Re: wer ist das Leben

Beitragvon sabrina » 09.05.2019, 06:25

Guten Morgen Sascha,,
ich weiß was du meinst mit dem Alltag und den tiefergehenden Gedanken. Im Alltag, wĂ€hrend wir in unseren Rollen funktionieren, ist oftmals wenig Zeit um sich verbal in diesem Sinne auszutauschen. Ich sehe aber seit Monaten meine Umwelt anders als jemals zuvor. Oftmals sind es Kleinigkeiten, wie sich Menschen begegnen. Ich kenn zwar private und geschĂ€ftliche Themen (wobei mein Beruf immer auch eine Berufung ist und diese ist eigentlich eine private Motivation) doch ich begegne Menschen grundsĂ€tzlich persönlich. Sei gewiss, Menschen sind stets sehr vielfĂ€ltig, ob sie sich das bewusst machen oder nicht. Jede sich auf diesem Grundgedanken aufbauende Begegnung ist einzigartig und fĂŒllt – zumindest mein – Leben.
Das Leben ist deshalb so faszinierend, weil es Energie ist, die sich in verschiedenen Formen selber erhĂ€lt (siehe Herzkreislaufsystem), selber erneuert, aber auch selber zerstört. Der menschliche Körper kann sich ĂŒber sieben Jahre komplett erneuern. Dass es eine bislang rein theoretische menschliche Lebenszeit von 120 Jahren gibt (soweit wie die Telomere uns erhalten), könnten wir als Annahme eines ĂŒber das subjektive Bewusstsein hinaus existierende „göttliche“ Ebene interpretieren, die uns zur Aufgabe der subjektiven Existenz zwingt.
„Du schreibst ĂŒber irdische Existenz, was kommt deiner Meinung danach?
Das wĂŒrde ich so interpretieren das danach nichts kommt, oder man eins mit anderen Dingen/Menschen wird?“
Keine Ahnung und da du mich fragst antworte ich dir aus heutiger Sicht – fĂŒr mich ohne Bedeutung. Ich habe auf Grund meines zeitweiligen Herz-Kreislaufstillstands erfahren, dass es etwas gibt ,das ich schlicht als Nichts (es war weder dunkel noch hell, gut oder schlecht
..) bezeichne. Diese Nichts beziehe ich auf meine jetzige Existenz,
mit dem Tod zerfĂ€llt das Individium, das Subjekt – doch Energie geht nicht verloren!
Seelenwanderung kann (in meiner Vorstellung) nicht individuell erfolgen. Dass wir hier und jetzt und immer darĂŒber hinaus schlicht eins sind, ja das ist meine Vorstellung.
Ist aber das was sein wird oder war in diesem Zusammenhang fĂŒr dein Leben, das jetzt stattfindet relevant?
Wir halten oftmals an Erinnerungen fest, um uns zu orientieren. Somit bauen wir uns zwar innerhalb von sieben Jahren neu zusammen, jedoch benutzen wir (aus SicherheitsgrĂŒnden) immer wieder alte Strukturen.
War einmal die Taktik des forschen Auftretens und ĂŒberlebenswichtig, erwarten wir, dass es auch heute passt. Und wenn nicht?
Wichtig ist im Leben schlicht mit allen Möglichkeiten zu rechnen und zu begreifen, dass wir vielleicht weiser werden, die Weisheit aber sicherlich nicht gepachtet haben. Nur so bleibt das Leben spannend, bringt neue Herausforderungen, macht neugierig und ist lebenswert!
Wir sind immer die Entscheider wie wir unsere Lebensenergie einsetzen, immer Sascha, auch wenn wir nicht alleine in Raum und Zeit existieren und WĂŒnsche und Ziele nicht ohne Widerhaken umgesetzt werden können. Dein Leben heißt Sascha, du bist dein Leben und du scheinst mir faszinierend vielschichtig zu sein (wie hast du es formuliert- ein alterndes Kind
 nett)
Liebe GrĂŒĂŸe an dich!

sabrina

Re: wer ist das Leben

Beitragvon sabrina » 09.05.2019, 06:27

Ps Sascha
hast du einen Therapieplatz erhalten? Therapeuten können uns oftmals genau in der Annahme unseres eigenen Lebens behilflich sein – durch Verhaltenstherapie um sich mit der Umwelt gut im Fluss zu fĂŒhlen/zu denken, aber auch tiefenpsychologisch, um alte Strukturen und deren Ursache zu erkennen, damit die nĂ€chsten sieben Jahre spannend bleiben D

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