Panikattacke aus dem Nichts

Kati

Panikattacke aus dem Nichts

Beitragvon Kati » Do 23. Feb 2017, 18:21

Gestern abend hatte ich nach langer Zeit mal wieder eine richtig fiese Panikattacke :cry: und die ist aus dem Nichts gekommen.
Wir waren bei meinen Schwiegereltern, haben nach dem Essen gemeinsam TV geschaut und ich bin dabei eingeschlafen, was eigentlich nicht wirklich ungewöhnlich ist. Nur auf einmal schrecke ich hoch und habe wahnsinniges Herzrasen. Hab mich dann erstmal ins Bad verabschiedet und versucht irgendwie wieder runter zu kommen. Ich dachte mir zwar "Hey ist NUR eine Panikattacke!", was sonst ganz gut hilft, aber dieses Mal war es echt wie früher und die fiesen Gedanken kamen: Herzanfall, Tod, Notarzt und ich habe mich immer weiter reingesteigert. Puls gefühlt, Hand an der Brust.
Irgendwann hat es sich Gott sei Dank wieder gelegt, war danach ganz zittrig und habe die Nacht auch ganz unruhig geschlafen. Aber heute geht es mir Gott sei Dank wieder ganz gut. Und das ist der große Unterschied zu früher!!! :) Früher hing mir das noch tagelang nach.
Trotzdem bleibt natürlich unterschwellig die Angst, dass es jetzt wieder häufiger wird. Aber eigentlich war es ja fast logisch, dass ich gestern wieder eine Panikattacke hatte. Die letzten Tage waren ganz schön stressig, dann bin ich gestern eingenickt und urplötzlich aufgeschreckt und da fährt der Kreislauf natürlich urplötzlich wieder hoch und dabei entsteht dann wohl die PA. :)

Also drückt mir mal die Daumen, dass es nur ein kleiner Ausrutscher war und kein Rückfall. So kleine angstartige Anwandlungen habe ich ja eh noch manchmal, nur richtige Panikattacken sind wirklich selten geworden.
Bin ja auch gerade dabei mein Citalopram abzusetzen, aber so langsam und nebenwirkungsfrei, dass ich den Vorfall gestern eigentlich nicht darauf führen würde.
(von 20 auf 15 mg und von 15 auf 10 mg. Der nächste Schritt folgt dann wenns gut passt)

Bis bald

Kati

kopflaus

Re: Panikattacke aus dem Nichts

Beitragvon kopflaus » Di 7. Mär 2017, 09:27

Ich drück dir ganz fest die Daumen.
Man muß immer mal mit einem Rückfall rechnen. Ich ich kämpfe mich da ab und an durch.
Du machst das richtig. :) Immer positiv einreden, wie:" Ach..das war nur eine Panikattacke"
Genauso mach ich das auch. Dadurch verstärkt sich die Angst nicht wieder so und die Psyche schaukelt sich nicht so hoch.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen. :toll:

bebu

Angststörungen verlaufen wellenartig

Beitragvon bebu » So 12. Mär 2017, 09:32

Ja, Angststörungen verlaufen wellenartig.. bei mir auch.. wochenlang nix, dann plötzlich aus dem Nichts muss nur ein bisschen mehr stress kommen- unruhe, panik...

wichtig ist sich vor Augen zu halten, dass das nur die Panik ist und dass man das schon x-mal erlebt hat... und lernen, es anzunehmen, dann geht es auch besser... alles gute!

bunny

Re: Panikattacke aus dem Nichts

Beitragvon bunny » Fr 17. Mär 2017, 12:11

Wenn man aus dem Halschlaf hochschreckt, kommt manchmal HErzrasen.

Hast du klasse gemacht...

Ihr anderen macht mir grad Mut, da ic in einer schlimmen Krise stecke und täglich dran bin den Mut zu verlieren.

Kati

Re: Panikattacken aus dem Nichts

Beitragvon Kati » Di 21. Mär 2017, 22:19

ich hatte nach 3 Jahren wieder eine Panikattacke quasi einfach so aus dem Nichts heraus ....und das macht einen in dem Moment
dann auch todesängste ...weil es sonst einem ja ganz gut soweit ging

ich kann es seid gestern irgendwie nicht ich hatte nur Beklemmungen kein Herzrasen oder so ich habe nur jetzt Panik das ich doch einen Infarkt hatte
ich stehe heute nur unter Angst und weiss nicht was ich machen soll

Melissa

Re: Panikattacke aus dem Nichts

Beitragvon Melissa » So 24. Jun 2018, 00:27

Ja, Herzrasen ist wirklich etwas sehr Unangenehmes. Das ist noch beschönigend ausgedrückt.

Herzrasen kommt aus dem Nichts.
Es fühlt sich an, als ob man 100 Espresso intravenös in den Körper gejagt bekommt.

Bei mir begann eine solche erstmalig erlebte Attacke ungefähr 2-3 Stunden nach einer Infusion, die ich im Krankenhaus bekam. Wegen einer Art Prellung, die ich mir durch einen Unfall zugezogen hatte.

Im nachhinein frage ich mich, ob ich einen Wirkstoff darin nicht vertragen habe.

Tatsache ist, dass sich diese Zustände wiederholten, ich denke, alle zwei Wochen kam es zu diesen für mich sehr mysteriösen Zuständen. Ich hatte absolut keine Erklärung dafür. Ich wusste auch, dass ich mir diese Zustäbde auch nicht herbeiredete und auch nicht durch eine negative Denkweise heraufbeschwor. Nein, im Gegenteil. Ich versuchte mir sogar in diesen Situationen noch gut zuzureden und mich selbst zu berihigen. Es funktionierte nicht. Mit dem plötzlichen Herzrasen dürften Vorgänge im Körper in Gang gesetzt worden sein, derer man nicht mehr Herr werden konnte. Solche Angst wie in diesen Situationen hatte ich nicht einmal, wenn ich mir vorgestellt hätte, etwas tun zu müssen, vor dem man Angst hat, in meinem Fall: Achterbahnen zu fahren. Diese ausser Kontrolle geratenen Körperfunktionen waren noch um ein Vielfaches schlimmer. Ich finde es auch nicht treffend, wenn man da von einer Angststörung spricht. Man hat ja nicht mal vor etwas Angst. Die Angst gesellt sich eben dann ungewollt dazu, weil einem die Stoffe, Hormone oder was immer da im Körper dann ausgeschüttet wird, einem das Gefühl von Scheißangst fühlen lassen.

Ich gab in solchen Momenten wahrscheinlich das Bild von einem von einer Tarantel gestochenen Person ab. Ich kann behaupten, Todesängste ausgestanden zu haben. Nach solchen Anfällen fühlte ich mich platt und um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte gealtert. Es war plötzlich nichts mehr so wie früher. Ein Damoklesschwert schien über mir zu schweben. Diese Anfälle könnten mich jederzeit anheimfallen. Als meine Hausärztin mir noch offenbarte, dass diese Anfälle sogar während des Schlafens einen hochreißen könnten, war ich schockiert.

Jhd2000

Re: Panikattacke aus dem Nichts

Beitragvon Jhd2000 » So 5. Aug 2018, 18:13

Das hatte ich auch durch vorm Jahr. Es war schrecklich.. Jetzt geht es mir viel besser, ich hab gelernt damit umzugehen .. eine Panikattacke hätte ich jetzt gar nicht mehr seit dem ich die Arbeit gewechselt hab .. du musst dir nur sagen, dass du von diesen Attacken nicht sterben wirst, es ist nichts schlimmes... hab auch lange gebraucht es zu glauben das es nichts ernstes ist .. seit dem ich mich damit abgefunden habe das mein Körper mir damit nur sagen wollte das ich an meinen Leben was ändern muss ging es mir von Tag zu Tag besser 😀 es dauert bei jedem unterschiedliche ... die Angst ist von jetzt an dein ständiger Begleiter aber du wirst stärker und weist damit umzugehen 💪🏼






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