Vitamin D Überdosis

Gast

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon Gast » Di 14. Jan 2014, 18:29

Ich kann die Symptome der Vit. D Nebenwirkungen absolut verstehen. Ich vertrage kein Vitamin D Präparat mehr, seit ich vor 3 Jahren hochdosiert supplementiert habe. Im Blut habe ich einen sehr niedrigen Spiegel (10 ng/ml). Sobald ich Vit D einnehme, merke ich 1 Stunde später die Nebenwirkungen (Schwindel, Muskelkrämpfe, Nervosität). Ich habe das Ganze bereits "blind" ausprobiert (nur mein Mann wusste, ob Vit.D im Essen war), ich konnte es 100% sagen anhand der Nebenwirkungen.

Femla

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon Femla » So 19. Jan 2014, 12:53

Mir scheint, dass die Überdosierung von Vitamin D, beziehungsweise die erhöhte Einnahme, ganz unterschiedliche Symptome hervorrufen kann. Ich hatte schwerste Schlafstörungen bis zu Schlaflosigkeit mit überschwemmenden Nervenschmerzen. Mit Entspannung, Selbsthypnose und geringster Annahme von einem Phsychopharmakon (Remergil 0,4, dass nach ärztlicher Verordnung von 45mg Restless-legs verursachte und von mir in Eigeninitative auf 0,4mg heruntergesetzt wurde) habe ich seit circa 13 Jahren weitgehende Ruhe von diesen Beschwerden.
Bei festgestelltem Mangel von Vitamin D nehme ich nun auf Anraten meiner Ärztin seit vier Monaten wöchentlich einmal Vitamin D 20.000 I.E. Dazu benutzte ich täglich die Philips Bluelight-Lampe.
Beides habe ich seit zehn Tagen abgesetzt, da plötzlich alle meine Beschwerden nach 13 Jahren wieder auftraten. Mit überschwemmenden Nervenschmerzen kann ich nicht mehr schlafen und nichts hilft. Ein bisschen Erleichterung verschafft mir ein Heizkissen das ich aufs Brustbein lege, die ganze Nacht. Nach ca. 3 derartigen Nächten finde ich dann wieder mal für eine Nacht Ruhe und Schlaf, um dann ganzen Circus wieder von vorne zu erleben.
Mein Leben ist stressfrei ohne irgendeine bemerkbare Veränderungen, und somit finde ich den einzigen Grund nur in dieser erhöhten Vitamin D Aufnahme vielleicht u.U. auch in der Verbindung mit der Bluelight-Lampe!?
Vielleicht kann mir ja jemand etwas dazu sagen.

s.c.

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon s.c. » Mo 10. Mär 2014, 14:43

Ich habe vor ca. vier Wochen Vit. D verschrieben bekommen. Hatte keinen echten Mangel, aber leichte Osteopenie in der Wirbelsäule.
Relativ schnell fing Übelkeit an. Ich habe sie ignoriert und weiter genommen. Dann kamen massive Herzrhythmusstörungen hinzu und schließlich schwere Muskelschmerzen und Schwäche. Am schlimmsten aber waren die Herzrhythmusstörungen, bei jedem Atemzug eine Extrasystole.
Ich habe dann doch einfach mal das Vit. D weggelassen und es dauerte ein paar Tage, aber so langsam geht es mir wieder besser. Ich muss sagen, dass hier ein paar Leute ziemlich sorglos und zu selbstsicher Empfehlungen geben, denn noch ein paar Tage Vit. D und ich wäre tot.
Also glaubt euren Empfindungen und hört nicht auf angebliches Nichtzusammenpassen von Symptomen!
Die Nebenwirkungen, die im Beipackzettel stehen, kommen da hinein, weil Leute Nebenwirkungen rückmelden. Die sind da nicht schon von vornherein drin, weil diese oder jene Nebenwirkung logisch ist, sondern weil sie zurückgemeldet wird.
Davon abgesehen, steht die Möglichkeit der Hypercalcämie auch im Beipackzettel, eine seltene aber mögliche Nebenwirkung, und eine Hypercalcämie kann schnell mal letal enden.

Rome

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon Rome » Do 13. Mär 2014, 18:15

ich habe mir auch dieses Buch gekauft.
Zu mir 46 Jahre , männlich,100 kg 190cm groß. Täglich 14 Stunden Arbeit im Eiscafe wie ein Hamster im Laufrad.
Fühlte mich ständig schlapp und ausgepauert.
Vitamin D3 Test hat 17 ergeben also deutlich unterversorgt, kein Wunder bei 14 Stunden Neonbeleuchtung.
Biotech Kapseln aus Holland bekommen 50.000 einheiten pro Stück.
Laut Formel muss ich 760.000 Einheiten auffüllen um auf 70 zu kommen ( mein angepeilter Wert )
7 Tage lang 100.000 Einheiten täglich genommen. Als Erhaltungsdosis wären das 50.000 Einheiten pro Woche also eine Tablette.
Ich hab irgendwie das Gefühl als hätte ich die Grippe. Muskelschmerzen einige Glieder tun mir weh, ok das haben sie vorher durch die Arbeitr auch schon, aber irgendwie anders.Bin jetzt irgendwie total verspannt.
Also bis jetzt stelle ich keine Verbesserung fest im Gegenteil, ein wenig wie in Trance und gleichzeitig aufgekratzt, abends wenn ich um halb 11 Feierabend mache und liege auf dem Sofa und wenn ich zur Ruhe komme fühle ich mich unwohl, leichte Panikattacken ( hatte ich vorher auch schon durch den ständigen Stress , aber nicht so).
Hab jetzt wirklich Angst überdosiert zu sein durch die schnelle Aufladung...aber kennt Ihr ja selber wenn man sich in etwas reinsteigert wirds schlimmer.
Nehme seit 3 Tagen 800 mg Magnesium in Tabletten, und seit heute K2 Mk-7 eine am Tag 100mcg.

hoffe kann ein wenig beruhigt werden hab manchmal Angst das wars jetzt ...meine kleine Tochter braucht mich.

LG

piffi

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon piffi » Do 14. Aug 2014, 17:55

hallo
Kann mir jemand den Unterschied zwischen Vitamin D und Vitamin D3 erklären?
danke piffi

angelD

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon angelD » Do 14. Aug 2014, 18:22

Im Prinzip gibt es keinen Unterschied! Normalerweise ist Vitamin D3 gemeint, wenn man D sagt. Allerdings gibt es natürlich dann Unterschiede zu 1, 2, 4 und 5

Tübinger

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon Tübinger » Fr 5. Sep 2014, 22:14

[quote="Petra"]Hallo an alle....
ich war immer eine aktive ältere Frau und ging zu einem Knochendichte Test...diese soll ziemlich schlecht abgeschnitten haben...Ich fühlte mich dann aber als hätte ich eine Überdosis, weil ich auf einmal Symptome bekam, die ich vorher noch nie hatte...also zurück zur Ärztin und sie verschrieb mir 2 statt 3 mal die Woche Vitamin D. Doch das hatte ich schon und ich dachte mir: das ist immer noch zuviel, weil ich ja auch noch Calcium mit Vitamin D drin nahm....Also gibt es sowas wie eine Überdosis an Vitamin D ? Meine Beine oder Muskeln fühlen sich wie Gummi an...und als ich Vitamin D einschränkte fühlten sich die Beine schon besser an....kann ich eine Überdosis haben und niemand weiß das außer mir selbst?
Petra[/quote]


Mir ging es genau so. Ich habe längere Zeit Vitamin D Präperate eingenommen. Dazu öfters mal Sonnenbäder und regelmäßi Fisch gegessen, weil man von Vitamin D ja angeblich nicht "genug haben kann". Irgendwann fühlten sich meine Muskeln plötzlich wie Gummi an und wenn ich längere Zeit gestanden oder gesessen bin, fühlte ich mich irgendwie komisch. Zuerst dachte ich noch, ich brauche noch mehr Vitamin D, bis ich es Gott sei Dank abgesetzt habe. Seither sind die Symptome allmählich wieder abgeklungen.

Gast88

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon Gast88 » Fr 12. Feb 2016, 10:28

An alle, die einen VitaminD3 Mangel haben und ihn auffüllen möchten.
Bitte achtet darauf, dass ihr während der Auffüllung genug Magnesium (z.B. Fussbad) aufnimmt.
Zusätzlich sollte auch Vitamin K (besteht aus K1 und K2, wobei das K2 das wichtigere ist) eingenommen werden
und auf eine auszureichende Calicumaufnahme durch die Nahrung sichergestellt werden...

Ich denke die oben genannten Symptome kommen daher, dass ausschließlich nur Vitamin D3 genommen wurde, und
der Rest nicht beachtet wurde.
z.B. Muskelschwäche und "Beine wie Gummi" klingt sehr stark nach Magnesiummangel.

GXGX

Cholecalciferol (Vit. D3 tierischen Ursprungs) Überdosis

Beitragvon GXGX » Di 8. Nov 2016, 16:26

Eine Cholecalciferol (Vit. D3 tierischen Ursprungs) Überdosis ist sehr unwahrscheinlich, da das obere Toleranz-Limit sehr hoch ist.
Alles was der Körper zuviel bekommt und nicht konvertiert wird, leitet er wieder aus, das selbe Spiel wie bei Salz und Zucker (anderes Thema).
Der Stresslevel bei einem Glas Alkohol wird wohl größer sein als bei 1.000.000 IE.
#Nieren #Leber #Ressourcenverwaltung #SmartBody

ACB

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon ACB » So 22. Jan 2017, 13:09

Hallo,
mein arzt hat mir 100.000IE für 7 Tage verschrieben. Nach dem 5 Tag brach ich ab. Meine Muskeln wurden total schwach und ich konnte nichts mehr machen. Eine wahnsinnige Lethargie schlug zu. Herzrasen, Müdigkeit, Kopfweh, Hitzewallungen, Zittern. Ich nahm seit Beginn der Therapie jeden Tag 200mg K2 MK7 und bis zu 300mg Magnesium. Wie bekömmlich die Muskelkraft zurück? Ich will nur endlich wieder leben. Habt ihr ähnliche Erlebnisse gehabt. Meine letzte Einnahme war am Dienstag. Wann kam bei euch die Muskelkraft zurück. Was habt ihr genommen?

Fabiana

Re: Vitamin D Überdosis

Beitragvon Fabiana » Mo 24. Jul 2017, 23:33

Hallo

Also zuerst mal möchte ich erwähnen dass, ich eine Vitamin D3 Überdosierung bis vor kurzem nicht für möglich hielt und dachte Vitamin D würde ausgeschieden werden wenn der Körper genug davon aufgenommen hat.

Vor kurzem habe ich angefangen meine Vitamin D Einnahme zu steigern von täglich 1000 Einheiten auf 10.000 Einheiten. Nach ca. 1 Woche auf 15.000 und nach einer weiteren Woche auf 20.000 Einheiten, zusätzlich habe ich K2 eingenommen. Auf Magnesium habe ich zusätzlich verzichtet da ich davon ausging gut damit versorgt zu sein, stattdessen habe ich B12 eingenommen. Dadurch ist auch mein B12 deutlich überhöht, was eventuell mit dazu beiträgt dass, mein Vitamin D Spiegel nur langsam abklingt.
Anfangs fühlte ich mich sehr fit und ausgeruht, ich brauchte weniger schlaf als zuvor (was sehr praktisch ist) und hatte ziemlich viel Energie.

Nach einigen Wochen jedoch bemerkte ich mehr und mehr wie aufgepuscht und nervös ich wurde. Zudem Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, kein Sättigungsgefühl, zuckende Muskeln, klatschnasse Füße. Ich bin erschöpft und aufgeputscht zugleich, dies ist wohl der nervigste Teil der Überdosierung, entspannen fällt mir gerade trotz Erschöpfung wegen der andauernden Schlafstörung sehr schwer.
Ich habe D3 abgesetzt, einige Beschwerden sind zurück gegangen, andere sind bisher noch vorhanden.

Jimbob

Zwei Fallberichte - Vitamin D: Hyperkalzämie durch Überdosierung

Beitragvon Jimbob » Do 30. Nov 2017, 20:01

Zwei Fallberichte zeigen, dass die Einnahme von vermeintlich harmlosen Vitamin-D-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln oder Präparaten schädlich sein kann.

Eine 78-jährige Patientin (A) und ein 60-jähriger Patient (B) hatten sich eigenständig Vitamin-D-haltige Präparate besorgt und täglich hohe Dosen (A: Vitamin D3 10.000 IE/d; B: „Vitamin D“ 50.000 IE/d) eingenommen. Beide entwickelten ein akutes Nierenversagen bei ausgeprägter Hyperkalzämie (A: 3,42 mmol/l; Referenzbereich: 2,15–2,58 mmol/l; für B liegt genauer Wert nicht vor). Hinweise auf alternative Ursachen wie primären Hyperparathyreoidismus, Sarkoidose oder Tumorerkrankung gab es nicht. Der Zustand der Patientin A besserte sich unter forcierter diuretischer Therapie und oraler Cortisongabe. Patient B entwickelte schwere Komplikationen und hat eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz davongetragen (Nierenbiospie: schwerer tubulärer Schaden mit Mikroverkalkungen, passend zu hyperkalzämischer Schädigung).

Vitamin D ist durch Aufrechterhaltung des physiologischen Kalziumspiegels im Serum u. a. an der Knochengesundheit beteiligt. Vitamin-D-Mangel bei Erwachsenen kann zu Osteoporose und Osteomalazie führen (1). Bei UV-Bestrahlung werden in der Haut Vorstufen gebildet, aus denen über Zwischenschritte in Leber und Niere das eigentlich wirksame Calcitriol gebildet wird. Wenn die endogene Produktion nicht ausreicht (z. B. bei mangelnder UV-Bestrahlung), können Cholecalciferol („Vitamin D3“) oder Ergocalciferol („Vitamin D2“) oral eingenommen werden. Eine Dosierung von 800 IE/d reicht in der Regel aus.

Wenn höhere Dosierungen von Vitamin D erforderlich sind, sollte dies unter ärztlicher Aufsicht und regelmäßiger Kontrolle des Vitamin-D-Status erfolgen. Für die tägliche Aufnahme wurde von der Europäischen Lebensmittelbehörde eine tolerierbare, d. h. sichere Obergrenze von 100 µg/d (4000 IE/d) für Heranwachsende und Erwachsene festgelegt. Überdosierung geht mit dem Risiko einer Hypervitaminose einher, die sich als Hyperkalzämie manifestieren kann. Positive Wirkungen von Vitamin D auf nichtskelettale Erkrankungen sind überwiegend nicht belegt.

Vitamin-D-haltige Fertigarzneimittel mit einer Tagesdosis über 1000 IE sind verschreibungspflichtig. Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel (ggf. von ausländischen Anbietern) können jedoch im Internet erworben werden, wie in den oben dargestellten Fällen geschehen.

Quelle:
AkDÄ Drug Safety Mail vom 30. November 2017






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